Berufliche Rehabilitation nach Gutachten SGB II... Möglichkeiten? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Bernd2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2010
Beiträge
33
Bewertungen
1
Liebes Forum,

ich möchte mich kurz zu Worte melden und benötige eine Meinung von Euch.

Da ich viele Jahre in der Pflege gearbeitet habe und das mit meiner Bandscheibe zu Problemen führte, habe ich die letzten Jahre immer mal wieder als Berufskraftfahrer gearbeitet. Nun war dies logischerweise auch dauerhaft nicht förderlich.

Um das ganze ein wenig abzukürzen und ggf. eine Förderung von JC zu bekommen, wurde ich zur Begutachtung zum Medizinischen Dienst geschickt.
Dort wurde ein Ärztliches Gutachten nach SGB II angefertigt.

Herausgekommen ist, das ich folgende Arbeiten machen kann:
Leichte Arbeit, häufiger Wechsel vom Stehen / Gehen / Sitzen, Vollschichtig 6 Stunden und mehr und keine Einschränkungen bei der Arbeitszeitgestaltung, Werkhallen, geschlossenen & temperierten Räumen.

Auszuschließen sind:
Nässe, Kälte, Zugluft, Temperaturschwankungen, Zwangshaltungen allgemein, Überkopfarbeit,
Kein regelmäßiges Bewegen von Gewichten über 5 KG ohne Hilfsmittel. Keine statische Haltearbeit, keine Tätigkeiten in ständig vorgebeugter Position, keine wiederkehrenden Drehbewegungen in LWS ( Produktion, Fließband und vibrierenden Untergründen. )

Mein JC SB wollte mir nun 3 Monate Zeit lassen, mir zu überlegen, was ich beruflich machen kann und wie wir weiter verfahren wollen.

Er würde mich gerne zur Agentur für Arbeit ausgliedern, dort meine berufliche Situation bewerten lassen. Kostenträger wäre weiterhin das JC.
Eine Maßnahme wollte man mir nicht geben, höchstens einen "1 Euro Job".

Nun frage ich mich jedoch, welche Arbeiten bei einer "NICHTAUSGLIEDERUNG" für mich noch in Frage kommen können!?

Nun bin ich ein wenig Ratlos. Ich habe eine private Berufsunfähigkeitspolice. Ich müsste also selber aktiv werden. Ohne anwaltliche Unterstützung würde ich da aber wohl nicht weiterkommen. Freiwillig werden auch die sicherlich nicht sofort zahlen.

Danke Euch!
Bernd
 

Bernd2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2010
Beiträge
33
Bewertungen
1
Ich bin erwerbslos seit 1,5 Jahren wegen Rückenproblemen und beim JC. Ich bekommen ALG 2.
Um nun Klarheit zu schaffen, habe ich gebeten, mich gesundheitlich auf Eignung zu überprüfen. Irgendwie muss es ja mal weitergehen. :-(
 

Bernd2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2010
Beiträge
33
Bewertungen
1
Eigentlich wäre es der ob deines SB, dir hier entsprechende Vorschläge zu machen.
Korrekt! Er meinte aber, ich sollte mir mal ein paar Monate Zeit nehmen... Weihnachten wäre auch bald.o_O Ein Antrag soll gut durchdacht werden. Auch sagte er, sollte ich trotz des Gutachtens mir einen Job suchen, kann das kontraproduktiv zum Antrag der Rehabilitation sein. Genauso wie ein Minijob. Er würde mir aktuell keinen Job vermitteln. Eine Rehabilitation wäre sinnvoller.

Joa, nun frage ich mich natürlich, was kommt in Frage.
 

Spiteri

Elo-User*in
Mitglied seit
1 April 2008
Beiträge
83
Bewertungen
21
Hallo Bernd,

Du könntest eine Umschulung im Rahmen der beruflichen Reha beantragen.
Solltest Dir vorher genau überlegen, welche Tätigkeit für Dich gesundheitlich und vom Interessengebiet her sinnvoll wäre.

Zu beachten ist, daß REHA- Umschulungen über AfA/ JC und DRV generell nur in IHK- geprüfte Berufe erfolgen.
Einfach ausgedrückt ist eine Umschulung zur anerkannten Fachkraft für soziale Arbeit oder zum med. Dokumentationsassistenten NICHT möglich, weil diese Berufe sog. Fachschulberufe sind und nicht über IHK/ HWK geprüft werden sondern von Landesbehörden und mit einer staatlichen Zulassung beendet werden. O.g. Berufe sind nur als Beispiel gemeint.

Du solltest also genau überlegen, in welchem beruflichem Bereich Deine Interessen liegen und ob diese mit Deinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu vereinbaren sind.
Zumindest die AfA hat Reha- Berater.

Daß Dein SB Dir so ehrlich rät ist ihm hoch anzurechnen.

LG Spiteri
 

Bernd2010

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2010
Beiträge
33
Bewertungen
1
Hallo. Danke Euch für die Hilfe. Welche ungelernten Tätigkeiten würden denn noch in Frage kommen? Weil so wirklich viel bleibt nicht übrig bzw. nur auf Kosten meiner Gesundheit.

Grüße
Bernd
 

grün_fink

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
1.762
Bewertungen
4.874
Die Aussage, dass nur in Berufe mit IHK-Abschluss umgeschult werden kann, stimmt so nicht.
Ich kenne ein Berufsförderungswerk, in dem im sozialen/medizinischen Bereich umgeschult wird, auch auf Fachhochschulniveau.
In einem anderen wurde zumindest früher zur medizinischen Fachangestellten umgeschult.

Ich las mal in einem anderen Forum, dass Pflegekräfte mit Rückenproblemen zum Gutachter Pflege ausgebildet werden können.
Andere Möglichkeit wäre sowas wie Einrichtungsleitung im sozialen Bereich, oder soziale Arbeit. Das erfordert auch Qualifizierung.
 
Oben Unten