Betreuung Langzeitarbeitsloser gehört in die Hände der Kommunen (1 Betrachter)

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Paolo_Pinkel

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HAUSTEIN: Betreuung Langzeitarbeitsloser gehört in die Hände der Kommunen

Pressemitteilung vom 10.03.2009
Thema: Arbeitsmarkt
BERLIN. Zu den Ergebnissen der gestern veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit erklärt Heinz-Peter HAUSTEIN:

Die aktuelle Studie des IAB verweist erneut auf den hohen Anteil Langzeitarbeitsloser. Von den sechs Millionen Menschen, die Anfang 2005 auf Arbeitslosengeld II (ALG II) angewiesen waren, lebten drei Millionen Menschen Ende 2007 immer noch von der Transferleistung. 78 Prozent der ALG II-Bezieher bedurften zwölf Monate oder länger der staatlichen Unterstützung.

Vor allem Alleinerziehende sind betroffen. Die Hälfte der Alleinerziehenden benötigten die staatliche Hilfe drei Jahre nach Leistungsbeginn noch immer oder nach Unterbrechung schon wieder.

Die Bundesregierung hat es versäumt, die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt so auszugestalten, dass auch diese Personen eine Chance auf einen Arbeitsplatz haben.

Vordringliches Ziel muss es sein, auch Langzeitarbeitslosen wieder eine Perspektive zu geben. Wir brauchen eine grundlegende Reform der Arbeitsverwaltung, weniger arbeits- und tarifrechtliche Gängelung, weniger Abgabenlasten, weniger Bürokratie und dafür mehr Freiheit für flexible Lösungen, damit Arbeitsplätze in Deutschland entstehen und erhalten bleiben.

Es rächt sich der schwere Konstruktionsfehler von Hartz IV, der in der uneinheitlichen Trägerschaft und der uneinheitlichen Zuständigkeit liegt. Die derzeitige Betreuung der Langzeitarbeitslosen teils durch Kommunen, teils durch Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und Arbeitsagentur und teils durch die Arbeitsagentur alleine funktioniert nicht. Organisatorische Mängel und unklare Verantwortlichkeiten führen immer wieder zu Kompetenzgerangel.

Richtig wäre es stattdessen, die Kommunen mit der Aufgabe der Reintegration von Langzeitarbeitslosen zu betrauen, denn nur die Kommunen können der besonderen Situation der Langzeitarbeitslosen mit zahlreichen Vermittlungshemmnissen gerecht werden, da sie näher an den Betroffenen dran sind und die lokalen Gegebenheiten kennen. Und sie haben schon bewiesen, dass sie bei der Arbeitsvermittlung flexiblere Wege gehen können als die zentralistische Bundesagentur.

Der richtige Weg ist nach meiner Überzeugung die Einführung eines Liberalen Bürgergeldes. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe sollte der Sozialstaat jedem Bürger die Chance sichern, so weit wie möglich aus eigener Kraft ein selbst bestimmtes Leben führen zu können. Derjenige, der arbeitet, muss spürbar mehr bekommen, als derjenige, der nicht arbeitet. Dafür bedarf es fairer und zugleich durchschaubarer Hinzuverdienstmöglichkeiten. Diese müssen so ausgestaltet werden, dass sie Arbeitslose zur Aufnahme einer Beschäftigung aktivieren.
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Gruss

Paolo
 

Curt The Cat

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HAUSTEIN: Betreuung Langzeitarbeitsloser gehört in die Hände der Kommunen
Sehr verehrter Herr Haustein! Ich brauch keine Betreuung, ich bin soweit gesund. Ich hätte nur gerne 'nen Job, von dem ich mich und meine Familie ernähren, etc. könnte...


:cool:

 
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Sehr verehrter Herr Haustein! Ich brauch keine Betreuung, ich bin soweit gesund. Ich hätte nur gerne 'nen Job, von dem ich mich und meine Familie ernähren, etc. könnte...


:cool:

bekommste garantiert und überleben kannste vielleicht auch noch........ ganz minimal. :icon_party:

Was die IAB schreibt ist eh Blödsinn, denn gerade die Kommunen zocken am meisten ab.
 

Sonntagsmaja

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"Betreuung"......wenn ich das schon lese....:icon_neutral:

Was heißt denn Betreuung eigentlich? Laut WIKI :
Betreuung bedeutet, sich um jemanden zu kümmern, für jemanden da sein, aufpassen, helfen, unterstützen
Wird hier irgendjemand von euch "betreut"?
Drangsaliert ja, sanktioniert ja, verwaltet ja, verschaukelt, verfolgt, belogen, betrogen, veräppelt, verar***t, verraten, verkauft, verhökert...ja ja und abermals ja!!!:icon_motz:

Aber b e t r e u t ???
Wat is dat denn?:icon_mad:
 
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Ich hätte nichts dagegen, wenn die komplette Arbeitsvermittlung privaten Firmen überlassen würde und alle damit betrauten bei der Agentur, ARGE, Kommune nach Hause geschickt würden. Voraussetzung wäre natürlich ein gesetzliches Verbot, von Arbeitssuchenden Vermittlungsgbühren zu kassieren und die Abschaffung von Vermittlungsgutscheinen.
 

