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Beschäftigungsaufnahme während der Erwerbsminderungsrentenantrag läuft?

Feenzauber

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#1
Guten Morgen,
da ich schon lange krank bin , allerdings kein Einkommen habe wurde mir nahegelegt EMR zu beantragen.
Anspruch auf AlG 2 habe ich nicht da ich Vermoegen in Form einer Lebensversicherung habe die aber nicht verleben will da ich sie mir als Rente angespart habe, Auszahlung allerdings vor Regelaltersrente, also kein Verwertungsausschluss.
Jetzt dauert so ein Prozess ja meist lange und ich muss ja von was leben.
Zeitgleich habe ich nun 2 Angebote bekommen:
a) Bürotätigkeit / Kinderbetreuung - duerfte wählen 450.-geringfuegig oder 452.- also SV pflichtig (ein selbst. Freund der mir helfen will)

b) Telefonterminierung 30 Stunden also 6std. /tgl frei einteilbar/ Festvertrag

Bin verzweifelt da ich beides nur aus der Geldnot heraus in Erwägung ziehe,
Ich es aber sehr wahrscheinlich vom Gesundheitszustand her gar nicht schaffen kann.
Möchte kein gravierenden Fehler begehen.
Das Angebot ist verlockend wenn ich es aber nicht schaffe und aufhören muss oder zb. die Auflage für die Termine nicht schaffe ist der RA vermutlich futsch UND der Job weg :(
Bin ich verpflichtet dem potentiellen Arbeitgeber ueber Rentenantrag zu informieren?
Was wenn die RV eine Reha anordnet....
Wie kann ich am Besten vorgehen ?
Sollte mich schnell entscheiden.
Vielen Dank.
 

painfull

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#2
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

@ Feenzauber

ich bin in ähnlicher Situation , mir wurde abgeraten einen Job anzunehmen während des Rentenverfahrens.
Ob Du das dem AG mitteilen musst weiß ich nicht dem R V Träger allerdings den Job wenn Du einen annimmst.
LG Simi
 

Caramell

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#3
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Feenzauber, ich würde auf keinen Fall mehr als 3 Stunden täglich arbeiten, alles andere könnte sich negativ auf den Antrag auswirken.

Du schreibst selber, das Du nicht sicher bist, ob Du das schaffst.
Ob man das dem AG melden muss, weiß ich auch nicht sicher. Ich denke aber schon, den es wirkt sich ja auf das Arbeitsverhältnis aus.
Eine Garantie, das es sich nicht auf den Antrag auswirkt gibt es nicht. Und wie das mit der Reha ist, das muss mit dem AG geklärt werden. Ablehnen kann man die Reha nur, wenn man nicht Reha fähig ist und das sollte ein Arzt bescheinigen.
 

Feenzauber

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#4
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

@Caramell
Ich bin so hin und her gerissen.
Zumal mir jetzt noch Druck gemacht wird muesste 30 Termine machen in 30 Stunden.
Als Nanny haette ich 2 Stunden täglich.
 

Caramell

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#5
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Feenzauber, wenn man krank ist, dann ist sicher ein Job bei dem man unter Zeitdruck arbeiten soll, nicht das richtige.
Wenn dann wäre der Job bei Deinem Bekannten als Nanny schon eher gut.
Ob sich das aber negativ auf die Rente auswirkt, kann keiner sagen. Aber es sind wenige Stunden und das ist wichtig.
 
E

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Gast
#6
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Zumal mir jetzt noch Druck gemacht wird muesste 30 Termine machen in 30 Stunden.
aber:
allerdings kein Einkommen habe wurde mir nahegelegt EMR zu beantragen.
Anspruch auf AlG 2 habe ich nicht
Wer macht Druck und stehst du im Leistungsbezug? Alg 1??
 

erwerbsuchend

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#7
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Zumal mir jetzt noch Druck gemacht wird muesste 30 Termine machen in 30 Stunden.
Das ist leider der übliche Erfolgsdruck im Vertrieb. Erreichen deine Kolleginnen und Kollegen diese Vorgabe problemlos?
 

Muzel

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#8
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Mich haben die Rentengutachter immer gefragt, ob ich krankgeschrieben bin.
 

doppelhexe

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#9
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Guten Morgen,
da ich schon lange krank bin , allerdings kein Einkommen habe wurde mir nahegelegt EMR zu beantragen.
wie lange bist du denn schon krank und ohne einkommen?
erfüllst du überhaupt noch die vorraussetzungen für eine EMR?

Erfüllung der Mindestversicherungszeiten

Sie sind mindestens 5 Jahre versichert, wovon Sie in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre im Rahmen einer Beschäftigung oder Tätigkeit Pflichtbeiträge bezahlt haben müssen. Wichtig für Familien: Kindererziehungszeiten zählen als Pflichtbeitragszeiten.
ALG1-zeiten und KG-zeiten zählen auch, aber wenn du jetzt keine leistungen mehr bekommst knabberst du an den 3 jahren pflichtbeiträgen... mit krankschreibung kannst du dich ja nicht mal bei der AfA arbeitsuchend melden um pflichtzeiten zu sammeln...

die andere vorraussetzung

Aus Ihren ärztlichen Unterlagen beziehungsweise Gutachten geht eindeutig hervor, dass Sie in Ihrem oder einem anderen Beruf nicht mehr als 6 Stunden täglich arbeiten können.
muss auch erfüllt sein, krank sein heisst nicht, das man nicht mehr erwerbsfähig im sinne der DRV ist. für die meisten ist das ein harter, jahrelanger kampf, das durchzukriegen...

mich hat jedenfalls der blosse gedanke, iwas arbeiten zu müssen regelrecht fertig gemacht und noch weiter in die depressionen getrieben...
 
E

ExitUser

Gast
#10
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

erfüllst du überhaupt noch die voraussetzungen für eine EMR?.
Das erfährt sie doch durch den Bescheid, das muss man nicht unbedingt vorher klären.
Anträge kann man immer stellen, wenn man es möchte.
Klären muss man div. Sachen nur, wenn man einen Zwang zu einer Antragstellung abwenden möchte.
 

doppelhexe

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#11
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

wenn TE aber anhand dieser voraussetzungen selber schon sieht, das sie diese nicht erfüllt... dann ist die frage, ob so eine arbeitsaufnahme mit dem rentenantrag bzw. mit der bewilligung der rente kollidiert... aus dem weg.

dann kann er/sie die entscheidung, arbeit oder nicht, allein aus dem blickwinkel machbarkeit betrachten...
 

Doppeloma

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#12
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Hallo Feenzauber, :welcome:

habe das mal in einen besseren Bereich verlegt, es ist ja alles Andere als eine "Allgemeine Frage", wie ist das denn nun ausgegangen, du solltest dich ja schnell entscheiden ???

Gehe noch mal auf deinen ersten Beitrag ein, denn daraus ergeben sich für mich schon einige Nachfragen...

da ich schon lange krank bin, allerdings kein Einkommen habe wurde mir nahegelegt EMR zu beantragen
Wann hast du denn zuletzt versicherungspflichtige Einnahmen (aus Erwerbstätigkeit) gehabt und was war dann ...

Warst du AU bis zur Aussteuerung und danach im ALGI-Bezug, bis das auch verbraucht war ???

Wer hat dir denn wann empfohlen eine EM-Rente zu beantragen, das soll ja (im weitesten Sinne) ein Erwerbseinkommen ersetzen, wenn man aus gesundheitlichen Günden nicht mehr (weiter) arbeiten kann.

Bist du aktuell immer noch in ärztlicher Behandlung und (seit wann ca.) ohne Lücken AU geschrieben ... wenn nicht, wie lange hast du schon keine Nachweise mehr zu deiner Arbeits-Unfähigkeit ???

Anspruch auf AlG 2 habe ich nicht da ich Vermoegen in Form einer Lebensversicherung habe die aber nicht verleben will da ich sie mir als Rente angespart habe, Auszahlung allerdings vor Regelaltersrente, also kein Verwertungsausschluss.
Den kann man ja regeln (den Verwertungs-Ausschluss) und dann könntest du du trotzdem Anspruch auf ALG II haben ... in welchem Alter bist du denn aktuell ???

Jetzt dauert so ein Prozess ja meist, lange und ich muss ja von was leben.
Wovon lebst du denn aktuell und zahlst deine Krankenversicherung, wenn du die Versicherung nicht dafür einsetzen willst ?

Zeitgleich habe ich nun 2 Angebote bekommen:
a) Bürotätigkeit / Kinderbetreuung - duerfte wählen 450.-geringfuegig oder 452.- also SV pflichtig (ein selbst. Freund der mir helfen will)
Wenn du EM-Rente beantragt hast ist es sicher nicht günstig nun eine Arbeit aufzunehmen, ob das von der Sache her für dich machbar ist kannst du nur selbst entscheiden.

Da kannst du aber auch nicht AU geschrieben sein wenn du arbeiten gehst (auch nicht im Minijob oder knapp darüber) und warum sollte die DRV, dann annehmen müssen, dass du wegen Krankheit gar nicht arbeiten kannst ???

Zunächst mal ist man ja dann länger (und nachweislich vom behandelnden Atzt) Arbeits-UNFÄHIG ... ohne Krankenschein sieht dich die Rentenkasse als gesund an.

b) Telefonterminierung 30 Stunden also 6std. /tgl frei einteilbar/ Festvertrag
Wen und von wo sollst du da anrufen und wofür Termine vereinbaren ... das klingt so erst mal nicht "sehr seriös" ... :icon_kinn:
Habe selbst lange genug am Telefon gearbeitet, dass ist sehr stressig, sogar wenn man von den Kunden nur angerufen wird ... also nicht selbst dort anrufen muss (es sei denn auf Absprache direkt mit dem Kunden).

Bin verzweifelt da ich beides nur aus der Geldnot heraus in Erwägung ziehe,
Ich es aber sehr wahrscheinlich vom Gesundheitszustand her gar nicht schaffen kann.
Damit dürfte doch die Entscheidung bereits gefallen sein, aus reiner Geldnot würde wohl Mancher alles Mögliche versuchen, wovon er (eigentlich) schon vorher weiß, dass es nicht klappen KANN.

Möchte kein gravierenden Fehler begehen.
Das ist aber ein Fehler, sofern du überhaupt eine Aussicht haben solltest deinen Antrag auf EM-Rente durch zu bekommen, davon bin ich im Moment sowieso noch nicht so überzeugt.

Wer beweist, dass er arbeiten gehen kann, bekommt ganz sicher KEINE EM-Rente von der DRV bewilligt und gezahlt, dafür ist die auch nicht vorgesehen. :icon_evil:

Da kannst du deinen Antrag eigentlich direkt zurück nehmen ...

Das Angebot ist verlockend wenn ich es aber nicht schaffe und aufhören muss oder zb. die Auflage für die Termine nicht schaffe ist der RA vermutlich futsch UND der Job weg :(
Diese "Auflagen" schaffen nicht mal gesunde Leute auf längere Zeit ...

Bin ich verpflichtet dem potentiellen Arbeitgeber ueber Rentenantrag zu informieren?
Nein, wozu sollst du den informieren welche Anträge du so stellst, man wird in diesem Falle dann wohl direkt auf deine Mitarbeit verzichten.

Kein AG stellt jemanden ein, der aus gesundheitlichen Gründen eine Rente beantragt hat, das ist doch vollkommen widersinnig ...

Was wenn die RV eine Reha anordnet....
Dann musst du diese Reha machen oder man lehnt deinen Antrag (auf Rente) ab wegen fehlender Mitwirkung bei der Klärung deiner Erwerbsfähigkeit.

