Beschluss des SPD-Parteivorstandes: angedachte Änderung ALG-1 / ALG-2

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vidar

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Presseservice des SPD-Parteivorstandes
Berlin, 06. März 2016 040/17

Mitteilung für die Presse


Beschluss des SPD-Parteivorstandes: Qualifizierung stärken, Versicherungsschutz verbessern: Die Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung


In seiner Sitzung hat der SPD-Parteivorstand am 6. März 2017 folgenden Beschluss: „Qualifizierung stärken, Versicherungsschutz verbessern: Die Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung“ einstimmig gefasst:

Die Herausforderung: Ein sich wandelnder Arbeitsmarkt

Wir stehen vor den Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt: Digitalisierung, demografischer Wandel und veränderte Produktionsprozesse führen dazu, dass sich auch der Arbeitsmarkt wandelt. Viele Tätigkeiten und Qualifikationen werden verschwinden, neue jedoch hinzukommen. Deshalb wird die Sicherung und Entwicklung von Qualifikationen über das gesamte Erwerbsleben hinweg zu einer zentralen arbeitsmarktpolitischen Aufgabe.

SPD-Pressemitteilung
 

Gehatzter

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Werden wohl genug Ratten fangen mit diesen Nebenkerzen, um Mutti das Leben schwer zu machen.
Die unangegangenen Probleme, zu wenig Stellen, Hartz zu niedrig, zu restriktiv, damit extrem hohes Lohndumpingpotential bei niedrig- und mittelqualifiziertem Personal. ML wird nicht vom Zoll ausreichend überwacht.
Ist aber auch nicht erwünscht, würde es doch die Profite und Rendite des oberen Fünftels der BRD abschmelzen, stattdessen paar Nebelkerzen und ein Schritt vor und einer zurück, fertig ist das Sozialromantikmärchen der SPD.
 

edelweiß

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Dieser lächerlich homöopathische Versuch einer "Reform" zeigt doch ganz deutlich,das nicht die Probleme gelöst werden sollen,nein,sie werden nur verlagert und verschleiert.
Wie wirklichkeitsfremd muss man sein um solchen gallopierenden Unfug zu glauben !!?

Die Rattenfänger und Sozialverbrecher reiben sich jetzt schon die gierigen Finger,es wartet ein Milliardentopf an Steuergeldern die es sich einzuverleiben gilt.
Keiner wird durch diesen Unfug in Arbeit kommen,aber einige werden köstlich daran verdienen.
lasst euch nicht verblöden !
 

bla47

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Wurde nicht mit üblen Änderungen H4 ab 8 / 2016 erheblich härter z.B. mit Rückforderung für entgangenen Lohn bei Arbeitsablehnung?
 

Gollum1964

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nabend,

in meinen Augen steht das "Arbeitslosengeld Q" für "Quatsch". Der einzige Vorteil für die Neuarbeitslosen, sofern sie nicht gleich in Hartz4 fallen, ist die längere Galgenfrist bis Hartz4, um bestehendes Vermögen zu verjubeln oder zu verdecken. Im Grunde genommen wird durch dieses Programm die schon bestehende "Statistikschönung" der Bundesagentur nur noch verstärkt, da selbst bei sinnvollen Maßnahmen die Arbeitgeber mit Sicherheit nicht auf die älteren Arbeitnehmer 50+ zurückgreifen werden. Was auf die älteren Arbeitslosen zukommt, die schon in Hartz4 gelandet sind, möchte ich mir kaum vorstellen: Bewerbungstraining + kostenlose Praktika Fulltime über 2 Jahre.
bei diesem Programm jubeln mit Sicherheit nur die Maßnahmenträger und die Statistikfälscher der Bundesagentur.

Gruß Thomas
 

Wholesaler

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Vollkommen korrekt.
Das bringt den (älteren) Arbeitslosen nix.
Warum werden nicht Pläne vorgelegt, die vorsehen, dass die Zeitarbeit wieder auf ein vernünftiges Maß reduziert wird?
Das ist in meinen Augen neben Hartz 4 eines der größten Übel an der Agenda 2010.
Da labern die schon seit fast zehn Jahren von.
Passiert ist bis dato nullkommanull.
Eher ist das Gegenteil der Fall.

die Arbeitgeber mit Sicherheit nicht auf die älteren Arbeitnehmer 50+ zurückgreifen werden.
Und so lange sich an dieser schäbigen Einstellung (Jugendwahn statt oldie but goldie) der Arbeitgeber nichts ändert, wird es die Generation über 50 weiterhin ziemlich schwer haben, aus der Langzeitarbeitslosigkeit herauszukommen.
 

flandry

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Wieso sollen die auf einmal mehr machen als in den letzten Jahren ihrer Regierungsverantwortung?
 

