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Beschwerde wegen "Weiterbildung" - wie lange auf Antwort warten?

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ExitUser

Gast
Hallo allerseits,

ich hocke nun seit Ende Dezember in einer Weiterbildung für Menschen mit multiplen Vermittlunghemmnissen und hatte mich über den Inhalt der Maßnahme vor knapp einem Monat bei AfA beschwert. Die Antwort der AfA kam innerhalb von 2 Tagen und lautete wie folgt:

Sehr geehrter Herr...

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Es tut mir leid, dass Sie mit der Ihnen zugewiesenen Trainingsmaßnahme unzufrieden sind.

Diese Maßnahmen werden jedoch nicht zentral durch die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg eingerichtet, sondern jeweils durch den örtlichen Träger der Grundsicherung. Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit kann auf die Maßnahmeinhalte keinen Einfluss nehmen.

Aus diesem Grund habe ich Ihre Beschwerde zuständigkeitshalber an das JobCenter Hameln-Pyrmont mit der Bitte um Prüfung und ggf. weitere Veranlassung weitergeleitet. Von dort erhalten Sie weitere Nachricht.
Wie gesagt, knapp einen Monat ist das her und ich habe bisher noch nichts vom JobCenter gehört. Ich persönlich glaube auch nicht das die sich die Mühe gemacht haben und mal meinen Blog auch nur überflogen haben. Bei dem Inhalt der Maßnahme kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln.

Hat jemand einen Tip wie man damit weiter umgehen könnte? Die Maßnahme läuft noch bis Ende Juli, die Arbeitszeit wird Ende April/Anfang Mai noch auch 7-16 Uhr erweitert (die wissen ja jetzt schon nicht was sie mit uns anfangen sollen) und mir platzt bei soviel Langeweile bald ganz gewaltig der Kragen (von den Rückenschmerzen die ich vom vielen sitzen kriege mal ganz abgesehen).

Grüße

Imaldur

PS: Hier mal mein Beschwerdetext. Vielleicht hat da auch noch jemand einen Tip was ich hätte besser machen können.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin nun seit 3 Wochen Teilnehmer an einer Weiterbildung für Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen (welches in meinem Fall aus einem Rückenleiden besteht) und führe seitdem unter Weiterbildung bei Impuls gGmbH eine Art Protokoll über den Inhalt dieser Weiterbildung. Wie Sie dem Tagebuch entnehmen können, scheint der Sinn dieser Maßnahme lediglich in der Beschäftigung der Teilnehmer zu bestehen bzw. der wenige Lerninhalt in völlig inadäquaten Zeitrahmen vermittelt zu werden. Nachdem man Anfangs noch den Eindruck hinterlies, mich im EDV Bereich (dessen Weiterbildung mein eigentliches Ziel ist) fördern zu wollen, hat sich dies mittlerweile geändert so das ich dort meine Zeit absitzen muss, um in einem Bereich (schwach) gefördert zu werden, eine Arbeitsaufnahme in diesem Bereich aber nur sehr schlecht denkbar ist. Ein Wechsel der Weiterbildung innerhalb des Maßnahmeträgers würde keinen Sinn machen, da Alternativ nur noch Holz- und Metallverarbeitung angeboten werden (in beiden Bereichen seh ich, genauso wie im Gastronomiebereich, sehr wenig Chancen aufgrund meines Rückenleidens).

Ich möchte mich hiermit also beschweren, in der Hoffnung das Weiterbildungen wie diese, in Zukunft vom Zeitrahmen her stark gestrafft werden bzw. den Inhalt zu verbessern. Filme gucken, Smalltalk, Quiz oder kochen in überfüllter Küche machen in meinen Augen absolut keinen Sinn. Desweiteren wäre es wünschenswert wenn ich in einem Bereich gefördert werden würde in dem eine zukünftige Arbeitsaufnahme nicht so dermaßen abwegig erscheint (wie z.B. Holz- und Metallverarbeitung oder Gastronomie).
 

wolliohne

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hm,die Entscheidung liegt ganz alleine bei dir.

Hinschmeissen,Krankschreiben lassen evtl. Sanktion ?

