Betriebswirtsch. Auswertung angefordert! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

CoolNess

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Ende August haben wir unseren Weiterbewilligungsantrag für 10/2012 bis 03/2013 gestellt.

Heute kam eine Aufforderung zur Mitwirkung, in der eine Betriebswirtschaftliche Auswertung von Sept. 2011 bis Aug. 2012 angefordert wird, da mein Mann selbständig ist.

Für 2011 hat er von seiner Steuerberaterin eine Einnahme-Überschussrechnung vorliegen. Da stehen nur zusammengefasste Beträge ohne Angabe von Auftraggebern etc. Da könnten wir ja noch damit leben, wenn wir die einreichen müssten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das gemeint ist mit "BW-Auswertung."

Die SB schreibt auch, er soll seine Angaben überprüfen, die er in der vorläufigen EKS über die Betriebseinnahmen gemacht hat, da er angegeben hat, keine Einnahmen zu erzielen, auf den eingereichten Kontoauszügen jedoch Einnahmen ersichtlich wären.
Die vorläufige EKS bezieht sich jedoch auf die Zukunft und die Kontoauszüge auf die Vergangenheit!

Bisher hat mein Mann das bei jedem Weiterbewilligungsantrag so gemacht, woraufhin monatliche Leistungen erst einmal vorläufig bewilligt wurden, bis zur abschließenden Feststellung des Leistungsbedarfs durch die abschließende EKS.

Für die Abgabe der abschließenden EKS hätte er doch nach Ende des Bewilligungsabschnitts also 30.09.2012 noch 2 Monate Zeit, also bis zum 30.11.2012?

Handelt es sich nur um ein Mißverständnis, oder muss er jetzt bei unserer Steuerberaterin extra eine BW-Auswertung von Sept 2011 bis Aug 2012 in Auftrag geben? - das macht die nämlich nicht umsonst.

In seinen selbst erstellten monatlichen Abrechnungen sind immer die Namen der Auftrageber enthalten (zur besseren Nachvollziehbarkeit). Diese möchte er eigentlich nicht vorlegen - das geht die doch gar nichts an, oder?

Desweiteren möchte die Dame wissen, wieviele Stunden pro Woche mein Mann effektiv mit der selbständigen Tätigkeit beschäftigt ist. Da ist er sich auch ganz unsicher, was er angeben soll, da er seit längerem Krankgeschrieben ist und praktisch nur zuhause arbeitet. Unsicher ist er, da das JC ja versucht, einem aus allem einen Strick zu drehen. Wenn er mehr als 3 Stunden täglich angibt ist er in deren Augen gesund, wenn er zu wenig angibt werden vielleicht die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer u.ä. nicht mehr anerkannt.
 

hartaber4

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Ende August haben wir unseren Weiterbewilligungsantrag für 10/2012 bis 03/2013 gestellt.

Heute kam eine Aufforderung zur Mitwirkung, in der eine Betriebswirtschaftliche Auswertung von Sept. 2011 bis Aug. 2012 angefordert wird, da mein Mann selbständig ist.

Handelt es sich nur um ein Mißverständnis, oder muss er jetzt bei unserer Steuerberaterin extra eine BW-Auswertung von Sept 2011 bis Aug 2012 in Auftrag geben? - das macht die nämlich nicht umsonst.
Soll das JC doch die Rechtsgrundlage und dabei gleich die Kostenfrage klären... mal schriftlich anfragen!

Das Einkommen ist doch SGB II relevant... und das weist ihr ja mittels GV/EÜ-Rechnung / Steuerberaterin aus.

Was wollen die denn noch?

Hochglanzgeschäftsbericht mit Lagebericht und Testat vom Wirtschaftsprüfer ?

z.B. die ?

pwc.de: Prüfung, Rechnungslegung und Berichterstattung

PwC als eine der führenden international operierenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bietet umfassende Erfahrung in Rechnungslegung und Prüfung. Die Experten beraten in der Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation bei der Berichterstattung nach nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf der Grundlage branchenübergreifender Zusammenarbeit. Sie prüfen und testieren Jahres- und Konzernabschlüsse, analysieren individuelle Fragestellungen und sind Ansprechpartner für spezielle Prüfungen.

