Bescheid zur Aufhebung - Teil Auszahlung Erbe (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Luke

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
2 April 2012
Beiträge
68
Bewertungen
8
Hallo zusammen,

nachdem im letzten Jahr mein Onkel verstorben ist und kein Testament vorhanden war, habe ich über das Amtsgericht erfahren , dass ich gesetzlicher Erbe geworden bin.
Da es noch weitere Verwandte gab die Vermächtnisnehmer sind, wurde die ganze Angelegenheit einem Rechtsanwalt zur Nachlassverwaltung übergeben. Dieser hat dann auch ein sog. Anderkonto eingerichtet.

Dem JC habe ich mit Veränderungsmitteilung gemeldet, dass ich geerbt habe und dass es sich bei dem Erbe um eine Wohnung handelt.
Zwischenzeitlich konnte die Wohnung verkauft werden und ich bekam im Dez. 17 eine Teilauszahlung von 10.000,- Eur.
Der Rest wird erst einige Monate später folgen, da der Nachlassverwalter sich um Finanzamt Erbschaftsteuer und um sonstige weitere Verbindlichkeiten kümmert.

Diese TeilAuszahlung habe ich wiederum dem JC gemeldet und jetzt Bescheid zur Aufhebung erhalten. (s.Anhang pdf)

Vielleicht können die Profis unter euch mir dazu noch ein paar Fragen beantworten, das wäre super.

1. Ist der Bescheid so in Ordnung?
2. Was ist mit Krankenversicherung? Muss ich mich selber bei der KK melden, oder bekomme ich von denen einen Bescheid dass ich mich selber freiwillig versichern muss?
3. Was ist mit meiner EGV als VA (erstellt im Juli 2017) bis auf Weiteres gültig? Verpflichtungen wie z.B. Maßnahmen, Zwangsbewerbungen usw.?
 

Anhänge:

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.263
Bewertungen
14.121
Hallo Luke,

Zwischenzeitlich konnte die Wohnung verkauft werden und ich bekam im Dez. 17 eine Teilauszahlung von 10.000,- Eur.
Wann war der Zufluss, weil die Aufhebung erst ab Januar gilt, hast du für Januar (JC-Überweisung Ende Dezember) noch Geld bekommen oder nicht ???

Der Rest wird erst einige Monate später folgen, da der Nachlassverwalter sich um Finanzamt Erbschaftsteuer und um sonstige weitere Verbindlichkeiten kümmert.
Klingt ja danach, dass dein Abschied vom JC etwas länger dauern könnte ... :bigsmile:

Diese TeilAuszahlung habe ich wiederum dem JC gemeldet und jetzt Bescheid zur Aufhebung erhalten. (s.Anhang pdf)
Wie schon angemerkt könnte noch eine Rückforderung für Dezember folgen, weil das Zufluss-Datum (der einmaligen Einnahme) zählt lt. Konto-Auszug.

Vielleicht können die Profis unter euch mir dazu noch ein paar Fragen beantworten, das wäre super.
Ich glaube viele "Profis" in Sachen Erbschaften gibt es hier nicht, aber letztlich ist ja das Verfahren bei allen "einmaligen Einnahmen" immer das Gleiche.

Jedenfalls wenn sie für länger als 6 Monate den Anspruch auf ALGII komplett aufheben werden.

1. Ist der Bescheid so in Ordnung?
Scheint so, du bekommst NICHTS mehr vom JC ab Januar, Rückforderung für Dezember sehe ich aktuell noch als möglich an und wäre dann wohl auch als berechtigt anzusehen.

2. Was ist mit Krankenversicherung? Muss ich mich selber bei der KK melden, oder bekomme ich von denen einen Bescheid dass ich mich selber freiwillig versichern muss?
Da solltest du dich schon aktiv selber drum kümmern, das JC wird dich abmelden aber die KK weiß ja nicht warum, kann ja auch sein du nimmst eine Arbeit auf ...