Wenn du noch nie eine Reha gemacht hast, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass man das einfordern wird, um zu entscheiden, ob es keinen anderen Weg mehr gibt als die EM-Rente ... bei der DRV gilt "Reha kommt VOR Rente" ...

Wie kann ich am Besten vorgehen ?
Sollte mich schnell entscheiden.
Es ist und bleibt DEIN Leben, diese Entscheidung können dir fremde Menschen in einem Internet-Forum auch nicht abnehmen ... :icon_evil:

In beiden Fällen kannst du keine AU-Bescheinigung mehr aufrecht erhalten und damit sinken deine Aussichten auf einen Erfolg beim Antrag an die DRV eigentlich schon auf den "Null-Punkt" ...

Wenn du schon sehr lange aus der Versicherungs-Pflicht bist und gar keine AU-Bescheinigung mehr haben solltest, kann es sogar sein, dass ein Anspruch auf EM-Rente gar nicht mehr besteht.

Hast du mal Renten-Informationen bekommen, wann zuletzt und was steht darin im Bezug auf eine EM-Rente für dich ... ???

Ich denke mal es wäre wichtiger erst mal die Fragen zu klären, ob du überhaupt noch Anspruch haben kannst auf eine EM-Rente, sonst haben sich alle anderen Fragen eigentlich bereits erledigt.

MfG Doppeloma
 

Muzel

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#13
AW: Beschaeftigungsaufnahme während EMR Rentenantrag läuft ?

Das Rentenrecht ist sehr kompliziert. Ich bin auf Grund eines Gesetzes, was keine Beratungsstelle kannte in EM Rente gegangen.

Ich rate zur äußersten Vorsicht.
 

Feenzauber

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#14
Das Rentenrecht ist sehr kompliziert. Ich bin auf Grund eines Gesetzes, was keine Beratungsstelle kannte in EM Rente gegangen.

Ich rate zur äußersten Vorsicht.
@Munzel
um welches Gesetz handelt es sich dabei ?
 

Feenzauber

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#16
wie lange bist du denn schon krank und ohne einkommen?
erfüllst du überhaupt noch die voraussetzungen für eine EMR?
Seit 18 Monaten .
Ja die sind erfüllt.


AL
... mit krankschreibung kannst du dich ja nicht mal bei der AfA arbeitsuchend melden um pflichtzeiten zu sammeln...
Bin nicht krankgeschrieben. Bekomme ich Pflicht Zeiten wenn ich jetzt mit 1,5jahren Lücke zum Jobcenter gehe?
 

doppelhexe

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#17
Seit 18 Monaten .
Ja die sind erfüllt.
wenn du seit 18 monaten nirgends gemeldet bist, weder arbeitsuchend ohne leistungsbezug noch ALg2 ... dann erfüllst du grade noch so die voraussetzungen

Sie sind mindestens 5 Jahre versichert, wovon Sie in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre im Rahmen einer Beschäftigung oder Tätigkeit Pflichtbeiträge bezahlt haben müssen. Wichtig für Familien: Kindererziehungszeiten zählen als Pflichtbeitragszeiten.
es wurden ja seit 18 monaten keine pflichtzeiten mehr gemeldet...

Bin nicht krankgeschrieben. Bekomme ich Pflicht Zeiten wenn ich jetzt mit 1,5jahren Lücke zum Jobcenter gehe?
ohne krankschreibung in die rente zu wollen ... da hast du dir was vorgenommen... nicht falsch verstehen, aber warum sollte die DRV jemandem eine rente zahlen, der bis zur antragstellung nachweislich nicht krank geschrieben war? die werden sich mit allem wehren, was zur verfügung steht... da seh ich schwarz...

aus dem ALG2 heraus werden nur zeiten gemeldet, wenn man lückenlos (auch beitragsfrei) pflichtversichert war... ist bei dir nicht mehr der fall...
 

Feenzauber

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#18
ohne krankschreibung in die rente zu wollen ... da hast du dir was vorgenommen... nicht falsch verstehen, aber warum sollte die DRV jemandem eine rente zahlen, der bis zur antragstellung nachweislich nicht krank geschrieben war? die werden sich mit allem wehren, was zur verfügung steht... da seh ich schwarz...
Ohne AU keine Chance ? Der Arzt wollte mich schreiben dachte brauchs nicht da ich ja kein AG habe.
 

doppelhexe

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#19
Ohne AU keine Chance ? Der Arzt wollte mich schreiben dachte brauchs nicht da ich ja kein AG habe.
das hab ich nicht geschrieben!!!

die frage dabei ist, ob der arzt dch in rente sieht, also den rentenantrag unterstützt, weil du "krank genug" für die rente bist, aus seiner sicht...

ohne die ärzte im rücken wirds echt schwer, sich gegen die DRV durchzusetzen. denn die müssen ja auskunft an die DRV geben.
 

Feenzauber

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#20
wie ist denn die Regelung zur Erwerbsfähigkeit genau? ich mein da was gelesen zu haben sofern man nicht mehr in der Lage ist über einen längeren Zeitraum mehr als 1/7 der Bezugsgroesse zu erwerben..stimmt das ?

Da kannst du aber auch nicht AU geschrieben sein wenn du arbeiten gehst (auch nicht im Minijob oder knapp darüber) und warum sollte die DRV, dann annehmen müssen, dass du wegen Krankheit gar nicht arbeiten kannst ???
Noch geh ich nicht arbeiten. Es arbeiten doch viele EU Rentner im minijob oder Teil EU ?

Wen und von wo sollst du da anrufen und wofür Termine vereinbaren ... das klingt so erst mal nicht "sehr seriös" ... :icon_kinn:
Potenzielle Gewerbekunden, Termine für den Außendienst.

Wer beweist, dass er arbeiten gehen kann, bekommt ganz sicher KEINE EM-Rente von der DRV bewilligt und gezahlt, dl. :icon_evil:
im Antrag wird doch auch gefragt wieviel Stunden man noch arbeiten kann. Im Fall einer Teil EU gehen die Leute doch auch noch arbeiten ?

Wovon soll ich leben ?

habe das mal in einen besseren Bereich verlegt, , wie ist das denn nun ausgegangen, du solltest dich ja schnell entscheiden ???
Hab noch Aufschub bis morgen bzw.Samstag für Job 2

Wann hast du denn zuletzt versicherungspflichtige Einnahmen (aus Erwerbstätigkeit) gehabt und was war dann ...
Warst du AU bis zur Aussteuerung und danach im ALGI-Bezug, bis das auch verbraucht war ???
Nein beschäftigt bis 02-16 dann KG bis 09-16.

Bist du aktuell immer noch in ärztlicher Behandlung und (seit wann ca.) ohne Lücken AU geschrieben ... wenn nicht, wie lange hast du schon keine Nachweise mehr zu deiner Arbeits-Unfähigkeit ???
Ja bin ich.
seit 10-2016 kein Nachweis.

Den kann man ja regeln (den Verwertungs-Ausschluss) und dann könntest du du trotzdem Anspruch auf ALGII haben ... in welchem Alter bist du denn aktuell ???
45

Wovon lebst du denn aktuell und zahlst deine Krankenversicherung, wenn du die Versicherung nicht dafür einsetzen willst ?
Ersparnisse die nun aufgebraucht.

Kein AG stellt jemanden ein, der aus gesundheitlichen Gründen eine Rente beantragt hat, das ist doch vollkommen widersinnig ...[/ QUOTE]

Es werden doch auch EM Rentner eingestellt ?

In beiden Fällen kannst du keine AU-Bescheinigung mehr aufrecht erhalten und damit sinken deine Aussichten auf einen Erfolg beim Antrag an die DRV eigentlich schon auf den "Null-Punkt" ...

Hast du mal Renten-Informationen bekommen, wann zuletzt und was steht darin im Bezug auf eine EM-Rente für dich ... ???
JA hab ich, die Rentenhoehe, Hinzuverdienstgrenzen.

Ich denke mal es wäre wichtiger erst mal die Fragen zu klären, ob du überhaupt noch Anspruch haben kannst auf eine EM-Rente, sonst haben sich alle anderen Fragen eigentlich bereits erledigt.
ja der besteht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Tica

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#21
@Feenzauber

Das ist verzwickt. Und ich verstehe Dich. Aber...

Wenn Du keine Ersparnisse mehr hast und eigentlich wegen Krankheit nicht mehr arbeiten kannst, dann würde ich zum Jobcenter gehen und Hartz IV beantragen.

Die Frage, ob man da gleich angibt/angeben sollte, dass man beabsichtigt EM-Rente zu beantragen, kann Dir sicher Doppeloma besser beantworten.

Ob Du Dich noch für eine bestimmte Zeit erwerbsfähig hältst oder nicht, musst Du selber einschätzen können. Also auch regelmäßig erwerbsfähig.

Ich für mein Fall habe die Rente beantragt, als es nicht mehr ging. Geldnot/Geldmangel hätte mich auch nicht zu stundenweisen Jobs befähigt. Dafür gab es Hartz IV.
 

Feenzauber

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#22
@Feenzauber

Das ist verzwickt. Und ich verstehe Dich. Aber...

Wenn Du keine Ersparnisse mehr hast und eigentlich wegen Krankheit nicht mehr arbeiten kannst, dann würde ich zum Jobcenter gehen und Hartz IV beantragen.

Die Frage, ob man da gleich angibt/angeben sollte, dass man beabsichtigt EM-Rente zu beantragen, kann Dir sicher Doppeloma besser beantworten.
Dem steht meine Versicherung im Weg.
Ausserdem habe ich Bedenken mein Anspruch auf EMR ganz zu verlieren in Kürze wg der vorversicherungszeit.

Kann ich denn AU zum Jobcenter ? Also besteht da dann leistungsanspruch auf Alg2 oder ist das dann Grundsicherung ?

Ja muss ich dort angeben dass ich RA gestellt habe ?
 

Tica

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#23
Also Grundsicherung ist nur für unbefristete EM-Rentner.

Welche Versicherung von Dir steht wem oder was entgegen??
 

saurbier

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#25
Liebe Feenzauber,

und wieder jemand der eine Lebensversicherung lieber nicht vom Amt wohlmöglich verwertet sehen möchte, gleichwohl da ja Freibeträge vorhanden sind wie z.B. bei der reinen Altersicherung in höhe von max. 13.000,-€, plus max. 10.000,-€ für einen PKW und dann noch dem Hausrat etc.. Da wäre doch zumindest vorab mal eine gute anwaltliche Beratung von einem Fachanwalt wichtig. (buzer § 12 SGB II)

Ich kann nicht verstehen welche Rechnung ihr da für euch selber auf macht.

Wenn ihr wegen der Versicherung auf ALG-II (Grundsicherung + Kosten der Unterkunft + Krankenversicherung) und noch einiges mehr freiwillig verzichtet, steht ihr euch doch im Endeffekt viel schlechter da.

Wovon lebst du denn jetzt, gibt dir einer Geld zum Überleben, oder zehrst du dein bisheriges Vermögen (Versicherung) Stück für Stück auf.

Was hast du denn dann noch von deiner Versicherung übrig, bzw. was bleibt dir da fürs Alter.

Leute - ich finde das ist doch eine Milchmädchen Rechnung.

Und die Versicherung dürfte eh nicht mehr fürs Alter existieren, oder ist sie so hoch?

Schon mal daran gedacht.

