Besondere Förderung ab 50+

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verona

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Gestern stolperte ich sozusagen in eine Informationsveranstaltung diverser Pflegeeinrichtungen( vornehmlich DRK, ASB, Diakonie...), die im foyer des JC stattfand.
Ich ging zum DRK um nach Möglichkeiten zu fragen, welche Weiterbildungen sinnvoll sein könnten. Ich arbeite seit Jahren bereits stundenweise bei einem Ambulanten Dienst, bin aber auch Sozialarbeiterin. Als er das hörte und auch mein Alter erfuhr, blitze es in seinen Augen.
Das würde gefordert werden. Bei dem Alter lasse die Arge schon was springen, um aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen.
Weiterbildung wäre bei ihnen nicht zwingend notwendig. Ich könnte so als Alltagsbegleitung für 8,03 Euro die Stunde (nächstes Jahr im Oktober 9,40 Euro) in einer Wohngruppe für Senioren ggf. anfangen.

Ich kenne diese Großwohngruppe. Sie liegt in einem unattrakiven Hochhausviertel, 4 km von mir entfernt. War da schon mal drin. Mein Job wäre, ein Mädchen für alles zu sein. Mit viel Gängellei.
Für mich undenkbar. Meinen Mamen hat der gottlob nicht.

Was sacken sich inzwischen die Einrichtungen ein, wenn sie über 50ig jährige beschäftigen?
Was darf und muss eine Alltagsbegleitung eigentlich alles verrichten?
 

Mutter Beimer

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Solche Schulungen werden mittlerweile bei vielen MT angeboten.
Siehe meinen Thread "Integra gGmbH".
Ohne Vorkenntnisse darfst du diesen Job aber nicht ausüben. Im Schnitt geht die Schulung über drei bis vier Monate. Sie beinhaltet einen Erste Hilfe Kurs und Grundkenntnisse in der Krankheit von Demenzpatienten.
Du bist Gesellschafterin für diese Leute, das heißt, du spielst mit ihnen Gesellschaftsspiele, Handarbeiten, reichst ihnen das Essen und bekleidest sie zur Toilette. Auch Kochen und Backen ist angesagt.
Ich bin auch 50+ und habe mich für diese Ausbildung sehr interessiert.
Gute Altenheime sollen angeblich bis 12€ zahlen, habe ich mir sagen lassen.

Wie weit das JC diese Ausbildung für 50+ fördert, kann ich dir leider nicht beantworten, ich denke das ist verschieden. Ich kam über die DRV dran.
 

Roter Bock

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Du musst Dir einfach vorstellen, welchen Stellenwert dieser Job hat.

Alles was mit Pflege und Soziales zu tun hat, kämpft seit Jahren um eine vernünftige Finanzierung. Die tollen Gesetze, die Pflege ermöglichen sind nichts weiter als das soziale Feigenblatt einer Gesellschaft die nicht sozial sein will - aber noch nicht so weit geht sich der Alten und Kranken durch eine "Sonderbehandlung" zu entledigen.

Im Volkswirtschaftlichen Sinne - es soll gut aussehen und nix kosten.

Ergo - es sind Jobs bei den Kriegsgewinnlern der Pflegeindustrie (auch der Kirchen...) die trotzdem noch Gewinne einfährt und zum Einfahren dieser Gewinne ständig Nachschub braucht.

Zahlt das JC nicht mehr zu, hat sich die Sache oft erledigt. Dann ist der Mitarbeiter zu teuer.

Was erwartet man hier? Wie sieht es absehbar später aus. Suche mal nach dem Film "Aufstand der Alten" auf Youtube - dann bekommst einen Vorgeschmack wie es weitergeht.

Roter Bock
 

libertad

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Warum erscheinen da nur Sternchen, wenn ich was zu diesem schreibe?
 

verona

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Ja, bei seinem Aufblitzen in Augen musste ich auch zwangsläufig an Donald Duck denken. Allerdings ist der (nur) Pflegedienstleiter bei dem DRK. Kriegt der bei erfolgreicher Einstellung was ab? Würde mich heute nicht mehr wundern.

Der Hit ist ja, dass ich Sozialarbeiterin bin. Bzw. ich habe das damals mal studiert. Nichtsdesotrotz habe ich in der Psychiatrie gearbeit und bin aktuell immer noch beim Ambulanten Dienst. Also auch, wenn nur geringfügig, Erfahrung. habe ich Erfahrung und durchaus Kenntnis. Wenn ich dann Aufgaben verrichte, die der sozialen Arbeit zugeordnet werden können, müssen die mich nicht anders tariflich einordnen?

