Berufliche Reha vor Langzeiterkrankung und Rente

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Buerosklave

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Hallo,
meine Mutter ist jetzt 63 und möchte kommendes Jahr im Juni in Rente gehen. Sie hat jahrelang in der Altenpflege gearbeitet, was ihre Knie ihr übel genommen haben. Seit August 2017 ist sie deswegen krankgeschrieben und im Krankengeldbezug. Im April 2018 wurde das erste Kniegelenk durch ein künstliches ersetzt, allerdings läuft sie noch immer auf Krücken. Im Januar 2019 soll sie dann das 2.künstliche Knie bekommen. Nun kam die Krankenversicherung auf die fragwürdige Idee, sie in eine Maßnahme zur beruflichen Reha stecken zu wollen. Die glauben allen Ernstes, sie könnte anschließend wieder in der Altenpflege arbeiten. In Anbetracht der gesundheitlichen Zukunftsplanung (2.Knie-OP in 6 Wochen) und der anstehenden Rente ist das natürlich vollkommener Blödsinn. Kann man sich gegen sowas wehren ?
 
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ExUser 2606

Gast
Da kann doch höchstens eine Aufforderung zur Beantragung gekommen sein. Einfach den Antrag stellen. Wird sowieso abgelehnt.
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Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Was hat die Krankenversicherung mit beruflicher Reha am Hut? Ist möglicherweise Wiedereingliederung gemeint?

Solange sie AU ist geht das ohnehin nicht.
Hat sie schon einen GdB?
 

Doppeloma

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Hallo Buerosklave,

meine Mutter ist jetzt 63 und möchte kommendes Jahr im Juni in Rente gehen.

Dann sollte sie so langsam den Antrag auf ihre Rente stellen, etwa 6 Monate für die Bearbeitung bei der DRV sollte man einplanen, auch bei Antrag auf eine Altersrente.

Sie hat jahrelang in der Altenpflege gearbeitet, was ihre Knie ihr übel genommen haben. Seit August 2017 ist sie deswegen krankgeschrieben und im Krankengeldbezug.

Wenn sie bereits seit August 2017 dewegen (durchgehend) AU geschrieben ist, dann dürfte ja bald die Aussteuerung aus dem Krankengeld "fällig" sein, nach 78 Wochen gibt es kein Krankengeld mehr.
Hat sie dazu noch gar keine Information von der KK bekommen, sie muss sich dann bei der AfA melden um einen Anspruch auf ALGI klären zu lassen.

Schau mal in den Unterbereich zum § 145 SGB III, da findest du schon viele wichtige Informationen dazu.
Grob gerechnet dürfte spätestens im März 2019 Schluss sein mit Krankengeld ... da stellt sich mir gerade die Frage was die KK da überhaupt noch verlangen will.

Im April 2018 wurde das erste Kniegelenk durch ein künstliches ersetzt, allerdings läuft sie noch immer auf Krücken. Im Januar 2019 soll sie dann das 2.künstliche Knie bekommen.

War sie nach der ersten OP in einer medizinischen Reha oder soll die erst nach der 2. OP stattfinden ???

Nun kam die Krankenversicherung auf die fragwürdige Idee, sie in eine Maßnahme zur beruflichen Reha stecken zu wollen. Die glauben allen Ernstes, sie könnte anschließend wieder in der Altenpflege arbeiten.

Die KK kann deine Mutter zunächst mal nirgendwo "hinstecken", darüber hätte dann die DRV zu entscheiden wenn ein solcher Antrag gestellt wurde.

Den kann die KK allerdings verlangen nach § 51 SGB V, hat deine Mutter eine entsprechende Aufforderung (schriftlich) bekommen ???
Ob das "sinnvoll" ist interessiert die KK dabei weniger, dort hofft man (vermutlich) eher auf eine Umdeutung in EM-Rente und ein wenig Erstattung von Krankengeld daraus.

Zuvor hat aber eine schriftliche Anhörung zu erfolgen wenn ein Antrag an die DRV verlangt wird und darin sollte der KK dann schon mitgeteilt werden, dass deine Mutter daraus nur "Nachteile" haben würde und ohnhin vor hat demnächst in vorgezogene Altersrente zu gehen.

Kommt natürlich auf die Höhe der Abschläge an, die sie im nächsten Juni noch hinnehmen müsste, ob man das als "Härtefall" dann akzeptieren muss bei der KK.

