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Bestätigung der Mutter, dass keine Unterhaltsleistungen mehr gezahlt werden?

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case

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#1
Ich habe also auch einen Antrag auf ALG II gestellt und nun werden Dinge von mir gefordert, die ich nie für möglich gehalten hätte:icon_klarsch:

Zunächst sollte ich eine Stellungnahme abgegeben, wie ich meinen Lebensunterhalt bisher finanziert habe, da ich (34 J.) bis Februar noch studiert habe, aber kein BaföG bekam (Hab aber erst mit 30 angefangen:icon_party: ). Gemacht, getan. Jobben etc.

Und nun wird von mir eine Bestätigung meiner Mutter verlangt, dass keine Unterhaltsleistungen mehr gezahlt werden können - denn ich hatte erwähnt, dass meine Mutter für mich von März bis Mai die Miete gezahlt hatte, nun aber nicht mehr kann. Sie ist selbst knapp bei Kasse und ihr Mann wusste nichts von ihrer Hilfe.

Muss ich tatsächlich diese Bestätigung beschaffen, v. a. da sie über 200 KM von mir entfernt wohnt und sicher keine Bedarfsgemeinschaft bildet und ich 34 bin!?

Wer weiß Rat? Bin für jeden Tipp dankbar.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ich tippe mal darauf, dass die sich fragen: Wenn sie das bisher ohne Bafög geschafft hat, hat sie einen Sponsor. Weshalb sollen wir denn herangezogen werden? Du musst denen jetzt erzählen, wie du das bis jetzt ohne staatliche Hilfe geschafft hast, und warum das so nicht weiter geht. Und das weißt du ja am besten.

Ich würde z.B. so argumentieren: dass bis jetzt deine Mutter dir deine Miete bezahlt hat und den Lebensunterhalt hast du dir durch jobben finanziert. Deine Mutter kann aber aus finanziellen Gründen nicht mehr weiterzahlen und hätte auch noch Schwierigkeiten mit ihrem Mann bekommen, weil dieser nichts davon wusste (m.E. muss deine Mutter auch nicht zahlen). Und du würdest selbstverständlich noch weiterjobben, sofern du Jobs findest (und dir den Hinzuverdienst natürlich bis auf ein Kleckerbetrag abziehen lassen). Und wenn du gerade keinen Job hast, musst du dir etwas einfallen lassen, denn die werden dich fragen, wie du denn das davor in so einem Fall gemacht hättest.

Um die Bescheinigung deiner Mutter wirst du wohl nicht herumkommen. Sie müsste bescheinigen, dass sie deine Miete während deines Studiums übernommen hat, weil sie dir eine gute Ausbildung ermöglichen wollte. Sie könnte die Miete aber nicht ewig weiter zahlen.

Die können von dir noch weitaus mehr Bescheinigungen verlangen, die verdammt peinlich und erniedrigend sein können.
 

animas

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#3
Hier wird gezickt.
Am besten gleich zu einem Anwalt.
Ob Du nun erwerbstätig warst oder Deine Mutter die Miete bezahlt hat ist unerheblich.
Du musst beweisen, dass Du hilfe brauchst. Die ARGE muss helfen und nicht irgend ein anderere. Das wollen die darum gleich einen RA.
Glaub mir, die wollen nur Fordern und verweigern.
 

case

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#4
Vielen Dank für Deine Antwort, Rotkäppchen!
--> Ich habe denen in meiner Stellungnahme bereits erklärt, dass ich während meines Studiums fleissig gejobbt habe, aber im Herbst letzten Jahres keinen neuen Job mehr bekommen habe, nachdem die Saison vorbei war. Dann kamen die Studiengebühren im Januar und ich musste engültig kapitulieren. Also - meine Mutter hat nur für 3 Monate Miete gezahlt. Die vier Jahre davor habe ich durch Jobben finanziert!

Du musst denen jetzt erzählen, wie du das bis jetzt ohne staatliche Hilfe geschafft hast, und warum das so nicht weiter geht. Und das weißt du ja am besten.

Ich würde z.B. so argumentieren: dass bis jetzt deine Mutter dir deine Miete bezahlt hat und den Lebensunterhalt hast du dir durch jobben finanziert. Deine Mutter kann aber aus finanziellen Gründen nicht mehr weiterzahlen und hätte auch noch Schwierigkeiten mit ihrem Mann bekommen, weil dieser nichts davon wusste (m.E. muss deine Mutter auch nicht zahlen). Und du würdest selbstverständlich noch weiterjobben, sofern du Jobs findest (und dir den Hinzuverdienst natürlich bis auf ein Kleckerbetrag abziehen lassen). Und wenn du gerade keinen Job hast, musst du dir etwas einfallen lassen, denn die werden dich fragen, wie du denn das davor in so einem Fall gemacht hättest.

Um die Bescheinigung deiner Mutter wirst du wohl nicht herumkommen. Sie müsste bescheinigen, dass sie deine Miete während deines Studiums übernommen hat, weil sie dir eine gute Ausbildung ermöglichen wollte. Sie könnte die Miete aber nicht ewig weiter zahlen.

Die können von dir noch weitaus mehr Bescheinigungen verlangen, die verdammt peinlich und erniedrigend sein können.
 

case

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#5
Auch Dir einen Dank für die Antwort. Das mit dem RA muss ich mir noch überlegen. Bin (leider) kein Streitmensch. Andererseits hab ich schon jetzt so eine Wut auf die Sachbearbeiterin, dass ich mir das langsam wirklich überlege..

