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Bescheinigung das ich arbeiten war?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Caro85

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#1
Hallo,

ich habe den letzten Termin bei meiner SB abgesagt mit der Begründung, das ich einen 400 Euro Job habe.

(Ich habe denen schon hundertmal gesagt, das ich vormittags arbeiten bin. Trotzdem legen die meine Termine ständig auf vormittags :icon_neutral:)

Naja sie will jetzt eine Bescheinigung haben, das ich da auch wirklich arbeiten war. Muss ich die vorlegen? Ich meine die haben doch meinen Arbeitsvertrag, wissen also das ich arbeitn bin.
 

Paolo_Pinkel

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#2
Aus den fachlichen Hinweisen der BA zum § 59 SB-II
(5) Bei der Bestimmung der Meldezeit ist auf den Zweck der Meldung
zu achten. Die sonstigen Belange des Meldepflichtigen sind
nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Dabei soll der in § 309 Abs. 3
SGB III gegebene Spielraum (bestimmte Stunden, Tageszeiten,
Tage, Wochen) individuell genutzt werden
(z. B. Rücksichtnahme
auf unzulängliche Verkehrsverbindungen in ländlichen Gebieten,
familiäre Verhältnisse usw.); wird keine Tageszeit bestimmt, sind in
der Aufforderung die Sprechzeiten anzugeben.
Das solltest du mal deinem SB unter die Nase reiben, es sei denn er möchte aktiv darauf hinwirken, dass du deine Stelle wegen fachlicher Inkompetenz seinerseits verlierst.

Da du einem - so gehe ich aus - offiziellen Meldetermin mit RFB nicht gefolgt bist kann der SB natürlich jetzt die Sanktionsschiene fahren. Das aber nur bis zu einem bestimmten Punkt, denn der § 31 sagt auch
(2) Kommt der erwerbsfähige Hilfebedürftige trotz schriftlicher Belehrung ber die Rechtsfolgen einer Aufforderung des zuständigen Trägers, sich bei ihr zu melden oder bei einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, nicht nach und weist er keinen wichtigen Grund für sein Verhalten nach, wird das Arbeitslosengeld II unter Wegfall des Zuschlags nach § 24 in einer ersten Stufe um 10 vom Hundert der für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen nach § 20 maßgebenden Regelleistung abge-senkt.
Ein wichtiger Grund, um einen etwaigen Sanktionsversuch abzuwehren, wäre natürlich der 400- Euro-Job. Da sich die ARGE aber der Beweislastumkehr bedienen kann bist du in der Pflicht deine Unschuld zu beweisen. Und das funktioniert leider nur mit Papier, das von deinem Arbeitgeber ausgestellt wird. Du wirst wohl in den sauren Apfel beissen müssen. Es sei denn, dass ein anderer User eine bessere Idee hat.

Auf jeden Fall solltest du diesem geistigen Tiefflieger von Schreibtischtäter Feuer unterm Arsch machen, indem du dich bei seinem Vorgesetzten beschwerst und ggf. das KRM oder BMAS über diese Arbeitsverhinderungsmaßnahmen deiner ARGE informierst.
 

Demonicon

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#3
Das man vom Arbeitgeber bescheinigen lassen soll, das man tatsächlich arbeiten war ist schon frech.

Vielleicht kann man ja so argumentieren:
Arbeitszeiten sind im Arbeitsvertrag festgehalten.
Bei Nichteinhalten der Arbeitszeiten würde der Vertrag vom AG gekündigt werden.
Das Fortbestehen des Vertrages sollte also ein hinreichendes Indiz dafür sein, das ein wichtiger Grund vorlag, bei dem Termin nicht zu erscheinen.
 

Paolo_Pinkel

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#4
Hoffentlich kommt SBchen nicht auf die Idee, zu vermuten, dass HE evtl. frei und keine Lust auf ARGE hatte. Dem Ideenreichtum ist auf dem Amtsstübchen keine Grenzen gesetzt...leider.
 

Sorgum

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#5
Du wirst ihr die Bescheinigung vorlegen müssen, denn Amtstermine haben Vorrang.
 

