Betreuung von Schwererziehbaren oder Hausmeister

Leser in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

calfin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 Oktober 2005
Beiträge
21
Bewertungen
0
Hallo,

ich wollte mal mitteilen, was mir heute widerfahren ist.

Erstmal zur Vorgeschichte: Letzte Woche war ich bei der Arbeitsförderung und der Sachbearbeiter sagte mir, daß er einen 1-Euro-Job an mich vermitteln wolle mit Hilfe einer anderen Behörde. Da ich gelernter Kaufmann bin, wolle er sehen, ob ich einen 1-Euro-Job in der Verwaltung bekomme. Man würde sich dann telefonisch bei mir melden.

Heute bekam ich einen Anruf von der Diakonie. Der Herr am anderen Ende der Leitung teilte mir mit, daß es im Augenblick keine 1-Euro-Stelle in der Verwaltung gibt und auch in näherer Zukunft nicht. Er würde sich aber gern mit mir persönlich unterhalten und biete mir Alternativen an.
Er fragte mich, ob ich in unserem Ort die Sonderschule für schwererziehbare Jugendliche kenne. Diese wird von der Diakonie betrieben und wie ich weiß, wird die Schule von Kindern betuchter Eltern besucht, die dafür richtig viel Schulgeld zahlen müssen. Also keine Schule für die Allgemeinheit, schon etwas besseres als eine staatliche Sonderschule. Ich bejahte die Frage. Daraufhin sagte er, ich könne dort als Betreuer für die Kinder anfangen, die während des Unterrichts des Schulraums verwiesen werden. Dafür braucht man keine pädagogischen Fähigkeiten.
Desweiteren könne er mir noch Hausmeistertätigkeiten anbieten.

Ich war erstmal platt :shock: . Dann lehnte ich beides ab :stop: . Erstens bin ich Kaufmann und kein Handwerker, da ich zwei linke Hände habe. Aus diesem Grund bevorzugte ich auch eine kaufmännische Lehre. Und zweitens sehe ich mich überfordert, Jugendliche zu betreuen, die von "normalen" Schulen flogen und dort in der Schule "therapiert" werden, um eventuell wieder zurück auf die "normalen" Schulen zu kommen. Ich bin der festen Überzeugung, daß man bei der Betreuung doch pädagogische Kenntnisse braucht. Auch denke ich, daß bei der Hausmeistertätigkeit nur wieder eine Stelle an der Schule eingespart wird. Und dies soll ja nicht der Fall laut Hartz-IV sein. Betreuung und Hausmeistertätigkeiten sind auch nicht aus dem Metier, das ich erlernt habe. Somit wieder im Widerspruch mit dem Sozialgesetz :)
Der Herr am anderen Ende der Leitung meinte dann, er gebe die Stellennachfrage mit der Begründung "Keine geeigneten Stellen" wieder zurück.

Nun bin ich gespannt, was ihr von dieser Sache haltet. Ich warte auf euere Posts ;)

Gruß
Calfin
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.173
Bewertungen
178
Was soll man dazu sagen? Altbekannt, erst Job in der Verwaltung, dann etwas ganz anderes, Du bist es los, ist doch okay, sieh aber zu das es wirklich heisst das sie keine Stelle für Dich haben und nicht das Du keine annehmen wolltest, dann ist das Ding wohl gelaufen
 

kohlhaas

Elo-User*in
Mitglied seit
31 Oktober 2005
Beiträge
218
Bewertungen
0
Kapitel 2 Anspruchsvoraussetzungen

§10 Zumutbarkeit

(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,
4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht.
(2) Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil
1. sie nicht einer früheren beruflichen Tätigkeit des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen entspricht, für die er ausgebildet ist oder die er ausgeübt hat,
2. sie im Hinblick auf die Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen als geringerwertig anzusehen ist,
3. der Beschäftigungsort vom Wohnort des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort,
4. die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen.
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für die Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit entsprechend.

https://www.sozialhilfe24.de/ges_para_anz167.html

Wenn ich das Gesetz richtig verstehe, sind doch - entgegen der ständigen Wiederholungen in den Medien - eben nicht alle Tätigkeiten zumutbar. Mir kann man doch nicht erzählen, dass ein Klavierspieler als Möbelpacker oder eine Sekretärin im Schlachthof arbeiten soll und kann - ob nun als EEJob oder auf dem ersten Arbeitsmarkt.
 

