Bevor ich in Hartz 4 Bezug falle möchte ich meinen Kinder Geld schenken und ein Girokonto auf deren Namen eröffnen, wieviel Zeit muss vergangen sein damit das Amt die Schenkung nicht zurückverlangen darf? Wie hoch ist das Schonvermögen?

VNiclas

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Hallo,

ich möchte für meine 2 Kinder 8 Monate und 3 Jahre alt ein kostenloses Kindergirokonto eröffnen, auf den Konten möchte ich jeweils 4000€ einzahlen, ich habe gehört Schonvermögen sind 3100€ + 750€ pro Kind, stimmt das?

Zur Zeit bin ich angestellt und beziehe keine Hilfe vom Jobcenter.

Meine Frage jetzt an Euch, wenn ich z.B. in 3 Jahren in Hartz4 rutschen würde, könnte das Amt dann die Schenkung zurückverlangen oder anrechnen?

Wie lange müsste das Geld auf den Konten der Kinder sein bevor ein Hartz4 Bezug kommt, damit das Amt nicht mehr drauf zugreifen kann?

Dazu habe ich noch eine ergänzende Frage, wenn die Arge von diesen Konten und meinem Konto Auszüge haben möchten, dann könnte das JC doch nur die letzten 12 Monate die Auszüge verlangen und garnicht sehen das dieses Geld lange vor Hartz4 Bezug überwiesen wurde, oder irre ich mich?

Ich danke schonmal herzlich für Eure Hilfe.
 

HermineL

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.


Stell dir einfach folgende Situation vor und frage dich selbst, ob du so auch mit deinen Mitmenschen kommunizierst:

Elo: "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
Elo: "Schenkung vor Hartz 4 an Kinder / Girokonto auf den Namen von Kinder / Schonvermögen Kinder / Sparen für Kinder / Fristen"
Helfer: "????.Worum geht es dir da jetzt genau bei deiner Stichwortsammlung?.... Und wie ist jetzt deine Frage?...."
 
E

ExUser 70645

Gast
„Verarmter Schenker“ 10 Jahre rückwirkend 528 BGB; Freibeträge Minderjähriger 3.100 Euro 12 Abs. 2 Nr. 1 und 750 Euro für jedes Mitglied der BG nach 12 Abs. 4 SGB 2
 

Seepferdchen 2010

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Loeffelkeks


ehe du hier mit §§ umgehst, solltest du diese auch lesen und näher erläutern und vorallem verständlich für @VNiclas schreiben in Bezug zu ihren Fragen oder willst du auch so "abgefertigt" werden wenn du nach Hilfe nachfragst?

@VNiclas habe bitte noch etwas Geduld bestimmt kommen noch hilfreiche Hinweise zu deinen Fragen.
 

VNiclas

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Loeffelkeks


ehe du hier mit §§ umgehst, solltest du diese auch lesen und näher erläutern und vorallem verständlich für @VNiclas schreiben in Bezug zu ihren Fragen oder willst du auch so "abgefertigt" werden wenn du nach Hilfe nachfragst?

@VNiclas habe bitte noch etwas Geduld bestimmt kommen noch hilfreiche Hinweise zu deinen Fragen.
Ja so ganz schlau bin ich noch nicht geworden, außer das der Freibetrag stimmt den ich mir überlegt hatte.

Die Frage ist muss ich das 10 Jahre lang von meinem Sohn zurückfordern wenn ich Ihm Geld geschenkt habe.

