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berufliche nachteile ohne auto

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ofra

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18 Jul 2006
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#1
da wir nun das thema telefon ausführlich besprochen haben, möchte ich auch noch das thema auto näher beleuchten.
ich gehe mal davon aus, dass viele hartzler, wie auch ich, kein auto (mehr) haben.
es kann niemand gezwungen werden, ein auto zu haben, wenn er es sich nicht leisten kann. (hier ist es ja noch eindeutiger als beim telefon).
das thema "zeitarbeitsfirmen und auto" hab ich persönlich auch schon durch.
ich hab mich bei sämtlichen ZAF in meiner umgebung beworben, das waren ungefähr 20 firmen. bei einigen war ich auch persönlich vorstellig. da hat mir keiner was vermittelt. da bleibt man maximal 6 monate im pool, dann kommt die bewerbung zurück: "leider können wir ihnen derzeit kein passendes angebot bieten".
hat wohl auch was mit dem nicht-besitz eines autos zu tun. die meisten jobs sind ja in einem umkreis von ca. 80 km. meist unmögliche arbeitszeiten (schicht), wo um diese zeit kein bus in die pampas fährt.
öffentliche busverbindungen sind ja auch schon ziemlich ausgedünnt: morgens einer, mittags, und der letze gegen 20 uhr. samstags sieht es noch schlechter aus.
allein schon der satz: "ich bin bahnfahrer" hat einen ablehnenden effekt zur folge. (pluspunkte würde man da wohl nur bei herrn mehdorn bekommen...)
wie sind da eure erfahrungen?
 

Rounddancer

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#2
Ohne Auto ists fast unmöglich

Ich selbst hab ja noch nie (seit Beginn meiner Arbeitslosigkeit) auch nur einen Arbeitsplatz angeboten bekommen (trotz Auto und der Bereitschaft, auch einen Arbeitsplatz in bis zu 100km Entfernung annehmen zu wollen),- und wenigstens die Schule, zu der ich Mo-Fr. muß, ist zu diesen Zeiten von mir aus direkt alle 20 min. per Straßenbahn erreichbar .
Aber ich seh es bei meiner Ex,- sie arbeitet Vollzeit 8 Stunden a 6,94 brutto, hat in der Regel einfach rund 25 km Fahrtstrecke zu ihren Einsatzorten, die schwer oder nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar wären. Sie kriegt als Fahrtkosten die halben Straßenbahnkartenkosten. Samstags putzt sie zudem je drei Stunden in einer Firma in einem Nachbarort, zu der sie aber ihr Putzzeug mitnehmen muß,- auch das geht ohne Auto nur beschwerlich. So kommt sie ganz knapp über Hartz IV,- aber wenn mit ihren Katzen oder dem Auto was ist, bricht ihr bißchen Etat total zusammen,- und ohne Auto hätte sie große Probleme, zu den Einsatzstellen zu kommen.


Aber
 
E

ExitUser

Gast
#3
allein schon der satz: "ich bin bahnfahrer" hat einen ablehnenden effekt zur folge. (pluspunkte würde man da wohl nur bei herrn mehdorn bekommen...)
wie sind da eure erfahrungen?
Kann ich zumindest bis jetzt nicht bestätigen. Ich wohne in der Stadt und brauchte nie ein Auto, hatte auch immer Arbeit. Der vorletzten ZA hatte ich gekündigt und habe innerhalb von zwei Tagen bei der nächsten ZA angefangen.
Ich sehe auch keinen Sinn drin, ein Auto bei 770-830 Euro Netto zu haben und dann noch aufstocken zu müssen. Da brauche ich kein Auto und dann nützt auch die Arbeit nichts. Ist meine Meinung.
Außerdem bin ich jetzt zu zweit und da kann ich mir erst recht kein Auto leisten.

Auch wenn es hart klingt. Wer sich nicht wirklich ein Auto (oder Telefon) leisten kann, der sollte es lassen und sich nicht beschweren, dass es hinten und vorne nicht reicht.
Was nützt ihm oder ihr die Arbeit, wenn es trotzdem nicht reicht. Auch Arbeitslose sind berechtigt eine Kosten-Nutzen-Analyse zu herstellen, nicht nur die Wirtschaft und ich tue es auch im Stillen.

Ich selbst hätte als leidenschaftliche Autofahrerin gerne ein Auto, bloß wovon?
 

Georgia

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#4
Ein Auto bedeutet Unabhängigkeit, Freiheit. Und zwar in allen Bereichen.
Es gibt natürlich auch die eingefleischten Fußgänger, die nicht mal einen Führerschein haben.
Der Zustand kein Auto zu besitzen zieht mich auf Dauer psychisch nach unten.

Unabhängig davon, das Thema Sprittpreise scheint hier keins zu sein, weil wohl die meisten von uns ohne Auto sind.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Der Zustand kein Auto zu besitzen zieht mich auf Dauer psychisch nach unten.
Zu den Anfangszeiten ohne Auto ging es mir auch so. Das hat sich mit der Zeit gegeben, auch wenn die Sehnsucht noch da ist.
Ich kenne viele Menschen, die ein Auto haben und dafür ganz radikal am Essen und anderem sparen. Da habe ich keinen Bock drauf. Das ist es nicht wert. Was habe ich von einem Auto, wenn ich wie ein Penner rumfahre und hungern muss und jeden Tag Angst haben muss, dass das Geld nicht mehr für Reperaturen und Benzin reicht.
 