Eurojobberin

Elo-User*in
Mitglied seit
22 April 2006
Beiträge
25
Bewertungen
0
Ja, Ja so ist das mit den 1 Euro Jobangebote

mir wurde vor einiger Zeit sowas ähnliches angeboten, Betreuung der Schüler in den Pausen und Beaufsichtung in den Klassen.Was durfte / sollte ich machen Hausmeister helfen Möbel schleppen, Schulhof säubern etc. das konnte man in die :tonne: kloppen. Und das soll gemeinnützig sein :|

Vielleicht sollte man mal den Vorschlag machen dass alle die im Bundestag sitzen die Bezüge gestrichen werden und sie für 1 Euro arbeiten lassen .Dann könnten die sich auch mal in die Lage der Leutz versetzen die unter diesem Joch arbeiten müssen :mrgreen:
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.173
Bewertungen
178
kohlhaas warum sollte es nicht möglich sein das ein Pianist auf dem Schlachthof arbeitet, soviel ich weiß geht die Zumutbarkeit nur über die gesundheitliche Vorraussetzung, alles andere was nicht ehrenrüchig und illegal ist, ist zumutbar, oder hat jemand weitere Infos?
 
A

Arco

Gast
Arania meinte:
kohlhaas warum sollte es nicht möglich sein das ein Pianist auf dem Schlachthof arbeitet, soviel ich weiß geht die Zumutbarkeit nur über die gesundheitliche Vorraussetzung, alles andere was nicht ehrenrüchig und illegal ist, ist zumutbar, oder hat jemand weitere Infos?

Gerade das Beispiel mit dem Pianisten und dem Schlachthof / Möbelpacker ist leider sehr schlecht von kohlhaas ausgewählt. Hier gibt es nach meiner Meinung bereits Gerichtsurteile das z.B. Pianisten solche Arbeiten nicht zugemutet werden könnte wegen der Beeinträchtigungsmöglichkeit seiner Gliedmaßen für die Zukunft....

Nur mal soooooo
 

Silvia V

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
2.394
Bewertungen
194
Daraufhin sagte er, ich könne dort als Betreuer für die Kinder anfangen, die während des Unterrichts des Schulraums verwiesen werden. Dafür braucht man keine pädagogischen Fähigkeiten.

Also dieser Mitarbeiter scheint nicht mehr ganz frisch im Kopf zu sein.
Diese Aussage ist schon mehr als grob fahrlässig.

Wenn ein Kind(ob schwererziehbar oder nicht) aus dem Unterricht verwiesen wird,dann ist etwas Unerfreuliches vorgefallen.
Das Kind befindet sich in einer Extremsituation(welche speziell von Kindern mit schweren Verhaltensdefiziten nur ungenügend kompensiert werden kann) und da braucht man dann keine pädagogischen Fähigkeiten??? :kinn:

Laß Dich nur nicht verheizen!!! :uebel:
 
E

ExitUser

Gast
Heute bekam ich einen Anruf von der Diakonie. Der Herr am anderen Ende der Leitung teilte mir mit, daß es im Augenblick keine 1-Euro-Stelle in der Verwaltung gibt und auch in näherer Zukunft nicht. Er würde sich aber gern mit mir persönlich unterhalten und biete mir Alternativen an.

Nun weiß ich nicht, hat dieses Gespräch, das du schilderst noch am Telefon stattgefunden oder war es das persönliche und im Büro desjenigen?