Caro85

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#6
Naja dann werde ich mir halt eine Bescheingung von meinem Chef holen. Der wird wieder genervt sein, weil ich ständig mit irgendwelchen Zetteln von der ARGE komme.
 

Caro85

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#7
Du wirst ihr die Bescheinigung vorlegen müssen, denn Amtstermine haben Vorrang.
Vorrang vor der Arbeitsstelle? Soll ich meinem Chef sagen, och heute kann ich nicht, weil ich zur ARGE muss? Der zeigt mir ja nen Vogel.
 

Paolo_Pinkel

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#8
Und dank solcher Idioten, die sich Fachpersonal der ARGE schimpfen, haben immer weniger AG, die einen Minijob anbieten, Bock auf einen Elo. Der sprichwörtliche Papierkrieg steht in keinem Verhältnis. Daher solltest du deinem Provinzkasper auch unmissverständlich mitteilen, dass diese Vorgehensweise der ARGE schädlich für dein Berufsleben ist. Sie geradezu davon bedroht ist. Es ist paradox. Du kommst dem § 2 des SGB-Ii nach und die ARGE versucht dich im Leistungsbezug zu halten:icon_party:
 

Sorgum

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#9
Vorrang vor der Arbeitsstelle? Soll ich meinem Chef sagen, och heute kann ich nicht, weil ich zur ARGE muss? Der zeigt mir ja nen Vogel.
Nein. Aber die sehen das so, dass du ja nicht laufend zu denen musst und dir dann einfahc mal frei nehmen kannst. Die stellen sich die Arbeit anders vor. Außerdem sind die es gewohnt, am längeren Hebel zu sitzen. Die sind das nicht gewohnt, dass ihnen jemand widerspricht und werden Ärger machen, wenn du das tust.
 

donnervogel

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#10
Das man vom Arbeitgeber bescheinigen lassen soll, das man tatsächlich arbeiten war ist schon frech.

Vielleicht kann man ja so argumentieren:
Arbeitszeiten sind im Arbeitsvertrag festgehalten.
Bei Nichteinhalten der Arbeitszeiten würde der Vertrag vom AG gekündigt werden.
Das Fortbestehen des Vertrages sollte also ein hinreichendes Indiz dafür sein, das ein wichtiger Grund vorlag, bei dem Termin nicht zu erscheinen.
Auch bei geringfügigen Tätigkeiten gibt es ja Urlaub - der Arbeitsvertrag alleine wird wohl nicht ausreichen.
 

gelibeh

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#11
Moment, Urlaub ist da, um sich zu erholen und nicht um sich mit solchen Schnarchnasen rumzuärgern. Besonders, weil man den Termin auf einen freien Tag/Nachmittag legen kann.
 

donnervogel

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#12
@gelibeh: Du hast mich nicht verstanden.

Ich habe nicht gesagt, dass Caro85 Urlaub nehmen soll für den Termin.
Ich habe gesagt, dass allein die Vorlage des Arbeitsvertrags nicht als Nachweis ausreicht, dass sie an dem betreffenden Tag tatsächlich gearbeitet hat, da sie ja hätte frei haben können.
 

Mario Nette

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#13
Moment, Urlaub ist da, um sich zu erholen und nicht um sich mit solchen Schnarchnasen rumzuärgern. Besonders, weil man den Termin auf einen freien Tag/Nachmittag legen kann.
Erholungsurlaub ist nur eine in Deutschland mögliche Urlaubsform. :icon_smile:

Mario Nette
 

catwoman666666

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#14
(4) Der Hilfebedürftige hat sich zu der von dem Träger bestimmten
Zeit zu melden. Ist diese nach Tag und Tageszeit bestimmt, so ist
er seiner allgemeinen Meldepflicht auch dann nachgekommen,
wenn er sich zu einer anderen Zeit am selben Tag meldet und der Zweck der Meldung erreicht wird.

Quelle
 

Caro85

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#15
Naja habe ihr die b**** Bestätigung vorgelegt und gut ist.
 
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