Berliner Betrieben fehlen 5700 Azubis (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Dagegen72

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https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ausbildung-berliner-betrieben-fehlen-5700-azubis/23059736.html
Die Ausbildung muss attraktiver werden. Die IHK fordert daher, das Azubi-Gehalt nicht länger mit Hartz-IV-Ansprüchen der Familie zu verrechnen. Marie Rövekamp
ach echt? Soviele Azubis fehlen? Warum BRAUCHEN Betriebe Azubis? Als Hiwis? Wenn sie Arbeitskräfte suchen, sollen sie einen Aushang an die Tür hängen.
ja, die Diskussion hatten wir ja schon öfter. Außerdem soll es im Handwerk dramatisch an Fachkräften mangeln. https://www.maz-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Dramatischer-Fachkraeftemangel-Handwerker-muessen-Auftraege-ablehnen
Es wird gemauert, gestrichen und gefliest was das Zeug hält. Handwerker haben so viel zu tun, dass Aufträge immer länger liegen bleiben oder gar nicht mehr angenommen werden. Vor allem der fehlende Nachwuchs bereitet den Betrieben Probleme.
echt? und ich dachte immer, auch das Ausbilder Ausgebildete oft nicht einstellen usw.
Und was ist damit? Leute können sich keine Handwerker mehr leisten .. ja, watt denn nun? :icon_mad:
 

RobbiRob

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ach echt? Soviele Azubis fehlen?
Ja.

Warum BRAUCHEN Betriebe Azubis?
Nachwuchs.

Nein.

Wenn sie Arbeitskräftes suchen, sollen sie einen Aushang an der Tür hängen.
Ja.

“Vor allem der fehlende Nachwuchs bereitet den Betrieben Probleme.“

echt?
Ja.
 

Sowhat

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Manchmal glaube ich, die Betriebe wollen für jeden handwerklichen Ausbildungsberuf Abiturienten und da bewerben sich wohl nicht viele und wenn sie dann doch einen bekommen, stellen sie in der Probezeit fest, dass die oft nicht mal wissen wie rum man einen Schraubenzieher hält und man muss ihnen jeden Handgriff fünf mal vorkauen.
Ich habe jedenfalls 20jährige mit mittlerer Reife in Maßnahmen vom JC kennengelernt, die dort mit uns 50, 60-jährigen geparkt waren und gerne eine Ausbildung gemacht hätten. Denen gibt keiner eine Chance, mir war manchmal zum Weinen.
Immer das Gejammer.
 

Zerberus X

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Such mal nach Ausbildungsreife/ Ausbildungsfähigkeit :wink:

Die Kriterien gelten als Mindeststandards für die Aufnahme einer Berufsausbildung:

Schulische Basiskenntnisse (z. B. lesen, schreiben, mathematische und wirtschaftliche Grundkenntnisse)

Psychologische Leistungsmerkmale (z. B. Sprachvermögen, logisches Denken, Merkfähigkeit, Bearbeitungsgeschwindigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen)

Physische Merkmale (z. B. altersgerechter Entwicklungsstand und gesundheitliche Voraussetzungen)

Psychologische Merkmale des Arbeitsverhaltens und der Persönlichkeit (z. B. Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz, Kommunikations-, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Selbständigkeit)

Berufswahlreife (z. B. Selbsteinschätzungs- und Informationskompetenz)

Noch Fragen.:biggrin:
 

AsbachUralt

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Wenn man, wie ich einen Bekannten hat, der für die Ausbildung von Azubis in einem Konzern verantwortlich ist und von diesem erfährt, wie gnadenlos schlecht der schulische Bildungsstand der Bewerber meist ist, kann man nur sagen, es wurde bereits einer ganze Generation von Kindern der Lebensweg verbaut.