Assi0815

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#6
Ohne Auto geht hier Nichts

Wie sehr viele MIT AUTO; das muss ich "anderweitig" finanzieren - Ohne geht hier aufem Land NOTHING; fürn Job brauch ich keines, da es KEINEN gibt.....*!

Ich tanke nur noch 2 Flakons Sprit inner Woche.....;--))):icon_party:
 
E

ExitUser

Gast
#7
Leider kann ich es mir nicht "anderweitig" finanzieren (lassen) und für ein Auto würde ich auch nicht ...........
 

ofra

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#8
wenn man sich die armutsentwicklung und verschuldungsrate in deutschland so betrachtet, wird es in zukunft wohl immer mehr leute geben ohne auto oder ohne telefon. vielleicht wir das langfristig wieder der "normalzustand" ...
 
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Gast
#9
Da könntest du recht haben ofra (allerdings immer mehr werden ohne Auto UND ohne Telefon sein) und ich persönlich finde das so schlimm auch wieder nicht, da ich es aus DDR-Zeiten nicht anders kenne und der Meinung bin, dass es auch ohne geht.
Prepaid ist aber allemal drin.

Irgendwie wiederholt sich alles, nur etwas anders.
 

sogehtsnich

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#10
@andine

Nur mal so nebenbei bemerkt, habe auch kein Auto und lebe noch, Thüringer (44) der auch schon vor 20:00 Uhr kuscheln könnte!:icon_smile:
 
E

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#11
und ich bin immer ganz doll traurisch, wenn ich mich bei einer Sklavenbude bewerben muss und eine Absage bekomme weil ich kein Auto habe und deshalb unflexibel bin :icon_party:
 
E

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#12
@andine

Nur mal so nebenbei bemerkt, habe auch kein Auto und lebe noch, Thüringer (44) der auch schon vor 20:00 Uhr kuscheln könnte!:icon_smile:
Erfurt ist nicht weit von meiner Heimat. Ich komme eigentlich aus Saalfeld und natürlich gilt das Kuscheln ganztags. Auf die Sig bin ich gekommen, als ich ofras Sig las. :icon_smile:
 
E

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Gast
#13
und ich bin immer ganz doll traurisch, wenn ich mich bei einer Sklavenbude bewerben muss und eine Absage bekomme weil ich kein Auto habe und deshalb unflexibel bin :icon_party:
Das glaube ich dir sofort, lach.
Mich stellen die auch ohne Auto ein.
 

Debra

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#14
wenn man sich die armutsentwicklung und verschuldungsrate in deutschland so betrachtet, wird es in zukunft wohl immer mehr leute geben ohne auto oder ohne telefon. vielleicht wir das langfristig wieder der "normalzustand" ...
Ich würd das nicht mal schlecht finden. *gg* Bin früher auch ohne Telefon ausgekommen. Hier in der Stadt brauch ich kein Auto. Ein Horror, die Vorstellung, wie die Autofahrer immer in der Schlange/im Stau zu stehen. Der Bus steht schon im Stau, aber ab und zu haben Busse "Buslinien". Dann überholen wir die.

Ist trotzdem jeden Morgen ein neues Spiel. Manchmal bin ich 5 Min. zu spät, manchmal nicht. Die könnten glatt 2 Busse einsetzen, immer,nicht nur manchmal.
 
E

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#17
Ich würde wahnsinnig werden ohne Auto.
Mal davon abgesehen, daß ich die billigen Discounter nicht mehr erreichen könnte und das Geld niemals zum Sattwerden reichen würde, wenn ich in den teuren Läden der Umgebung einkaufen müsste! Hier amortisieren sich schon die meisten Kosten meines Uralt-Billig-Autoleins.
Ich darf nicht mehr schwer heben: wie sollte ich für vier Personen einkaufen zu Fuss? Das habe ich ewig lange gemacht und vier Bandscheibenvorfälle davongetragen (im wahrsten Sinn des Wortes).
Meine Tochter käme nicht mehr zur Therapie, sowohl Allgemein-, Kinder- als auch Zahnarzt sind ohne Auto unerreichbar, desgleichen die Arge und das AA, Unterstützung anderer als Begleitung wäre unmöglich, usw...

Völlig unmöglich. Da hunger ich lieber, als meinen Kindern das alles zu nehmen und mich gesundheitlich völlig zu ruinieren.

Autofahren ist außerdem die einzige Gelegenheit für mich, völlig aus dem Alltag zu steigen, das brauche ich seit Hartz IV zum Überleben.


Viele Grüße,
angel
 

Arania

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#18
So sind die Dinge verschieden, ich habe nie ein Auto gehabt, früher meine Arbeitstellen auch ohne Auto bekommen und schon ganze Tourneen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt.

Aber es ist auf jeden Fall davon abhängig wo jeder seine persönlichen Prioritäten setzt
 
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#19
In deinem Fall liebe Angel ist das auch was ganz anderes. Du wohnst auch nicht so günstig, bist gesundheitlich eingeschränkt und hast viele Personen zu versorgen.
Ich zum Beispiel habe alle Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und ein bischen zu laufen, schadet meiner Figur auch nicht. ;-)
Ich gehe dann eben öfters einkaufen.
Ich wüsste auch nicht, wie ich die Versicherung eines Autos bei 120% zahlen sollte, das übersteigt mein Budget, das bei 980 Euro zu zweit im Monat liegt.
 

ofra

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#20
ich brauche im alltag auch kein auto. hab noch nie eins gebraucht. und meine arbeitsstellen waren auch immer ohne auto zu erreichen. damals, als ich noch arbeit hatte.
 
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