Kommt keine Anmeldung mehr von einer anderen Stelle wird man dich auch anschreiben, aber bis dahin kannst du schon Beitrags-Schulden bei der KK angesammelt haben.
Solltest du also besser selbst aktiv werden und nicht abwarten, bezahlen mußt du die Beiträge in jedem Falle vorerst selber als "freiwillig Pflichtversichert" ...

3. Was ist mit meiner EGV als VA (erstellt im Juli 2017) bis auf Weiteres gültig? Verpflichtungen wie z.B. Maßnahmen, Zwangsbewerbungen usw.?
Lies mal nach, was dazu auch da drauf steht, das gilt ALLES NUR so lange du im Bezug von ALG II bist, also anspruchsberechtigt Leistungen beziehst.

Du beziehst aber vorerst keine Leistungen mehr, weil du (vorerst) genug eigene Mittel für deinen Lebensunterhalt hast, also bist du dem JC auch zu NICHTS daraus mehr verpflichtet, diese EGV ist jetzt "automatisch" ungültig geworden.

Es hindert dich natürlich Niemand dir trotzdem eine Arbeit zu suchen, damit du so bald nicht zum JC zurück musst (wenn dein Erbe dann zur Neige geht), auf jeden Fall muss dann eine neue EGV mit dir abgeschlossen werden, wenn du dort mal wieder einen Antrag stellen solltest.

MfG Doppeloma
 

gizmo

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Dezember 2011
Beiträge
3.811
Bewertungen
1.190
Wie schon geschrieben, EGV besteht nicht mehr und KV muss man sich selber, halt freiwillig Versichern ca. 160€.
-----------------
-----------------

Bei der Anrechnung plauer ich da lieber mal ein wenig.

Es steht zwar geschrieben auf 6 Monate ist anzurechnen, stellt sich hier nur die Frage wie lange man hier noch laut Bescheid im Bezug ist.

Wenn man den WBA einfach auslaufen läst ist man nicht mehr im Bezug von SGBII Leistungen, wenn man dann einen Monat raus aus dem Bezug SGBII ist, greift das Schonvermögen.

Sprich wenn die das hier auf 6 Monate anrechnen, sollte Luke ein Bescheid von 01. bis 06. in der Schublade haben, ist das so?
-----------------
-----------------

Jetzt mal zum Schonvermögen, hier sind 150€ pro Lebensjahr und 750€ Freibetrag für notwendige Anschaffungen zu errechnen.
-----------------
-----------------

Nach einem Monat ohne Bezug greift das Schonvermögen.
-----------------
-----------------

Wie lange man ohne Bezug ist hängt von der Höhe der Erbschaft ab, das müssen nicht unbedingt min 6 Monate sein, sondern wenn das Schonvermögen greift.
-----------------
-----------------

Was ich auf jedenfall machen würde ist das man sich Schiftlich abmeldet wegen einer Erbschaft in der Höhe von XXX. Somit ist man nicht aus dem Bezug geflogen sondern man hat sich angemeldet.
----------------
----------------

Der Verkaufswert des Wohnraumes sollte bekannt sein, hier erfolgt jetzt noch eine Zahlung, wie hoch wird die in etwa sein?

Auf jeden Fall fällt dieser Restbetrag Erbe in einen Zeitraum ausserhalb des Bezuges, somit greift hier gleich das Schonvermögen
----------------
----------------

Verbrauch des Erbes, hier kannst du für dich ca. 1400€ im Monat ansetzen, ein Urlaub sollte auch drin sein, ebenso kannst du unter Nachweis dein Wohnraum/Ausstattung erneuern.
----------------
----------------

Das Schonvermögen greif nur dann wenn man im Bezug von Leistungen ist, das hat zur Folge das die Anschaffung eines Autos auch möglich ist, dieses wird dann aber nicht zum Schonvermögen gezählt.
---------------
---------------