Fairy11

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Auszug SPD-Pressemitteilung:
Wir wollen ein Recht auf Weiterbildung einführen. Die Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung soll gesetzlich verpflichtet werden, Arbeitslosen, die innerhalb von 3 Monaten keine neue Beschäftigung finden, ein Angebot für eine Qualifizierungsmaßnahme zu machen, die die Vermittlungschancen nachhaltig erhöht (keine Kurzschulungen oder Kurzzeitpraktika).
Wenn diese s.g. Angebote den "Einladungen" und Vermittlungs-"Vorschlägen" des JCs entsprechen, dann sind die Folgen einer Ablehnung ja hinreichend bekannt.

Bin zumindest mal gespannt, wer die Langzeitpraktikanten wohl entlohnen soll...
Unentgeltliches Praktikum kann jederzeit sanktionslos abgebrochen werden:
Entgegen der Ansicht der Antragsgegnerin hat sich der Antragsteller durch den Abbruch des Praktikums nicht geweigert, eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit fortzuführen. Denn bei dem unentgeltlichen Praktikum handelt es sich nicht um eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit im Sinne des § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c) SGB II.
LSG NRW Beschluss vom 02.05.2008 AZ: L 7 B 321/07 AS/ER
 

Maxirub

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Auszug SPD-Pressemitteilung:

Wenn diese s.g. Angebote den "Einladungen" und Vermittlungs-"Vorschlägen" des JCs entsprechen, dann sind die Folgen einer Ablehnung ja hinreichend bekannt.

Bin zumindest mal gespannt, wer die Langzeitpraktikanten wohl entlohnen soll...

Wobei ich da etwas vorsichtiger bin. In den meisten EGV´s bzw. VA´s werden solche Praktika als Maßnahmen deklariert, sodass nicht eindeutig geklärt ist, ob das jetzt ein Praktikum oder Maßnahme ist. Dementsprechend bleibt die Sanktionsfahr bestehen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Qualifizierung ändert nichts daran es es nunmal keine Arbeitsstellen gibt und dadurch auch keine generiert werden.
Da ist es egal ob ein Geselle oder Meister arbeitslos ist.
Der einzige Vorteil ist für die Arbeitgeber, die bekommen besser ausgebildete für noch weniger Lohn. Gewinne Gewinne Gewinne.
 

Heidschnucke

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Alles nur Augenwischerei was soll das:
Ich bin heute 52 Jahre alt und habe 30 Jahre Berufserfahrung habe einen Meisterbrief HWK; Zertifikat im Bereich QMB; UMF; SCC; HACCP; IFS; BFC alle Führerscheine; Personenbeförderung usw. usw. und bekomme ein Arbeitsangebot als Helfer für 9,12€
 

Fairy11

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In den meisten EGV´s bzw. VA´s werden solche Praktika als Maßnahmen deklariert

Darüber habe ich im Forum auch schon einen Bericht gelesen, allerdings ging es dort konkret um eine Eignungsfeststellung im gelernten Beruf.

Ein Langzeitpraktikum empfinde ich persönlich nicht als Situation, in welcher man nur mitläuft, lernt und ansonsten keinerlei Verantwortung trägt. Wenn die SPD nun will, dass Praktikanten anstelle von richtigen Arbeitskräften umsonst schaffen sollen und bei Ablehnung sanktioniert werden, klingt das für mich nicht sehr sozial.

Es könnte dem Stellenmarkt möglicherweise sogar mehr schaden als nutzen, wenn sich Unternehmen ganz einfach einen Langzeitpraktikanten nach dem nächsten herbeiordern dürfen, und dabei auch noch offiziell vom Amt unterstützt werden...
 

noillusions

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Wow! "Qualifizierung" wirft die SPD in den Ring - auch sinnlose Massnahmen werden ja gern als Qualifizierung bezeichnet.
Damit wird auch mal eben von den eigentlichen Sauereien der Agenda 2010 abgelenkt.
Und wenn es zum Schwur kommt, dann geht das Alles wieder "leider, leider" wegen dem Partner CDU nicht.
SPD --> Neoliberale Veruntreuung links gemeinter Wählerstimmen.
 

ZynHH

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Alles nur Augenwischerei was soll das:
Ich bin heute 52 Jahre alt und habe 30 Jahre Berufserfahrung habe einen Meisterbrief HWK; Zertifikat im Bereich QMB; UMF; SCC; HACCP; IFS; BFC alle Führerscheine; Personenbeförderung usw. usw. und bekomme ein Arbeitsangebot als Helfer für 9,12€

Weil du immer alles mitmachst vieleicht, weil du denkst, gemeinnützige Organisationen können nicht mehr zahlen? Das ist falsch. Und du Weisst es ja...Du siehst mit was für Autos die geschaeftsfuehrer umherfahren....
 
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