Betriebskostennachzahlung 2009

schatty

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Hallo zusammen ,

ein Bekannter von mir hat heute die Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2009 bekommen. Dort ergibt sich eine Nachzahlung von 255,19 €. Er hat einen Antrag zur Übernahme durch die Arge gestellt (Ja ich weiß es heißt Jobcenter ^^) dem jedoch nur Teilweise entsprochen wurde.

Ich hab das hier alles mal eingescannt, könnte da mal bitte wer drüber schauen? Dankeschoen!

Meiner Meinung nach muessten die das doch komplett übernehmen?!

Falls ihr dann noch ein paar Info´s braucht bitte bescheid geben.

Grueße!
 
E

ExitUser

Gast
Soweit ich das sehe, habe die pauschal einfach einen Betrag berechnet. Das ist nicht zulässig. Unterkunftskosten sind in voller Höhe zu übernehmen.
Ich würde einen Widerspruch gegen den Bescheid schreiben.


Ist die Wohnung denn sonst angemessen? Wohnt er alleine dort?
 

gelibeh

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Wenn ich hier so schaue Harald Thome - Örtliche Richtlinien ist da einiges im argen. Nicht nur die Pauschalierung der Heiz- und Betriebskosten ist nicht rechtmäßig, sondern auch der Abzug für Warmwasseraufbereitungskosten von 6,79€ für einen Single ist falsch.
Wenn die Kaltmiete angemessen ist, müssen die die volle Nachzahlung übernehmen und wenn monatlich 6,79€ für die Warmwasserbereitung abgezogen wurde, einen Überprüfungsantrag schreiben(Schnellstens!)
 

biddy

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Im ARGE-Schreiben steht, dass eigentlich 1252,80 € an Betriebskostenvorauszahlungen hätten gezahlt werden muss, das wären 104,40 € im Monat.
Hat die ARGE 104,40 € (abzügl. Warmwasseraufbereitungspauschale evtl.) übernommen, also ausgezahlt (siehe Zeile Bedarf "anerkannte Kosten der Unterkunft und Heizung" im Berechnungsbogen, der dem Bescheid anhängt)? Und Dein Bekannter hat aber nur 1044 €, also 87 € monatlich, weitergeleitet? Das wäre natürlich blöd.
 

schatty

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Hallo zusammen ,

danke erstmal für die Antworten.

Soweit ich das sehe, habe die pauschal einfach einen Betrag berechnet. Das ist nicht zulässig. Unterkunftskosten sind in voller Höhe zu übernehmen.
Ich würde einen Widerspruch gegen den Bescheid schreiben.


Ist die Wohnung denn sonst angemessen? Wohnt er alleine dort?
Kann ich beides mit ja beantworten. Er wohnt dort schon länger (Unter ALG2 Bezug).
Wie könnte man den Widerspruch genau begründen?

Wenn ich hier so schaue Harald Thome - Örtliche Richtlinien ist da einiges im argen. Nicht nur die Pauschalierung der Heiz- und Betriebskosten ist nicht rechtmäßig, sondern auch der Abzug für Warmwasseraufbereitungskosten von 6,79€ für einen Single ist falsch.
Wenn die Kaltmiete angemessen ist, müssen die die volle Nachzahlung übernehmen und wenn monatlich 6,79€ für die Warmwasserbereitung abgezogen wurde, einen Überprüfungsantrag schreiben(Schnellstens!)
Das ist auch meine Auffassung gewesen.
Überprüfungsantrag auf den gesamten Zeitraum wo er dort wohnt? Und wieschreibt man das am dümmsten?

Den Rat werde ich ihm dann auch gleichmit geben.

Im ARGE-Schreiben steht, dass eigentlich 1252,80 € an Betriebskostenvorauszahlungen hätten gezahlt werden muss, das wären 104,40 € im Monat.
Hat die ARGE 104,40 € (abzügl. Warmwasseraufbereitungspauschale evtl.) übernommen, also ausgezahlt (siehe Zeile Bedarf "anerkannte Kosten der Unterkunft und Heizung" im Berechnungsbogen, der dem Bescheid anhängt)? Und Dein Bekannter hat aber nur 1044 €, also 87 € monatlich, weitergeleitet? Das wäre natürlich blöd.
Nein. Die gesamten Mitzahlungen gehen direkt zum Vermieter , hatte er so mit der Arge ausgemacht.

Ich hab nn schonmal grob vorgeschrieben:

Widerspruch gegen den Bescheid vom 4.01. blabla

Sehr gehrte blablabla


Mit dem Schreiben vom 14.12.2010 stellte ich einen Antrag auf übernahme meiner Beitriebskostennachzahlung für das Jahr 2009 in höhe von 255,19.

Hiermit legen ich Widerspruch gegen den Bescheid ein mit welchem mir lediglich 142,32 bewilligt wurden.

Begründung:

Meine Betriebskostnvorrauszahlung für das Jahr 2009 wurden geäß Abtretungserklärung vom Jobcenter direkt an meinen Vermieter übrwiesen. Auf diese Zahlung konnte ich somit keinen Einfluss nehmen. Ich gehe davon aus, dass das Jobcenter meine Betriebskostnvorauszahlung für das Jahr 2009 in voller höhe an meinenVermieter überwießen hatte.

Aus ihrer Rechnung ergibt sich aber ein fehlender Betrag.
Wieso wurden nicht die vollen Vorausszahlungen gezahlt wurden vermag ich nicht zu sagen.

Desweiteren ist der Wohnraum angemessen und unwirtschaftlich geheizt oder sonstiges habe ich auch nicht.