Paolo_Pinkel

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Ich hätte nichts dagegen, wenn die komplette Arbeitsvermittlung privaten Firmen überlassen würde und alle damit betrauten bei der Agentur, ARGE, Kommune nach Hause geschickt würden. Voraussetzung wäre natürlich ein gesetzliches Verbot, von Arbeitssuchenden Vermittlungsgbühren zu kassieren und die Abschaffung von Vermittlungsgutscheinen.
Hi,

und genau darum wird das so nie passieren. Die werden immer schön Hand ind Hand arbeiten. Möchte nicht wissen wieviele Mitarbeiter der ARGE/BA bundesweit hat. Dann wären die ja auf einmal alle arbeitslos.

Ich denke, dass vielleicht ein Teil - so wie jetzt auch schon - ausgelagert wird. Aber der ARGE/BA ganz die Existenz zu entziehen? Ne. So doof werden selbst die nicht sein wenn es um ihre eigene Existenz geht.

Gruss

Paolo
 

Dora

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Ja - die Kommunen!
Die wussten schon damls - weil näher dran - wie man etwas "flexibel" handhabt und organisiert!

Richtig wäre es stattdessen, die Kommunen mit der Aufgabe der Reintegration von Langzeitarbeitslosen zu betrauen, denn nur die Kommunen können der besonderen Situation der Langzeitarbeitslosen mit zahlreichen Vermittlungshemmnissen gerecht werden, da sie näher an den Betroffenen dran sind und die lokalen Gegebenheiten kennen. Und sie haben schon bewiesen, dass sie bei der Arbeitsvermittlung flexiblere Wege gehen können als die zentralistische Bundesagentur.
"Näher dran an den Betroffenen": Die Kommunen kennen ihre "Pappenheimer", wissen, wie sie diese psychisch in die Mangel nehmen und so auf "flexibleren Wegen"" (= mit illegalen Mitteln) unter Druck setzen und stufenweise aus dem Leistungsbezug kicken können. Die wissen, wie sie die Betroffenen in einen 1-Euro-Job oder einen anderen Job pressen können, bei dem für die Betroffenen nichts rum kommt, aber für die Kommune noch ein Gewinn abfällt. Die Kommunen haben in der Tat bewiesen, dass sie "flexiblere Wege", sprich illegale Mittel und Wege finden um Geld an den Betroffenen auf vielfältige Weise zu sparen, da hat der Haustein recht.
Und die Kommunen können gegenseitigen Neid und Bespitzelung besser nutzen! Sie sind einfach näher dran! Alle Macht den Kommunen!

Auch sind wir keine straffällig gewordenen Bürger, die "reintegriert" werden müssen in etwas, was zudem gar nicht vorhanden ist für uns!!

Vordringliches Ziel muss es sein, auch Langzeitarbeitslosen wieder eine Perspektive zu geben. Wir brauchen eine grundlegende Reform der Arbeitsverwaltung, weniger arbeits- und tarifrechtliche Gängelung, weniger Abgabenlasten, weniger Bürokratie und dafür mehr Freiheit für flexible Lösungen, damit Arbeitsplätze in Deutschland entstehen und erhalten bleiben.
Eine rhetorische Meisterleistung! In zwei Sätzen wird vorgegaukelt etwas für Arbeitsplätze tun zu wollen und gleichzeitig ein Plädoyer gehalten für das neoliberale Profitdogma, dass zur jetzigen Krise, zu Massenarbeitslosigkeit und grassierender Armut geführt hat!! Da braucht man gar nicht mehr zu fragen, wie das "Liberale Bürgergeld" nach Auffssung von Haustein aussehen soll.
.
 
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sogehtsnich

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Möchte nicht wissen wieviele Mitarbeiter der ARGE/BA bundesweit hat. Dann wären die ja auf einmal alle arbeitslos.
Das ist es ja, die ARGEn z.B. wurden auch als Abstellplatz für abge****te Telekomikerbeamte genutzt!
 

Atlantis

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Unser kommunaler Kreis Fürst will in der Miesen Zeit das Krankenhaus an privaten Verhökern obwohl sich gezeigt hat, das alles privatisieren, das elend nur noch vergrößert hat, die Einheimischen sind absolut dagegen sagen er wäre dreist und frech das in dieser Zeit noch durchziehen zu wollen, dieser Ars... mit Ohren gehört abgesetzt.
Die Kommunalen können doch nur regional auf dem Arbeitsmarkt agieren die BA kann bundesweit den Arbeitsmarkt auf Stellen abklopfen und Anbieten, die BA wird den keine Stellen die bundesweit in ihrer Datenbank sind melden.
Die Kommunalen sind nur im besche ... gut darum laufen ja so viele Klagen beim Sozialgericht Wegen den kosten der Heizung der Wohnung.
 
S

sogehtsnich

Gast
Da sind dann die "Informationswege" kürzer! Da weiß dann dein zuständiger städtischer FM, wo du was einkaufst, mit wem du am WE rumgemacht hast, wer in deiner Wohnung ein & aus geht usw.
Da erfindet man doch schneller und vorallen mehr Gründe, um Leistungen zu kürzen!
 