Lass dir von einem Fachanwalt (Sozialrecht) oder gar deiner versicherung selbst dabei helfen, soviel wie möglich von deiner Versicherung fürs Alter zu behalten.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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#26
Hallo Feenzauber,

wie ist denn die Regelung zur Erwerbsfähigkeit genau? ich mein da was gelesen zu haben sofern man nicht mehr in der Lage ist über einen längeren Zeitraum mehr als 1/7 der Bezugsgroesse zu erwerben..stimmt das ?
Welche Bedingungen dazu führen, dass man eine EM-Rente bekommen würde, steht alles genau auf den Seiten der DRV und hier auch schon in sehr vielen Beiträgen dazu.

Eine EU-Rente gibt es schon seit 2001 überhaupt NICHT mehr und wie viel du noch verdienst / oder verdienen könntest interessiert bei der DRV Niemanden dafür.

Eine Rente wegen Erwerbsminderung (wie die seit 2001 heißt) gibt es nur aus rein gesundheitlichen Gründen und das prüft die Rentenkasse selber mit deinen Arztberichten, in einer Reha (auch zusätzlich) und mit ihren eigenen Gutachtern.

Wenn man dann meint, dass du nur noch weniger als 6 aber noch mehr als 3 Stunden arbeiten kannst, dann bekommst du mit viel Glück einer Teilweise EM-Rente (50 % der EM-Vollrente) und wenn man meint du kannst nur noch weniger als 3 Stunden täglich arbeiten, NUR dann käme eine EM-Vollrente in Frage.

Wenn du vor hast eine Beschäftigung von 30 Wochenstunden aufzunehmen, dann bist du aus Sicht der Renten-Gesetze (6 und mehr Stunden täglich) bereits VOLLZEIT Erwerbsfähig und bekommst überhaupt KEINE Rente. :icon_evil:

Dann nützen dir auch die erfüllten Versicherungszeiten nichts mehr.

Du bist NICHT Erwerbsgemindert in diesem Falle ...

Niemand bekommt bei Vollzeit-Arbeit (also auch schon ab 6 Stunden täglicher Arbeitszeit) eine EM-Rente ... :icon_evil:

Wenn EM-Rentner arbeiten, dann machen die in der Regel höchstens einen Minijob (unter 15 Wochenstunden), sonst wird ihnen die Rente nämlich wieder gekürzt oder sogar entzogen ...
Wer noch genug (Stunden täglich !!!) arbeiten KANN der bekommt keine Rente wegen Erwerbsminderung. :icon_evil:

Was reguläre Altersrentner machen (dürfen) ist eine ganz andere Frage, die bekommen ja ihre Rente nicht aus gesundheitlichen Gründen, das darf man nicht alles in einen Topf werfen.

Mit 45 Jahren wird die DRV ganz sicher andere Einfälle haben als dir eine EM-Rente zu zahlen, wenn du nicht mal AU geschrieben warst die letzte Zeit, wie willst du da begründen können, dass du wegen Krankheit nicht gearbeitet hast ??? :icon_kinn:

Die Fragen im Antrag dazu sind normal, die DRV will ja auch wissen wie man das selber so sieht und wer dann hinschreibt, dass er meint noch 6 Stunden arbeiten zu können, der ist gewiss nicht krank genug, um EM-Rente zu bekommen.

Ohne Erwerbs-Einkommen zu Hause zu sein ist ja nicht verboten in D, wer sich das leisten kann (oder leistet) ohne ernstzunehmende Krankheitsnachweise zu besitzen, der muss ja nicht arbeiten gehen.

Du schreibst leider nicht, ob du überhaupt regelmäßig bei Ärzten in Behandlung bist, denn ohne solche Nachweise (wenigstens) wird sich die DRV nicht lange mit deinem Antrag aufhalten.

Hier sind viele User, die mit schweren Krankheiten noch jahrelang kämpfen mussten, ehe die DRV das anerkannt hat ... da gehöre ich auch dazu und war fast 4 Jahre AU geschrieben, bis das dann am Gericht entschieden wurde.

Deine Vorstellungen davon wie man zur EM-Rente kommen könnte scheinen eher sehr naiv zu sein, die bekommt man nicht so leicht, um eine finanzielle Lebensbasis zu haben ganz sicher nicht.

Wenn der AG dir so viel Zeit gibt darüber nachzudenken, dann ist das ganz sicher KEINE seriöse Tätigkeit, woher kennt der denn diese "potenziellen" Geschäftskunden bei denen du dann Termine machen sollst wofür auch immer ???

Das nennt man "Kalt-Aquise" und die ist auch bei Geschäftsleuten verboten, wenn sie solche Anrufe (wahrscheinlich) gar nicht wünschen.
Dafür finden sich natürlich auch wenige Bewerber, die nicht sehr schnell schon am Telefon den entsprechenden Ärger bekommen wollen ...

Warum sollte dich jemand einstellen wollen, wenn er weiß, dass du eigentlich eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragt hast, die noch nicht entschieden wurde ... ?

Da macht der sich sehr wahrscheinlich schon seine Gedanken wie belastbar du sein wirst gesundheitlich und dass du wahrscheinlich nicht lange dort arbeiten wirst, wenn du die Rente bekommen würdest ...

Wenn ihm das egal ist wäre das höchstens ein Zeichen, dass die Fluktuation dort so stark ist, dass sowieso keiner lange diesen Job macht.

Alles sehr undurchsichtig was du dir da vorstellst und wenn du wirklich so krank bist, dass du die EM-Rente brauchst, dann denkt man nicht mehr darüber nach vielleicht einen fast "Vollzeit-Job" anzunehmen.

MfG Doppeloma

PS: Bitte schau dir an wie man richtig zitiert und schreibe nicht deine Antworten stückweise einfach in Zitate rein, das ist sehr unübersichtlich und erschwert das Antworten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Muzel

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#27
Ich brauchte die Wartezeit nicht aufgrund des HHG, StrReha, VwRehaG und BerRehaG nicht zu erfüllen. Es ist schon sehr seltsam, dass im Regierungsbezirk Düsseldorf 9000 Leute nach § 17a StrRehaG Rente bekommen und keiner diese Gesetze kennt.
 

Feenzauber

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#28
@saurbier
Liebe Feenzauber,

und wieder jemand der eine Lebensversicherung lieber nicht vom Amt wohlmöglich verwertet sehen möchte, gleichwohl da ja Freibeträge vorhanden sind wie z.B. bei der reinen Altersicherung in höhe von max. 13.000,-€, plus max. 10.000,-€ für einen PKW und dann noch dem Hausrat
woher hast du die 13.000?
Ich dachte 750xlebensjahre? Dann ist das ja noch weniger ?
10.000 für Pkw? Ich hatte von 7500"gelesen.
Habe keinen.
LG Fernzauber
 

Feenzauber

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#29
..
Wer noch genug (Stunden täglich !!!) arbeiten KANN der bekommt keine Rente wegen Erwerbsminderung.
Kann ich ja nicht:( wenn ich ein Tag 4Stunden gearbeitet hab brauch ich wieder 1-2Tage um wieder einigermaßen zu funktionieren.


Mit 45 Jahren wird die DRV ganz sicher andere Einfälle haben als dir eine EM-Rente zu zahlen, wenn du nicht mal AU geschrieben warst die letzte Zeit:
Das wird schwer nachzuweisen ja. Was für Einfälle denn ?
Du schreibst leider nicht, ob du überhaupt regelmäßig bei Ärzten in Behandlung bist, denn ohne solche Nachweise (wenigstens) wird sich die DRV nicht lange mit deinem Antrag aufhalten.
Regelmaessig nur beim Schmerzarzt. Du meinst Nachweis durch dem Arzt könnte reichen?
 
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Doppeloma

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#30
Hallo Feenzauber,

Kann ich ja nicht:( wenn ich ein Tag 4Stunden gearbeitet hab brauch ich wieder 1-2Tage um wieder einigermaßen zu funktionieren.
Das ist deine private Einschätzung und durch NICHTS bisher medizinisch bewiesen, du arbeitest ja schon lange nicht mehr, da kennst du deine reale Belastbarkeit aktuell wahrscheinlich selber nicht genau.

Andererseits willst du eine 30-Stunden-Woche angehen, wenn du schon weißt (zumindest für dich selber), dass es nicht funktionieren wird ...

Bei 30 Wochenstunden arbeitest du ja nich einen Tag höchstens 4 Stunden und hast dann ein paar Tage frei zur Erholung, es gnügt aber der DRV nicht ernsthaft das so in den Antrag zu schreiben, wenn man gerade überhaupt nicht arbeitet und auch keinen (laufenden) Krankenschein als Begründung dafür hat.

Das wird schwer nachzuweisen ja. Was für Einfälle denn ?
Das kannst du nachträglich überhaupt nicht mehr nachweisen, AU-Bescheinigungen darf kein Arzt für längere Zeit rückwirkend ausstellen.
Wenn die DRV bei der KK nachfragt für den Renten-Antrag wie lange du schon krank bist, dann finden die keine AU für dich und werden der DRV das mitteilen.

Man kann dich auch in einen anderen Beruf "umschulen" wollen oder einfach etwas Geld "spendieren" für einen Arbeitgeber, der dich ainstellt so wie du bist ... das nennt sich LTA (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) und wird IMMER vorrangig geprüft, besonders in deinem Alter.

Immerhin sollst du (eigentlich) noch 22 Jahre arbeiten und in die Rentenkasse einzahlen können, da wird man zunächst ALLES versuchen eine Berentung zu verhindern.

Regelmaessig nur beim Schmerzarzt. Du meinst Nachweis durch dem Arzt könnte reichen?
Ich kann nicht beurteilen "ob das reichen könnte", was meint denn dein Arzt dazu, sieht der auch keinen anderen Weg als eine EM-Rente ... zu entscheiden hat der das allerdings auch nicht. :icon_evil:

Mir wurde eine mechanische Herzklappe eingesetzt, ich war fast 4 Jahre AU geschrieben als Krankengeld und ALGI abgelaufen waren hat das bei der DRV noch immer "NICHT gereicht" und ich war bei mehreren Fachärzten in ständiger Behandlung.

Musste zur Reha, wo man mich auch für gesund genug erklärt hat zu arbeiten und wurde zu DRV Ärzten geschickt die mich begutachtet haben, die meinten auch ich sei gesund genug und brauche keine EM-Rente ...

Zu der Zeit hatte ich bereits fast 40 Jahre gearbeitet und war Ende 50 ... vielleicht erkennst du so besser wie gering deine Chancen mit deinen aktuellen Voraussetzungen sein könnten, die DRV zu überzeugen, dass du nicht mehr arbeiten KANNST für deinen Lebensunterhalt.

Weil du mal wieder Geld brauchst ist jedenfalls KEIN ausreichennder Grund dafür.

MfG Doppeloma
 

Tica

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#31
@Feenzauber

Der Fehler mit dem Nicht-krank-schreiben-lassen ist ja nun gemacht.
Aber es kann sicher nicht schaden, wenn Dein Arzt der DRV mitteilt, dass er Dich AU geschrieben hätte bzw. Du AU warst, Du aber aus den genannten Gründen darauf verzichtet hast.

Vermutlich wird Dir erst einmal eine Reha oder ähnliches gegeben, um Dein Leistungsvermögen festzustellen.
Wobei das dann wieder subjektiv ist. Viele werden als arbeitsfähig entlassen und können eigentlich nicht arbeiten.

Auf jeden Fall wirst Du Dich auf einen langen Kampf einrichten müssen. Lass Dich auch von einem Fachanwalt beraten, damit keine weiteren Fehler dazu kommen.
Und eine umgehende Krankschreibung nicht vergessen.