Solche sog. Weiterbildungs Institute sind leider inzwischen Standart i.d.BRD
und diese nutzen die weiter steigende ALosigkeit natürlich schamlos aus, in dem sie sich eine goldene Nase verdienen. (Hauptsache aus d.Statistik raus)

Als Tip vielleicht,öffentl.machen bei Verdi,Parteien,Presse evt.noch weitere Mitstreiter einbinden.
 

ethos07

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Hi Imaldur, super dass du einen so genauen tagebuch-blog von deiner sinnlos-maßnahme machst.:icon_klatsch:
Bitte mach das unbedingt weiter, solange wie du da drinsteckst.

Ob du ein Rechtsanspruch auf eine antwort deines jobcenters hast weiss ich nicht. Und selbst wenn: wären es ja diesselben leutz, die sich den mist mit diesem weiterbildungsträger ausgedacht haben... man kann auch an seine regionaldirektion noch eine beschwerde schreiben - aber all das allein bringt vermutlich nicht viel.

- was hast du denn für eine ausgangsqualifikation?
- und was sollen die sog. vermittlungshemmnisse bei dir sein? - rückenleiden wäre mal eines, aber wenn sie dich in eine gastronomieausbildung lotsten, war das ja wohl noch nicht mal klar als du die egv unterschrieben hast?

(überhaupt ist es eine frechheit meistens die fehlenden arbeitspätze den erwerblosen anzulasten und dolle vermittlungshemmnisse zu konstruieren...)

- am besten liest du hier mal die beiträge von tigerkralle hier unter sinnlosen maßnahmen u.a. durch - wie sie vorgegangen sind, in zwar ziemlich anderer situation- aber immerhin anregend, was du alles an gegenwehr unternehmen könntest

- wenn du eine kurzfassung oder auszüge zusammenstellen kannst aus deinem blog wäre sicher martin für pr-sozial daran auch interessiert - von dort gibt es meistens dann nochmals ressonanz wenn etwas so voll danaben liegt, wie offenbar die maßnahme, in der du steckst

- wie sieht es denn aus, ärgern sich andere teilnehmer auch sehr und würden ein oder zwei mit dir zusammen aktivere gegenwehr organisieren? sobald das der fall ist, kann man sich ziemlich viel an gegenwehr einfallen lassen und erreichen...

- allein könntest du auch schon mal nach dem Qualitätsmanagement des trägers fragen - müssen die nämlich meistens haben und dann von dort her den einkauf dieser maßnahme durch dein jobcenter z.B. in der Lokalpresse oder tv kritisieren


ist halt alles ziemlich viel zusatzarbeit - aber lohnt sich auf jeden fall, weil solche gemeinen un-nutz Betrieben muss das handwerk gelegt werden.
 
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ExitUser

Gast
eine andere Möglichkeit wäre, das Kundenreaktionsmanagement anzuschreiben und den Sachverhalt dort nochmals zu schildern.

Kundenreaktionsmanagement - www.arbeitsagentur.de

Wenn die BA angeblich unsinnige Maßnahmen kürzen will, könnte das auch noch dazu.

Falls Du noch Teilnehmer aus Deiner (oder einer anderen Maßnahme) dieses Trägers kennst, die das genauso sehen, dann umso besser.

Entweder dann einen Brief aufsetzen und von allen unterschreiben lassen, oder jede(r) schreibt eine Mail direkt dorthin.


Leider kommt es aber oft vor, das die "Bearbeitung" ziemlich lange dauern kann und das Du/Ihr erst eine Antwort bekommt, wenn die Maßnahme zu Ende ist. Nur mal so aus eigener Erfahrung.

Es gab aber auch hin und wieder schnelle Reaktionen.
Als "Trost" kann Du ja dann sagen/wissen, das diese Maßnahme nicht mehr so abläuft.

Bei mir hatte es 6 Wochen gedauert, bis ein Antwortbrief aus Nürnberg kam. (War ein von den meisten TN unterschriebener Brief, der ursprünglich an den Arbeitsminister ging).

Versuchen kann man es zumindest.
 