Hartz IV – Fachanwalte sagen Ihnen, wie hoch das Schonvermogen ist

SGB II Anderungen zum 01.08.2016

Hartz IV und Erbschaft
---------------
---------------

Ich hoffe da melden sich jetzt noch ein paar Elo`s, gerade zur Anrechnung des Schonvermögens.
--------------
--------------

Ach so bei der Beantragung neuer SGBII Leistungen ist das ein Neuantrag, sprich die KDU wird für die ersten 6 Monate voll getragen, dann WBA gestellt, dann kommt erst die Kostensenkungsaufforderung. Also 12 Monate volle KDU ----- war bei mir genau so.
 

nik72

Elo-User*in
Mitglied seit
14 April 2013
Beiträge
333
Bewertungen
73
Ein wichtiger Punkt ist noch die Rentenversicherung.

1. Man kann die Rentenbeiträge (Mindestbeitrag ca. 85,- €/Monat) selbst zahlen.

2. Wenn man irgendwann mal Antrag auf EM- Rente stellen möchte ist es notwendig, durchgehend arbeitslos gemeldet zu sein.

Ist da eine grössere Lücke in den gemeldeten Zeiten, könnte eine evtl. EM- Rente abgelehnt werden.

Also müsstest Du Dich "für die Hartz-freie Zeit" bei der Agentur für Arbeit als "Erwerbsfähiger ohne Leistungsbezug" arbeitslos melden.

Dann stehst Du allerdings unter der Betreuung der BA.
Ich denke, die werden aber nicht so einen Druck machen, weil Du ja kein ALG1 beziehst.

Lass Dich aber sicherheitshalber von der Rentenversicherung beraten.

Krankenversicherung + Pflegeversicherung sind ca. 176 €/ Monat. Der Betrag wird monatlich rückwirkend abgebucht.
Man muss sich bei der Krankenkasse selbst melden.
 
Zuletzt bearbeitet:

doppelhexe

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juli 2011
Beiträge
3.322
Bewertungen
2.183
.... Also müsstest Du Dich "in der Hartz-freien Zeit" bei der Agentur für Arbeit als "Erwerbsfähiger ohne Leistungsbezug" arbeitslos melden.

Dann stehst Du allerdings unter der Betreuung der BA.
Ich denke, die werden aber nicht so einen Druck machen, weil Du ja kein ALG1 beziehst....
ganz falsch ... die machen genauso druck... und das aus dem grund, das man in der arbeitslosenstatistik mitgezählt wird, was der AfA so garnicht passt.

grade auf nichtleistungsbezieher wird druck ausgeübt, um sie aus der statistik zu bekommen. druckmittel sind hier, wie du selbst schreibst, die anrechnungszeiten der RV.
grade weil viele da keine lücke haben wollen, melden sie sich bei der AfA arbeitslos ohne leistungebezug. und auch die bekommen dann VV und müssen sich bewerben, wenn sie diese anrechnungszeiten bekommen wollen.

... Bei der Anrechnung plauer ich da lieber mal ein wenig.

Es steht zwar geschrieben auf 6 Monate ist anzurechnen, stellt sich hier nur die Frage wie lange man hier noch laut Bescheid im Bezug ist.

Wenn man den WBA einfach auslaufen läst ist man nicht mehr im Bezug von SGBII Leistungen, wenn man dann einen Monat raus aus dem Bezug SGBII ist, greift das Schonvermögen.

Sprich wenn die das hier auf 6 Monate anrechnen, sollte Luke ein Bescheid von 01. bis 06. in der Schublade haben, ist das so?
-----------------
-----------------

Jetzt mal zum Schonvermögen, hier sind 150€ pro Lebensjahr und 750€ Freibetrag für notwendige Anschaffungen zu errechnen.
-----------------
-----------------

Nach einem Monat ohne Bezug greift das Schonvermögen.
-----------------
....
aus dem leistungebezug nur aufgrund des erbes abmelden führt nicht dazu, das nach 1 monat das erbe als schonvermögen gilt.
dazu braucht es die "echte" beendigung der hilfebedürftigkeit... zb. durch erwerbseinkommen...

siehe hier fachliche weisungen der BA seite 14

Die Aufteilung auf sechs Monate gilt auch dann, wenn die Leistungsberechtigung absehbar innerhalb einer kürzeren Frist endet und unabhängig von der Höhe der Einnahme. Der Verteilzeitraum wird auch nicht durch das Ende eines Bewilligungsabschnitts begrenzt. Er wird nur dann beendet, wenn für mindestens einen Monat die Hilfebedürftigkeit -
ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme - entfällt.
Der bis dahin noch nicht berücksichtigte Teil der einmaligen Einnahme ist somit bei einer erneuten Beantragung von SGB II- Leistungen dem Vermögen zuzuordnen
(BSG -Urteil vom 30.09.2008 – B 4 AS 29/07 R)
 

Luke

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
2 April 2012
Beiträge
68
Bewertungen
8
Hallo zusammen und vielen Dank für die ausführlichen Antworten.
Das hilft mir sehr viel weiter und beseitigt einige Unklarheiten aus meinem Kopf.

@ Doppeloma und @ Gizmo:
Der Zufluss Teilauszahlung war am 13.12.2017 .
Ich habe umgehend mit Schreiben vom 14.12.17 den Zufluss dem JC gemeldet mit Kontoauszug.
Danach erhielt ich vom JC ein Schreiben datiert vom 19.12.17 "Aufforderung zur Mitwirkung" mit der Bitte den aktuellen Kontoauszug Dez. 17 bis 5.1.18 einzureichen.
Bereits ein Tag später datiert vom 20.12.17 erhielt ich vom JC Schreiben "Vorläufige Einstellung der Zahlung von Leistungen"
D.h. für Dezember habe ich noch Leistungen erhalten - da könnte auch m.E. Rückforderung noch kommen (nach dem Zuflussprinzip).
Für Januar (JC-Überweisung Ende Dezember) habe ich KEINE Leistungen mehr erhalten.
Von daher ist der "Bescheid zur Aufhebung" v. 9.1.18 insofern berechtigt.

Dann werde ich am besten gleich die KK direkt anschreiben und den Sachverhalt mitteilen für die freiwillige Pflichtversicherung.
Natürlich bemühe ich mich nach wie vor um Arbeit - allerdings nun ohne die VV vom JC (immer von denselben ZAF's mit ihren Scheinangeboten)
Meine letzte Arbeit habe ich ja auch selber gefunden, leider wegen Befristung geendet. (Vielleicht ändert sich diesbezüglich bald was mit der "neuen Regierung")

Mein aktueller Bewilligungsbescheid endet am 31.07.2018
Bis dahin wird der Restbetrag in doch noch erheblicher 5-stelliger Höhe angewiesen sein, somit könnte ich sowieso keinen Weiterbewilligungsantrag stellen. Wäre auch nicht berechtigt.
Da ich noch relativ "jung" bin 30+ ist das Schonvermögen nicht so üppig :) (Das wäre also pro Lebensjahr x 150 + einmalig dazu 750 eur)

Verplempern werde ich sowieso nichts, aber einige Anschaffungen (schönere Möbel, neuer PC und Renovierung) werde ich mir damit schon leisten.
Jedenfalls ist mein Ziel möglichst mit denen nichts mehr zu tun haben.

Danke auch an die Ausführungen von Doppelhexe und nik72

Ich sehe schon, das ganze Thema ist recht umfangreich und ziemlich kompliziert
 

doppelhexe

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juli 2011
Beiträge
3.322
Bewertungen
2.183

gizmo

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Dezember 2011
Beiträge
3.811
Bewertungen
1.190
aus dem leistungebezug nur aufgrund des erbes abmelden führt nicht dazu, das nach 1 monat das erbe als schonvermögen gilt.
dazu braucht es die "echte" beendigung der hilfebedürftigkeit... zb. durch erwerbseinkommen...

siehe hier fachliche weisungen der BA seite 14
Schön das das kommt, das meinte ich aber nicht.