Deine Äußerung, dass Du nach einem Tag arbeiten (4 Stunden) wieder Pause brauchst zeigt Dir doch, dass Du eigentlich nicht mehr berufstätig sein kannst.
 

saurbier

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#32
Hallo Feenzauber,

deine frage dürfte sich doch aus § 12 SGB II erklären, als da wären:
1.)
geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen, soweit die Inhaberin oder der Inhaber sie vor dem Eintritt in den Ruhestand auf Grund einer unwiderruflichen vertraglichen Vereinbarung nicht verwerten kann und der Wert der geldwerten Ansprüche 750 Euro je vollendetem Lebensjahr der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person und deren Partnerin oder Partner, höchstens jedoch jeweils den nach Satz 2 maßgebenden Höchstbetrag nicht übersteigt,
2.)
nach dem 31. Dezember 1963 geboren sind, darf der Grundfreibetrag nach Satz 1 Nr. 1 jeweils 10.050 Euro und der Wert der geldwerten Ansprüche nach Satz 1 Nr. 3 jeweils 50.250 Euro
Allerdings sofern du jetzt noch weiterhin einen Betrag aufzehre mußt, sollte man nicht vergessen das da die Zeit gegen dich läuft.

Je länger du dich von einer früheren Anspruchberechtigung seitens der DRV entfernst, je schlechter sieht es für deine Frühverrentung aus.

Hier müssen sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt worden sein. Wer du zum Beispiel aufgrund deiner Erkrankung bzw. Auszeit nun längere Zeit keine Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hast, verliert unter Umständen deinen Anspruch.

Dann ist nichts mehr mit einer Frührente.

Das mal grundsätzlich dazu.

Als nächstes wäre wie Doppeloma ja eh schon ausgeführt hat, daß für die DRV vom Grunde her grundsätzliches gilt - wer nicht vorher durch Unfall oder langwierige Erkrankung mit medizinischer Begleitung (Arzt/Ärzte) sich in Behandlung befand aus der sich auch eine Arbeitsunfähigkeit (attestiert) ergab, für den sieht es sehr schlecht aus.

Sowas kann man leider auch naträglich nicht mehr herbei zaubern, vor allem wenn es auf eigene Versäumnisse beruht.

Und bei einem doch jüngeren Menschen (45) wie dich, da stellt die DRV leider noch viel höhere Hürden, denn man könnte ja ggf. immer noch in einem leichteren Beruf/Tätigkeit Erwerbseinkommen erzielen, z.B. mittels Umschulung etc..

Nebenbei sei mal angemerkt, daß deine persönlichen gesundheitlichen Befindlichkeiten bzw Einschätzungen leider keinerlei relevanz haben, da zählen nur medizinische Aussagen.

Da du ja schon schreibst, daß du dich seit langem in schmerztherapeutischer Behandlung befindest, müsste man hier mal fragen, warum dich der Arzt bisher noch nicht so Krank gesehen hat das er eine Reha bei der DRV beantragt hat.

Gibt es da ggf. relevante Fakten die wir hier so nicht kennen, welche ihn wohlmöglich bisher nicht dazu veranlasst haben könnten (z.B. fehlende berufliche Tätigkeit).

Ich möchte mich da schon eher der Aussage von Doppeloma anschließen, daß ich für dich so leider eher sehr schlechte Möglichkeiten für eine Frühverrentung durch die DRV sehe.

Aber Wunder gibt es ja immer wieder, erst recht bei der DRV.


Grüße saurbier
 

Feenzauber

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#33
@saurbier
Da du ja schon schreibst, daß du dich seit langem in schmerztherapeutischer Behandlung befindest, müsste man hier mal fragen, warum dich der Arzt bisher noch nicht so Krank gesehen hat das er eine Reha bei der DRV beantragt hat.*

Gibt es da ggf. relevante Fakten die wir hier so nicht kennen, welche ihn wohlmöglich bisher nicht dazu veranlasst haben könnten (z.B. fehlende berufliche Tätigkeit).
Wie ist das genau gemeint mit fehlende berufliche Tätigkeit ?
Ich war beschäftigt bis 01-16
 
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Kerstin_K

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#34
Ich glaube Suarbir meint das so, dass der Arzt Dir schon längst zu Rentenantrag geraten hätte, wenn Du noc in Arbeit wärst.
 

Feenzauber

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#35
Leistungen zur Teilhabe - wie funktioniert das ?

Ich glaube Suarbir meint das so, dass der Arzt Dir schon längst zu Rentenantrag geraten hätte, wenn Du noc in Arbeit wärst.
Achso, dachte das geht aus der Treadfragestellung und dem ersten Post schon hervor dass ich es
nicht bin .

Kann mich die DRV trotzdem in Rehabilitation schicken ? Oder zur Umschulung ?
Die Leistungen zur Teilhabe- ich dachte das geht über jobcenter ?
Kann man ggf den Arbeitgeber evtl. vorschlagen ?
 
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Kerstin_K

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#36
Wer der Kostenträger ist für eine eventuelle Umschulung oder LTA, das richtet sich danach, wie lange Du schon Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt hast. Wenn Du mindestens 5 Beitragsjahre hast, dann läuft eien LTA immer über die DRV. Auch wenn Du den Antrag bei der AfA stellen würdest, würden die den weiterleiten an die DRV.

Wie willst Du denn einen Arbeitgeber vorschlagen? Ein Arbeitgeber enscheidet immer noch selber, ob er einen Vertra mit Dir abschliessen möchte oder nicht.
 

Feenzauber

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#37
Wie willst Du denn einen Arbeitgeber vorschlagen? Ein Arbeitgeber enscheidet immer noch selber, ob er einen Vertra mit Dir abschliessen möchte oder nicht.
Klar entscheidet er. Ich meinte wird der AG von der DRV bestimmt ?
Wenn ich ein AG habe der mich einstellen wuerde wie läuft das dann ?
 

Kerstin_K

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#38
Den Arbeitgeber muss mab selber suchen. Die DRV prueft dann, ob der Arbeitsplatz leidensgerecht ist.
 

saurbier

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#39
Sorry Leute,

aber wir stochern hier doch nur noch herum.

Warum legt uns Feenzauber nicht mal handfeste Fakten auf den "Tisch", damit wir einen passenden Lösungsvorgang vorbringen können anstatt hier etwas und da etwas, was dann irgendwie doch wieder nicht ist, weil es zu den Fakten nicht paßt.

Und bevor Feenzauber wieder fragt was ich meine mal Tacheles:

Beschreib uns die Vorgeschichte mal etwas ausführlicher, also wieviel Stunden hast du vor der Erkrankung gearbeitet und wie lange, welche Ärzte behandeln dich seit wann und wie lange liegt wenn überhaupt eine AU vor. Handelt es sich um eine Versicherung zur generellen Altersvorsorge mit vorzeitigem Verwertungsausschluß oder was.

Ohne eine Vorgeschichte kommt nicht viel Hilfreiches zustande.

Deine kurze Feststellung das du von 01-16 gearbeitet hast, sagt leider wenig aus, denn regulär würde sich aus einer derartigen Beschäftigung a) im Falle einer Erkrankung ein 78wöchiges KG ergeben und b) im Anschluß auf jeden Fall (dein Alter zugrunde gelegt) 12 Monate ALG-I - aber niemals jetzt schon ein ALG-II Anspruch bei welchem du dein Vermögen verwerten mußt.

Ich hoffe du verstehst!

Ich glaube Suarbir meint das so, dass der Arzt Dir schon längst zu Rentenantrag geraten hätte, wenn Du noc in Arbeit wärst.
Ganz genau, so sieht es aus - danke Kerstin_K -, wer nicht über einen längeren Zeitraum arbeitsfähig ist, da können auch die behandelnden Ärzte einen Antrag für eine medizinische Reha ausfüllen, den man dann an die KK weiter leitet.



Grüße saurbier
 

Feenzauber

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#40
Warum legt uns Feenzauber nicht mal handfeste Fakten auf den "Tisch", damit wir einen passenden Lösungsvorschlag machen können.

Beschreib uns die Vorgeschichte mal etwas ausführlicher, also wieviel Stunden hast du vor der Erkrankung gearbeitet und wie lange, welche Ärzte behandeln dich seit wann und wie lange liegt wenn überhaupt eine AU vor. Handelt es sich um eine Versicherung zur generellen Altersvorsorge mit vorzeitigem Veerwertungsausschluß oder was.
zulletzt habe ich 20 Stunden gearbeitet, die letzten 9,5 Jahre.
Ärzte sind derzeit nur Schmerzarzt und gelegentlich Orthopäde.
AU seit 02/16, wie gesagt keine AU Bescheinigung da ich dachte brauch keine
Ohne AG.
Eine kapital Lebensversicherung,, kein Verwertungsausschluss ,läuft 2027 aus.( sowie eine lv auf Rentenbasis, Kein verwertungsausschluss, ist stillgelegt keine Beitragszahlung)

Deine kurze Feststellung das du vor 01-16 gearbeitet hast, sagt leider wenig aus, denn regulär würde sich aus einer derartigen Beschäftigung a) im Falle einer Erkrankung ein 78wöchiges KG ergeben und b) im Anschluß auf jeden Fall (dein Alter zugrunde gelegt) 12 Monate ALG-I - aber niemals jetzt schon ein ALG-II Anspruch bei welchem du dein Vermögen verwerten mußt.
KG endete nach 7 Monaten , mit Begründung von KK Gesundheitszustand hätte sich verbessert was nicht so war. (War bei einem neuen Arzt der eine Aussage von mir fehlinterpretierte) Hab aber kein Widerruf gemacht und bin nicht zur AFA gegangen wegen der Schmerzen, wollte die Zusatzbelastung nicht.
Das war natürlich falsch.

Ganz genau, so sieht es aus - danke Kerstin_K -, wer nicht über einen längeren Zeitraum arbeitsfähig ist, da können auch die behandelnden Ärzte einen Antrag für eine medizinische Reha ausfüllen, den man dann an die KK weiter leitet.
Geht das auch während ein Rentenantrag läuft ?
Schmerzarzt will mich in Schmerzklinik schicken.
Nichts desto trotz geht mir auch das Geld aus und in Kuerze steh ich ohne soziale Absicherung da.
Was kann es ich tun ?

LG Feenzauber
 

saurbier

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#41
Hallo liebe Feenzauber,

du bist 45 Jahre,
hast die letzten 9,5 Jahre 20 Stunden tägl. gearbeitet.

Deine behandelnden Ärzte sind derzeit nur ein Schmerzarzt und gelegentlich ein Orthopäde.

AU bist du seit 02/16, aber wie gesagt ohne AU Bescheinigung, da du dachtest das du diese ohne AG nicht brauchst.

Du hast eine Kapital Lebensversicherung, die keinen Verwertungsausschluss hat und die 2027 aus läuft. Dazu eine Lebensversicherung auf Rentenbasis, die ebenfalls keinen verwertungsausschluss hat, aber still gelegt ist mangels Beitragszahlung).

KG endete nach 7 Monaten , mit Begründung von KK Gesundheitszustand hätte sich verbessert was nicht so war. (War bei einem neuen Arzt der eine Aussage von mir fehlinterpretierte) Hab aber kein Widerruf gemacht und bin nicht zur AFA gegangen wegen der Schmerzen, wollte die Zusatzbelastung nicht.
Das war natürlich falsch.
Na ja, da dürfte dann wohl doch schon der erste grobe Schnitzer deinerseits passiert sein, indem du so einfach die Aufhebung des KG durch die KK zugelassen hast. Dagegen hättest du in Widerspruch gehen müssen - wenn du doch nicht gesund warst. Warum nicht? Dadurch hast du 1.) sehr viel KG-Leistung und 2.) vor allem deine soziale Absicherung übers KG verschenkt.

