Bescheid über Behinderungsgrad der Arge mitteilen? (1 Betrachter)

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ExitUser

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Hallo

Ich habe einen Bescheid vom Versorgungsamt bekommen.
Bei mir liegt ein GdB von 40% vor.
Muß ich diesen Bescheid der Arge mitteilen?
Wenn ja, in welchem Zeitraum?

Ich habe erst in einem Monat einen Termin bei der Arge.

Worauf muß ich mich gefaßtmachen, wenn sie hören das
ich einen GdB von 40% habe. Gibt es dann bestimmte Maßnahmen
die ich mitmachen muß?

Ich danke euch schon mal für eure Hilfe

hermine
 

Arania

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Du kannst es mitteilen wenn Du eine Gleichstellung beantragen willst und dadurch in den Genuss der Vorteile kommen möchtest bei Förderung und einer eventuellen Anstellung
Du musst es nicht mitteilen wenn Du keine Einschränkungen hast die bei einer Vermittlung hinderlich wären
 

Muzel

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Wenn der SB auf die Idee kommt, dass die Vermittlungsfähigkeit eingeschränkt ist, könnte er auch den Betroffenen zum MD schicken.
 

ela1953

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Ich hab meinen Grad der Behinderung mitgeteilt und auch warum ich ihn bekommen habe. Rücken- und Knieprobleme.

Dadurch scheide ich aus für Lagerarbeiten, Kommissionieren, Arbeiten im Stehen generell wie Küchenhilfe oder Servieren und Putzen wegen Bücken und Recken
 

Susannah

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Ein GdB von 40 muss der ARGE nicht mitgeteilt werden, denn er hat keinerlei Auswirkungen bezüglich gesetzlicher Bestimmungen (bis auf den Freistellungsauftrag, wenn du im Arbeitsverhältnis bist und Steuern zahlst). Steht auf dem Bescheid des Versorgungsamtes der Grund und ist dieser nachteilig für die Aufnahme bestimmter Arbeitstätigkeiten, die die ARGE dir evtl. vermittelt, so würde ich es im eigenen Interesse baldmöglichst mitteilen.

Ein Schwerbehindertengrad ist hingegen mitteilungspflichtig. Sowohl gegenüber der ARGE als auch gegenüber einem potentiellen Arbeitgeber.

Ansonsten ist es wie Arania ausführt. Du kannst einen Gleichstellungsantrag stellen. Dafür musst du aber auch angeben, warum du OHNE eine Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten (GdB ab 50) einen bestimmten Arbeitsplatz nicht erlangen kannst.
Ich habe auch einen GdB von 40 und klage gerade auf Anerkennung eines Schwerbehindertengrades. Bei mir hat sich noch nie jemand um die 40 % geschert und die ARGE hat es auch nicht interessiert, ist ja schließlich keine Schwerbehinderung. Bei Schwerbehinderung ist (zumindest bei mir in Hamburg) ein anderes Arbeitsamt zuständig, das Job-Center für schwerbehinderte Menschen.
 

ofra

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Ich hab meinen Grad der Behinderung mitgeteilt und auch warum ich ihn bekommen habe. Rücken- und Knieprobleme.

Dadurch scheide ich aus für Lagerarbeiten, Kommissionieren, Arbeiten im Stehen generell wie Küchenhilfe oder Servieren und Putzen wegen Bücken und Recken
Meine gesundheitlichen Einschränkungen waren dem AA schon längere Zeit bekannt. Erst später habe ich auch den Grad der Behinderung feststellen lassen und dies dann auch mitgeteilt. Ich habe dies deswegen so gemacht, weil es Erkrankungen gibt, die für Außenstehende nicht so offensichtlich erkennbar sind und man deswegen manchmal vorschnell als Simulant hingestellt wird. Da ich nun einen amtlichen Beleg für meine Einschränkungen habe, muss ich mich nirgends mehr rechtfertigen, warum ich diese und jene Tätigkeit nicht mehr ausüben kann/soll. Aufwändige Erklärungen werden so hinfällig.
 

Arania

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Ein GdB von 40 muss der ARGE nicht mitgeteilt werden, denn er hat keinerlei Auswirkungen bezüglich gesetzlicher Bestimmungen (bis auf den Freistellungsauftrag, wenn du im Arbeitsverhältnis bist und Steuern zahlst). Steht auf dem Bescheid des Versorgungsamtes der Grund und ist dieser nachteilig für die Aufnahme bestimmter Arbeitstätigkeiten, die die ARGE dir evtl. vermittelt, so würde ich es im eigenen Interesse baldmöglichst mitteilen.

Ein Schwerbehindertengrad ist hingegen mitteilungspflichtig. Sowohl gegenüber der ARGE als auch gegenüber einem potentiellen Arbeitgeber.

Ansonsten ist es wie Arania ausführt. Du kannst einen Gleichstellungsantrag stellen. Dafür musst du aber auch angeben, warum du OHNE eine Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten (GdB ab 50) einen bestimmten Arbeitsplatz nicht erlangen kannst.
Ich habe auch einen GdB von 40 und klage gerade auf Anerkennung eines Schwerbehindertengrades. Bei mir hat sich noch nie jemand um die 40 % geschert und die ARGE hat es auch nicht interessiert, ist ja schließlich keine Schwerbehinderung. Bei Schwerbehinderung ist (zumindest bei mir in Hamburg) ein anderes Arbeitsamt zuständig, das Job-Center für schwerbehinderte Menschen.
Stimmt alles, nur denke ich das bei Gleichstellung auch die Abteilung für Schwerbehinderte zuständig ist, bei uns ist es jedenfalls so, sonst würde eine Gleichstellung keinen Sinn machen, ist bei uns alles im selben Gebäude
 

Muzel

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Solange ich einen GdB von zuerst 30 und dann von 40 hatte, hat sich auch keine SB dafür interessiert. Jetzt bin "glücklicher Schwerbehindertenausweisbesitzer" und muss zur Reha-Abteilung der Arge. Außer, dass sich die Gesichter der SBs geändert haben, hat sich nichts geändert.
 
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