Kostenvoranschlag zu Händen JC :biggrin:
 

Hartzeola

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So ist es erforderlich, dass Sie die folgenden - neben den allgemein für einen Arbeitslosengeld II-Antrag erforderlichen - Unterlagen vorlegen:
- Gewerbeanmeldung oder Reisegewerbekarte (bei Freiberuflern: Steuernummer)
- letzter Steuerbescheid
- vorläufige Gewinnübersicht des lfd. Jahres (BWA, EÜR) incl. Summen- und Saldenliste
- Ihre Gewinnprognose für die nächsten Monate
- Mietvertrag & Nachweis über die Betriebskosten / Heizkosten für die Betriebsstätte (falls vorhanden)
- Arbeitsverträge des angestellten Personals (falls Personalkosten geltend gemacht werden)
- aktuelle Nachweise über bestehende Verbindlichkeiten (z.B. Kredite) u. evtl. Rückzahlungsmodalitäten (Zinsen, Tilgung)
- Eine Übersicht über Ihre Außenstände
https://www.jobcenter-bochum.de/uploads/media/Information_fuer_Selbstaendige.pdf
 

hartaber4

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Allerdings würde ich mich vorher informieren, was das JC im Fall der Selbständigkeit anfordern darf. Es ist ja bekannt, daß es gerne Phantasiebescheinigungen fordert.
Genau!

Es würde erstmal reichen wenn die JC ihr eigenes Regelwerk (SGB hoch und runter) einigermaßen beherrschen würden!

Jetzt auch BWL und Rechnungswesen......

Mit fällt gerade ein zu den Kundennamen:

Wäre ich auch sehr kritisch mit.... gab mal irgendwo ein Fall wo ein Lebensgefährte einer SB GENAU in dem Metier tätig war.... und sich der SGB II "Kunde" wunderte warum immer mehr seiner Kunden absprangen...... so ein Zufall aber auch!
 

hartaber4

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Zitat wie o.a.:

So ist es erforderlich, dass Sie die folgenden - neben den allgemein für einen Arbeitslosengeld II-Antrag erforderlichen - Unterlagen vorlegen:
- Gewerbeanmeldung oder Reisegewerbekarte (bei Freiberuflern: Steuernummer)
- letzter Steuerbescheid
- vorläufige Gewinnübersicht des lfd. Jahres (BWA, EÜR) incl. Summen- und Saldenliste
- Ihre Gewinnprognose für die nächsten Monate
- Mietvertrag & Nachweis über die Betriebskosten / Heizkosten für die Betriebsstätte (falls vorhanden)
- Arbeitsverträge des angestellten Personals (falls Personalkosten geltend gemacht werden)
- aktuelle Nachweise über bestehende Verbindlichkeiten (z.B. Kredite) u. evtl. Rückzahlungsmodalitäten (Zinsen, Tilgung)
- Eine Übersicht über Ihre Außenstände



Einnahme/Überschuss-Rechnung haben sie doch.........
 

hartaber4

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Die lesen so einen Zettel und glauben, dass sie Beides brauchen :biggrin:
Zu schön wenn man dann mit dem SB über Details der aktiven und passiven Bilanzbestandteile und die damit verbundenen antizipativen und transitorischen Rechnungsabrenzungsposten plaudern kann..... und einen kompetenten pAP gefunden hat....

vielleicht lädt man das JC/den SB zum Andruck in die Druckerei oder zur Vorabkonzeption in die Werbeagentur des Geschäftsberichts gleich auf ein Glas Champagner ein... um so den Jahresabschluss gemeinsam ausklingen zu lassen....?

Bei einem Geschäftsjahresabschluss im Sommer bietet sich ja auch eine Location wie eine Feier auf einer Yacht (Beck´s Werbung-Like) an.....

"Wir werden das schon schaukeln...hahaha!" Zum Wohl....:biggrin:

Feste.... äh den Break-Even muss man feiern wie er fällt.....
 