Eine Sanktion kannst du nur bekommen, wenn eine Belehrung über die Folgen deiner Weigerung, diese Tätigkeiten auszuüben, erfolgt wäre. Ist das nicht geschehen, ist eine Sanktion selbst bei zumutbaren Tätigkeiten nicht möglich. Deswegen immer, wenn man schon ohne Zeugen oder Personalratsvertreter so ein Gespräch geführt hat, hinterher eine Gesprächsnotiz machen.

Hausmeisterhilfsarbeiten, die zusätzlich sind, müßtest du annehmen, wenn du dazu körperlich in der Lage bist. Es kann ja Schultafelkreide zählen oder Heftausgabe :twisted: ;) sein. Wenn du den 10. Nagel für die Bilder in der Straße der Besten krumm gekloppt hättest, wärst du sowieso als dafür ungeeignet erkannt worden. :mrgreen:

Das Angebot, die rausgeschmissenen Schüler zu betreuen, verwundert mich sehr. Das sehe ich so wie Silvia. Überhaupt, was sagen denn die gut betuchten Eltern dazu wie mit ihren Kindern umgegangen wird? Das ist doch keine Erziehung, das ist Ohnmacht den Kindern gegenüber.
 

calfin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 Oktober 2005
Beiträge
21
Bewertungen
0
hallo

wollte nur mal kurz barney mitteilen, daß das gespräch am telefon ablief :laber: zu einer einladung sollte es erst noch kommen.
da ich bei ver.di in der erwerbslosenarbeit mitmach, hab ich schon so manchen klopfer gehört. heut hab ich es mal selbst mitbekommen. ich hätte aber auch dankend drauf verzichten können ;) ich bin mal gespannt, ob ich noch anrufe in bezug auf einen 1-euro-job bekomme. aber darauf könnte ich auch verzichten :)
danke auch den anderen für das rege interesse.

gruß
calfin

ps: natürlich werde ich nicht leichtsinnig einen 1-euro-job ablehnen. dies wird nur geschehen, wenn er sich nicht mit dem gesetz verträgt :mrgreen:
 

Eka

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
9 Dezember 2005
Beiträge
1.668
Bewertungen
20
Hallo Calvin,

so, nun gebe ich auch mal meinen Senf dazu ab. Diese Schulen die du meinst sind Schulen für Erziehungshilfen, wenn die Kinder z.B. ADHS haben oder andere Verhaltensauffälligkeiten des Sozialverhaltens. Wenn diese Kinder vor die Tür 'gesetzt' werden, dann entweder, weil sie sich daneben benommen haben oder sich nicht mehr konzentrieren können, der Lehrer dieses bemerkt und denen draußen einige Minuten Zeit gibt, sich wieder zu fangen oder einfach nur frischen Wind um die Nase zu bekommen um sich wieder konzentrieren zu können. Diese Schulen für Erziehungshilfen werden gesondert gefördert (bezahlt), aber nicht von den angeblich so gut betuchten Eltern sondern vom Kreis. Natürlich sind diese Schulen etwas teurer, aber aus dem Grunde weil die Lehrer Zusatzausbildungen haben und Sozialpädagogen vor Ort sind. Dafür gibt es auch spezielle Verfahren. In den meisten Schulen für Erziehungshilfen übernimmt so eine Aufgabe sogar ein Zivildienstleistender. Die Kinder MÜSSEN vom Gesetz her (wegen Versicherungsschutz), während dieser Zeit beaufsichtigt werden.
Ich habe eher das Gefühl es geht dir nicht nur um die Sache an sich sondern eher darum für 1 Euro arbeiten zu müssen, was ich gut verstehen kann.

Gruß
Eka
 
E

ExUser 1309

Gast
Ich würde den Job machen...

allerdings würd ich die lieben kleinen denne "positiv fördern..."...

Merkt ihr nicht, dass der böse Onkel dadrinnen nicht mit euch zurechtkommt und euch deshalb rausschickt...

Redet mal mit euren Eltern drüber, wie ihr hier bestraft werdet, ohne was böses getan zu haben...

Ich kann euch auch nicht helfen, weil ich eh net weiss, was ich hier mit euch anstellen soll... Also heult zuhause und lasst mich in Ruh.... Ihr könnt sofort gehen, haste mal die Telenummer vom Mama oder Papa???