Warum bitte schön bist du dann nicht wieder zur Arbeit gegangen und hast versucht diese wieder aufzunehmen. Wäre das dann wegen deiner Schmerzen gescheitert, hätte dich ein Arzt doch erneut AU schreiben können/dürfen.

Geht das auch während ein Rentenantrag läuft ?
Hast du denn jetzt einen Rentenantrag bei der DRV gestellt.

Schmerzarzt will mich in Schmerzklinik schicken.
Nun ja, wenn der Schmerztherapeut dies für notwendig hält, kann er logischer Weise auch eine Überweisung dafür tätigen. Da wäre dann natürlich zuerst mal die Frage ob du überhaupt dazu bereit wärst für einige Wochen in solch eine Therapie zu gehen, aber auch ob die KK bereit ist die Kosten dafür zu übernehmen, denn die sah/sieht dich ja (siehe oben) eigentlich für so gesund das du wieder arbeiten kannst.

Ggf. wird dich die KK dann erst einmal zum MdK schicken um das abklären zu lassen.

Nichts desto trotz geht mir auch das Geld aus und in Kuerze steh ich ohne soziale Absicherung da.
Tja, daß ist nun leider ein Problem was du dir ja mal leider selber eingebrockt hast, nachdem du gegen die Streichung deines KG nicht in Widerspruch gegangen bist und offensichtlich ja wohl auch deine Arbeit nicht wieder aufgenommen hast.

Wer zahlt eigentlich die ganze Zeit deine KK, denn Arbeitslos hast du dich ja im Oktober 2016 nicht gemeldet und sozialversicherungspflichtig arbeiten gehst du ja offensichtlich auch nicht.

Damit wärst du nun bereits seit gut 14 Monaten aus dem Sozialsystem raus.

Wovon lebst du, von der Verwertung deiner Lebensversicherung.

Was kann es ich tun ?
Wohl eine sehr gute Frage, vor allem wenn man sieht wie das Kind Stück für Stück tiefer in den Brunnen gefallen ist, nur weil DU es hast immer weiter fallen lassen.

Heute bliebe dir wohl nicht viel mehr übrig, als tatsächlich dein Vermögen (Lebensversicherung) auf zu zehren, bis das du wieder einen Rechtsanspruch auf ALG-II (so gut wie Mittellos) hättest.

Ob deine Hoffnung auf eine Rente dir wirklich weiter helfen würde, daß mag ich Arg bezweifeln, denn bisher sehe nirgends echte Anhaltspunkte die eine EMR rechtfertigen würden, denn für diese sind die Hürden bei der DRV leider sehr hoch gesteckt.

Man überlege mal, daß hier viele über Jahre hinweg um ihre EMR vor Gericht kämpfen müssen, gleichwohl sie unzählige ärztliche Atteste vorliegen haben nach welchen sie nicht mehr voll Erwerbsfähig sind.

Du hast bisher aktuell noch nicht mal eine AU und hast dazu in der Vergangenheit ja auch nichts gegen die Aufhebung des KG unternommen.

All dies wird die DRV natürlich aus deinen Krankenakten seitens der KV erfahren. Was glaubst du nun, wie die DRV da über einen Rentenantrag deinerseits entscheiden wird.

Nur weil du von 02/2016 - 09/2016 AU warst, soll dir die DRV jetzt eine EMR bewilligen.

Mal ganz nebenbei, bevor die DRV eine volle EMR bewilligt, gäbe es immer noch die Möglichkeit einer Teil-EMR (3-6 Std./tägl.). Aber davor käme dann zuerst einmal mit Sicherheit eine Rehabilitationsmaßnahme um festzustellen a) was dir gesundheitlich fehlt und b) in wie weit dich dies in einer Erwerbsfähigkeit überhaupt einschränkt. Danach könnte dann in Anbetracht deines Alters eine Berufsfindungsmaßnahme kommen, denn da du noch so jung bist könnte auch eine Umschulung möglich sein.

Der Weg in eine Rente ist heute lang - sehr sehr lang.


Grüße saurbier
 

Feenzauber

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#42
Reha, Berufsfindungsmassnahme, Umschulung während EM R Antrag

Danke lieber saurbier,

Dagegen hättest du in Widerspruch gehen müssen - wenn du doch nicht gesund warst. Warum nicht? Dadurch hast du 1.) sehr viel KG-Leistung und 2.) vor allem deine soziale Absicherung übers KG verschenkt.

Warum bitte schön bist du dann nicht wieder zur Arbeit gegangen und hast versucht diese wieder aufzunehmen. Wäre das dann wegen deiner Schmerzen gescheitert, hätte dich ein Arzt doch erneut AU schreiben können/dürfen.
Widerspruch, ich hatte keine RS- Versicherung und i-wie hatte ich nicht die Kraft dazu , wollte gesund werden dann eine neue Arbeit aufnehmen, die Beschäftigung hatte ja während der AU geendet. Ich haette zur AfA gemusst. Der Hausarzt sagte ja auch er sieht mich weiter au. Es War fatal nicht der kk zu widersprechen bzw. Zur AfA zu gehen.
 
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doppelhexe

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#43
AW: Reha, Berufsfindungsmassnahme, Umschulung während EM R Antrag

...
Widerspruch, ich hatte keine RS- Versicherung und i-wie hatte ich nicht die Kraft dazu , wollte gesund werden dann eine neue Arbeit aufnehmen, die Beschäftigung hatte ja während der AU geendet. Ich haette zur AfA gemusst. Der Hausarzt sagte ja auch er sieht mich weiter au. Es War fatal nicht der kk zu widersprechen bzw. Zur AfA zu gehen.

für einen widerspruch brauchts erst mal keine RS-versicherung ... da hätte gereicht formlos einen widerspruch gegen die einstellung des KG zu erheben und den arzt für die begründung mit ins boot zu holen.
nach erneuter ablehnung kann man klage erheben.

.......

jetzt bleibt dir nur, für deine LVen entweder den verwertungsausschluss zu machen (dann kommst du aber vor dem rentenalter nicht dran) und dann ALG2 zu beantragen oder die LV aufzulösen und davon zu leben, bis du anspruch auf ALG2 hast.


den rentenantrag kannst du ja trotzdem stellen (ich seh da aber eher schwarz für rente) und in die schmerzklinik solltest du auch gehen... dabei gehts ja nicht nur um rente oder nicht sondern um lebensqualität.
 

Feenzauber

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#44
Wer zahlt eigentlich die ganze Zeit deine KK, denn Arbeitslos hast du dich ja im Oktober 2016 nicht gemeldet und sozialversicherungspflichtig arbeiten gehst du ja offensichtlich auch nicht.
Ich von Ersparnissen :(

Mal ganz nebenbei, bevor die DRV eine volle EMR bewilligt, gäbe es immer noch die Möglichkeit einer Teil-EMR (3-6 Std./tägl.). Aber davor käme dann zuerst einmal mit Sicherheit eine Rehabilitationsmaßnahme um festzustellen a) was dir gesundheitlich fehlt und b) in wie weit dich dies in einer Erwerbsfähigkeit überhaupt einschränkt. Danach könnte dann in Anbetracht deines Alters eine Berufsfindungsmaßnahme kommen, denn da du noch so jung bist könnte auch eine Umschulung möglich sein.
Wie wird in der Reha festgestellt was mir gesundheitlich fehlt ? Werden da nochmal Diagnosen gestellt ?

Wenn ihr mich jetzt in Schmerztherapie begebe steht das nicht einer Reha im Wege ? Bzw trägt die Kasse nicht wegen des Rentenantrages ?

Nun verstehen ich das richtig im Fall einer Teil EM R könnte man mich in eine Berufsfindungsmassnahme stecken? Muesste ich dazu nicht bei der AfA gemeldet sein ?



Seht ihr eine Möglichkeit wie ihr die Verwertung vermeiden koennte ?

für einen widerspruch brauchts erst mal keine RS-versicherung ... da hätte gereicht formlos einen widerspruch gegen die einstellung des KG zu erheben und den arzt für die begründung mit ins Boot zu holen.
Oh mann wäre ihre nur früher hier gelandet.
 
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saurbier

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#45
Hallo Feenzauber,

zuerst solltest du uns mal klaren Wein einschenken und mitteilen, ob du nun überhaupt einen Rentenantrag gestellt hast, oder immer nur davon redest.

Als nächstes würde ich dir dann empfehlen dem Rat deines Schmerztherapeuten zu folgen und in eine stationäre Behandlung zu gehen.

Ggf. kann dir breits da wieder soweit geholfen werden das du wieder deine Arbeit mit 20 Wochenstunden aufnehmen kannst.

Was mit deiner Lebensversicherung zu machen ist bzw. wäre um da wohlmöglich einen Verwertungsausschluß zu erziehlen, daß solltest du mal mit der Versicherung abklären.

Übrigens, wenn du dich jetzt beim JC melden wirst, wird man dich garantiert dannach fragen wovon du bisher gelebt hast. Da dürfte man dann schon etwas genauer hinschauen bzgl. Vermögen.

Ob eine Rente für dich in Frage kommt oder nicht, nun das sollten dir eigentlich deine behandelnden Ärzte sagen können. Wenn die dich nicht für so krank halten, dann dürfte sich ein Rentenantrag wohl eher erübrigen, denn die DRV wird da noch viel genauer gesundheitlich prüfen bzw. prüfen lassen.

Und ja, solltest du in eine Rehabilitation gehen müssen, dann wird man da medizinisch schon sehr genau schauen was dir fehlt. Vor allem aber versuchen diese Einschränkungen dann durch Behandlung versuchen zu minimieren bzw. aufzuheben sofern es möglich ist.

Eine Berufsfindungsmassnahme hat nicht unbedingt war mit einer Teil-EMR zu tun. Die gibt es häufiger im Anschluss bei jüngeren Reha-Teilnehmern, wo man sich seitens der DRV dann erhofft über eine Umschulung eine Rente grundsätzlich noch zu vermeiden.

Wie schon gesagt, bei deinen bisherigen Angaben würde ich mal nicht auf eine Rente setzen.


Grüße saurbier
 

Feenzauber

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#46
Halle saurbier
zuerst solltest du uns mal klaren Wein einschenken und mitteilen, ob du nun überhaupt einen Rentenantrag gestellt hast, oder immer nur davon redest.
Ja habe ich formlos gemacht und bestaetigt bekommen. Den Originalantrag soll ich noch einreichen.
Muss der über ein Amt eingereicht werden ? Oder kann ich den so wegschicken? Der VDK meinte das ging auch so, so überzeugend klang das für mich nicht.

Als nächstes würde ich dir dann empfehlen dem Rat deines Schmerztherapeuten zu folgen und in eine stationäre Behandlung zu gehen.

Ggf. kann dir breits da wieder soweit geholfen werden das du wieder deine Arbeit mit 20 Wochenstunden aufnehmen kannst.
Diese Beschäftigung hat doch geendet(Kündigung) während der AU.
Geht das überhaupt während des Rentenantrages in eine Schmerzklinik zu gehen?
Sträubt sich da nicht die Kasse weil RV zuständig ist ? Oder keiner ?