H

hass4

Gast
Oft verwechseln die in den jobcentern bei ihren anforderungen von unterlagen ein großunternehmen wie siemens mit einer ich-ag

die verlangen den cashflow!!!!

absolute - kennzahl (übersetzt "kassenfluss") die den zugang an liquiden mitteln aufzeigt. nach traditionellen und insbesondere in kennziffernanalysen noch gebräuchlichen begriffsverständnis ist der cashflow der um abschreibungen, rückstellungszuführungen usw. korrigierte jahresüberschuss. insbesondere zeigt der cashflow damit die selbstfinanzierungskraft eines unternehmens auf. für die externe - bilanzanalyse wichtig: das betriebsergebnis wird dabei gerade um solche posten korrigiert, bei denen bewertungen, also subjektive einflüsse, eine große rolle spielen.

die grundformel für die errechnung des cashflow lautet:

Betriebsergebnis

+ abschreibungen laut gewinn und verlustrechnung
+ erhöhung langfristiger rückstellungen
- auflösungen langfristiger rückstellungen

= cashflow

aus dem cashflow können wiederum unterschiedliche cashflow-kennzahlen errechnet werden, etwa:

eigenkapitalrentabilität in % = cashflow x 100
_____________
zum cashflow eigenkapital


umsatz-cashflow = operativer cashflow x 100
____________________
umsatz
 

CoolNess

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Einnahme/Überschuss-Rechnung haben sie doch.........
Ja, die haben wir aber die ist für 2011.
Das JC will das aber bis Aug 2012 haben.

Normalerweise erstellt unsere Steuerberaterin diese ca. im Mrz/Apr. des Folgejahres für das vorangegangene Geschäftsjahr im Zuge der Einkommensteuererkl. + Umsatzsteuererkl.

Ich nehme an, die SB wird darauf bestehen, das wir das vorlegen sonst wird nicht bewilligt - wenn wir das jetzt aber in Auftrag geben, müssen wir das bezahlen und dann müssen wir für die EKSt.+USt.-Erklärung Anfang nächsten Jahres nochmal bezahlen.

Die abschließende EKS ist ja eigentlich auch nichts Anderes als eine Einnahme-Überschußrechnung, nur eben nicht nach Steuerrechtlichen Gesichtspunkten - und für deren Abgabe hätte mein Mann ja noch 2 Monate Zeit!

Und was ist hier am klügsten anzugeben?
Desweiteren möchte die Dame wissen, wieviele Stunden pro Woche mein Mann effektiv mit der selbständigen Tätigkeit beschäftigt ist. Da ist er sich auch ganz unsicher, was er angeben soll, da er seit längerem Krankgeschrieben ist und praktisch nur zuhause arbeitet. Unsicher ist er, da das JC ja versucht, einem aus allem einen Strick zu drehen. Wenn er mehr als 3 Stunden täglich angibt ist er in deren Augen gesund, wenn er zu wenig angibt werden vielleicht die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer u.ä. nicht mehr anerkannt.
 

Der Ratlose

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da bei einem Selbständigen schon die Überlegungen und Gedankenfindungen zu seiner selbständigen Tätigkeit gehören wohl immer so um die 80 Stunden die Woche.

Selbst wenn er mit gebrochenem Rückrad im Bett liegt kann er immer noch einen Betrieb leiten, betriebswirtschaftliche Überlegungen anstellen usw.

Sowas erzählen die nämlich Selbständigen die einen Unfall hatten und dann forderung an den öffentlichen dienst stellen.
 

CoolNess

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Ja OK, mag sein. Das hilft mir aber jetzt nicht wirklich weiter...
Hat mir dazu vielleicht jemand noch einen Tip?

Und wegen der voll übertriebenen Forderung eine BWA vorzulegen nochmal: Müssen wir sowas wirklich erstellen lassen - auf unsere Kosten - wenn das JC das verlangt oder müssen die sich mit der EÜR zufriedengeben, wenn wir die vorlegen?
Mein Mann hat ja schließlich kein Großunternehmen!
 

Hartzeola

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Wenn er mehr als 3 Stunden täglich angibt ist er in deren Augen gesund, wenn er zu wenig angibt werden vielleicht die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer u.ä. nicht mehr anerkannt.
Er hat das bereits bei der Antragstellung angegeben, sonst gibt es kein ALG II:

2b Sind Sie - Ihrer Einschätzung nach - gesundheitlich in der Lage, eine Tätigkeit von mindestens drei
Stunden täglich auszuüben? *)
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Vordrucke/A07-Geldleistung/Publikation/Hauptantrag-Arbeitslosengeld-II.pdf
 
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