Ich ergänz das lieber noch, bevor es heisst, ich wär kinderfeindlich...

Wir hatten mal ne Ziehtochter, weil die berufstätigen Eltern keine Zeit hatten. Auch sie hat ihre Möglichkeiten, wie weit sie gehen kann soweit wie möglich ausgetestet.

Als sie mal wirklich viel zu weit ging, ist mir die Hand mal gerutscht... Nat. hatte sie nix besseres zu tun als sich bei Mama auszuheulen.

Die Mutter hörte sich dann alles von beiden Seiten nochmal genau an und sagte dann zu ihrem Kind: Normalerweise müsste ich dir jetzt auch noch eine Knallen. Ah ist petzen gemein und was du gemacht hast, dafür hast du es verdient...

Darüber darf man gern geteilter Meinung sein, aber ich bin schon dafür, früh genug Grenzen aufzuzeigen, bevor die Kinder machen, was sie wollen.

Gruß

Hans :uebel:
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.173
Bewertungen
178
Für Kinder schlagen habe ich absolut kein Verständnis :evil: :evil: da hat man als Erwachsener immer andere Möglichkeiten
 

pixelfool

Elo-User*in
Mitglied seit
7 April 2006
Beiträge
368
Bewertungen
1
Warum heißt es eigentlich immer "ist mit die Hand ausgerutscht" - und nicht sinngetreu "hab ich dem Blag eine in die Fresse gesemmelt"? Um letzteres geht es dabei doch schließlich!
:shock:
 
E

ExUser 1309

Gast
Wozu die Freie Erziehung denne geführt hat, sieht man an der

Studie. Ich bin auch dagegen Kinder bewusst "zu schlagen", das ist nicht oki. Das muss man schon differenzieren. Die "Hand ausgerutscht" heisst bei mir leicht gestreichelt im richtigen Mom. Das tut körperlich nicht weh.

Auch Kindern sollte man Grenzen aufzeigen. Wenn nicht, wird man schon irgendwann feststellen, dass sie keine Grenze mehr kennen.

Ich bewunder oft, wie die Kinder von meinem türkischen Freund erzogen sind. Als Gast ist es für sie selbstverständlich, dass du bewirtet wirst, dass du zuvorkommend behandelt wirst, dass man dir zuhört... Irgends hat sich Papa derer denne halt auch mit seinen gegebenen Mitteln durchgesetzt.

Wenn ich mir dann manche deutsche Familie anschau, wo die Kids mit den Fingern essen und alles versauen, fast alles dürfen was sie wollen und nicht machen was die Eltern möchten, Besucher nicht respektieren, bräuchten denn wohl so ne Supernanny...

Naja... Muss jeder selbst entscheiden, was er für gut empfindet. Ein wenig Erziehung denk ich würd in manchem Fall nicht schaden. Über die Methoden dazu darf jeder selbst nachdenken.

LG

Hans
 

Rinzwind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 April 2006
Beiträge
768
Bewertungen
0
Re: Wozu die Freie Erziehung denne geführt hat, sieht man an

hansklein meinte:
Naja... Muss jeder selbst entscheiden, was er für gut empfindet. Ein wenig Erziehung denk ich würd in manchem Fall nicht schaden. Über die Methoden dazu darf jeder selbst nachdenken.

:evil: Schläge sind keine Erziehungsmethode sondern KÖRPERVERELETZUNG.

Als Erwachsener sollte mensch den Kindern schon vermitteln, dass Probleme NICHT mit Gewalt gelöst werden können.

Schon die Ärzte sangen: "...Gewalt erzeugt Gegengewalt, hat man dir das nicht erzählt,...", und wenn die geschlagenen Kinder sich nicht gegen ihre Peiniger wehren können, suchen sie sich halt Schwächere, die sie drangsalieren.

