Berufsberatung: "Hartz IV Jugendliche" diffamiert (1 Betrachter)

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Woodruff

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In Rheine wird bei der Berufsberatung zwischen "Hartz IV Jugendlichen" und jungen Menschen aus "normalen Familien" unterschieden

n Rheine wird bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur zwischen jungen Menschen, die aus sog. "Hartz IV Familien" entstammen oder Familien, deren Eltern berufstätig sind, unterschieden. In einem entsprechenden Anmelde Formular bei der Berufsberatung müssen die jungen Menschen unter anderem angeben, ob die Eltern ALG II beziehen. Auf dem Formular wird konkret die Frage gestellt: "Beziehen Sie oder Ihre Eltern Arbeitslosengeld II (HartzIV): Ja… Nein…" Erst nach dieser Frage wird nach dem Schulabschluss gefragt. Ist also der soziale Status wichtiger, als der Schulabschluss bei der Berufsberatung?
Hier geht's weiter: Berufsberatung: Hartz IV Jugendliche diffamiert Hartz IV 4, ALG II, Arbeitslosengeld 2 Hilfe und Ratgeber


Es sieht so aus, als wäre es beabsichtigt, die Weichen für den beruflichen Werdegang früh zu stellen. Überspitzt könnte man es auch so formulieren, dass die Ein-Euro-Jobber von morgen möglichst schnell aussortiert werden müssen. Einmal unten, für immer unten...

Oder was soll das sonst? :confused:
 
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Kann da nicht mal eine der ach so sozialen Parteien eine "Kleine Anfrage" stellen?

Nach der "Gleichbehandlungsklausel" ein Beschwerdegrund?
 

Arania

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es gibt doch eh einen Unterschied, Kinder aus Nicht-ALG II-Familien werden von der Bundesagentur für Arbeit beraten, die anderen bei der ARGE, das sehe ich auch schon als gravierend an
 
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es gibt doch eh einen Unterschied, Kinder aus Nicht-ALG II-Familien werden von der Bundesagentur für Arbeit beraten, die anderen bei der ARGE, das sehe ich auch schon als gravierend an
... und warum startet dann keine der Parteien mal so eine Anfrage, liebe Arania?
 

Arania

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Woher soll ich das wissen, bin ich eine Partei?
 

ela1953

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Rheine gehört zum Optionskreis Steinfurt.

Vermutlich werden da die Jugendlichen der ALG II Eltern von der Kommune betreut und die anderen vom Arbeitsamt?

Ich lebe in einer städtischen Optionskommune. Mein Sohn wurde auch vom Jobcenter "betreut".

Er hätte sich aber zusätzlich vom Arbeitsamt betreuen lassen können. Bei den schulischen Aktivitäten wurde sowieso nicht unterschieden und alle sind zum Arbeitsamt.
 

Erolena

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Auf Anfrage des Online Magazins "scharf links" bestätigte die Bundesagentur für Arbeit, dass das Formular der Arbeitsagentur Rheine nicht den allgemeinen BA Vorgaben entspricht."Der beigefügte Vordruck entspricht nicht den zentralen Vorlagen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Für die berufliche Beratung/ Orientierung ist es vollkommen unerheblich, ob der Jugendliche selbst oder seine Eltern Empfänger von Leistungen aus der Grundsicherung sind. Die BA hat den gesetzlichen Auftrag Berufsberatung und Berufsorientierung anzubieten. Wir werden die Agentur für Arbeit Rheine darauf hinweisen, dass der Vordruck nicht mehr zu verwenden ist und ausschließlich die zentralen Vordrucke zu nutzen sind."
Ein Berufsberatungszentrum (BIZ der Bundesagentur für Arbeit) verstößt gegen das Gesetz, wenn es Jugendliche nicht berät.
Wer allerdings freiwillig auf die "normale" Beratung verzichtet, braucht sich nicht wundern, wenn immer mehr "Sonderinstitutionen" für Arme bereitgestellt werden.

Wer will, dass eine Partei nach irgendetwas fragt, der wende sich an seinen örtlichen Bundestagsabgeordneten (wg. Bundesagentur), an Landtagsabgeordneten (wg. Umsetzung von SGB II/III im Bundesland) oder an Abgeordnete des Landkreises (Optionskommune).
Alternativ direkt an die Fraktion(en) im BT, LT, Kreis bzw. Stadt.

In den Parlamenten wird viel gefragt, sehr oft auch auf Anregung von einzelnen Bürgern, von Vereinen usw.
- welche Information wird erbeten
- wozu sollen Regierung, Landesregierung, Landrat/Oberbürgermeister ihre Meinung sagen
- wozu sollen sie aufgefordert werden zu tun
- was soll sie unterlassen / unterbinden
Solche oder ähnliche Überlegungen sind evlt. hilfreich;
jedenfalls dann, wenn der Abgeordnete die Materie nicht selber kennt.
 
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