Berufsunfähigkeit durch chronische Schmerzen und Depressionen

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SilkePk

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Hallo zusammen,
Ich bin neu hier. Habe ein großes Problem.
Ich leide seit 2010 an chronischen Schmerzen , Depressionen seit ca. 40 Jahren und seit 6 Jahren an Fibromyalgie.
Ich würde 2011 zweimal wegen Bandscheibenvorfall und Spinalkanalverengung operiert. Es folgte 1 mal 3 Wochen Reha danach insgesamt 7 mal je 2 Wochen Schmerztherapie.
Da dies alles nichts an den Schmerzen besserte bekam ich 2016 ein IPG ( Neurostimmulator) eingepflanzt. Leider brach mir ( bis jetzt ) 6 mal die Sonde. Was bedeutete , 6 weitere Op's innerhalb 2 Jahren.
Nun bin ich seit Monaten wieder auf Grund meiner Schmerzen und den unweigerlich auftretenden Depressionen, krankgeschrieben. Habe nun innerhalb von 2 Jahren zum 3. Mal meinen Job in der Probezeit verloren.
Ich beginne mit Arbeiten und nach einigen Tagen kann ich vor Schmerzen nicht mehr stehen laufen oder sitzen.
Momentan bekomme ich Opiate, wovon ich nicht begeistert bin. Ich hab immer vermieden längere Zeit Schmerzmittel zu nehmen. Leider krieg ich sie ( die Schmerzen ) gar nicht mehr in den Griff.
Mein Arzt meint , es wäre wohl besser für mich in Frührente zu gehen. Ich werde jetzt 57 Jahre alt. Aber mir fehlen viele Jahre zur Rente. Da ich in jungen Jahren nach 5 Arbeitsjahren, geheiratet habe und dann 3 Kinder aufgezogen habe , begann ich erst nach dem schrecklichen Suizid meines Mannes zu arbeiten. Das war 2006. Konnte jedoch immer nur 50 % arbeiten.
Demzufolge habe ich kaum was an Rente zu erwarten. Soll ich versuchen, weiter zu arbeiten oder ist es besser mich berenten zu lassen. Ich weiß nicht mehr weiter. L.G.
 
E

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Als erste Anlaufstelle für eine mögliche Höhe der Erwerbsminderungsrente wäre einen Blick in eine aktuelle Renteninformation zu werfen. Hast du keine dann kannst du die bei der DRV anfordern.

Bist du derzeit AU und hast einen Arbeitgeber, oder welche Leistungen beziehst du? Ist ein GdB vorhanden?
 

SilkePk

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Hast Du mal eine richtige Schmerztherapie gemacht?

Welche Leistungen Beziehst Du zur Zeit?

Guten Morgen Kerstin,
Ich hätte 6 Schmerztherapien und eine Reha. Mit sämtlichen Anwendungen.
Seit ich das IPG habe bekomme ich keine Reha mehr und auch keine Schmerztherapie.
Jetzt bekomme ich noch meinen Lohn und Krankengeld. Aber da ich jetzt zum 13.04. gekündigt bin , muss ich zu ALG 2 .
Vermutlich Hartz-IV. Da ich nicht mehr vermittelbar bin.
 

Susanne42

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So wenig Rente wird es womöglich gar nicht sein, schon alleine durch die Kindererziehung 9 Jahre Rentenpunkte, Witwenrente usw.
Außerdem wird ja seit 2019 so geleistet als wenn du bis zum Schluss gearbeitet hättest.
Denke die Rentenhöhe sollte deine geringste Sorge sein
 

gila

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Guten Morgen Kerstin,
Ich hätte 6 Schmerztherapien und eine Reha. Mit sämtlichen Anwendungen.
Seit ich das IPG habe bekomme ich keine Reha mehr und auch keine Schmerztherapie.
Jetzt bekomme ich noch meinen Lohn und Krankengeld. Aber da ich jetzt zum 13.04. gekündigt bin , muss ich zu ALG 2 .
Vermutlich Hartz-IV. Da ich nicht mehr vermittelbar bin.