Sorry, wenn ich so sauer reagiere, aber da fehlt nur noch der Spruch: "Mir haben die Schläge doch auch nicht geschadet!" Dabei geht mir grundsätzlich die Hutschnur hoch. :shock: :motz: :kotz:

Schönen Gruß,

Andreas
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.173
Bewertungen
178
Man muß keine Supernanny sein um Erziehung ohne Schläge hinzubekommen, die beste Erziehung ist immer noch das VORLEBEN, dann geht das meistens von selbst.

Was die Kid zuhause nicht sehen, nehmen sie meistens auch nicht nach draußen mit und was sie von draußen hereinbringen darüber muß man reden reden reden und nicht schlagen.

Was sollen die Kinder dabei lernen? Das der Stärkere recht hat??
Welch Blödsinn
 
E

ExUser 1309

Gast
Guten Morgen Arania

erstmal hat der stärkere doch recht... Das muss nicht mit körperlicher Gewalt sondern kann auch mit Psychischer Gewalt zu tun haben...

So sieht's ja auch bei den ARGEN aus. Sie üben keinerlei körperliche Gewalt aus, gewinnen aber trotzdem oft-weil die Menschen Geistig unter legen sind.

Mit Sicherheit klappt auch eine Erziehung ohne jede körperliche und/oder Geistiger Krafteinwirkung. Doch wird das leider eher selten praktiziert.

Was die Kid zuhause nicht sehen, nehmen sie meistens auch nicht nach draußen mit und was sie von draußen hereinbringen darüber muß man reden reden reden und nicht schlagen.

Dann erkläre ihnen, wenn du nicht reich bist, warum sie nicht mit ihren Freunden mithalten können, warum sie von ihren Schulkameraden gehänselt werden, wenn sie nicht auf den neuesten Stand sind etc.

Schlagen ist imho keine Erziehung sondern eine Reaktion der Hilfslosigkeit weil jemand im Mom. keine andere Reaktion auf die aktuelle Situation hat.
Wenns passiert, ich schliesse bei keinem der Menschlich ist diese Reaktion aus, redet man hinterher auch darüber, warum das passiert ist.

Was die Kids zuhause nicht sehen, sehen sie draussen und werden dir nix davon erzählen, weil das ist ja nicht oki und uncool, darüber wird dann geredet und geredet... Ja.. toll... Hab ich als Kind erst recht das Gegenteil getan. Ich wurd nur einmal in meinem Leben geschlagen, als ich beim Rauchen erwischt wurde. Danach nie wieder.

Ich hatte früher keinen Erzieher, hab aber viel gelernt weil ich viel Sport getrieben hatte und viele Entspannungsübungen. Als Asthmath war das wichtig. Wichtiger als die Behandlung der Symptome ist die Behandlung der Ursache.

LG

Hans
 
E

ExitUser

Gast
Verstehe ich nun die Diskussion richtig, dass Kinder, die sich nicht der Norm entsprechend im Klassenraum verhalten, nicht rausgestellt werden sollten? Demnach muß dort auch keine Aufsichtsperson sein, ob pädagogisch gebildet oder nicht.

Wenn der Lehrer oder oder die Lehrerin im Augenblick des Konfliktes sich nicht darum kümmern kann, wäre es doch wohl viel wichtiger, dass eine ausgebildete Person mit diesen Kindern umgeht. Das kann ja durchaus außerhalb der Klasse sein. Aber Erziehung hat mit Einwirkung, und zwar mit sofortiger Einwirkung zu tun.

Wir wurden immer zum Direktor geschickt. :mrgreen:

Eine zusätzliche Tätigkeit kann ich weit und breit nicht erkennen, so dass die Ablehnung, dies als MAE zu machen zurecht erfolgte.
 
E

ExitUser

Gast
Re: Wozu die Freie Erziehung denne geführt hat, sieht man an

Rinzwind meinte:
hansklein meinte:
Naja... Muss jeder selbst entscheiden, was er für gut empfindet. Ein wenig Erziehung denk ich würd in manchem Fall nicht schaden. Über die Methoden dazu darf jeder selbst nachdenken.

