Bescheid über Rehabilitationsmaßnahme

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LindaLi

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Hallo,
ich habe vor 2 Wochen einen Bescheid bekommen, dass ich eine Reha-Maßnahme antreten soll/darf. Der Termin wird mir noch mitgeteilt. Jetzt bin ich total in Panik, weil ich nicht weiß wie ich das machen soll. Ich musste den Antrag stellen, weil ich aus dem Krankengeld ins ALO1 gefallen bin. Ich nehme an, dass ich die Reha-Maßnahme machen MUSS. Kann ich das irgendwie rausschieben? Ich fühle mich absolut nicht in der Lage so etwas zu machen. Ich brauche noch Zeit. Wie ist es mit einem Widerspruch? Ich habe überhaupt keine Ahnung und bin ganz alleine. Ich bin auch schwerbehindert mit 50. Kann mir jemand von Euch weiterhelfen was ich tun kann? Ich bin fix und fertig und hatte den Brief erst mal weggelegt, aber das ist keine Lösung. Vielleicht kann ich Widerspruch einlegen. :-(
 

Doppeloma

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Hallo LindaLi,

Es ist nicht so günstig wenn du deine Themen überall verteilst, in deinem anderen Thema fragst du nach Urlaub im ALGI, wie soll das alles zusammen "passen" wenn dir gerade eine Reha bewilligt wurde ???

ich habe vor 2 Wochen einen Bescheid bekommen, dass ich eine Reha-Maßnahme antreten soll/darf. Der Termin wird mir noch mitgeteilt.

Das ist so üblich, den Termin bekommt man dann von der Klinik, hast du dir diese Klinik selber ausgesucht ???
Nach § 8 SGB IX hast du ein Klinik-Wahlrecht.

Jetzt bin ich total in Panik, weil ich nicht weiß wie ich das machen soll. Ich musste den Antrag stellen, weil ich aus dem Krankengeld ins ALO1 gefallen bin. Ich nehme an, dass ich die Reha-Maßnahme machen MUSS.

Etwas genauer wäre auch nicht schlecht, du wurdest aus dem Krankengeld ausgesteuert und nun bekommst du ALGI nach § 145 SGB III als Sonderregelung nach einer Aussteuerung.

Man hat dich offenbar schriftlich dazu aufgefordert, eine Reha zu beantragen und die wurde nun bewilligt, das ist auch nicht ungewöhnlich, es soll ja erreicht werden, dass du irgendwann wieder arbeiten gehen könntest.

Soweit die Theorie, dass die Praxis meist anders aussieht ist mir nicht ganz unbekannt aber, es dürfte Probleme geben wenn du es (ohne nachgewiesene medizinische Gründe) ablehnst eine bewilligte Reha dann auch anzutreten.

Kann ich das irgendwie rausschieben? Ich fühle mich absolut nicht in der Lage so etwas zu machen. Ich brauche noch Zeit. Wie ist es mit einem Widerspruch?

Gegen die bewilligte Reha an sich darfst du keinen Widerspruch einlegen wenn die AfA dich zur Antragstellung aufgefordert hatte.
Gegen die vorgegebene Klinik kannst du allerdings Widerspruch einlegen und Vorschläge zu (wenigstens 2) anderen Kliniken machen die du (bzw. deine Ärzte) für besser geeignet halten möchtest.

Ich habe überhaupt keine Ahnung und bin ganz alleine.

Na-Ja, Ärzte die dich behandeln und AU schreiben solltest du ja haben, hast du mit denen noch gar nicht darüber gesprochen, dass eine Reha beantragt wurde ?
Oft kennen die einige gute Reha-Kliniken und können dir da Informationen geben, ansonsten solltest du dich schnellstens mal selber im Internet umsehen, wo es dir notfalls "gefallen" könnte eine Reha zu machen.

https://www.deutsche-rentenversiche...n/med_rehaeinrichtungen/klinikkarte_node.html

Du solltest natürlich auch die erforderliche Fachrichtung beachten dabei, sonst wird die DRV das als "ungeeignet" für deine Gesundheits-Probleme ablehnen.

Ich bin auch schwerbehindert mit 50. Kann mir jemand von Euch weiterhelfen was ich tun kann?

Wie schon beschrieben solltest du zunächst mal dein Klinik-Wahlrecht einfordern und das schiebt schon mal etwas auf ... bis die DRV dazu entschieden hat.
Ganz vermeiden kannst du wahrscheinlich nicht irgendwann eine Reha auch anzutreten, deine Ärzte können dich eine gewisse Zeit lang wegen Reha- und Reise-Unfähigkeit davor bewahren aber es wird der Tag kommen, wo die DRV (und die AfA) da keine Geduld mehr haben wird.

Eine Reise-Unfähigkeit wäre natürlich dann auch gültig für deine Urlaubspläne in deinem anderen Thema.
Du schreibst dort, dass deine Ärzte eine Urlaubsreise befürworten würden, dann gibt es aber keinen ernsthaften Grund eine Reha NICHT machen zu wollen, auch wenn das für dich jetzt etwas "bösartig" klingen mag. :sorry:

Mir ist durchaus bewußt, dass eine private Reise nicht wirklich vergleichbar ist mit einer Reha-Maßnahme, du hast aber aktuell Verpflichtungen dabei mitzuwirken, was die Leistungsträger erwarten, die dein Geld jeden Monat überweisen.

Und die erwarten, dass du dich vorrangig, um deine Genesung kümmerst und meinen gerade aktuell, dass eine Reha dazu beitragen könnte dich wieder Fitt zu bekommen für die Vermittlung in Arbeit.

Ich bin fix und fertig und hatte den Brief erst mal weggelegt, aber das ist keine Lösung. Vielleicht kann ich Widerspruch einlegen. :-(

Kann ich dir sofort nachfühlen, ich weiß noch wie es mir damals ging, als die KK mich zum Reha-Antrag aufgefordert hatte ... ich wollte auch nicht in eine Reha-Klinik. :icon_evil:

Habe mir dann eine Reha-Klinik am Wohnort "ausgesucht", weil ich das ansonsten auch nicht verhindern konnte, die KK hätte rigoros das Krankengeld eingestellt, das konnte ich mir nicht leisten.

So habe ich diese 6 Wochen dann doch "irgendwie" überstanden, weil ich in der Therapiefreien Zeit viel zu Hause sein konnte, bei meinem Männe.

Geholfen hat mir diese Reha auch nicht, aber die KK musste danach weiter zahlen und hat mich dann in Ruhe gelassen mit weiteren Forderungen ...

Du kannst also eine Klinik deiner Wahl "einfordern" bei der DRV aber die Reha (auf lange Sicht) ganz ablehnen, das darfst du NICHT ohne finanzielle Konsequenzen bei der AfA.

Hier sind noch mehr User, die eine Reha machen mussten obwohl sie keine wollten, auch eine Reha-Unfähigkeit dauert (nach Meinung der Ämter) nicht ewig, man wird immer wieder darauf zurück kommen, bis du eine Reha gemacht hast.

Solltest du mal EM-Rente beantragen kann es auch sein, dass du erst eine Reha machen musst, es gilt nun mal "Reha kommt VOR Rente" ...
Das zieht spätestens die DRV dann auch durch, sonst wird dein Antrag eben abgelehnt, weil du nicht mitgewirkt hast, bei der Klärung deiner Erwerbsfähigkeit.

MfG Doppeloma
 
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