Info:

B 4 AS 29/07 R · BSG · Urteil vom 30.09.2008 ·

Daraus unter 21.

Während dieses Zeitraums bleibt die als Einkommen zu qualifizierende Einnahme Einkommen und wird im Gegensatz zur Auffassung der Kläger nicht in dem, dem Monat des Zuflusses folgenden Monat zu Vermögen.
Das was ich meine ist:

Nach meiner Auffassung in dem, dem Monat des Zuflusses folgenden zweiten Monat greift das Schonvermögen.
-----------------
-----------------

Die Anrechnung des Erbes kann dann noch Monate dauern, eben bis das Schonvermögen greift.
-----------------
-----------------
Ablauf:

Zufluss des Erbes auf das Konto, danach Leistungseinstellung/Anrechnung auf 6 Monate.

Erster Monat ohne Bezug

Zweiter Monat ohne Bezug, das Schonvermögen greift.

Weitere Monate ohne Bezug bis Schonvermögen erreicht ist.
----------------
----------------

Wichtig, den Zufluss mit Kontoauszug melden und beim JC zum Monatsende abmelden.

Dann abwarten was kommt.
 

doppelhexe

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juli 2011
Beiträge
3.322
Bewertungen
2.183
nein, eben nicht... du musst ohne diese einmalige einnahme (erbe) aus dem bezug fallen.

wenn das erbe zugeflossen ist, dann wird es auf 6 monate verteilt, auch wenn du durch diese einmalige einnahme aus dem bezug fällst, wird es nach 2 monaten ohne bezug nicht als schonvermögen gerechnet.

die "verteilung" erfolgt doch nur, um zu schauen, ob trotzdem noch leistungen fliessen müssen (dann anrechnung von 1/6 des erbes auf die monatl. leistungen), oder ob man aus dem bezug fliegt (für 6 monate).

nach den 6 monaten wäre der rest des erbes vermögen, und würde nicht angerechnet, wenn es unter der vermögensfreigrenze liegt.
liegt es drüber kann der überschiessende betrag wieder angerechnet werden oder ALG2 wird abgelehnt.

ist man aus dem leistungsbezug raus, ist der begriff "schonvermögen" völlig irrelevant. wenn ich mich selbst finanziere(n muss), dann gibts kein schonvermögen...
die schonvermögensgrenze ist lediglich dafür interressant, WANN ich wieder leistungen in anspruch nehmen kann.

wenn dir das erbe zufliesst, du dann 2 monate arbeitest und somit durch erbe + erwerbstätigkeit aus dem bezug fällst, DANN ist das resterbe als vermögen anzusehen... und du kannst dann im 3. monat wieder ALG2 beantragen, so du leistungsberechtigt bist.

du kannst eben nur durch echte beendigung der hilfebedürftigkeit, in meinem bsp. durch die arbeit, das erbe dann bei neuantrag in vermögen "umwandeln"

ansonsten bleibt dir nur, das geld bis unter die schonvermögensgrenze zu verbrauchen (ohne es zu verprassen) und dann den neuantrag stellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

gizmo

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Dezember 2011
Beiträge
3.811
Bewertungen
1.190
nein, eben nicht...
Nö, weis besseres.

wenn das erbe zugeflossen ist, dann wird es auf 6 monate verteilt,
Verteilen können die ja was sie wollen, verkaufen einem sowieso immer .......

die "verteilung" erfolgt doch nur, um zu schauen, ob trotzdem noch leistungen fliessen müssen (dann anrechnung von 1/6 des erbes auf die monatl. leistungen), oder ob man aus dem bezug fliegt (für 6 monate).
Das würde heissen, das man, wenn der Zufluss(Erbe) im 3 Monat des Bewilligungszeitraumes(6 Monate) nach den 6 Monaten keinen Antrag mehr stellen muss, da es ja auf 6 Monate angerechnet wird. Ohne WBA, das geht doch garnicht.