:evil: Schläge sind keine Erziehungsmethode sondern KÖRPERVERELETZUNG.

Als Erwachsener sollte mensch den Kindern schon vermitteln, dass Probleme NICHT mit Gewalt gelöst werden können.

Schon die Ärzte sangen: "...Gewalt erzeugt Gegengewalt, hat man dir das nicht erzählt,...", und wenn die geschlagenen Kinder sich nicht gegen ihre Peiniger wehren können, suchen sie sich halt Schwächere, die sie drangsalieren.

Sorry, wenn ich so sauer reagiere, aber da fehlt nur noch der Spruch: "Mir haben die Schläge doch auch nicht geschadet!" Dabei geht mir grundsätzlich die Hutschnur hoch. :shock: :motz: :kotz:

Schönen Gruß,

Andreas
Da stimme ich dir voll zu...

Grenzen aufzeigen muß sein, aber da gibts wirklich andere Mittel dazu!

Wer schlägt, ist nur hilflos... als ich alt genug ar und das meinem Vater endlich ins Gesicht sage konnte wars das letzte Mal, daß ich geschlagen wurde...

es gibt keinen anderen Grund ein Kind zu schlagen als die eigene Hilflosigkeit!

Jeder, der selbst geschlagen wurde sollte wissen, daß man damit nichts erreicht, außer sich vielleicht anschließend selbst schlecht zu fühlen!

Und was das petzen angeht: da bin ich ganz anderer Meinung als die, die dazu schon was geschriebenhaben: ich hab meinen Kindern nie gesagt, ihr dürft nicht petzen: im gegenteil: wenn es Probleme gibt, dann erzählt es mir, nur dann kann ich helfen! Den woher soll ein kind wissen, wann es petzen ist und wann nötig, etwas zu erzählen?

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.173
Bewertungen
178
hansklein schrieb

Dann erkläre ihnen, wenn du nicht reich bist, warum sie nicht mit ihren Freunden mithalten können, warum sie von ihren Schulkameraden gehänselt werden, wenn sie nicht auf den neuesten Stand sind etc.

Ja das kann ich ihnen erklären, das wurde früher bei uns auch so gemacht, denn ich kam leider auch nicht in einem reichen Elternhaus zur Welt, ich hatte auch die denkbar schlechtesten Starchancen und ich habe dann trotzdem Abitur gemacht und auch viele Jahre Berufsleben hinter mich gebracht.

Aber ich wusste warum ich nicht mithalten konnte und es hat mich nicht gestört.
Man kann auch heute noch Kindern und Jugendlichen sehr wohl erklären warum sie keinen Ipod oder ähnliches bekommen, ich habe übrigens Bekannte die wohlhabend sind und ihrem Kind trotzdem nicht alles kaufen was es will.

Erziehung definiert sich nicht nur darüber was ich meinem Kind kaufen kann
 
E

ExUser 1309

Gast
Ich seh das zwar so ähnlich...

und würd mit den Kids auch mal Atemtechniken und ein bisschen Tai Chi uns so was praktizieren... ich machs jetzt ma kurtz....

Aber mal ehrlich...

Wolltet ihr, dass ich den eure Kinder beaufsichtigen darf???

LG

Hans
 

Silvia V

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
2.394
Bewertungen
194
Erziehung definiert sich nicht nur darüber was ich meinem Kind kaufen kann

Das ist mittelfristig betrachtet sogar schädlich,denn zu oft wird versucht Konflikte durch "großzügige Geschenke" unter den Teppich zu kehren.
Das schlechte Gewissen ist vorerst beruhigt.....bis zum nächsten Mal.
 
E

ExUser 1309

Gast
Haha Arania...

als EEj 'ler müsst ichs...

und da weisst du gar nix von dem jeweiligen Betreuer :hihi: :party:

Wenn ich ehrlich wäre... Ich mag Kinder und hab die Ansicht in der Ruhe liegt die Kraft... Aber wen interessiert das denn...

LG

Hans
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten