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Bescheinigung über Therapiedauer

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susan

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#1
Hallo,
ich bekam heute von der Arge einen Brief indem eine Bescheinigung über meine Psychotherapie verlangt wird und auch über die Dauer der Therapie. Ich wußte dass eine Bescheinigung verlangt wird da ich auf diese schon angesprochen wurde, deshalb habe ich ja eine ausstellen lassen bei meinem letzten Therapietermin am Mittwoch.
In dieser Bescheinigung wird bestätigt dass ich noch immer in Therapie bin und dass diese weitergeführt wird.
Ich rief dann also heute bei der Arge an was das wegen der Dauer nun soll, da ja selbst mein Psychotherapeut nicht weiß wie lange ich noch arbeitsunfähig sein werde.
Die Dame von der Arge möchte nun etwas schriftlich ob es nun noch ca 6 Monate dauert bis ich wieder arbeitsfähig bin oder eventuell 2 Jahre oder, oder, oder....
Wie bitteschön soll mir mein Arzt bescheinigen wann ich wieder arbeitsfähig sein werde wenn man ja garnicht genau weiß wann das sein wird?
Muß ich so etwas von meinem Arzt schreiben lassen bzw. was soll ich tun?
Reicht die Bescheinigung in der steht, dass ich weiterhin in Therapie bin aus? Meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geht ja auch regelmäßig ans Amt.

Hat hier vielleicht jemand einen Rat?

Vielen Dank im voraus.
 

Kerstin_K

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#2
Vielleicht kann dein Therapeut ja wenigstens eine Aussage machen wie wenistens 6 Monate, weiteres ist noch nicht abzusehen oder sowas innder Art. Ich könnte mir vorstellen, dass das ausreicht.
 

susan

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#3
Ich habe ja am Freitag wieder Termin bei ihm und werde ihm das mal vorschlagen. Er ist da sehr umgänglich da er auch genau weiß, dass Druck von der Arge mir absolut garnicht gut tut.
Finde es aber unverschämt sowas von einem Arzt zu verlangen. Ich habe ja keinen Beinbruch wo man abschätzen kann wie lange es ca dauert bis er verheilt ist.
 

gelibeh

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#4
Ich vermute mal, dass die Dich bei zu langer Dauer in die Sozialhilfe abschieben wollen.
 

susan

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#5
Das hatten sie damals schon mit Erwerbslosenrente versucht diese wurde mir aber abgelehnt. Aber der Arge Amtsarzt hat mich auch dauerhaft für Arbeitsunfähig erklärt und gab auch keine Zeit an.
Hätte ich Nachteile wenn ich in die Sozialhilfe rutschen würde?
Das ganze geht ja nun schon seit Dezember 07.
 

gelibeh

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#6
An Geld bekommst Du den gleichen Betrag, bloß Vermögen, dass Du haben darfst, ist verschwindend gering. Hab den genauen Betrag nicht im Kopf
 

susan

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#7
Vermögen gibts ja keins. Ich werde am Freitag mal mit meinem Arzt reden in wie weit er bereit ist da eine Dauer zu bescheinigen.
Geht es eigentlich reibungslos von ALG II in die Sozialhilfe? Oder muß man da dann wieder seinem Geld hinterher rennen?
 

Til Gung

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#8
Und warum willst du denen eine Bescheinigung besorgen, die der Arzt nicht ausstellen kann?

Der ARGE geht es um die sogenannte Prognoseentscheidung, ob du voraussichtlich länger als 6 Monate krank sein wirst. Der Arzt kann denen nur bestätigen dass er es nicht weiß. Damit endet deine Mitwirkungspflicht.

SGB I § 65 Grenzen der Mitwirkung

(1) Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit 1.ihre Erfüllung nicht in einem angemessenen Verhältnis zu der in Anspruch genommenen Sozialleistung oder ihrer Erstattung steht oder
2.ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann oder
3.der Leistungsträger sich durch einen geringeren Aufwand als der Antragsteller oder Leistungsberechtigte die erforderlichen Kenntnisse selbst beschaffen kann.

(2) Behandlungen und Untersuchungen, 1.bei denen im Einzelfall ein Schaden für Leben oder Gesundheit nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann,
2.die mit erheblichen Schmerzen verbunden sind oder
3.die einen erheblichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit bedeuten,
können abgelehnt werden.
(3) Angaben, die dem Antragsteller, dem Leistungsberechtigten oder ihnen nahestehende Personen (§ 383 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 der Zivilprozeßordnung) die Gefahr zuziehen würden, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden, können verweigert werden.
Da steht nirgends dass du einem Dritten die Kristallkugel polieren musst. Was nicht geht,. geht nicht.
 

penelope

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#9
Hallo susan

darum war ich heute morgen auch beim HA, ich verstehe bloß nicht
das der HA immer eine Arbeitsunfähigkeitbescheinigung geben muss?

es müsste doch eine Bescheinigung ausreichen, das man auf unsehbare Zeit in Therapie ist:confused:

laut meiner Gutachten sollten 25 Sitzungen, die ca 1 Jahr in Anspruch
nehmen, die Therapie dauern:icon_sad:

Hallo Til Gung

ich schätze mal der HA wird es mit den Therapeuten absprechen.
 

Muzel

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#10
Diesen Blödsinn habe ich auch hinter mir. Ich hatte auch ein Attest von meinem HA, dass auf unbeschränkte Dauer ausgestellt war. Die Behörde wollte auch wissen, wie lange ich krank bin. Gegen diese Attest konnte die Behörde aber nichts machen, hat mich allerdings gewaltig geärgert. Man hat mich deshalb zum Amtsarzt geschickt.
 

susan

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#11
Bei mir sind 25 Sitzungen schon um hab schon weitere Stunden bewilligt bekommen. Den Blödsinn mit den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen versteht selbst mein Arzt nicht. Denn wie schon gesagt selbst der Amtsarzt hält mich für arbeitsunfähig auf unabsehbare Zeit.
Laut meiner Arge Sachbearbeiterin muß ich jedesmal eine AU vorlegen da ich wenn keine vorliegt offensichtlich arbeitsfähig bin. :icon_neutral: Schwachsinn hoch 10 aber wenn sie meinen sie brauchen die AU bekommen sie diese eben.

Til Gung ich danke dir, genauso sehe ich das nämlich auch. Mein Arzt kann nicht wissen wie lange ich noch in Behandlung sein werde und somit auch keine Aussage über die Therapiedauer machen. Ich werde Freitag mal mit ihm reden was er dazu sagt, er weiß ja noch nichts von seinem Glück. :icon_twisted:

Therapiestunden stehen mir ja bis zu 200 zu da ich mich in einer Langzeittherapie befinde also ich denke ich werde sicherlich noch einiges an Zeit mit meiner Therapie verbringen.

Höchstgrenzen für Kurz- und Langzeittherapien

Die Dauer einer erstattungsfähigen Psychotherapie wird in einzelnen Therapiestunden berechnet. Eine Kurzzeittherapie –in der Regel 25 Stunden – bedarf keinem ausführlichen Antragsverfahren. Eine längerfristige psychotherapeutische Behandlung muss in einem so genannten Gutachterverfahren begründet werden. Ein entsprechender Antrag wird bei der zuständigen Krankenkasse von behandelnden Psychotherapeuten gestellt. Die Höchstgrenze an erstattungsfähigen Therapiestunden liegt in der Verhaltenstherapie bei 45 Therapiesitzungen. Diese kann bei Notwendigkeit auf 60 in besonderen Fällen bis auf 80 Therapiestunden erhöht werden. Bei einer Langzeittherapie werden dem Versicherten in der Regel bis zu 200 Therapiestunden, beispielsweise für eine Psychoanalyse gewährt.
Die psychotherapeutische Behandlung in der gesetzlichen Krankenversicherung | DasGesundheitsportal.de
 

penelope

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#12
25 Therapiestd laut Gutachten bei mir ein Jahr, 200 Std sind denn 8 Jahre ,hola die Waldfee susan:icon_sad:

bin mal gespannt was bei mir rauskommt, zumindest sagte mein HA
heute morgen das werden wir schon machen:icon_smile:

bis später denn
 

Muzel

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#13
Wenn man nun nach der Höchstgrenze der Therapiestunden immer noch nicht gesund ist, bekommt man dann eine entsprechende Bescheinigung?
 

susan

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#15
Ich werde euch auf dem laufenden halten, was mein Arzt am Freitag zum Glaskugel raten sagt.
Mal schauen was er schreiben wird.
 
E

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#16
Aber der Arge Amtsarzt hat mich auch dauerhaft für Arbeitsunfähig erklärt und gab auch keine Zeit an.
Damit dürfte die Sache erledigt sein und mit Verweis auf diese Aussage müsstest du eigentlich nichts mehr nachweisen. Sie können dich ja bei Bedarf noch mal dorthin schicken, wenn sie denken, du seist jetzt wieder fit.
 

Muzel

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#17
Ich weiß nicht, vielleicht will das Arbeitsamt lediglich vermeiden, dass du zum Sozialamt musst. Wenn das Arbeitsamt dich erst für dauerhaft arbeitsunfähig hält , ist es für dich nicht mehr zuständig. Ich weiß nicht, ob so ein Amt edle Anwandlungen von Menschlichkeit haben kann?
 

susan

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#18
So ihr Lieben,
mein Arzt hat mir heute eine Bescheinigung ausgestellt in der steht, dass die Therapie noch mindestens 1 Jahr, eher 2 Jahre andauern wird.
Diese Bescheinigung bekommt meine Sachbearbeiterin am Montag per Post zugesendet.
Seit 2007 wurde ich bisher nicht ans Sozialamt abgeschoben, warum keine Ahnung vielleicht wirklich Menschlichkeit auf dem Amt.
Werde euch berichten falls nochmal was kommt nachdem sie das Schreiben erhalten hat.

Ich denke mal meinem Arzt sein Urteilsvermögen wird auch nicht angezweifelt da er ja schließlich auch eine psychische Ambulanz leitet und auch nicht wirklich unbekannt ist.
 
E

ExitUser

Gast
#19
Ich finde das alles überflüssig, da schon eine Aussage vom Amtsarzt vorliegt. Wenn es da bisher kein Gegengutachten gilt, wäre das ganze Hin und Her nicht nötig gewesen.

Die Arge muss doch die Aussagen ihres eigenen medizinischen Diensts respektieren.
 

Muzel

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#20
Gutachter geben grundsätzlich nur Empfehlungen ab, entscheiden muss die Behörde, bzw das Gericht.
 

susan

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#22
So habe heute Post von der Arge erhalten. Ich soll zu einer Präsenzsprechstunde erscheinen um dem ärztlichen Dienst vorgestellt zu werden um ein ärztliches Gutachten in Auftrag geben zu können. Was bitte soll eine Präsenzsprechstunde sein? Das regt mich jetzt schon wieder tierisch auf und mein Blutdruck ist wieder auf über 220/100. Ich denke mal sie wollen wieder versuchen mich in die Sozialhilfe abzuschieben. Also wieder ein Gutachten über mich ergehen lassen von Ärzten die nichts mit einem Psychiater zutun haben.
 
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