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Bescheid über Bewerbungskosten

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Nicht offen für weitere Antworten.

burki

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#1
Hi,
heute bekam ich einen Bescheid (nach genau 3 Monaten Bearbeitungszeit und x-maliger Anmahnung) über meine Bewerbungskosten.
Den Antrag hatte ich erstmals am 25.01.07 gestellt, wobei dieser angeblich verscholl (inkl. all meiner Fahrbelege etc.).
Den Antrag wiederholte ich dann zwangsläufig am 9.04.07.
Insgesamt hatte ich 42 Bewerbungen angegeben, wobei ich am 28.03.07 schon einmal für 5 Bewerbungen 25 EUR erhielt.
Mein Problem: Für meine 42 Bewerbungen soll ich nun 70 EUR erhalten, wobei mir pro Jahr (gezählt wird hier vom 28.03.06 - 27.03.07) insgesamt 150 EUR zugestanden werden.
Im Bescheid ist auch nichts weiter aufgelistet, doch eigentlich sollten mir zumindest die 125 EUR ((150 - 25) EUR ) zustehen.
Wie kann diese Differenz zustandekommen (will eben etwas Passendes in den Widerspruch schreiben)?
Wird bei Widerspruch der Geldzufluss gestoppt (Geld wurde noch nicht überwiesen)?
Gruss
burki
 

RobertKS

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#2
Hallo Burki,

erstmal eine Frage vorweg: Wieso zahlt man bei euch - wo immer das sein mag - nur 150.- € / Jahr Bewerbungskosten???? Üblich sind bis 260.- € / Jahr, und zwar 5.- € / je Bewerbung (=40 Bewerbungen).
Defakto wären also 2 Bewerbungen deren Kosten nicht erstattet würden.
Wenn das mit den 150.- € / Jahr bei euch, keine vernünftige Begründung hat, die diese Praxis rechtfertigt, würde ich da auf jedenfall widersprechen.

Gruß Robert ;)
 

wolfgang52

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#3
Hallo Robert,
Hallo Burki,

erstmal eine Frage vorweg: Wieso zahlt man bei euch - wo immer das sein mag - nur 150.- € / Jahr Bewerbungskosten???? Üblich sind bis 260.- € / Jahr, und zwar 5.- € / je Bewerbung (=40 Bewerbungen).
Defakto wären also 2 Bewerbungen deren Kosten nicht erstattet würden.
Wenn das mit den 150.- € / Jahr bei euch, keine vernünftige Begründung hat, die diese Praxis rechtfertigt, würde ich da auf jedenfall widersprechen.

Gruß Robert ;)
Deine Aussage stimmt bis auf den Punkt daß 260 / 5 = 52 ist und daß es nur für schriftliche Bewerbungen 5 Euronen gibt.
Telefonische und Bewerbungen per eMail finden keine Berücksichtigung.
 

Unwichtig

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#4
Soweit ich weiss ist das eine Ermessensfrage, die können Dir entweder 5 Euro/Bewerbung oder die tatsächlich entstandenen Kosten zahlen.
 

Unwichtig

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#5
Soweit ich weiss ist das eine Ermessensfrage, die können Dir entweder 5 Euro/Bewerbung oder die tatsächlich entstandenen Kosten zahlen.

Also, im Grunde eine reine Verarschung, am Ende zahlt man garantiert drauf. Wer sich selbständig bewirbt ist immer der Dumme.
 

burki

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#6
Hi,

die 260 EUR/Jahr und 5 EUR / Bewerbung sind mir natürlich aus § 46 SGB III bekannt.
Aber: Dies
Telefonische und Bewerbungen per eMail finden keine Berücksichtigung.
war bei meinen letzten Bescheid nicht der Fall.
Auch bei dem jetzigen Antrag waren genau 7 (von 42) Bewerbungen postalisch und die anderen (natürlich komplett nachgewiesen und aufgrund eines "Erlasses für mich" immer schön zusätzlich per bcc an den Fallmanager weitergelitten) email-Bewerbungen.