"Hartz IV" ist eine Leistung für erwerbsfähige Menschen.
Du würdest dort dann wohl aufgrund deiner vielen Einschränkungen aufgefordert, die Rente zu beantragen und müsstest dann ins sog. "SGB XII" übergehen = Sozialamt.
Dort wird dann deine Rente ggf. "aufgestockt."
Erkundige dich rechtzeitig beim Jobcenter, wie das Procedere vor Ort ist!
Hast du eine Mitgliedschaft bei einem Sozialverband? Z.B. VDK?
Die können dir bei den Rentensachen helfen - oder auch unabhängige Rentenberater vor Ort!
 

Susanne42

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Wieviel Wochen hättest du denn Krankengeld bisher wegen der Krankheit? Dir stehen 78 Wochen alle 36 Monate pro Krankheit zu.
Psyche und Wirbelsäule wird unter Umständen gar nicht zusammen berechnet
 

SilkePk

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Ich kenne mich ehrlich gesagt, überhaupt nicht damit aus. Heute war ich beim Psychologen und er rät dringend zur Frührente. Er schreibt jetzt meinen Hausarzt, Orthopäden und Neurochirurg an, damit wir alle Berichte und Befunde zusammen haben. Das soll ich dann zum Termin bei der Rentenstelle mitnehmen.
 

SilkePk

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Als erste Anlaufstelle für eine mögliche Höhe der Erwerbsminderungsrente wäre einen Blick in eine aktuelle Renteninformation zu werfen. Hast du keine dann kannst du die bei der DRV anfordern.

Bist du derzeit AU und hast einen Arbeitgeber, oder welche Leistungen beziehst du? Ist ein GdB vorhanden?

Noch habe ich einen Arbeitgeber, jedoch nur noch bis 13.04. 19. Dann bin ich arbeitslos.
Heute hat mein Psychologe gesagt , ich soll in Frührente gehen. Er hat alles schon bei meinen Ärzten angekurbelt.
Ich muss mir einen Termin holen bei der Rentenstelle und die ganzen Befunde mitnehmen. Das werde ich jetzt machen.

Ich habe seit Jahren 40 % GDB. Hätte schon lange wieder eine Erhöhung beantragen sollen. Laut Ärzten stehen mir ca 80 % zu. Aber ich wollte das nie machen wegen der Arbeit.
 
E

ExitUser

Gast
Noch habe ich einen Arbeitgeber, jedoch nur noch bis 13.04. 19. Dann bin ich arbeitslos.
"Arbeitslos" bist du erst wenn du dich bei AfA meldest (melden musst). So lange du AU bist - und noch Anspruch auf KG besteht, also nicht ausgesteuert - kannst du das erst mal nutzen

Heute hat mein Psychologe gesagt , ich soll in Frührente gehen. Er hat alles schon bei meinen Ärzten angekurbelt.
Dazu ist zu sagen, dass solltest du nicht aus den Händen geben. Es ist gut wenn du Ärzte hinter dir hast, welche eine EMR unterstützen würden. Aber den ganzen Ablauf in die Hände eines Dritten - auch wenn es ein Arzt ist - zu legen halte ich für nicht gut. Die Erfahrung hat gezeigt das die Ärzte eben keinerlei Erfahrung auf dem Gebiet haben und eher etwas "falsch" machen.

Wie sagt man immer so schön, "Schuster, bleib bei deinen Leisten"

Ich habe seit Jahren 40 % GDB. Hätte schon lange wieder eine Erhöhung beantragen sollen
GdB ist gut, auch wenn er höher ist. Aber für ein EMR-Antrag eher ein Nebenkriegsschauplatz, da die DRV nicht wirklich auf den GdB schaut. Er sagt nicht viel über die Erwerbsfähigkeit aus, es gibt auch GdB 100 die einer vollen Erwerbstätigkeit nachgehen.
 

SilkePk

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Er besorgt nur die ganzen Befunde, den Rest muss ich schon alleine machen. Ich werde mich auf jeden Fall beraten lassen. Danke Dir.

Gila , nein leider habe ich keinen Beratungsverein. Aber ich lasse mich direkt bei der Rentenstelle beraten.
Danke .
 

