Berufsunfähigkeitsversicherung privat

melanie294

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Hallo,

ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.

Es geht um meine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Ich hatte im Juli 2011 einen Unfall und war dann bis zum März 2012 krank geschrieben. Ich bekam für diese Zeit die Rente aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Dann war ich ein halbes Jahr in Teilzeit beschäftigt wurde aber aufgrund meiner Krankheit gekündigt. Seither (ab 01.09.2012) bin ich wieder durchgehend krankgeschrieben. Bei dem Unfall wurde mein Sprunggelenk stark verletzt. Doch seit dem Unfall hat sich meine Migräne so stark verschlechtert das es kaum noch Tage gibt an denen ich nichts habe (Vorher 1-3 Attacken im Monat, seit dem Unfall 15-20 Attacken im Monat, Pausen nur noch von 1-2 Tagen). Dazu kommt noch das die Migräne sich zu einer vestibulären Migräne geändert hat, d.h. ich habe zudem noch sehr starken Schwindel. Zudem kommen noch Folgeschäden am Rücken da ich seit 2 Jahren an Krücken gehen usw.

Nun meine Frage erkennt die private Berufsunfähigkeitsversicherung diese Folgekrankheiten auch an oder nur die Verletzung am Sprunggelenk?

Habe demnächst einen Gutachtertermin (obwohl bereits 2 Gutachten erstellt wurden, Hausarzt und mein Orthopäde, beide bestätigten Einschränkungen von mehr als 50 %) aber dieser ist bei einem Orthopäden und nicht auch noch bei einem Neurologen wegen der stark verstärkten Migräne. Im Antrag für die BU-Rente (gestellt am 09/2011) wegen der Sprunggelenksverletzung wurde damals auch die Migräne mit aufgeführt.

Wird nun die Migräne mit anerkannt oder nicht? Danke
 

Muzel

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Du musst in deine Vertragsunterlagen schauen. Migräne kann durch alle möglichen Ursachen ausgelöst werden. Sind Kann-Versetzungen Vertragsinhalt? Besteht ein zeitlicher Zusammenhang? Dieser wird bei der gesetzlichen Entschädigung gefordert, dass kann bei dir ganz anders sein.
 

melanie294

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Die Migräne wurde stark verstärkt durch die ständigen Schmerzen im Sprunggelenk. Das ist sozusagen eine Folgekrankheit, wird diese dann mit anerkannt? Oder wird nur für das Gutachten das Sprunggelenk in die Bewertung mit einbezogen? Ein zeitlicher Zusammenhang besteht schon ja.
 

Muzel

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Das Kleingedruckte ist interessant. Eine private Unfallversicherung richtet sich nach dem BGB. Also musst du prüfen, ob deine AGB in Ordnung gehen.
 

melanie294

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Das ist keine Unfallversicherung sondern eine berufsunfähigkeitsversicherung.
 

Muzel

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Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sind die AGBs interessant.
 

HomerSimpson

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Hi Melanie,

ich habe ein paar Fragen, die mir noch unklar sind.

Hast du aktuell einen Antrag auf BU-Leistungen gestellt?

Von wem wurde dieses neue Gutachten veranlasst? vom Versicher oder von wem?

Hast du einen Rechtsanwalt, der dir dabei hilft?


Grundsätzlich ist es so, dass alle gesundheitlichen Ursachen, die eine Berufsunfähigkeit (... man kann den zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigung nicht mehr zu 50 % oder mehr ausüben...) verursachen, relevant sind.

Die Migräne muss also mit berücksichtigt werden, zumal sie, so wie du das beschrieben hast, einen großen Anteil daran hat, dass du nicht mehr arbeiten kannst.

Die Frage ist, ob die Versicherung dies auch so sieht. Die muss nämlich im Falle einer BU leisten.
Verlasse dich also nicht zu sehr auf deinen Versicherer, den der hat eigene Interessen.
Ein Rechtsanwalt oder ein darauf spezialisierter Versicherungsberater kann dir hier bei Problemen mit der Versicherung sicher weiterhelfen.
 

melanie294

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Hi HomerSimpson,

vielen Dank für deine Antwort.

Der Antrag wurde nach dem Unfall im September 2011 gestellt.

Das neue Gutachten wurde von der Versicherung veranlasst.

Bis jetzt habe ich noch keinen Rechtsanwalt da die Rechtschutzversicherung mir gesagt hatte, das ich erst eine Ablehnung der BU-Versicherung benötige um einen Rechtsanwalt auf Kosten der Rechtschutzversicherung nehmen zu können.
 

melanie294

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Ich bekam nur von August 2011 bis März 2012 die BU Rente. Dann war ich ja in Teilzeit beschäftigt, konnte aber die Arbeit nicht ausüben aufgrund der gesundheitlichen Probleme. Wurde dann nach einem halben Jahr (zum 31.08.2012) gekündigt und bin wieder seither durchgehend krank geschrieben. Seitdem bekomme ich auch keine BU Rente mehr, da es alles neu geprüft werden muss, angeblich!
 

HomerSimpson

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D.h. du hast Leistungen beantragt. Sollte dem stattgegeben werden muss die Versicherung rückwirkend die Leistung nachzahlen. Ich hatte damals im April die Rente beantragt rückwirkend zum November davor (weil da das Krankengeld auslief) und im Januar darauf wurde mir die Rente zugesagt. Gab eine saftige Nachzahlung.
Momentan ist die Rente aber aufgrund "Gutachter" eingestellt und ich prozessiere gegen die Versicherung.

Klar muss die Versicherung prüfen, die nehmen sich aber gerne Zeit und ziehen alles in die Länge. Wenn es zu lang dauert, hol dir wirklich einen Anwalt.
 

melanie294

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Ja ich habe die Leistung beantragt. Das dauert einfach nun sehr lange und die Versicherung lässt sich sehr viel Zeit.

Das werde ich auch machen weil irgendwann muss die Sache auch mal abgeschlossen werden.
 

HomerSimpson

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Wegen der Rechtsschutzversicherung bin ich mir auch nicht sicher, ob die erst bei Ablehnung eintreten müssen. Es geht hier ja um Durchsetzung von Ansprüchen. Wenn die Versicherung herauszögert musst du dich auch wehren können.
Ein Rechtsanwalt kann das auch prüfen.
Ein Erstberatungsgespräch kann kostenlos sein bzw. ist bei manchen Rechtsschutzverträgen sogar mitversichert.

Tipp: Hol dir einen Rechtsanwalt für Versicherungsrecht und wenn möglich einen der auf Berufsunfähigkeit spezialisiert ist.
Die Versicherungen selbst haben sehr gute Anwälte, die NUR Berufsunfähigkeitsfälle bearbeiten. Die zerreißen einen "einfachen" Anwalt in der Luft.
Auf den Webseiten der Versicherer sind meistens Suchfunktionen für Anwälte in deiner Region (oder googlen).
 

melanie294

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Ja so haben die mir am Telefon gesagt weil ich ja vorab erst dort Bescheid geben muss wenn ich zum Anwalt gehe.

Danke, dann werde ich das mit dem Erstgespräch versuchen und mir einen Anwalt in diesem Gebiet suchen.
 
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