Atlantis

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Da sind dann die "Informationswege" kürzer! Da weiß dann dein zuständiger städtischer FM, wo du was einkaufst, mit wem du am WE rumgemacht hast, wer in deiner Wohnung ein & aus geht usw.
Da erfindet man doch schneller und vorallen mehr Gründe, um Leistungen zu kürzen!

Also ich Wohne nicht in einer Stadt.

Da sind dann die "Informationswege" kürzer!
Dafür sind unser Stricke länger und unser Eichen schön hoch.
 

M.aus.B

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Glück Auf,

Da sind dann die "Informationswege" kürzer!
JA und wenns ne ganz kleine Kuhplähke ist, weis es auch noch jeder **** (weichesT epp). Da werden wir dann auf dem neueingerichteten Dorfpranger zum auspeitschen und anspucken ausgestellt. Es lebe also das moderne Mittelalter...
 

sammymicha

Neu hier...
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Hallo.

Das die Vermitlung in d. Hände der Kummune gehört wage ich aus meiner eigenen
Erfahrung zu bezweifeln.Ich war bis 2005 Erwerbsunfähigkeitsrentner, bekam eine Umschulungsmaßnahme v.d. Deutschen Rentenversicherung in 88212 Ravensburg bezahlt. Kurze Zeit darauf stellten sich meine Krankheiten wieder ein, und ich musste d. Führerschein /LKW wieder abgeben.
Warum: Der Rehaberater d. DRV, hätte d. Führerschein nicht genehmigen dürfen.
Also rutschte ich bei der Kommune/Hilfe z. Arbeit, in die Vermittlung rein. Fast
3 Jahre wurde meine Akte v. der Kommune immer hin u. her geschoben.
Die Kommune behauptete, ich sei nicht erwerbsfähig. Dann kam wieder eine Untersuchung b.d.Deutschen - Rentenversicherung, und ich wurde als gesund erklärt. Kurzum Anfang des Jahres 2009, wurde durch den neuen Fallmanager dann festgestellt, das die Dt.Rentenversicherung in 88212 Ravensburg dann doch zuständig sei, für die Vermittlung. Bis dahin hatte ich nur einen riesengroßen Verwaltungsaufwand, ein Gerichtsverfahren, wegen einer Kürzung, und jede Menge Zeit wurde mir gestohlen.Nach 5 Jahren, bin habe ich keinen Erfolg zu verzeichnen. Erst bei d. Landesministerien in Baden-Württemberg, den ich den Missstand mitteilte, wurde entsprechend reagiert.
Ach ja, eine Petition habe ich auch geschrieben.
Die Kommune erwartet v.d.Hilfsbedürftigen u. Schwerbehinderten, das Sie sich selbst vermitteln, was gar nicht geht.

- So viel zur Vermittlung der Kommunen -. Das Angebot ist nur "Hilfe zur Arbeit" u.keine Vermittung. Auch die Kosten/Bewerbungen sollen selbst getragen werden.

MfG, sammymicha
 

yellowgirl

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Kommunen planen Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund setzt sich für bezahlte Bürgerarbeit bundesweit ein. Dies sei der richtige Ansatz, um Arbeitsplätze für ältere und wenig qualifizierte Erwerbslose zu schaffen, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Nach den Vorstellungen der Kommunen soll die Bürgerarbeit sozialversicherungspflichtig sein und in gemeinnützigen Bereichen angeboten werden. "Dabei geht es um weit mehr als Gelegenheitsjobs wie Schneeschippen", betonte der Hauptgeschäftsführer. Ziel müsse sein, die Berufs- und Lebenserfahrung von Langzeitarbeitslosen sinnvoll zu nutzen. "Das kann in Museen, Bibliotheken und Altersheimen sein", sagte Landsberg.
Kommunen planen Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose - Nachrichten welt_print - Politik - WELT ONLINE

Na dann gte Nacht, da fällt dann wohl die zwingende Zusätzlichkeit weg.
Da werden dann Putzdienste, Hausmeister ect. entlassen, wir sind ja da!
"sozialversicherungspflichtig" kann ein Job für 3 €/h auch sein!
 
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Wenn die Arbeiten sozialversicherungspflichtig werden würden, dann gäbe es aber ein Problem: wenn die Löhne weniger als 30% des ortüblichen Durchschnittslohns für diese Tätigkeit betragen, dann wären sie sittenwidrig. Mit 3€/h wäre dann wohl der Ofen aus. Aber bestimmt läßt man sich da wieder eine gesetzliche Ausnahmeregelung einfallen, die dann frühestens in ein paar Jahren vor dem BVerfG landet.
 
E

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Tja, ich habe das angeblich große Glück, in einer "Optionskommune" zu leben - weder mir noch den anderen betroffenen Menschen, mit denen ich gesprochen habe, erschließen sich diese angeblich großen Vorteile der kommunalen Zuständigkeit - aber irgendeine Statistik wird sich sicher finden, um das zu Begründen - da sind die ja alle sehr kreativ ....

Grüße, Glück und Freiheit

Thomas
 
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