SilkePk

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Ja, das mach ich. Ich habe ihm auch alle meine Ärzte benannt. Er kennt diese ja. Ich geh schon seit 2006 zu diesem Psychologen. Aber ich kontrolliere meine Unterlagen natürlich trotzdem genau.
Dankeschön.

Wieviel Wochen hättest du denn Krankengeld bisher wegen der Krankheit? Dir stehen 78 Wochen alle 36 Monate pro Krankheit zu.
Psyche und Wirbelsäule wird unter Umständen gar nicht zusammen berechnet
Bist Du sicher ? 78 Wochen alle 36 Monate ?
78 Wochen sind 1, 5 Jahre alle 3 Jahre ?
Ich war seit Juli 2018 bis zum 29.01. 2019 krankgeschrieben wegen chronischen Schmerzen.
Dann bekam ich eine Zusage für eine Arbeitsstelle und ließ mich gesund schreiben damit ich anfangen konnte zu arbeiten. Nach 5 Tagen a' 3, 5 Std. Konnte ich mich kaum noch bewegen vor Schmerzen. War dann bis 10.03. 2019 krankgeschrieben. Fing dann wieder an zu arbeiten. Nach 4 Tagen war wieder alles kaputt. Seitdem bin ich krankgeschrieben. Da ich noch in der Probezeit bin und sich die Firmen garantiert keine Arbeiter leisten wollen die ständig krank sind verstehe ich auch , daß sie mir gekündigt haben.
 

Susanne42

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Auf jeden Fall ist ja noch reichlich Krankenkengeld über. So schnell kommt also nicht das Alg1.
Warst du schon zur Reha? Wenn nicht, würde ich mit einen Rehaantrag beginnen.
Das kommt sowieso, aber wenn du es unaufgefordert machst, behältst du das Dispositionsrecht und das hat unter Umständen später ein paar Vorteile
 
E

ExitUser

Gast
Auffordern und sich nachträglich das Dispositionsrecht sichern sind aber zwei paar Schuhe.
OK dann kurz eine Frage. Auf, oder mit welcher Grundlage würde sich denn z.B. die KK das Dispositionsrecht nachträglich sichern?


(Wo ist denn Dein Leuchtturm geblieben?)
Momentan wegen Nebel nicht zu sehen 🙈

@Kerstin_K
Nur zur Vollständigkeit. Um sich das Dispositionsrecht nachträglich zu sichern, reicht es aus das die KK die Aufforderung zur Antragstellung einfach nachschiebt. Mehr müssen sie gar nicht tun. Da spielt es keine Rolle mehr ob der Reha-Antrag schon gestellt ist, dass ist vollkommen egal.
 
E

ExUser 2606

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Nur zur Vollständigkeit. Um sich das Dispositionsrecht nachträglich zu sichern, reicht es aus das die KK die Aufforderung zur Antragstellung einfach nachschiebt. Mehr müssen sie gar nicht tun. Da spielt es keine Rolle mehr ob der Reha-Antrag schon gestellt ist, dass ist vollkommen egal.
DAs habe ich auch gerade herausgefunden. Wie sinnfrei ist das denn? Auffordern, einen Antrag zu stellen, obwohlsie genau wissen, dass der schon gestellt wurde. Naja. Besser nict drüber nachdenken, was derGesetzgeber sich dabei gedacht hat.
 

saurbier

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Hallo SilkePk,

ich hab mal schnell grob nachgerechnet, du hättest also bis heute 275 Tage KG erhalten, immer vorausgesetzt du bist mit diesem Krankheitsbild (Diagnose) erstmals zum 01.07.2018 erkrankt und beziehst seitdem fortlaufend KG bis eben heute (02.04.2019). Dann wärs du mit einem KG-Anspruch ca. grob bei der hälfte angekommen, da bleibt noch einige Zeit die du ruhig mitnehmen solltest so lange es geht.

Allerdings wollen wir nicht vergessen das die KK´s inzwischen alles dran setzen solche Patienten schnell an die DRV abzuschieben, heißt eben zur Reha aufordern.

Das Thema Dispositionsrecht können wir hier auch vergessen, dann da gibt es leider bisher eine einhellige Meinung seitens des höchsten SG (BSG) zu, daß die Träger durchaus dazu berechtigt ihr Dispositionsrecht nachzuschieben, leider.