Das Amt ist ja so jeck drauf, dass ich einen Kurs zur Alltagsbetreuung besuche. Denn damit qualifiziere ich mich runter und muss diesen Lohn akzeptieren.
Oder liege ich da falsch?
 

Mutter Beimer

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Bei mir im Kurs waren damals ausschlieslich nur Quereinsteiger.
Eine Ex-Stewardess, ehemalige Amazon-Saisonkräfte, alleinerziehende Mütter und so weiter.

Überlege es dir gut, ob dir das Ganze überhaupt liegt, nicht jeder hat ein Händchen für alte Menschen.
Wenn du sehr empfindlich und sensibel bist, rate ich dir ab. Denke immer daran, du hast mit Demenzkranken zu tun und die können oft sehr schwierig sein. Das ist nicht jedermans Sache.
Da ich persönlich einen guten Draht zu alten Menschen habe, durch meine eigene Familie, hätte mir es persönlich sogar Spass gemacht.
Doch leider musste ich den Kurs abbrechen, weil ich mich mit dem MT überworfen habe. Und die DRV genehmigt mir leider keinen Neuen, bei einem Träger meiner Wahl.
 

ikarus

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Ja, bei seinem Aufblitzen in Augen musste ich auch zwangsläufig an Donald Duck denken. Allerdings ist (nur) Pflegedienstleiter bei dem DRK. Kriegt der bei erfolgreicher Einstellung was ab? Würde mich heute nicht mehr wundern.

Der Hit ist ja, dass ich Sozialarbeiterin bin. Bzw. ich habe das damals mal studiert. Nichtsdesotrotz habe ich in der Psychiatrie gearbeit und bin aktuell immer noch beim Ambulanten Dienst. Also auch, wenn nur geringfügig, Erfahrung. habe ich Erfahrung und durchaus Kenntnis. Wenn ich dann Aufgaben verrichte, die der sozialen Arbeit zugeordnet werden können, müssen die mich nicht anders tariflich einordnen?

Das Amt ist ja so jeck drauf, dass ich einen Kurs zur Alltagsbetreuung besuche. Denn damit qualifiziere ich mich runter und muss diesen Lohn akzeptieren.
Oder liege ich da falsch?

Liebe Verona,
ich habe nach einer erfolgreichen Karriere als leitender Krankenpfleger , mit Leitungszusatzausbildung aus gesundheitlichen Gründen meinen Job aufgeben und das Haus in dem ich gearbeitet hatte wurde geschlossen!
Danch habe ich 4 Jahre als Betreuungsassistent (mich runterqualifiziert) gearbeitet!
Nun muss ich dir leider sagen das man als Betreuungsassistent (auch Altersbegleiter) diesen Kurs
nach §87b haben muss sonst kann das Altenheim dich nicht bei der Pflegekasse abrechnen!
Da nützt es auch nichts wenn man höher qualifiziert ist. So ist eben Deutschland!
Man kann, wenn man eine Vollzeitstelle nach TVÖD bekommt um die 1700€ brutto verdienen!
Das ist aber meist ein Traum, da die Stellen meist Halbtagsstellen sind!
Beim DRK gibt es meist weniger als im öffentlichen Dienst da die ihre Pflege und soziale Betreuung
als GmbH ausgegliedert haben.
Habe dort 1/2 jahr gearbeitet, es war ein Schinderjob!
Bei mir glänzt das rote Kreuz im Kopf meines damaligen Arbeitsvertrages überhaupt nicht mehr!
Also wenn du wenig Geld verdienen willst, ggf. als Hausmeisterin und Hauswirtschafterin sowie als
Pflegehelferersatz arbeiten willst dann mach es.
Die arbeit mit den Senioren braucht psychische und physische Kraft, macht aber sehr viel Freude, da
sehr viel Dankbarkeit zurück kommt!
Wenn all die Faktoren, die ich aufgezeigt habe dich nicht von dieser "Ausbildung" abhalten, dann mache es!
Nun bin ich ab dem 1.Nov. 2014 in Rente und gehe bisher noch ehrenamtlich zu meinen Senioren die früher
betreut hatte!
Ach ja, nun bekomme ich aus meiner früheren gut bezahlten Tätigkeit ein mehrfaches an Rente als ich in Zeiten als Betreuungsassistent bekommen habe!
Hat sich also doch gelohnt in jungen Jahren etwas mehr zu leisten!

Gruß
Ikarus

PS

Das Jobcenter ist so jeck das du die Ausbildung machst weil der Schlüssel für Demenzkranke herhöht wurde!
Also ab dem 1.1.15 brauchen die wieder mehr Leute!
 
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