Schuld ist der Föderalismus bei der Bildung, sowie das Versagen der Politik seit Kohl, die Schulen verkommen lies und Lehrer wie Hilfsarbeiter behandelt hat.
Wenn Lehrer in den Ferien Hartz IV beantragen müssen und ständig nur befristet eingestellt werden, kann man kein hohes Bildungsniveau erwarten. Zusätzlich wohl auch noch ein Versagen der Eltern, die anderes im Kopf haben, als ihren Sprösslingen bei den Schularbeiten zu helfen.
Kinder sind das wichtigste für unsere Zukunft und wie behandelt man sie im Bereich der Bildung? Das hat schon fast 3. Welt Niveau.
Welche Auswirkungen das auf ein Land haben wird, dessen Erfolge der Vergangenheit auf technischen Innovationen beruht haben, im Vergleich zu Asiens ehrgeizigen und bestens ausgebildeten Schülern und Studenten haben wird, kann man sich an 5 Fingern ausrechnen. Zumal dort auch mindestens die Hundertfache Anzahl Jugendlicher Schulen und Universitäten besuchen.

Zusätzlich versuchen Eltern ja auch noch eine bessere Zukunft für ihre Kinder zu erreichen, in dem sie der Meinung sind, mein Kind soll bei der Arbeit keine schmutzigen Hände bekommen. Wer dann einmal handwerklich tätig sein sollte sind immer die anderen, die es aber gar nicht mehr gibt!

Wie das wohl in 20 Jahren bei uns aussieht?
Gut, Bäcker, Metzger und Köche sind sowieso eine aussterbende Rasse, geschlachtet, gewurstet und gebacken wird bald nur noch in den Fabriken und in den Restaurants wird jetzt schon ein Großteil des Handwerks durch Convenience Produkte ersetzt, die jeder Trottel erhitzen und auspacken kann, dann eben irgendwann zu 100 %, bis auf ein paar Gourmet Tempel, die sich nur noch die oberen Zehntausend leisten können.
Nur viele andere Tätigkeiten von Handwerkern kann man nicht einfach ersetzen und da sind diejenigen Könige, wie einst in der DDR, die das Handwerk doch noch gelernt haben.
 

Zerberus X

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Ja.

Wo würdest Du dabei für Dich am ehesten noch Chancen zu einer Verbesserung sehen?
Weniger Schule,mehr Lehre/Arbeit da lernt man auch was.

Ich habe meine Lehre mit 14½ Jahren begonnen,und es hat mir nicht geschadet,ganz im gegenteil ich war 35 Jahre in dem Betrieb.
 

Zerberus X

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Hervorragend.

Dann bleibt nur zu hoffen, dass Dein Arzt und Dein Anwalt in Deinem Sinne ausgebildet wurden.
Arzt habe ich erst mit 60 gebraucht,und nun 80 GdB und Rente mit 63 ohne Anwalt,

Kommt aber nicht vom Job obwohl 35 Jahre Metzger und Rest Lager oder Arbeitslos.:biggrin:
 

erwerbsuchend

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0zymandias

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Arzt habe ich erst mit 60 gebraucht,und nun 80 GdB und Rente mit 63 ohne Anwalt,
[...]
Natürlich braucht der Arzt keine Ausbildung, wenn Du keinen Arzt brauchst.

Ich denke, wir könnten uns in diesem Punkt darauf einigen, dass die gesamte Bildung mehr einen praxisorientierten Charakter bekommen sollte.
Nein, eher nicht.

Zur Erinnerung: Die Praxis ändert sich in einem irrwitzigen Tempo, das auch noch zunimmt.
Breites Grundlagenwissen und ein lebenslanger Lernprozess wird für die Arbeitenden unabdingbar.

Wenn man aber davon ausgeht, dass die Metzger mit Lagererfahrung durch ihr Praxiswissen besonders schnell Datenanalysten und Social-Media-Spezialexperten werden, dann nur zu (zweifelnd: Link).

Anders ausgedrückt: Ein Ortskundeschein ist für einen Taxifahrer ein durchaus praxisnaher Lernerfolg, aber bald werden wir keine Taxifahrer mehr brauchen.
 

Zerberus X

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Wenn man aber davon ausgeht, dass die Metzger mit Lagererfahrung durch ihr Praxiswissen besonders schnell Datenanalysten und Social-Media-Spezialexperten werden, dann nur zu (zweifelnd: Link).
Gut seit ich meine Lehre gemacht habe gibt es ein paar Maschinen mehr aber der große Rest ist wie bei allen Handwerkern immer noch Handarbeit.:wink: Und da liegt das Problem,heute will jeder ein paar Knöpfchen drücken und möglichst viel Kohle machen.