Wie schon angeregt, solltest du nichts desto trotz den Reha-/Renten-Antrag selbst stellen und nicht über die DRV laufen lassen.

Hier ist dann lediglich die Frage ob ein Reha-Antrag dir überhaupt was bringt und du nicht wohlmöglich direkt einen EMR (Erwerbsminderungsrentenantrag) stellen solltest, denn das sind gänzlich unterschiedlich Formulare.

Wenn deine Ärzte eine EMR befürworten, würde ich dazu tendieren, denn damit würdest du dir Arbeit bei den Formularen ersparen. Sollte die DRV unbedingt vorher noch eine Reha wünschen, dann wird sie die eh einleiten.

Hier kannst du z.B. die EMR-Formulare herunter laden:


Das würde dann mit dem Formular R0100 anfangen gefolgt vom Formular R0210. Welche weiteren Formulare du im speziellen noch benötigst, ergibt sich von selbst, denn im Formular R0100 ist die aufgeführt was je nach Fall benötigt wird. Wichtig ist, lege soviel aktuelle Arztberichte bei wie es geht, denn du solltest nicht davon ausgehen das sich die DRV alles selbst besorgen wird (Erfahrungschatz).

Schicke die Unterlagen dann bitte per Einschreiben mit Rückschein an die für dich zuständige DRV-Geschäftsstelle.

Mein persönlicher Rat:
Warum ein teurer Einschreibebrief mit Rückschein - nun weil es leider immer wieder vorkommt das Anträge oder Briefe bei der DRV angeblich nicht angekommen sind und du damit dann die Gewissheit hast, a) wann der Reha-Antrag bei der DRV-Geschäftsstelle eingegangen ist und b) wer in der Poststelle dort (DRV) den Brief angenommen hat, denn den orangen Rückschein mit Annahmedatum und Unterschrift bekommst du von der Post zurück geschickt. Damit bist du auf der sicheren Seite und kannst später (falls es ärger geben sollte) jederzeit den entsprechenden Beweis zu deinen Gunsten vorlegen, auch wenn das der teuerste Weg ist (ca. 6,30 € Porto)

Eine solche Postsendung kanst du hier Online nachverfolgen:


Hinsichtlich der Höhe einer EMR kannst du ja auch jederzeit mal eine Rentenauskunft seitens der DRV anfordern, da kannst du dann grob ersehen was du so bekommen würdest. Bitte bedenke das ist eine Bruttoangabe, von der du dann noch deinen hälftigen KV-/PKV-Beitrag abziehen mußt.

Dank der neuen Gesetzeslage stehst du inzwischen auch nicht mehr so schlecht dar wie unsereins, denn die EMR wurde schon um einiges aufgebessert und zudem gibt es inzwischen die Mütterrente, heißt für deine Kindererziehungszeiten gibt es einiges an Geld zusätzlich.

P.S. ich bin seit 1998 auch Schmerzpatient und kann deine Probleme durchaus nachvollziehen, wenngleich ich dank meinem Schmerztherapeuten bisher immer noch gut mit BTM klar komme. Allerdings kan ich dir aus eigener leidlicher Erfahrung sagen, mit zunehmendem Alter nehmen die gesundheitlichen Probleme leider mitunter auch noch zu, zumindest mal bei mir, denn jetzt sind neben den Hüften auch die Schultergelenke kaputt und die Medikamente schlagen auf den Körper (Magen, Nieren etc.), leider.

Ich glaub in dem Alter muß man nicht unbedingt mehr mit aller Macht an einer Arbeit festhalten, selbst wenn einem die Arbeit immer Spass gemacht hat (bei mir), da sollte man eher mal an die Zukunft denken (deine Kinder und was da noch kommen mag).


Grüße saurbier
 
E

ExUser 2606

Gast
Weil ich das heute schon zum zweiten mal lese: Ichknne die Rückscheine nur in rosa, nicht in orange. Hatte aber auch schon länger keinen mehr. Oder hat sichb da was geändert?

wer eine DRV Beratungsstelle in der Nähe hat, kann die Anträge auch dort abgeben. Bei uns gibt es den Eingangsstempel sogar ohne dass man danach fragen muss.
 
Status

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