nach den 6 monaten wäre der rest des erbes vermögen, und würde nicht angerechnet, wenn es unter der vermögensfreigrenze liegt.
liegt es drüber kann der überschiessende betrag wieder angerechnet werden oder ALG2 wird abgelehnt.
Man ist doch überhaupt nicht im Bezug von Leistungen, bist Schonvermögen greift.

ist man aus dem leistungsbezug raus, ist der begriff "schonvermögen" völlig irrelevant. wenn ich mich selbst finanziere(n muss), dann gibts kein schonvermögen...
die schonvermögensgrenze ist lediglich dafür interressant, WANN ich wieder leistungen in anspruch nehmen kann.
Genau, da stimme ich dir zu, Schonvermögen greift erst bei Neuanmeldung, wie volle KDU Übernahme, Bildungsschein, Kostensenkungsaufforderung etc.

wenn dir das erbe zufliesst, du dann 2 monate arbeitest und somit durch erbe + erwerbstätigkeit aus dem bezug fällst, DANN ist das resterbe als vermögen anzusehen... und du kannst dann im 3. monat wieder ALG2 beantragen, so du leistungsberechtigt bist.

du kannst eben nur durch echte beendigung der hilfebedürftigkeit, in meinem bsp. durch die arbeit, das erbe dann bei neuantrag in vermögen "umwandeln"

ansonsten bleibt dir nur, das geld bis unter die schonvermögensgrenze zu verbrauchen (ohne es zu verprassen) und dann den neuantrag stellen.
echte beendigung der hilfebedürftigkeit, ich kenne kein Rechtsbegriff in dieser Form und finde auch keine Erklärung irgendwo!

Entweder ist man Hilfebedürftigkeit oder nicht, wenn nicht sollte jede Art von nicht Hilfebedürftigkeit eine wahre, echte nicht Hilfebedürftigkeit sein. .

Beweis: Man bekommt keine Leistung.
----------------
----------------

Sprich, sobald man das Schonvermögen erreicht hat einen Neuantrag stellen und abwarten was da kommt.

https://www.elo-forum.org/1933454-post61.html

War 2015 4 Monate raus, Neuantrag gestellt, Schonvermögen Berechnung über 50, den Bescheid habe ich erst nach über 2 Monaten bekommen, EA nicht möglich da nicht Beschwert(Schonvermögen).

Leider wurde der Antrag auch nur beschieden, halt Positiv mit Anerkennung des Schonvermögens.

Denke die haben das von der Rechtabteilung prüfen lassen und Kleffer entschieden.

Vorm SG hätten sie verlieren können, so werden sie es weiter versuchen das das Schonvermögen verbraucht wird, die wenigsten Klagen.
-----------------
-----------------

Würde gerne noch andere Elo`s dazu hören:peace:
 
Zuletzt bearbeitet:

doppelhexe

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juli 2011
Beiträge
3.322
Bewertungen
2.183
Nö, weis besseres.
aha... und was?

Das würde heissen, das man, wenn der Zufluss(Erbe) im 3 Monat des Bewilligungszeitraumes(6 Monate) nach den 6 Monaten keinen Antrag mehr stellen muss, da es ja auf 6 Monate angerechnet wird. Ohne WBA, das geht doch garnicht.
doch geht das... läuft der bewilligungsbescheid noch 3 monate, das erbe kommt und man fleigt ob der höhe für 6 monate aus dem bezug. bedeuete, das JC behauptet, das du 6 monate von dem erbe leben kannst. dann darfst du 6 monate nach erbzufluss einen neuen ALG2-antrag stellen. der rest vom erbe ist dann vermögen, so er nicht die vermögensfreigrenze überschreitet...

Man ist doch überhaupt nicht im Bezug von Leistungen, bist Schonvermögen greift.
welches "schonvermögen" denn? wenn du nicht im bezug bist, dann gibt es kein schonvermögen ... nur vermögen, so wie bei allen anderen nichtleistungsbeziehern auch.
du kannst dir lediglich deine schonvermögensgrenze ausrechnen, um für dich selbst festzustellen, wann du wieder ALG2 beantragen kannst. erst dann wird dein vermögen zu schonvermögen.

echte beendigung der hilfebedürftigkeit, ich kenne kein Rechtsbegriff in dieser Form und finde auch keine Erklärung irgendwo!