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ExitUser

Gast
Also, der Reihe nach :)

@ Wolliohne:
Hinschmeissen und sanktionieren kommt leider nicht in Frage. Der Fallmanager scheint sich schon was dabei gedacht zu haben, genau DIESE Maßnahme kurz vor einer 100% Sanktion vorzuschlagen. 2 Sanktionen hab ich leider schon hinter mir und eine Dritte übersteigt dann doch meine finanziellen Rücklagen (nämlich keine) und meine Schamgrenze (einkaufen mit Lebensmittelgutscheinen sollte man echt verbieten).
Krankschreiben wäre die einzige Alternative, hier kommt leider meine anerzogene Ehrlichkeit immer dazwischen.
Das mit dem öffentlich machen versuche ich ja derzeit, aber dazu brauch ich Tips wie ich das am besten angehe, das ist es ja :)

@ ethos07:
Dass das JobCenter und diese Bildungsträger unter einer Decke stecken vermute ich selbst auch schon. Find es halt eigenartig das die AfA in Rekordzeit antwortet, das ortansässige JobCenter seit einem Monat nichts von sich hören lässt (kurzes Schreiben das die der Sache wenigstens nachgehen wär doch das mindeste). Regionaldirektion könnte man noch versuchen anzuschreiben (mal die Tage erkundigen wo die ist).

Was meine Ausgangsqualifikation und Vermittlungshemmnisse angeht hab ich einen ellenlagen Eintrag im Blog geschrieben. Kurzfassung wäre: 15 kg Schein + kein Arbeiten in Zwangshaltungen wegen Anlage der Wirbelsäule (u.a. Hohlkreuz, was aber nicht das einzige Problem sein kann, aber wohl das einzige was ich mir merken konnte...wäre die Frage ob man so einen Schein auch bekäme wann man NUR ein Hohlkreuz hat).

Was die EGV angeht hab ich nen schweren Fehler gemacht. An Tag des ausdruckens unterschrieben und so hingenommen. Dachte halt, wenn der Vorstellungstermin am Tag darauf ist, dann haste eh keine Wahl mehr. Hatte mich im Dezember auch noch nicht großartig durchs Forum hier gelesen.

Tigerkralles Beiträge werd ich mir die Tage mal durchlesen, danke schonmal für den Tip. Eine Kurzfassung ist bereits in Arbeit (zumindest hatte ich mal Stichpunkte zu den Tagen aufgeschrieben, mal gucken wie ich das weiterführe...das eine (Blog) ist zu lang, das andere (Stichpunkte) zu kurz). An Auszüge hab ich gar nicht gedacht, kann ich mir ja ein paar absolute Tiefpunkt-Tage raussuchen :icon_twisted:

Die anderen Teilnehmer sind größtenteils auch sehr unzufrieden (1-2 schwer einzuschätzende Leute sind). Mal gucken ob ich da noch etwas Unterstützung kriegen kann (und wenn es nur Unterschriften für ein weiteres Beschwerdeschreiben sind).

Qualitätsmanagement haben die laut Telefonliste nicht. Käme höchstens die Dame für Qualifizierungsmaßnahmen in Frage, da die aber eine Art Klassenbuch kriegt wo die Inhalte angegeben werden (und auch Sachen wie Filme gucken drin stehen), gehe ich mal davon aus das sie zumindest einen Teil der Missstände kennt und hinnimmt. :(

Das mit der zusätzlichen Arbeit, die ich dem ganzen hab, ist mir leider auch schon aufgefallen. Der ausführliche Blog kostet schon viel Zeit. Ich nehms aber in Kauf, diese Maßnahme ist das schlimmste was man mir in 8 Jahren untergejubelt hat und wenn ich mir die letzten 3 Monate (wo die einen von 7-16 Uhr langweilen wollen) verhindern kann, umso besser!

@ Sancho:
Das Kundenreaktionsmanagement von der AfA hab ich schon angeschrieben. Die obige Antwort ist von denen. Ergo: weitergeleitet und seitdem nix mehr gehört. Die Sache mit dem Brief welcher von allen unterschrieben wird, werd ich die Tage mal angehen. Danke für die Idee.

Irgendwie hab ich heute nen Hang zu langen Texten. Naja, sind ja fertig.

Grüße, Imaldur

PS: Was mir zum Qualitätsmanagement noch so einfällt: Is das überhaupt sinnvoll den Maßnahmeträger davon zu erzählen das man "Buch" über die Maßnahme führt und gedenkt denen zu schaden (anders kann man das ja nicht bezeichnen wenn ich dafür sorgen will das die Maßnahme beendet wird)?
 
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