Nochmals zum obigen in § 47 §3 Absatz 2 steht unter der Pauschalisierung von Bewerbngskosten "ist je Bewerbung ein Betrag von 5,- Euro zu erstatten. Dabei können nur solche Bewerbungen berücksichtigt werden, die von der Antragstellerin/vom Antragsteller nachgewiesen werden".

Und gleich in § 4 (Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken) Absatz 1:
"Erstattet werden können auch Bewerbungskosten, die bei Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken anfallen. Die Regelungen des § 3 (den ich oben schon zitierte) sind entsprechend anzuwenden".

Und auch nochmals die Frage bzgl. Geldüberweisung und Widerspruch: Kann ein Widerspruch den zunächst bescheinigten Geldzufluss verhindern?

Gruss
burki
 

Unwichtig

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#7
Und auch nochmals die Frage bzgl. Geldüberweisung und Widerspruch: Kann ein Widerspruch den zunächst bescheinigten Geldzufluss verhindern?
Die Frage Kannst Du Dir doch eigentlich selbst beantworten.

Theoretisch schon, praktisch eher nicht.
Was diese Trantüten erstmal rausgeschickt haben das hält so schnell keiner mehr auf.
 

Faustus

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#8
Bewerbungskosten

Da würde ich mal ins SGB schauen, denn so weit ich weis steht da nichts drin was Bewerbungskosten angeht das einen Unterschied zwischen ALG1 und ALG2
macht, auch steht da nichts drin das es schriftliche Bewerbungen sein müssen, sondern nur pauschal 52x5 = 260 . Man muß nur vorher einen Antrag stellen.
Das gleiche bei Fahrten zur Vorstellung: zuerst Antrag verlangen.
Wenn die allerdings bei dieser verkommenen Behörde verschwinden, dann weis ich alles. Das pech hatte ich noch nicht. Nur jetzt muß ich mich wahrscheinlich
mal wieder fetzen, denn bei mehr als 50 Bewerbungen auf einen Schlag und etwa 40 im vergangenen jahr, weis ich nicht genau ob das Kalenderjährlich gerechnet
wird, oder die letzten 12 monate. Ebenso die Minikosten für die Einladung muß ich wahrscheinlich annmahnen. angeblich würden keine Beträge unter 6€ erstattet.Im SGB fand ich nichts darüber , dafür jedoch ein Gerichtsurteil und das werde ich der feinen _Dame unter die Nase reiben.
 

burki

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#10
Hi,

so. habe nochmals mit Strichliste nachgezählt:
Bei meinen 42 Bewerbungen habe ich insgesamt schriftliche 19 Antworten erhalten.
Da ich bei meinem letzten Antrag (am 28.3.06) insgesamt 25 EUR Bewerbungskosten erhalten habe (also für 5 Bewerbungen), habe die Säcke (sorry, aber momentan versucht ARGE mich mit allen Mitteln "rund zu machen") diese einfach mal abgezogen und kommen somit auf 14 x 5 EUR = 70 EUR. --> rein vermutete Milchmädchenrechnung.
Im Bescheid steht das so natürlich nicht. Es wird nur mir § 16 Abs. 1 SGBIII und $ 45 SGB III "begründet".
weis ich nicht genau ob das Kalenderjährlich gerechnet
es bezieht sich IMHO immer auf den vorhergehenden Antrag bzw. wann der Erstantrag gestellt wurde.
Gruss
burki
 

RobertKS

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#11
Hallo Wolfgang,

Deine Aussage stimmt bis auf den Punkt daß 260 / 5 = 52 ist und daß es nur für schriftliche Bewerbungen 5 Euronen gibt.
Telefonische und Bewerbungen per eMail finden keine Berücksichtigung.
Das mit den 260 / 5 ist korrekt, sorry, da hab ich mich vertan - passiert im Eifer des getippsel - und natürlich nur für schriftliche Bewerbungen (setze ich als Grundwissen voraus).

Gruß Robert ;)
 

burki

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#12
Hi,
und natürlich nur für schriftliche Bewerbungen (setze ich als Grundwissen voraus).
eben nicht :icon_exclaim: --> siehe mein vorletztes posting mit Verweis auf § 47 §3/4 ...
Gruss
burki
 

RobertKS

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#13
Hallo Burki,

damit sind aber nunmal schriftliche Bewerbungen gemeint, denn sie müssen ja nachgewiesen werden, deshalb werden auch Online-Bewerbungen nicht berücksichtigt bei der Erstattung von Bewerbungskosten.