Und Studieren ist auch nicht das gelbe vom Ei,Abbrecher und Fertig studierte Elos werden auch immer mehr.
 

Dagegen72

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ich finde, dann soll der Handwerksverband eben in die Pötte kommen und sich politisch engagieren. Einfach nur sagen: macht endlich mal kann es halt auch nicht sein. Stellt LehrerInnen ein usw.
Die bisherige Poltik in der hauptsächlich CDU / CSU drin hängen haben es verbockt, dann kann ich nur sagen hört endlich auf CDU / CSU zu wählen.
Außerdem finde ich dass das mit den Parteispenden im großen Stil aufhören muss - es ist nicht gerecht, dass Finanzstarke bestimmten Parteien spenden können und andere gehen leer aus - und manche wollen es auch nicht, weil sie kein Bock haben, sich im Sinne des Geldes zu verhalten.
Hier kann man sehen, dass hauptsächlich Metall-und Elektro-und Chemieindustrien spenden und an welche Parteien: https://www.bundestag.de/parlament/praesidium/parteienfinanzierung/fundstellen50000/2017
Quandt und Klatten spenden der CDU
CDU


50.001,00


Frau Susanne Klatten
Seedammweg 55
61352 Bad Homburg


26.06.2017


29.06.2017
Drs. 18/13179

CDU


50.001,00


Herr Stefan Quandt
Seedammweg 55
61352 Bad Homburg
Es gibt den Versuch, Abhilfe zu schaffen, indem ein Kindergarten mit Schwerpunkt Handwerk gegründet wurde. https://www.lukasgemeinde-karlsruhe.de/handwerk.html
also, Smarthphone ausse Hand und Hammer rinne :icon_hihi:

Vielleicht kommen Häuser auch bald aus dem 3D-Drucker wie Schuhe oder Lebensmittel: https://www.youtube.com/watch?v=R7U00yoK3dk
https://www.youtube.com/watch?v=bU9YECzDKk4

aber bitte - bitte hört mit dem Jammern auf - es fehlt an ALLEN Ecken und Enden - ich KANN und WILL es nicht mehr hören - TUT was, lasst euch was einfallen.
 

RobbiRob

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Verbockt hat das eher Rot-Grün mit der Bildung.

Ich wohne nicht in Bayern und hab auch nix mit den politischen Verhältnissen dort zu tun, aber bildungsmässig sind die sowas von meilenweit voraus gegenüber anderen Bundesländern.

Junge Menschen gibt es genug, viele sind schlichtweg nicht ausbildungsfähig.
Ja, ich habe persönliche Erfahrungen und kann das selber beurteilen.
 

Dagegen72

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@ZerberusX: mein letzter Post hat mit den Azubis in dem Sinne zu tun, als dass das Jammern um fehlnde Azubis ja nicht erst seit diesem Jahr ist. Nur das die Medien es wiedergeben ändert halt nichts.
ich kann nicht für mehr Azubis sorgen. Bessere LehrerInnen, bessere Schulbildung, bessere soziale Bedingungen, dass sich Eltern besser um ihre Kinder kümmern können usw. Das ist Sache der POLITIK!
ich kann nichts tun - und auf Handwerk habe ich auch keinen Bock. Und wer da keinen Bock drauf hat, das kann ich verstehen. Soll sich jede,r ein Haus selbst bauen können, dann braucht es auch keine HandwerkerInnen die laut eines Handwerkerverbandes fehlen.
Ja, ich habe Ausbildungen zur Information, aber ich kann mit ihnen inzwischen nichts mehr anfange, ich gelte als ungelernt. :doh:
 

0zymandias

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Zerberus X

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pinguin

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@Dagegen72

Es ist wohl tatsächlich so, daß es zwar genug Jugendliche hat, die aber nicht ausbildungsfähig sind.

Heute fehlt in vielen Fällen nun einmal die direkte und intensive Verbindung zwischen Schule und Unternehmen, die es bspw. gerade zu DDR-Zeiten hatte, so daß heute viele Schüler gar keine Ahnung haben, was sie im echten Berufsleben erwarten könnte und u. U. auch deswegen einige schon während der evtl. doch angefangenen Berufsausbildung wieder damit aufhören.

Und ob sich das die Gesellschaft auf Dauer leisten kann?
 
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