Einen Versuch ist es wert und sei es nur um die Antragstellung dafür hinausschieben zu können, regulär muss man ihr ohnehin 10 Wochen Zeit dafür geben.

Sie sollte auch KEINE Anträge über die KK laufen lassen, sondern nur direkt bei der DRV Anträge stellen.

In Anbetracht der gesundheitlichen Zukunftsplanung (2.Knie-OP in 6 Wochen) und der anstehenden Rente ist das natürlich vollkommener Blödsinn.

Das sieht die KK (vermutlich) etwas anders aber das muss ja wieder die DRV nicht interessieren, schon gar nicht wenn der Antrag auf die Altersrente ab 06/ 2019 inzwischen bereits gestellt wurde.

Kann man sich gegen sowas wehren ?

In den geschilderten Grenzen durchaus, eine "Wiedereingliederung" kann auch die KK nicht eigenständig beschließen, da müssen behandelnde Ärzte, der AG und natürlich der Betroffene schon auch mit einverstanden sein ...

Es würde also nicht mal viel bringen wenn die DRV ihre Zustimmung (Bewilligung) dafür geben würde ... solange deine Mutter akut weiter krank ist (und die nächste erforderliche OP schon geplant ist) kann eine solche Maßnahme real gar nicht durchgeführt werden. :icon_evil:
Erste Voraussetzung wäre schon ein noch vorhandener Arbeitsplatz und sie müsste soweit wieder belastbar sein, dass der AG und die Ärzte das verantworten möchten.

Es macht nicht immer "Sinn" was die Leistungsträger so möchten und verlangen, das wird sie spätestens bei der AfA dann auch noch feststellen müssen.
Bis zur Aussteuerung müsste das die KK sogar noch selbst mit Krankengeld finanzieren ... also wirklich nachvollziehbar ist das nicht ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
Zuletzt bearbeitet:

saurbier

StarVIP Nutzer*in
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Hallo Buerosklave,

ich möchte mich hier den Vorrednern insbesondere den Ausführungen von Doppeloma anschließen.

Für mich sieht der Vorgang der KK so aus, als erhoffe sich diese über eine Reha ggf. eine vorzeitige Verrentung (EMR) deiner Mutter, denn je nach wohlmöglich bewilligter Form kann sich die KK dann etwaige Leistungserstattungen erhoffen.

Die Herrschaften arbeiten halt mit allem Mittel und sind mit allem Wassern gewaschen.

Das deine Mutter nun in den Genuss einer vorgezogenen Altersrente kommen kann, nun das kann die KK ja nicht wissen, eben weil dieser ja der Rentenverlauf nicht bekannt ist.

Es ist wie Doppeloma ausführte vollkommener Unsinn aktuell einen Reha-Antrag zu stellen, wenn jetzt schon bekannt ist das in kürze eine weitere OP geplant ist.

Wenn deine Mutter ernsthaft mit der vorgezogenen Altersrente plant, dann kann sie den Wünschen der KK jedoch gerne nachkommen, sofern sich diese auch an die rechtlichen gegebenheiten hält, denn ich glaube mal weniger das die DRV hier noch eine solche Maßnahme durchzieht (schon aus Kostengründen) wenn deine Mutter jetzt bereits einen Antrag auf die vorgezogene Altersrente (Rente mit 63 nach 45 Berufsjahren ohne Abschläge, als SchwerB oder eben mit Abschlägen je nach Gegebenheit) stellt.

Man bedenke immerhin, die Anhörung bei der KK dauert und für den Reha-Antrag sind dann nochmals 10 Wochen Frist zu berücksichtigen, dazu kommt dann noch die Bearbeitungszeit bei der DRV und eine mögliche Terminvergabe beim Rehahaus. Bis dahin dürfte bereits die 2. OP terminiert sein, oder.

Also wäre es hier angeraten so schnell wie möglich die Altersrente zu beantragen und zu allem was die KK so fordert nach Ausnutzung deren Fristen geruhsam zuzustimmen. Also auf die Anhörung zum Ende des Frist zu antworten, den Reha-Antrag wie belieben kurz vor Fristende abzuschicken und dann einfach zu warten wie es mit der 2. OP aussieht.

An stelle deiner Mutter würde ich mir da weniger Sorgen machen und eher auf einen positiven Verlauf der nächsten OP hoffen um dann die Altersrente zu genießen.

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/03_vor_der_rente/08_antragstellung/00_antragstellung_node.html


Grüße saurbier
 
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