Gruß Robert ;)
 

burki

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#14
Hi,
nochmals: Schau doch in den § 4 Abs. 1 und 2, in dem die email-Bewerbung der postalen Bewerbung gleichgestellt wird.
Zudem: Ich habe von ARGE die schriftliche Anweisung bekommen, bei jeder email-Bewerbung ein cc an den SB zu schicken, was wohl ein noch eindeutiger "Beweis" ist, als eine Kopie eines Bewerbungsschreibens.
Gruss
burki
 

Unwichtig

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#15
Hi,
nochmals: Schau doch in den § 4 Abs. 1 und 2, in dem die email-Bewerbung der postalen Bewerbung gleichgestellt wird.
Zudem: Ich habe von ARGE die schriftliche Anweisung bekommen, bei jeder email-Bewerbung ein cc an den SB zu schicken, was wohl ein noch eindeutiger "Beweis" ist, als eine Kopie eines Bewerbungsschreibens.
Gruss
burki
Ich sehe da nichts von email Bewerbungen.

Ausserdem sehe ich nicht wieso die dafür Geld zahlen sollten, das kostet doch nichts.

Passbilder, Briefumschläge, Porto, das kostet Geld.
 

Manhitou366

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#16
Hi,

die 260 EUR/Jahr und 5 EUR / Bewerbung sind mir natürlich aus § 46 SGB III bekannt.
Aber: Dies war bei meinen letzten Bescheid nicht der Fall.
Auch bei dem jetzigen Antrag waren genau 7 (von 42) Bewerbungen postalisch und die anderen (natürlich komplett nachgewiesen und aufgrund eines "Erlasses für mich" immer schön zusätzlich per bcc an den Fallmanager weitergelitten) email-Bewerbungen.

Nochmals zum obigen in § 47 §3 Absatz 2 steht unter der Pauschalisierung von Bewerbngskosten "ist je Bewerbung ein Betrag von 5,- Euro zu erstatten. Dabei können nur solche Bewerbungen berücksichtigt werden, die von der Antragstellerin/vom Antragsteller nachgewiesen werden".

Und gleich in § 4 (Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken) Absatz 1:
"Erstattet werden können auch Bewerbungskosten, die bei Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken anfallen. Die Regelungen des § 3 (den ich oben schon zitierte) sind entsprechend anzuwenden".

Und auch nochmals die Frage bzgl. Geldüberweisung und Widerspruch: Kann ein Widerspruch den zunächst bescheinigten Geldzufluss verhindern?

Gruss
burki
In welchem SGB ist der §4 mit den modernen Informations- und Kommunikationstechniken verankert???

Mein Fallmamager gewährt mir für 35 eingereichten Bewerbungen vom 29.01.07 - bis 11.05.07 einen Betrag von 10,10 € (Begründung:1 schriftliche und 34 E-Mail Bewerbungen wobei Zitat: "....im Fall von E-Mail-Bewerbungen nach einer Kostenprüfung und deren durchschnittlichen Kosten ausgegangen, wobei eine durchschnittliche Dauer von 15min/Bewerbung bei Providerkosten von 0,01 €/min (~0,15 €/Bewerbung) als Ergebnis angesetzt werden."

Zitat:"... Allgemeine Kosten für Grundgebühren und Verbrauchskosten sind dabei in dem nach § 20 SGB II maßgeblichen Regelsatz mit einem Ansatz von ca. 14 % für Energie- und Telekommunikationskosten bereits enthalten und hierüber zu leisten."

Wobei ich auch noch erwähnen darf,ich gehört habe,dass zu 99,9 % der gesamten Widersprüche im Landkreis Oberhavel zugunsten des Landkreises geurteilt wurde,was,meiner Meinung nach einmalig in Deutschland ist und mir den Widerspruch mächtig zerfetzt.
Der Landkreis Oberhavel möchte anscheinend eine Vorreiterrolle in Deutschland spielen! Naja,SPD regiert,was soll da auch rauskommen!!!???
 
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