Übrigens, wenn du dich jetzt beim JC melden wirst, wird man dich garantiert dannach fragen wovon du bisher gelebt hast. Da dürfte man dann schon etwas genauer hinschauen bzgl. Vermögen.
Was heisst das ? Kontoauszüge für die ganze Zeit? Wobei da nichts mehr ist ausser die Versicherungen.
Werden Erbschaften im Leistungsantrag gefragt ? Ich hatte 2016 einen kleinen Betrag geerbt den ich allerdings an ein Angehoerigen abgetreten habe um ein Grabstein zu bezahlen.
Kann sowas Probleme machen ?

Ob eine Rente für dich in Frage kommt oder nicht, nun das sollten dir eigentlich deine behandelnden Ärzte sagen können.
Der Schmerzarzt sagte: Kann man stellen, 90% werden eh abgelehnt. Ich fragte nach Befürwortung sagte er "ich bekomme eine Anfrage und kann nur die Befunde einreichen die vorliegen" . Grosse Unterstützung hab ich da nicht zu erwarten.

Wenn die dich nicht für so krank halten, dann dürfte sich ein Rentenantrag wohl eher erübrigen, denn die DRV wird da noch viel genauer gesundheitlich prüfen bzw. prüfen lassen.
Durch Gutachter ?
kann mir das denn Nachteile bringen ?

Und ja, solltest du in eine Rehabilitation gehen müssen, dann wird man da medizinisch schon sehr genau schauen was dir fehlt.
Vor allem aber versuchen diese Einschränkungen dann durch Behandlung versuchen zu minimieren bzw. aufzuheben sofern es möglich.
Wenn tatsächlich RICHTIG geschaut UND ERFOLG REICH behandelt würde wäre ja schön.
 

doppelhexe

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#47
...
Ja habe ich formlos gemacht und bestaetigt bekommen. Den Originalantrag soll ich noch einreichen.
Muss der über ein Amt eingereicht werden ? Oder kann ich den so wegschicken? Der VDK meinte das ging auch so, so überzeugend klang das für mich nicht.
brauchst du nicht über ein amt einreichen. wenn du dir zutraust, den antrag allein auszufüllen, dann kannst du ihn selbst (nachweislich) an die DRV schicken...
ich habe mir damals hilfe bei einem unabhängigen rentenberater
geholt, mit dem zusammen alles ausgefüllt. hab eine kopie bekommen und er hat das dann bei der DRV eingereicht.


Geht das überhaupt während des Rentenantrages in eine Schmerzklinik zu gehen?
Sträubt sich da nicht die Kasse weil RV zuständig ist ? Oder keiner ?
lass dir die einweisung geben und schick sie an die KK... wenn die sich nicht zuständig fühlen geben die das an die DRV weiter... aber kümmer dich endlich...

....

Der Schmerzarzt sagte: Kann man stellen, 90% werden eh abgelehnt. Ich fragte nach Befürwortung sagte er "ich bekomme eine Anfrage und kann nur die Befunde einreichen die vorliegen" . Grosse Unterstützung hab ich da nicht zu erwarten.
nach ablehnung geht man in widerspruch. und wenn der auch abgelehnt wird, kann man klagen. ob man damit durchkommt weiss keiner vorher, wenn man es aber nicht versucht und dann auch durchzieht hat man schon verloren.
und mehr als befunde und eine einschätzung schicken kann der arzt ja nicht.

Durch Gutachter ?
kann mir das denn Nachteile bringen ?
was für nachteile befürchtest du?
die gutachter der DRV sind meist pro DRV eingestellt, da wird oft gesünder begutachtet, als patient ist. aber es gab und gibt immer wieder überraschungen...
wenn abgelehnt wird bleibt ja immernoch der weg der klage... gerichtsgutachter sind da weniger befangen...

Wenn tatsächlich RICHTIG geschaut UND ERFOLG REICH behandelt würde wäre ja schön.
dann versuchs doch einfach, du hast nichts zu verlieren...
 

saurbier

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#48
Hallo Feenzauber,

wann packst du es entlich an!

Diese Beschäftigung hat doch geendet(Kündigung) während der AU.
Und was bitte hat das jetzt mit einem Aufenthalt in einer stationären Schmerzbehandlung zu tun - wohl gar nichts, oder.

Geht das überhaupt während des Rentenantrages in eine Schmerzklinik zu gehen?
Sträubt sich da nicht die Kasse weil RV zuständig ist ? Oder keiner ?
Warum bitte sollte die DRV denn gegen eine Behandlung einwände haben. Für die wäre es doch nur von Vorteil.

Sollten sich wohlmöglich der Termin für eine Schmerzklinik mit dem Termin für eine mögliche Rehabilitaionsmaßnahme seitens der DRV überschneiden, dann kann man sich immer noch mit der DRV schriftlich in Verbindung setzen und darum bitten den Termin zu verschieben bis die Schmerztherapie beendet ist.

Im übrigen unterhält auch die DRV entsprechende Häuser bzw. arbeitet mit solchen zusammen.

Was heisst das ? Kontoauszüge für die ganze Zeit? Wobei da nichts mehr ist ausser die Versicherungen.
Werden Erbschaften im Leistungsantrag gefragt ? Ich hatte 2016 einen kleinen Betrag geerbt den ich allerdings an ein Angehoerigen abgetreten habe um ein Grabstein zu bezahlen.
Kann sowas Probleme machen ?
Logisch wird das JC nach Kontoauszügen fragen, im Regelfall für die letzten 3 bis max. 6 Monate. Wenn du noch Versicherungen hast, wirst du diese ja auch im Antrag angeben müssen, dann wird man auch da genauer hinschauen, ob nicht ein Verwertungsausschluss gegeben ist.

Wie man da raus käme, da kann dir deine Versicherung genügend Tips zu geben.

Vermögensabtretungen sind so eine Sache. Wie das bei den JC läuft weiss ich mangels eigener Erfahrung leider nicht, ich kenn das nur aus dem Sozialbereich und da gibt es dann an Rückgriffrecht für 10 Jahre.

Die Ämter mögen es nämlich gar nicht gerne, wenn man sein eigenes Vermögen reduziert um sich deshalb dann später Geld vom Amt zu erhoffen.

Wie das JC darauf reagieren wird, wirst du dann ja erfahren.

Der Schmerzarzt sagte: Kann man stellen, 90% werden eh abgelehnt. Ich fragte nach Befürwortung sagte er "ich bekomme eine Anfrage und kann nur die Befunde einreichen die vorliegen"
Na ja, sehr rosig hört sich das dann auch nicht an. Letztendlich mehr als eine medizinische Stellungnahme (Befund) kann er eh nicht an die DRV abgeben.

Ich möchte da auch nicht großartig eingreifen, aber gut eingestellte Schmerzpatienten sind durchaus in der Lage einer Arbeit nachzugehen. Ich persönlich hab das z.B. nach meiner BU-Verrentung noch fast 10 Jahre als Halbtagskraft trotz BTM u. anderer Medikamente geschafft.

Durch Gutachter ?
Vorerst mal nur du die vorliegenden ärztlichen Befunde.

Gutachter kämen erst zum tragen wenn du in einem Widerspruchs-/ bzw. Klageverfahren gehen würdest.

kann mir das denn Nachteile bringen ?
Nun über Nachteile würde ich mir bisher die geringsten gedanken machen. Zuerst einmal solltest du dafür Sorge tragen, daß deine aktuellen gesundheitlichen Einschränkungen behandelt werden. Wenn die erfolgreich behandelt wurden, dann wäre es vielleicht ja aus deiner Sicht schon ein Nachteil das du keine Chance auf eine EMR hättest. Woher sollen wir das also jetzt wissen.

Wenn tatsächlich RICHTIG geschaut UND ERFOLG REICH behandelt würde wäre ja schön.
Ich weiss ja nicht was du so alles erwartest, aber die DRV ist nicht für deine Behandlung zuständig. Das hat seitens der KK zu erfolgen. Hier wären dann wohl eher mal der Schmerztherapeut und wohlmöglich der von dir gelegentlich aufgesuchte Orthopäde gefragt.

Wenn die mit ihrem Latein am Ende sind und du wohlmöglich austherapiert wärst, dann bliebe der DRV als letztes die Möglichkeit über eine Rehabilitation abzuklären, inwieweit du nur noch Erwerbsfähig wärst.

Zuerst aber steht der wohlmöglich lange Weg einer erfolgreichen Krankenbehandlung im Raum und dafür ist wie gesagt die KK zuständig.

6 Monate AU sind für die aber noch lange kein Anhaltspunkt das deine Erwerbsfähigkeit gefärdet ist, vor allem schon mal dann nicht, wenn der MdK dir ja auch noch die AU abgesprochen hat und dich sogar wieder arbeitsfähig sieht.

Vielleicht solltest du dir hier mal Fälle anschauen, wo andere Forenteilnehmer schon seit Jahren um ihre EMR kämpfen und dies nach jahrelange AU incl. fortlaufender ärztlicher Behandlung, zumeist auch noch durch mehrere Fachärzte.

Vielleicht erkennst du dann welch schweren bzw. fast aussichtslosen Weg du dann vor dir hast um eine EMR zu erlangen.

Ich sag es zum Abschluss gerne nochmals, wenn du selbst meinst nach 6 Monaten AU immer noch nicht halbtags wieder arbeiten gehen zu können (ob gekündigt oder nicht), gleichwohl der MdK in seiner medizinischen Begutachtung der Auffassung war das du wieder Arbeiten kannst, dann mag dies gerne deine persönliche Einschätzung sein. Deshalb solltest du jedoch nicht dem Irrglauben unterliegen, daß dir die DRV wegen deiner persönlichen Einschätzung deines Gesundheitszustandes jetzt einfach mal eine EMR bewilligt.

Für mich vollkommen unverständlich ist, daß du noch nicht einmal nach deiner Kündigung bei der AfA vorstellig geworden bist um dir zumindest dein zustehendes ALG-I für max. 1 Jahr zu holen. Stattdessen lieber alles aus eigener Tasche zu zahlen bereit bist, vor allem wenn man bedenkt welcher Beitrag für die private KV-Absicherung aufzuwenden ist. Dies ungeachtet den Kosten für Miete und Lebensunterhalt und dem drohenden Verlust von Leistungsansprüchen bei den Sozialversicherungen.

Sicherlich wirst du verstehen, daß einem sowas irgendwie alles sehr merkwürdig rüber kommt.


Grüße saurbier
 

Feenzauber

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#49
ich habe mir damals hilfe bei einem unabhängigen rentenberater*
geholt, mit dem zusammen alles ausgefüllt. hab eine kopie bekommen und er hat das dann bei der DRV eingereicht.
wieviel kostet so etwas ?

was für nachteile befürchtest du?
Dass ggf eine Erwerbsfähigkeit bescheinigt wird trotz der massiven Schmerzen und ich dauerhaft zum jobcenter muss.Dort dann keine Ansprüche habe wg der LV und ich völlig in der Luft hänge .
 
Zuletzt bearbeitet:

doppelhexe

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#50
weisst du, feenzauber...

langsam fühl ich mich verarscht...

du willst eine rente, aber nicht von der DRV unter die lupe genommen werden... so kriegst du die aber nicht...

und du willst nicht zum jobcenter wegen deiner LV, so bist du aber ohne geld zum leben.

ich denke, was du tun musst/solltest... ist ihr lang und breit durchgekaut worden, andere möglichkeiten gibt es nun mal nicht.

für deine entscheidungsfindung wünsche ich dir viel erfolg... ich bin hier durch...

............................................