Entweder ist man Hilfebedürftigkeit oder nicht, wenn nicht sollte jede Art von nicht Hilfebedürftigkeit eine wahre, echte nicht Hilfebedürftigkeit sein. .
das "echte" bezieht sich nicht auf hilfebedürftigkeit, sondern auf die beendigung... eine echte beendigung ist es eben erst, wenn man seinen lebensunterhalt ohne diesen einmaligen zufluss bestreiten kann... eben durch 2 monate job zb.

dazu noch mal das zitat aus den fachlichen hinweisen (#5):
Die Aufteilung auf sechs Monate gilt auch dann, wenn die Leistungsberechtigung absehbar innerhalb einer kürzeren Frist endet und unabhängig von der Höhe der Einnahme. Der Verteilzeitraum wird auch nicht durch das Ende eines Bewilligungsabschnitts begrenzt. Er wird nur dann beendet, wenn für mindestens einen Monat die Hilfebedürftigkeit -
ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme - entfällt.
... Sprich, sobald man das Schonvermögen erreicht hat einen Neuantrag stellen und abwarten was da kommt.
genau so ... aber du darfst eben auch nicht dein geld verschwenden, um früher wieder ALG2 beziehen zu können... musst aber auch nicht leben, wie im bezug...

War 2015 4 Monate raus, Neuantrag gestellt, Schonvermögen Berechnung über 50, den Bescheid habe erst nach über 2 Monaten bekommen, EA nicht möglich da nicht Beschwert(Schonvermögen).

Leider wurde der Antrag auch nur beschieden, halt Positiv mit Anerkennung des Schonvermögens.

Denke die haben das von der Rechtabteilung prüfen lassen und Kleffer entschieden.

Vorm SG hätten sie verlieren können, so werden sie es weiter versuchen das das Schonvermögen verbraucht wird, die wenigsten Klagen.
-----------------
-----------------

Würde gerne noch andere Elo`s dazu hören:peace:
und wo war nun dein problem? die 2 monate, wo sie geprüft haben, hast du von deinem schonvermögen gelebt, aber das geld für die 2 monate mussten sie dir doch trotzdem zahlen... dürfte also plus minus 0 ausgegangen sein...
man kann sich aber auch wirklich alles schlecht und alle anderen böse reden...
fakt ist, das du bekommen hast, was dir zusteht... wenn auch ein bissl später...
 

gizmo

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Dezember 2011
Beiträge
3.811
Bewertungen
1.190
und wo war nun dein problem?
Die Aussage das das Schonvermögen nicht greift!

Das Resultat ist das der Hilfesuchende hier keinen Neuantrag stellt, wenn das Erbe bis zum Schonvermögen aufgebraucht ist.

Würde hier auch lieber fester im Sattel sitzen, also auf jeden Fall einen Neuantrag stellen und abwarten was dann kommt.

die 2 monate, wo sie geprüft haben, hast du von deinem schonvermögen gelebt, aber das geld für die 2 monate mussten sie dir doch trotzdem zahlen... dürfte also plus minus 0 ausgegangen sein..
.

Genau haben die 2 Monate nachgezahlt.

man kann sich aber auch wirklich alles schlecht und alle anderen böse reden...
Das verstehe ich nicht, bitte um Erklärung?

Für mich ist das Forum hier auch ein Mittel um Situationen zu analysieren(diskutieren) um dann mit dem gewonnenden Wissen neue Wege zu gehen um sich durchzusetzen.

fakt ist, das du bekommen hast, was dir zusteht... wenn auch ein bissl später...
Genau und das mit dem Wissen wie die mit einem Umgehen wenn man nicht spurt. Also geben wir hier das Wissen weiter, damit andere sich auch durchsetzen können.
 
Oben Unten