Noch einmal: Meine Mutter hat NUR DIE VERGANGENEN DREI MONATE meines Studiums finanziert, nachdem ich mich exmatrikuliert habe. All die Jahre davor habe ich mich selbst finanziert! Und das hab ich denen auch deutlich in meiner Stellungnahme dargelegt. Erst darauf hin wollten Sie eine Bescheinigung meiner Mutter, dass sie nichts mehr zahlen kann.

Und ich will wissen, auf welche Paragraphen ich mich berufen könnte, dass ich meiner Mutter so was nicht zumuten muss. Die Frau hat damit doch gar nix weiter zu tun, meines erachtens. Ich habe meinen Lebensunterhalt von meinem 18. Lebensjahr an selbst getragen - bis auf die letzten drei Monate. Nerv.

Kann mir also jemand ein Urteil, einen Paragraphen oder irgendwas in dieser Richtung als Tipp nennen?


Hier wird gezickt.
Am besten gleich zu einem Anwalt.
Ob Du nun erwerbstätig warst oder Deine Mutter die Miete bezahlt hat ist unerheblich.
Du musst beweisen, dass Du hilfe brauchst. Die ARGE muss helfen und nicht irgend ein anderere. Das wollen die darum gleich einen RA.
Glaub mir, die wollen nur Fordern und verweigern.
 

eAlex79

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#6
Lass Dir einfach von Deiner Mutter schriftlich geben dass Deine Mutter Dich nicht mehr unterstützen wird und das sie sich auch in Zukunft jeder frechen Bezugnahme auf sich durch das Amt / die ARGE verbittet. Weiter nichts, schon man gar nicht ne Einkommensoffenlegung oder was auch immer von Deiner Mutter. Wenn die dann sagen "Aber so geht das nicht" dann sagst Du halt die sollen Dir mal sagen aufgrund welcher gesetzlicher Grundlagen Du auf Unterhalt gegen Deine Mutter und auf Herausgabe ihrer Einkommenverhältnisse klagen sollst. Am besten fragst Du das schriftlich. Aber eben nur wenn die sich nach dem Brief Deiner Mutter weiter querstellen und Dich weiter für blöd verkaufen.

Eine solche Rechtsgrundlage gibt es nämlich nicht.

Und die Herrschaften wissen im übrigen sehr genau dass das Anliegen Deine Mutter zum Beweis aufzufordern ohne gesetzliche Grundlage ist.

Du bist schliesslich keine 17 mehr.

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x Alex.
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animas

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#7
eAlex79
Deinen Vorschlag finde ich nicht gut.
Lasst die Mutter aus dem Spiel, das gibt nur Ärger.
Die ganze Vorgehensweise zeigt doch schon, dass hier versucht wird einen Rechtsanspruch zu verweigern.
Umso eher case sich an einen RA wendet, umso eher hat Sie eine chance.
Noch ist die Akte klein und übersichtlich.
Diese ganzen ungerechtfertigt geforderten Papiere blähen die Akte auf und hindern die SB an eine anständige Arbeitsweise.
Gerne erzähle ich Dir case was mario, ich und Thomas unabhängig voneinander mit der ARGE erlebt haben.
Diese Leute sind Deine Feinde!!!!
Sie werden nicht helfen, wenn Du nicht gleich eine gewisse Macht vorweisen kannst.
Alleinstehende Frau mit Kind ist ein vermeindlich schwaches Opfer und wenn Du schon unnötige Papiere herbeibringst, dann wirst Du auch alles andere machen. So denken diese Leute.
 

eAlex79

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#8
Und nun wird von mir eine Bestätigung meiner Mutter verlangt, dass keine Unterhaltsleistungen mehr gezahlt werden können - denn ich hatte erwähnt, dass meine Mutter für mich von März bis Mai die Miete gezahlt hatte, nun aber nicht mehr kann. Sie ist selbst knapp bei Kasse und ihr Mann wusste nichts von ihrer Hilfe.
Reagiert er überhaupt nicht dann wird man ihn mit seiner Mitwirkungspflicht drankriegen egal ob das geforderte Rechtmässig war oder nicht.

Ein Brief in dem die Mutter erklärt was ich vorhin geschrieben habe kann kaum Schaden verursachen, bei wem auch immer.

Das mit dem Rechtsanwalt ist doch in Ordnung. Ich weiss aber auch dass sowas manchmal leichter gesagt und vorgeschlagen als getan ist ;)

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x Alex.
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wolliohne

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#9
animas

hat recht.

Lasse dich dringend juristisch beraten (Gewerkschaft,AWO od.ähnl.)

Solltest Du in meiner Nähe wohnen
dann hier ab Dienstag Termin vereinbaren:0228-850 8025/27

Und nicht vergessen Widerspruch einzulegen mit dem Hinweis evtl.zu klagen.
 

eAlex79

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#10
:icon_klarsch:

Oke dann entschuldige ich mich doch für meinen Beitrag :icon_lol:

@ case:

Was ich geschrieben habe war meine Meinung. Solltest Du nicht in Wolli's nähe wohnen aber Probleme mit dem Anwalt haben bzw. damit dahin zu gehen kannst Du Dich gerne per PN an mich wenden ;)

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x Alex.
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