übrigends, "mein" rentenberater hat mich ne 10€-spende gekostet, den gabs hier über einen behindetenverein, dort war er angestellt und für mehrere landkreise tätig...
 

Kerstin_K

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#51
Vermögensabtretungen sind so eine Sache. Wie das bei den JC läuft weiss ich mangels eigener Erfahrung leider nicht, ich kenn das nur aus dem Sozialbereich und da gibt es dann an Rückgriffrecht für 10 Jahre.

Die Ämter mögen es nämlich gar nicht gerne, wenn man sein eigenes Vermögen reduziert um sich deshalb dann später Geld vom Amt zu erhoffen.

Wie das JC darauf reagieren wird, wirst du dann ja erfahren.
Das ist sowieso seltsam. Normal werden erstmal die Bestattungskosten usw bezahlt (Und dazu gehört auch der Grabstein.) und der Res wird dann an die Erben verteilt.

Wieso kann es dann zu einer Abtretung kommen?
 

Feenzauber

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#52
Normal werden erstmal die Bestattungskosten usw bezahlt (Und dazu gehört auch der Grabstein.) und der Res wird dann an die Erben verteilt.

Wieso kann es dann zu einer Abtretung kommen?
War so dass meine Mutter lt Testament "Alleinerbin" war, ausser der Wohnung und wenig Bargeld nichts da war. Ich bekam die LV meines Vaters als Bezugsberechtigte und die hab ich an meine Mutter abgetreten weil sie die Kosten nicht zu decken wusste.
 

Kerstin_K

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#55
Das ist dann die Auszahlung einer LV, mit Erbe hat das nichts zu tun.
 

Feenzauber

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#56
Das ist dann die Auszahlung einer LV, mit Erbe hat das nichts zu tun.
Ok, Danke. Wie muss ich das dann beim JC ggf. angeben ? Unter was laeuft das , Schenkung ? Es ist über 1Jahr her und das Geld ging direkt zu meiner Mutter , Belege sind da. Besser wäre wohl gewesen ich hätte den Stein selbst gekauft.
Ob sowas auch angerechnet wird ? Im Sinne von zb davon haette man 3Monate leben können ?
 

Feenzauber

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#57
Das ist dann die Auszahlung einer LV, mit Erbe hat das nichts zu tun.
Ok, Danke. Wie muss ich das dann beim JC ggf. angeben ? Unter was laeuft das , Schenkung ? Es ist über 1,5Jahr her und das Geld ging direkt zu meiner Mutter , Belege sind da. Besser wäre wohl gewesen ich hätte den Stein selbst gekauft.
Ob sowas auch angerechnet wird ? Im Sinne von zb davon haette man 3Monate leben können ?
 

Kerstin_K

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#58
Wenn das Geld direkt zu Deiner Mutter gegangen ist, wuerde ich denken, dass du das gar nicht angeben musst.
 

saurbier

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#59
Na ja, auch wieder so eine halbe Geschichte, wo man sich vieles drunter vorstellen kann ohne konkrete Angaben.

Also ich sag mal frei in den Raum, der Vater ist verstorben und hat eine LV hinterlassen, in welcher du als Bezugsberechtigte eingetragen warst. Im Endeffekt wäre dies eine LV auf der dein Vater für dich angespart hat.

Da gibt es jetzt das Erbrecht.

Danach muß nach dem Tod des Angehörigen ja beim Nachlassgericht ein Erbschein beantrag werden. Dann wird das Nachlassgericht denn Nachlass aufnehmen und wenn es ein Testament gibt entsprechend nach diesem oder aber nach der gesetzlichen Erbfolge verfahren.

So z.B. geschehen im Mai nach dem Tod meiner Mama.

Wenn du nun die Begüstigte der LV (man müßte da schon das LV-Konstrukt kennen) aus Nachlass bist, dann wäre dies ein Vermögungszufluss bei dir.

Wenn du die nun an deine Mutter abgetreten hast, weil sie sonst kein Geld hätte, dann könnte es dir passieren das du jetzt die Dumme bist. Ich weiß aktuell eben nicht genau wie das JC in dem Fall verfahren wird, beim Sozialamt jedoch würden die zumindest bis zu 10 Jahren einen Rückgriff tätigen.

Aber im Endeffekt ist es eh gleichgültig, solange du nicht zum JC gehst, wirst du da nichts genaues erfahren.

doppelhexe hat sich ja schon dazu geäußert.

Aktuell gibt es hier nichts mehr beizutragen.


Grüße saurbier
 

Feenzauber

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#60
Hallo Saurbier, vielen Dank.
Also ich sag mal frei in den Raum, der Vater ist verstorben und hat eine LV hinterlassen, in welcher du als Bezugsberechtigte eingetragen warst. Im Endeffekt wäre dies eine LV auf der dein Vater für dich angespart hat.

Da gibt es jetzt das Erbrecht.


Wenn du nun die Begüstigte der LV (man müßte da schon das LV-Konstrukt kennen) aus Nachlass bist, dann wäre dies ein Vermögungszufluss bei dir.
Es gab kein Testament. Alleinerbin die Mama. Im Erlebensfall wäre die LV an ihn ausbezahlt worden.

Wenn du die nun an deine Mutter abgetreten hast, weil sie sonst kein Geld hätte, dann könnte es dir passieren das du jetzt die Dumme bist. Ich weiß aktuell eben nicht genau wie das JC in dem Fall verfahren wird, beim Sozialamt jedoch würden die zumindest bis zu 10 Jahren einen Rückgriff tätigen.
Das würde bedeuten im Fall dass die Rente durch ginge und ich Aufstockung braeuchte wuerde beim Sozialamt ein Rückgriff darauf stattfinden was gar nicht mehr da ist ?
 

Tica

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#61
Hallo Feenzauber,

mal abgesehen von der Rentensache....

Du hast offensichtlich starke Schmerzen, sonst wärst Du nicht bei einem Schmerzarzt. Damit Dir geholfen werden kann, empfiehlt er Dir eine Schmerztherapie in einer Klinik.
Da kann man nicht wirklich überlegen. Du willst ja Linderung Deiner Beschwerden. Also nimm das Angebot umgehend an!

Ich denke auch, dass es sich negativ bei Deinem Rentenantrag auswirkt, wenn Du als Schmerzpatient eine Schmerztherapie ausschlägst.

Konzentriere Dich erst einmal darauf und lass das Rentending jetzt laufen. Wenn sich im Laufe der Zeit Fragen diesbezüglich ergeben, kann Dir bestimmt hier jemand ein paar Tipps geben.

Aber jetzt hätte, wäre, wenn... bringt nix.

Nebenbei kümmere Dich um Dein Einkommen. Ist Dein Geld aufgebraucht, bleibt nur das Amt. Es sei denn Du hast irgendeinen Gönner.
 

saurbier

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#62
Hallo Feenzauber,

nun also nochmal etwas anders.

Wenn es bei deinem Vater kein Testament gab, nun dann gilt die gesetzliche Erbfolge, punkt aus.

Aber auch da muß beim Nachlassgericht ein Antrag gestellt werden, für das gesamte Vermögen aufzuführen ist, ob du nun in der LV als Bezugsberechtigte im Todesfall angegeben bist oder nicht.

Auch die LV wäre eine Erbschaft, denn sie basiert auf den Todesfall. Was anderes wäre es, wenn du generell als Leistungsempfänger eingetragen wärst, also dein Vater lediglich für dich die LV angespart hätte.

Wenn es nur deine Mutter und dich gibt, dann kann man da ggf. auch schnell eine Einigung zur Vermögenaufteilung finden, hoffe ich mal.

Erbschaften abzutreten ist im Sozialsystem eben so eine Sache, die der Vater Staat leider nicht so gerne mag, vor allem dann nicht wenn er später auch noch leisten soll.

Hier weiß ich wie schon gesagt zwar nicht, wie das ganze im ALG-II gehandhabt wird, bei der Sozialhilfe (SGB XII) ist da eine 10-Jahres Grenze gezogen worden. Da fordert das Amt dann das Verschenkte zurück bzw. wird eine Rückabwicklung verlangt.

Es spielt in deinem Fall eh eine Untergeordnete Rolle, denn wenn du demnächst kein Geld mehr zum Leben hast, wovon willst du dann deinen Unterhalt gestalten.

Es bleibt dir dann wohl nur noch übrig betteln zu gehen und auf die freundliche Unterstützung der Bevölkerung zu hoffen, oder aber beim JC einen Hilfeantrag zu stellen.

Also kannst du dir jetzt überlegen wie es weiter gehen soll.

Eine LV bringt dir da in 10 Jahren auch nichts, wenn du heute was zu ssen brauchst.

Und nochmals, ob du wegen deiner Schmerzen überhaupt eine Rente bekommst, dürfte aktuell wohl eher in weiter weiter Ferne stehen, zumindest nach dem was du so mitteilst.

Also was bleibt dir denn noch.


Grüße saurbier
 

Feenzauber

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#63
Du hast offensichtlich starke Schmerzen, sonst wärst Du nicht bei einem Schmerzarzt. Damit Dir geholfen werden kann, empfiehlt er Dir eine Schmerztherapie in einer Klinik.
Da kann man nicht wirklich überlegen. Du willst ja Linderung Deiner Beschwerden. Also nimm das Angebot umgehend an!

Ich denke auch, dass es sich negativ bei Deinem Rentenantrag auswirkt, wenn Du als Schmerzpatient eine Schmerztherapie ausschlägst.
Da kannst Du Recht haben. Ich habe Angst vor der Behandlung ich war ja schonmal und dabei habe ich mir eine zusätzliche sache zugezogen durch fehlerhafte Spritzen wurde ein Nerv verletzt. Aber was anderes bleibt wohl nicht.
 

Tica

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#64
@Feenzauber

Du hast eine schlechte Erfahrung gemacht. Da ist Angst normal. Aber diesmal muss es nicht wieder so sein.

Nimm es in Angriff. Ich wünsche Dir gute Besserung!
 

saurbier

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#65
Hallo Feenzauber,

und weiter gehts.

Also ich hab mich damals auch in die stationäre Schmerztherapie begeben und zwar sehr schnell als die Schmerzen trotz unmengen Medikamente zunahmen.

Und ja, mein Schmerztherapeut hat mich vorher sehr genau über die Risiken des dort grundsätzlich angewendeten Spinalkatheters informiert, einer Methode die am häufigsten in der Geburtshilfe Anwendung findet.

Allerdings wenn ein Arzt sowas tagtägl. mehrfach macht, reduziert sich aufgrund der Fachkenntnisse auch das Risiko auf ein minimum. Klar, ein falscher Stich kann gravierende Folgen haben, aber was ist besser - ständig unerträgliche Schmerzen, oder doch lieber eine massive Schmerzlinderung -.

Für mich waren das nach fast 10 Jahren zum ersten Mal wieder 10 Schmerzfreie Tage (Therapiedauer).

Du hast viele Baustellen, da wäre es wohl mal an der Zeit, es entlich anzupacken, oder.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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#66
AW: Beschäftigungsaufnahme während der Erwerbsminderungsrentenantrag läuft?

Aber auch da muß beim Nachlassgericht ein Antrag gestellt werden, für das gesamte Vermögen aufzuführen ist, ob du nun in der LV als Bezugsberechtigte im Todesfall angegeben bist oder nicht.
Kannst Du mal erklären, was Du da für eine Antrag meinst? Es gibt durchaus Todesfälle, wo das Nalassgericht komplett aussen vor bleibt.