MFG blablabla
Weiter wuesste ich da nicht. Mangelnde erfahrung mit den Paragraphen usw.

Danke für eure Hilfestellungen.

Grueße!
 

gelibeh

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Warte mal noch bis Dir jemand beim Widerspruch hilft.
Es gibt ein Urteil des Bundessozialgericht, dass die Heizkosten nicht pauschaliert werden dürfen, wenn die Kaltmiete angemessen ist.

Für die falsche Anrechnung der Warmwasserpauschale kann er bis zu 4 Jahren rückwirkend einen Überprüfungsantrag stellen. Martin hat im Dezember ein Muster eingestellt, das muss angepasst werden.
 

schatty

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Jup mach ich auch , was bleibt mir auch anderes übrig. Allein bekomm ichs besser ja net hin ^-^

-Guten morgen wünsch und Kaffee verteil- :p
 

lpadoc

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Und im übrigen würde ich gegenüber der Vermieterin die Abrechnung anzweifeln. Die Abrechnung ist Fehlerhaft. Zum Beispiel: Verbrauchsschätzung
 

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schatty

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Und im übrigen würde ich gegenüber der Vermieterin die Abrechnung anzweifeln. Die Abrechnung ist Fehlerhaft. Zum Beispiel: Verbrauchsschätzung
Den Rat hatte ich ihm auch schon gegeben, weil mir die Heizkosten allein auch schon als ziemlich viel erscheinen. Ob ers nun macht muss ich mal sehn.

Ich warte nun erstmal noch auf nen bischen HIlfe wegn dem Widerspruch , damit erstmal das geklärt ist. Nicht das wegen dem Mist noch mehr passiert oder so -.-
 

schatty

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-da beitragsänderung net geht-

Eigentlich wollte er den Widerspruch schon am Dienstag abgeben. Hab ihm eben bescheid gesagt das er mal noch bis Donnerstag warten müsste. In der Hoffnung hier hat einer ne Hilfestellung gepostet. Ansonsten muessten wir das ding so abgeben wie ichs vorgeschrieben hab.

Seinen letzten Bewilligungbescheid hat er net gefunden auf die schnelle somit kann ich da nichts zu sagen was genau gezahlt wurde. So ist das wenn man nicht alle 7 Sachen beisammen hat -.-
 
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gast_

Gast
Dann sollte er erst einmal einen fristwahrenden Widerspruch abgeben - da kann man die Begründung dann später nach reichen...
 
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gast_

Gast
fristwahrender Widerspruch gegen den Bescheid vom ...
Nummer der Bedarfsgemeinschaft: ...

Sehr geehrte Damen und Herren,


hiermit lege ich fristwahrend Widerspruch ein gegen den Bescheid über die Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II).

Begründung folgt.

MfG
 

schatty

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Hey ,

joa das wäre dann wohl auch noch ne möglichkeit. Für den Fall des Falles.


@gelibeh , hast du zufällig nen Link zu dem Urteil?

Grueße!
 

schatty

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Hallo.

Erstmal sorry für die späte Rückmeldung hier.

Nachdem wir nun den Widerspruch:

Widerspruch gegen den Bescheid vom 4.01.2011 unter der BG-Nr. XXXX



Sehr geehrte Damen und Herren,




Mit dem Schreiben vom 14.12.2010 stellte ich einen Antrag auf übernahme meiner Betriebskostennachzahlung für das Jahr 2009 in höhe von 255,19.


Hiermit legen ich Widerspruch gegen den Bescheid ein mit welchem mir lediglich 142,32 bewilligt wurden.


Begründung:


Meine Betriebskostenvorauszahlungen für das Jahr 2009 wurden gemäß Abtretungserklärung vom Jobcenter direkt an meinen Vermieter überwiesen. Auf diese Zahlung konnte ich somit keinen Einfluss nehmen. Ich gehe davon aus, dass das Jobcenter meine Betriebskostenvorauszahlungen für das Jahr 2009 in voller höhe an meinen Vermieter überwießen hatte.Aus ihrer Rechnung ergibt sich aber ein fehlender Betrag. Wieso wurden nicht die vollen Vorausszahlungen gezahlt wurden vermag ich nicht zu sagen.


Desweiteren ist der Wohnraum angemessen und unwirtschaftlich geheizt oder sonstiges habe ich auch nicht. Laut Urteil des BSG vom 23.11.2006 mit Aktenzeichen B 11b AS 3/06 R in dem zu lesen ist "dass eine Pauschalierung der Heizkosten unzulässig ist und im Regelfall die tatsächlichen Aufwendungen zu berücksichtigen sind". Desweiteren verweise ich darauf dass meine Warmmiete als angemessen zu betrachten ist. Der Leistungsbehörde obliegt im Falle einer "nicht Angemessenheit" die Darlegungs- und Beweislast in Form von konkreten und ausführlichen Ermittlungen zur Angemessenheit des Heizkostenverhaltens. Daran haben Sie sich nicht gehalten (siehe auch BSG vom 02.07.2009 mit Aktenzeichen B 14 AS 36/08 R). Deshalb sind die tatsächlichen Heizkosten zu übernehmen.




Ich erwarte Ihren rechtsmittelfähigen Bescheid bis zum 15.02.2011.




Mit freundlichen Grüßen

Wurde dann die komplette Nachzahlung übernommen.
Begründung von denen, das es anfang nicht komplett übernommen werden würde, war eine Fehlerhafte Berechnung eines Mitarbeiters.

Wenn ich das Schreiben mal noch in die Finger bekomme werd ich´s hier abschließend noch einstellen :)

Grueße!
 
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