Und was ich ja schon in meinem Anfangspost gefragt habe, darf die Arge überhaupt von mir und meinen Söhnen 3 Jahre alte Kontoauszüge fordern auf denen ersichtlich ist dass ich Ihm 3 Jahre vor dem Erstantrag von Hartz 4 Geld geschenkt habe?
 

saurbier

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Vielleicht sollte man dann mal den paßenden Paragraphen zitieren

§ 528 Rückforderung wegen Verarmung des Schenkers​


§ 528 wird in 2 Vorschriften zitiert

(1) 1Soweit der Schenker nach der Vollziehung der Schenkung außerstande ist, seinen angemessenen Unterhalt zu bestreiten und die ihm seinen Verwandten, seinem Ehegatten, seinem Lebenspartner oder seinem früheren Ehegatten oder Lebenspartner gegenüber gesetzlich obliegende Unterhaltspflicht zu erfüllen, kann er von dem Beschenkten die Herausgabe des Geschenkes nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung fordern. 2Der Beschenkte kann die Herausgabe durch Zahlung des für den Unterhalt erforderlichen Betrags abwenden. 3Auf die Verpflichtung des Beschenkten findet die Vorschrift des § 760 sowie die für die Unterhaltspflicht der Verwandten geltende Vorschrift des § 1613 und im Falle des Todes des Schenkers auch die Vorschrift des § 1615 entsprechende Anwendung.
(2) Unter mehreren Beschenkten haftet der früher Beschenkte nur insoweit, als der später Beschenkte nicht verpflichtet ist. (Quelle Buzer.de/§528 BGB)

Und ja das Sozialamt kann sich durchaus darauf berufen, wenn dort der Verdacht aufkommt.

Allerdings sollte man schon der fairness wegen sagen, in 10 Jahren kann man auch ein kleineres Vermögen zum eigenen Lebenswandel aufgebraucht haben, da sind jetzt mal 8.000,-€ auch nicht gerade die Welt.
 

Helga40

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Die Frage ist muss ich das 10 Jahre lang von meinem Sohn zurückfordern wenn ich Ihm Geld geschenkt habe.

Innerhalb von 10 Jahren nach Schenkung kann diese bei Verarmung des Schenkers zurück gefordert werden.

Und was ich ja schon in meinem Anfangspost gefragt habe, darf die Arge überhaupt von mir und meinen Söhnen 3 Jahre alte Kontoauszüge fordern auf denen ersichtlich ist dass ich Ihm 3 Jahre vor dem Erstantrag von Hartz 4 Geld geschenkt habe?

Du musst in der Anlage VM (Vermögen) unter Punkt 8 angeben, ob du in den letzten 10 Jahren Vermögen verschenkt hast. Und wahrheitswidrig zu antworten, wäre da nicht gut.
 

VNiclas

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Danke schonmal für die Antwort, ja wahrheitsgemäß antworten möchte ich schon, jetzt habe ich allerdings auch mal überlegt ob ich für meine Söhne monatlich spare z.B. 50-100€ pro kind, könnte das die Arge auch zurückverlangen wenn es mich in ein paar Jahren erwischt?

Dumm ist auch das sich noch 2000€ für beide Kinder insgesamt in Bar bei uns befinden, das sind Geschenke die Sie erhalten haben zu Geburt und Taufe usw. von Verwandten, Freunden, kann ich das denn einzahlen auf deren Konten ohne das etwas passiert? Wir sind ja noch nicht im Hartz 4 Bezug.
 

Lelek

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Ich würde mir vorab schon mal Gedanken machen, wie viel Bargeld ich zu Hause aufbewahren könnte, ohne Nachts schlecht zu schlafen.
 

VNiclas

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Naja, so hoch wie euer Vermögen ist, wird das ja so schnell nicht passieren.
Wieso? Möchte jetzt keine Summe nennen aber wenn wir sagen wir mal 10.000€ mehr als Schonvermögen haben, dann hätten wir ja alles verbraucht nach 5 Monaten.

1300€ Regelsatz für die Familie und 700 Miete sind 2000€ pro Monat
 

Senseo

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Ich würde mir vorab schon mal Gedanken machen, wie viel Bargeld ich zu Hause aufbewahren könnte, ohne Nachts schlecht zu schlafen.

