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Bewerbertraining - ohne eigentlich ALGII zu beziehen????

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Püppi

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#1
Ich weiß auch nicht, mittlerweile habe ich mit der ARGE schon soviel durch!!! Aber es soll ja nicht langweilig werden.....der Mann meiner Kollegin soll ein Bewerbertraining machen, dass Problem an der Sache ist er bezieht kein ALG II, weil mein Kollegin "zu viel" verdient. Die ARGE konnte ihm demnach nicht drohen das Geld zu kürzen (er bezieht ja keinen Cent), also haben se ihm erklärt, er würde für die Zeit (1/2 Jahr) keine Rentenpunkte bekommen, wenn er die Maßnahme ablehnt!?! Erschwerend kommt noch dazu, dass er (die beiden besitzen nur 1 PKW) in Bus und Bahn steigen muß um 2x in der Woche für je 2 Stunden über 30km fahren muß (1 Strecke)!!! Ihm wurde grade mal eine Unterstützung von 0,20 EUR pro km genehmigt.
Weiß jemand was darüber und kann mir einen kurzen Rat geben, was ihm passieren könnte, wenn er einfach aufhört??? Ich verstehe nicht warum er das machen muß!!!!!:confused:

Bin für jeden Rat dankbar!!

Gute Nacht...
 
E

ExitUser

Gast
#2
Der Betreffende ist also "arbeitslos ohne Leistungsbezug". Mit der ARGE sollte der gar nichts zu tun haben, sondern nur mit dem Arbeitsamt, weil er keine Grundsicherung bezieht oder beantragt hat.

Zur Richtigstellung: mit den "Rentenpunkten" können keine Entgeltpunkte in der Rentenversicherung gemeint sein, die später eine höhere Rente bewirken würden. Wenn man kein Arbeitslosengeld bezieht, werden auch keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt. Es werden lediglich die Zeiten als Anrechnungszeit gemeldet. Diese zählen zur Wartezeit bei den 35 Jahren für die vorgezogene Altersrente, mehr nicht.

Grundsätzlich muß man als Arbeitsloser auch an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen, sofern diese zumutbar sind. Genauso müssen diese die für den Einzelfall sinnvoll sein und den Grundsätzen von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit genügen. Ob das nun sinnvoll und zumutbar ist, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Genauso wäre die Frage, ob schon die Nichtteilnahme an so einem Bewerbertraining ausreicht, um eine Arbeitslosmeldung zu streichen. Das alles wird im Streitfall letztlich nur das zuständige Gericht beantworten können.

Nebenher noch: es wäre sinnvoll, zu klären, was für "Rentenpunkte" der Betreffende denn während der Zeit der Maßnahme bekäme. Wenn ich es richtig sehe, würde er in dieser Zeit nicht als arbeitslos (da nicht verfügbar) gelten und deshalb aus der Statistik fallen, mit der Folge, daß auch keine Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit gemeldet würden. Diese statistischen Aspekte beantworten vielleicht auch die Frage, wieso solche "Fortbildungen" manchmal so beliebt zu sein scheinen.

Ich würde die Sache am besten mal mit der Rentenversichung abklären, um festzustellen, wie dringend diese Anrechnungszeiten im eigenen Versicherungsverlauf überhaupt benötigt werden.
 

Püppi

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#3
Danke für die schnelle Reaktion!!! Von Wirtschaftlichkeit kann bei dieser Maßnahme wirklich nicht die Rede sein. Na ja, hatte irgendwie doch die stille Hoffnung, dass er es doch nicht machen braucht....aber es hat mir schonmal geholfen. Wieder um einen Aspekt schlauer....!

Nochmal Danke einen schönen Tag
Püppi
 
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