Berliner Senat will nach Einkommen gestaffelte Sozialwohnungen

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Der Senat will die Mieten künftig nach Haushaltseinkommen staffeln. Hartz-IV-Empfänger und Berliner mit WBS zahlen dann weniger.

Die Miete für Berliner Sozialwohnungen soll sozial gerechter und damit für viele Bewohner günstiger werden. Der rot-schwarze Senat will sie künftig nach Haushaltseinkommen staffeln. Damit müssten die 40 Prozent Sozialwohnungsbewohner mit Einkommen über der Berechtigungsgrenze mehr zahlen, aber nicht unbedingt umziehen, kündigte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) am Donnerstag an. Schon lange wird kritisiert, dass in den Sozialwohnungen viele Bewohner leben, die vor Jahren einmal wenig verdienten, inzwischen aber vergleichsweise viel.
Quelle:

Sozialwohnungen: Wer viel verdient, soll mehr zahlen - Berlin - Aktuelle Nachrichten - Berliner Morgenpost
 

Atze Knorke

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@Cerberus - bist du ein Bärliner - das wird keine Errettung von preiswerten Wohnungen für Niedriglöhner, Aufstocker, SGB II-Leistungsberechtigten, Altersrentnern und Erwerbsminderungsrentnern in gegenseitiger Konkurrenz ...

Vermischung von WBS und Sozialen Wohnungsbau. Abstraktheit bei der Neuvermietung. Die Neuvermietungspreise werden gar nicht erst berücksichtigt. Sie liegen aber in der Regel deutlich über dem Mietspiegelniveau. :icon_neutral:

Grundprobleme für bezahlbare Wohnungen sind seit 2009 nach wie vor ungelöst! Die unverbindlichen AV-Richtwerte sind rückwärtsgewandt und die steigende Verschuldung geht weiter. Neuvermietungspreise schlicht weg unerreichbar für benachteiligte Personengruppen durch ungünstige Voraussetzung z.B. negative Schufa, keine Mietschuldenfreiheit! :icon_dampf:

"Sozialwohnungen" lt. Preisbindung adé und landeseigener Wohnungsverkäufe ... und jetzt wieder kostenaufwendige Rückkäufe ... :icon_neutral:

https://www.jungewelt.de/2016/06-16/020.php

Wohnungsmangel in Berlin: Berlin lässt 60.000 neue Wohnungen bauen - Berlin - Tagesspiegel

Senat ändert Praxis der flächendeckenden Gebietsfreistellung für Sozialwohnungen - Berlin.dePolitische

Wahl-Verblendung und es existieren ca. 302.654 BG (März 2016), die KdU-Leistungen enthalten von ca. 1,9 Mill. Haushalten, dem gegenüber ist kein angemessener Wohnraum in preiswerten Lagen verfügbar ...

https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201603/iiia7/kdu-kdu/kdu-11000-0-201603-pdf.pdf

WBS
alte Regelung:

• Mit einem WBS über 1 Wohnraum kann auch eine 2-Zimmer-Wohnung mit bis zu 50 m² Gesamtwohnfläche, bzw. eine 1,5-Zimmer-Wohnung mit unbe- schränkter Gesamtwohnfläche bezogen werden.
https://www.berlin.de/imperia/md/content/basteglitzzehlendorf/abteilungen/wohn/infos_wbs_11_06.pdf?start&ts=1181210933&file=infos_wbs_11_06.pdf

und hier kocht jeder Bezirk vermutlich sein eigenes Süppchen ... (Flüchtlingsbewältigung?)

Hinweise aus:

•Wie groß darf eine Sozialwohnung bzw. Belegungsbindungswohnung sein?
Ist ein WBS-Antrag geprüft und gehören Sie zum Kreis der Berechtigten, wird der (ein Jahr lang) gültige Wohnberechtigungsschein zugeschickt. Darauf ist u.a. die angemessene Wohnungsgröße vermerkt.

Grundsätzlich gilt Folgendes: Je ein Wohnraum für den Wohnberechtigten und jeden seiner mit einziehenden Angehörigen. Also: Ein Alleinstehender hätte Anspruch auf eine Einzimmerwohnung, einem Ehepaar mit drei Kindern
stünden maximal fünf Wohnräume zu.
Können besondere persönliche oder berufliche Bedürfnisse geltend gemacht werden, wird auch zusätzlicher Wohnraum anerkannt.
https://senstadtfms.stadt-berlin.de/intelliform/forms/Wohnen/berlin/BW502/index
Seite 7
(Formular-Center / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Berlin)

Dazu steht hier:
Wohnberechtigungsschein

Die Angemessenheit der Wohnung gilt als gegeben, wenn entweder die Zahl der zur Verfügung stehenden Räume oder die Wohnfläche nach der folgenden Tabelle eingehalten wird.
Haushaltsangehörige Räume Wohnfläche bis zu
eine Person 45 m²
2 Personen 2 Räume 60 m²
3 Personen 3 Räume 75 m²
4 Personen 4 Räume 90 m²
jede weitere Person zzgl. ein Raum zzgl. 15 m²

Im Einzelfall können größere Wohnflächen genehmigt werden. Gründe hierfür können beispielsweise zusätzlicher räumlicher Bedarf aufgrund einer Behinderung oder in absehbarer Zeit zu erwartender räumlicher Bedarf in der Zukunft seien.
Ist das hier rein zufällig, warum fehlt in dieser Tabelle bei "eine Person" die Raumzahl noch dazu mit Wohnfläche von nur 45 m² (lt. BSG 50 m²)? :icon_kratz:
https://www.berlin.de/sen/soziales/berliner-sozialrecht/land/av/av_wohnen.html#angemessen

(3) Bei Wohnungen des Sozialen Wohnungsbaus (1. Förderweg) ist eine Überschreitung der Richtwerte nach Absatz 2 um bis zu 10% zulässig (Begründung siehe Anlage 1 zu diesen Ausführungsvorschriften).
:icon_arrow: NEU im Berliner schöner Wohnen-Worte-Programm 2016:

Pressemitteilungen / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Berlin

Wohnen für alle - inberlinwohnen.de

Im öffentlichen Auftrag - inberlinwohnen.de
 
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@Cerberus - bist du ein Bärliner...
Auch Nicht-Berliner dürfen einen Artikel aus der Morgenpost hier einstellen. Schließlich müssen die die Misere ja zahlen. :icon_hihi:

Frankfurt ist nicht billiger bei Mieten. Dabei gibt es hier nicht mal sowas wie Marzahn, sondern nur Höchstpreise pro m². :icon_evil:

Wir haben hier Mieten, die auf EZB-Angestellte ausgelegt sind u. von denen mit Leichtigkeit gezahlt werden.

:icon_pfeiff:
 

Texter50

Super-Moderation
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So was gibbet aber doch schon immer - nannte sich früher Fehlbelegungsabgabe.
Die wurde fällig, wenn man über nen bestimmte Zeitraum hinweg oberhalb einer bestimmten Grenze verdient hat. :wink:
Da wurden Sozialwohnungen für Leute mit höheren Einkommen dann richtich teuer! :biggrin:
 

flandry

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Klar, vielleicht auch noch nach Einkommen gestaffelte Preis für Kindergarten, Badeanstalt, Theater, Bus.
Und natürlich auch noch prozentual mehr Steuern zahlen.

Hinweis: Grundsätzlich habe ich nichts gegen gestaffelte Preise.
Ich habe etwas dagegen, dass man 1 Euro zuviel verdient und dann 10mal dafür mehr zahlen muss.
Aus diesem Grund wurde in der Sozialversicherung die Gleitzone eingeführt.
 
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