Auch die LV wäre eine Erbschaft, denn sie basiert auf den Todesfall. Was anderes wäre es, wenn du generell als Leistungsempfänger eingetragen wärst, also dein Vater lediglich für dich die LV angespart hätte.
Das stimmt so nicht. schau mal hier Rechtsanwalt – Tip: Die Lebensversicherung und der Erbfall (Erbrecht - Pflichtteil) | anwalt24.de
 

saurbier

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#67
Hallo Kerstin_K,

danke für deinen Link und damit verbunden einer neuerlichen Rechtssprechung die mir nicht bekannt war.

Wie du aber sicherlich auch gelesen hast, kann man die Bezugsberechtigung auch zu Fall bringen, sofern die Erben(Erbengemeinschaft) gegen die Begünstigung in Widerspruch geht. Zu Lebzeiten des Vaters würde diese dann
unter Schenkung fallen.

Kannst Du mal erklären, was Du da für eine Antrag meinst?
Nun ja, wie ich in diesem Jahr gleich 2-mal zum Gericht gehen durfte, erzähle ich gerne.

Meine Mama/Schwiegermutter verstarb.

Um ans Bankkonto zu gelangen, mußte ein Erbschein vorgelegt werden (kostet ja Geld). Den erhält man jedoch nur, wenn man bei Nachlassgericht vorspricht. Dort werden die Daten zum Verstrobenen erhoben (Familien-Stammbuch, Totenschein etc.), sowie falls vorhanden ein Testament hinterlegt.

Soweit ich mich hier recht erinnere, hat Feenzauber ja eine Mutter, welche eine Immobilie hinterlassen wurde.

Merkwürdig ist da dann doch die Aussage von Feenzauber:
Es gab kein Testament. Alleinerbin die Mama. Im Erlebensfall wäre die LV an ihn ausbezahlt worden.
Zitat vom 17.11.2017

und
War so dass meine Mutter lt Testament "Alleinerbin" war, ausser der Wohnung und wenig Bargeld nichts da war.
Zitat vom 10.11.2017

Also darf ich davon ausgehen, daß man hier beim Nachlassgericht vorstellig wurde, denn soweit mir bekannt, muß der neue Eigentümer einer Immobilie auch im Grundbuch eingetragen werden (Berichtigung des Grundbuches). Auch wird sich die Bank nur dann auf einen Kontozugriff eingelassen haben, wenn ein Erbschein vorlag, aus dem zu ersehen ist wer nun rechtlichen Zugriff hat (Erbe).

Sicherlich mag es so manche Fälle geben, wo weder ein Testament noch sowas vorliegt, das bestreite ich keineswegs.

Aber aufgrund meiner nunmehr eigenen Erfahrung wird keine Bank einen Zugriff von Angehörigen auf das Konto/Vermögen eines Verstorbenen zulassen ohne das ein Erbschein vorliegt. Hier mag ggf. eine Ausnahme vorliegen wenn neben dem Verstorbene der Lebenspartner bereits eine Zugriffberechtigung hat.

Selbst das dürfte höchst fraglich sein, bevor nicht die mögliche Erbschaft geregelt ist.


Grüße saurbier
 

Kerstin_K

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#68
Okay, also den Erbschein.

AUch bei der Bank braucht man den nicht mehr zwingend. DAzu gibt es Rechtsprechung.

Im Fall meiner Mutter hatte ich schon viele Jahre eine Vollmacht mit Gültigkeit über den Tod hinaus (bankeigenes Formular).

Als meine Mutter dann verstarb, wollte ich Ihre Wertpapier (Fondsanteile) verkaufen, da zu diesem Zeitpunkt zufällig so gut wie kein freies Geld vorhanden war. Meine Mutter war seit 8 Monaten im Heim, musste für die Heimlosten Ihre Rente einsetzen und noch ca 200 EUR aus ihren Ersparnissen. Trotzdem wra genug zum Erben da. Ich wollte gerade einen Termin mit der Bankberaterin wegen einem Auszahlplan aus den Fonds vereinbaren, der Tod war schneller. Also musste für die Bestattungskosten usw erstmal Gekd her.

Die Sachberarbeiterin verweigerte zunächst Die Ausführung des Verkaufes. Dazu benötige sie eine Erbschein oder ein notariell beglaubigtes Testatment. Ichhabe Ihr dann nur eine Frage gestellt: "Wozu gibt es eien Vollmacht über den Tod hinaus, wenn idese im Todesfall nichts Wert ist?" Eien Antwort habe ich nicht bekommen, aber plötzlich ging das mit dem Verkauf doch.

Einen Erbschein haben wir nicht beantragt und auch nicht benötigt.
 

saurbier

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#69
Liebe Kerstin_K,

nun da war deine Situation mit deiner Mutter ja fast die selbige wie bei meiner Mama.

Nur leider fehlte in meiner Vollmacht der Satz "über den Tod hinaus".

Ich hab mich auch bei einem Rechtsanwalt und da ich gerichtlich bestellter Betreuer war auch beim Richter erkundigt.

Da gibt es bisher leider immer noch eine recht uneindeutige Rechtssprechung zu, leider.

Ich kam zwar an ihr Geld, weil ich ja eine Vollmacht vom Betreuungsgericht hatte (als Betreuer nicht ganz legal, weil die ja mit dem Tod erloschen ist) aber als Sohn und eben Erbe wars mir egal.

Nur beim Heim bestand man auf entweder ein Testament oder eben den Erbschein.

Da bleibt dir nichts anderes übrig als dich beim Nachlassgericht diesbezügl. zu melden.

Im übrigen Ausnahmen gibt es hier und da immer mal, nur der reguläre Fall ist eben der über Nachlassgericht einen Erbschein zu besorgen, eben weil Heime und auch Banken soweit mir bisher weitgehend bekannt (mein Schwägerin arbeit bei einer Bank u. meine Vermieterin hat jahrelang im Pflegeheim gearbeitet) darauf bestehen.

Du hattest jetzt in zweierlei hinsicht etwas Glück, eben weil du auf dem Formular der Bank die Vollmacht hattest.


Grüße saurbier
 
E

ExitUser

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#70
Auf die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Vorsorgevollmacht heutzutage wird ja immer wieder hingewiesen.

Um sicherzugehen die notariell erstellte und beglaubigte mit den rechtssicheren Vormulierungen welche nur ein Notar vornehmen kann ohne das selbige von irgendeiner Stelle, Behörde, Bank etc. in Zweifel gestellt werden könnte.

Und ein Satz ist enorm wichtig der unbedingt enthalten sein sollte: ...Diese Vollmacht soll durch meinen Tod nicht erlöschen...
Insbesondere im vermögensrechtlichen Bereich durch Befugnisse bei Banken, Sparkassen etc...

Als damals mein Vater starb und auch während seiner bedingt durch seine Krankheit bestehenden Geschäftsunfähigkeit hatte mir diese ohne irgendwelche Probleme in allen Belangen gute Dienste geleistet.


liesa
 

Matricaria

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#71
Meine Mama starb jetzt im Sommer. Die Betreuerin, die für meine Mutter in allen Belangen zuständig war, brachte mir noch am Tag des Todes alle Unterlagen und damt war sie raus. Ich ging, nachdem ich den Totenschein ein paar Tage später hatte, damit zu der Bank meiner Mutter. Mehr als den Totenschein und meine Geburtsurkunde wollte man nicht sehen. Ich löste das Konto auf und nahm die 500 Euro die noch drauf waren und gab sie an den Bestatter. Einen Tag später ging ich zum Gericht und schlug die Erbschaft aus. Hatte Angst, dass noch Leute mit Rechnungen auftauchen und so war es auch. Das mit dem Pflegeheimkonto war schwieriger. Da waren auch 500 euro drauf die ich für den Bestatter brauchte, die wollten es ohne Erbschein nicht rausrücken. Ich stellte auf den Rest der Kosten einen Antrag beim Landeswohlfahrtsverband,die waren vorher zuständig für meine Mutter, die forderten dann das Heim auf mir das Geld auszuzahlen, dem kamen sie auch nach. Dann folgte die Restzahlung vom LWV an mich. Inzwischen vergingen allerdings fast 4 Monate. Aber musste meine Mama ja beerdigen, also habe ich das Geld zusammengeliehen und dann nach der Zahlung zurückbezahlt. So konnte Mama nach 5 Wochen beerdigt werden.
Es gab bei meiner Mutter keine Vorsorgevollmacht, nur eine Patientenverfügung. Die wollte jedoch niemand befolgen. Ich kämpfte Monate darum, dass man diese befolgt und dann endlich hörte man auf mich und Mama wurde erlöst.
Mehrere Ärzte haben mir bestätigt, dass eine Patientenverüfgung im Grunde sinnlos ist. Interessiert sogut wie keinen. Mir sagte auch ein Arzt im Krankenhaus am Krankenbett meiner Mutter: "Also als hätte ich hier Zeit mir so Verfügungen durchzulesen." Da hing Mama gegen ihren Willen an künstlicher Ernährung.
Aber Vorsorgevollmacht ist bezüglich allem Rechtlichen später sehr sehr wichtig.
 

Kerstin_K

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#72
@Matricaria: War das wirklich der Totenschein? Ich glaube eher die Sterbeurkunde.

Mit dem Heim hatte ich gar keine Probleme. Was wollen die denn bitte mit einem Erbschein?

Als ich in der Verwaltung war, um zu besprechen, was noch zu tun ist, sagte man mir, dass noch ein Betrag von der Pflegeversicherung kommen würde. Ich hatte dei Kontonummer meiner Mutter nicht dabei, und als ich sagte, sie könne das ja auch auf mein Konto überweisen, bekam ich zur Antwort, dass sie das nicht dürfen.

Aber das war alles kein Problem, ich habe die Kontonummer dann anchgereicht, die Abrechnung der Pflegekasse wurde mir zugeschickt und das als das Geld von der Pflegekasse da war, haben sie das auf das Konto meiner Mutter weitergeleitet. Auch die überzahlten Heimkosten (da im Voraus) und der kleine Rest auf dem Barbetragskonto gingen auf das Konto meiner Mutter.

Dann haben wir noch ihre Sachen aus dem Zimmer geräumt und das war es.
 

saurbier

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#73
Hallo Kerstin_K,

ich find es ja gut, wenn es bei dir damals alles so einfach ablief.

Nur leider mußt du da auch mal schauen, was der Gesetzgeber eigentlich so vorgibt.

Eben da ist es nicht so, daß man einfach an das Vermögen dritter ran darf, Mutter hin oder her. Das ganze Spiel sieht bei Lebensgefährten auch nicht viel anders aus.

Sollte eine Vorsorgevollmacht über den Tod hinaus vorliegen, ändert sich die Sachlage schon mal gänzlich.

Was wollen die denn bitte mit einem Erbschein?
Ein Erbschein oder Testament zeigt z.B. der Heimleitung wer erbberechtigt ist bzw. ob überhaupt einer erbberechtigt ist und nicht wohlmöglich seitens des Verstorbenen etwas ganz anderes vorgesehen wurde bzw. alles an den Staat fällt. Die Forderung nach einer Vorlage des Erbscheines bzw. Testamentes ist daher gerechtfertigt.

Auch als Betreuer mit Vermögensverwaltung endet ja alles mit dem Tod.

Tricks um so manches zu umgehen, nun ja die gibt es und solange da niemand ganz genau hinschaut mag es auch gut gehen. Was aber wenn es unter den Erben Streit gibt, nun ja.

Ich glaube, wir haben uns hier aber jetzt auch weit genug ausgelassen und sollten zum Thema zurück kommen.


Grüße saurbier
 
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