Genau das hätte ich dem TE jetzt auch empfohlen.
Ich würde das Geld abheben, mir einen kleinen Safe besorgen und das Geld dort aufbewahren, zum Beispiel aus Gründen wie, du vertraust den Banken nicht. Ob der Safe nun wirklich Zuhause existiert, sollte niemanden was angehen.
Das Geld wurde eben ausgegeben.
 

Uhus

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eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr ... .
... als dass wir unser aktuelles Sozial- und Gesellschaftssystem angesichts der sich stark ändernden technologischen Rahmenbedingungen (weitgehende Entkopplung von Lohnarbeit und Wertschöpfung) zukünftig so beibehalten. Hartz IV ist quasi schon tot.

@VNiclas: Ich sehe hier nur zwei grundsätzliche Möglichkeiten, wenn man davon ausgeht, dass die gesetzlichen Regelungen weiterhin so bestehen bleiben, bis es bei dir womöglich relevant wäre:

(1) Bareinzahlung oder Überweisung auf die Konten der Kinder (= Schenkungen), wobei die Beleg-Unterschrift oder das Gegenkonto von irgendjemandem stammen kann, der mutmaßlich nicht selbst innerhalb der nächsten 10 Jahre verarmt.

(2) Lass das Geld in seiner baren Form bestehen, natürlich sicher verwahrt.
 
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chromoxidgruen

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Allerdings sollte man schon der fairness wegen sagen, in 10 Jahren kann man auch ein kleineres Vermögen zum eigenen Lebenswandel aufgebraucht haben, da sind jetzt mal 8.000,-€ auch nicht gerade die Welt.
Selbst in 3 Jahren wäre das noch möglich. 200 EUR pro Monat zusätzliche Ausgaben würde ich noch nicht mal als Prasserei bezeichnen.
Mir fällt noch ein, falls die Kinder in den nächsten Jahren regelmäßig Geldgeschenke überwiesen bekommen von jemandem aus der Verwandtschaft (z.B. Oma oder Opa überweist pro Monat und Kind 50 oder sogar 100 EUR), und derjenige ist nicht von Bedürftigkeit bedroht, kann dieses Geld auch nicht zurück gefordert werden wegen Verarmung des Schenkers. Viele Großeltern tun das, das ist nichts unübliches.

Noch zuckt es sich, deshalb lieber in "Habachtstellung" bleiben.
:LOL: Es könnte auch nochmal zubeißen. Obwohl ihm Doktor BSG schon den dicksten Giftzahn gezogen hat.
 
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Uhus

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Mir fällt noch ein, falls die Kinder in den nächsten Jahren regelmäßig Geldgeschenke überwiesen bekommen von jemandem aus der Verwandtschaft (z.B. Oma oder Opa überweist pro Monat und Kind 50 oder sogar 100 EUR), und derjenige ist nicht von Bedürftigkeit bedroht, kann dieses Geld auch nicht zurück gefordert werden wegen Verarmung des Schenkers. Viele Großeltern tun das, das ist nichts unübliches.
Ülich ist so etwas durchaus. Aber eine mögliche Rückforderung der Schenkungen wegen Verarmung des Schenkers kann ganz schnell im Raum stehen, wenn Oma und/oder Opa ein Pflegefall werden und wegen der hohen Kosten Sozialhilfe beziehen.
 

chromoxidgruen

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Aber eine mögliche Rückforderung der Schenkungen wegen Verarmung des Schenkers kann ganz schnell im Raum stehen, wenn Oma und/oder Opa ein Pflegefall werden und wegen der hohen Kosten Sozialhilfe beziehen.
Das ist natürlich ein Argument. Dann wären (falls vorhanden) kinderlose Onkel oder Tanten besser, die noch jünger sind. Die betutteln schonmal gern Nichten oder Neffen.
 

Uhus

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Mensch, warst du schnell mit dem Zitat. Ich hatte meinen Beitrag sofort wieder gelöscht.

Edit: Ein Mod hat #23 wieder freigeschaltet.
 
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