[Berlin]: Zwangsräumung durch 200 Nachbarn verhindert! (1 Betrachter)

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ethos07

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Zwangsräumung verhindert!

Heute morgen sollte in der Lausitzer Straße 8 eine Familie aus ihrer Wohnung geräumt werden. Sie wohnen teilweise seit 35 Jahren in dem Haus. Der neue Eigentümer, André Franell, hatte das Kreuzberger Haus im Rahmen einer Zwangsversteigerung erworben und als erstes allen Bewohner/innen gekündigt.

Nun rückten also die Gerichtsvollzieherin mit dem Hausmeister im Schlepptau an, um die Wohnung aufzubrechen. Doch im Haus und vor dem Haus blockierten ca. 200 Nachbar/innen, Freund/innen der Familie und Mietaktivist/innen den Zugang. Die Gerichtsvollzieherin musste wieder abziehen – der Jubel war groß! Die Familie kann also erstmal weiter in der Wohnung bleiben.

Heute abend soll dieser erste Erfolg auf einer Demonstration gefeiert werden:
Sie soll um 19 Uhr am Spreewaldplatz (Wiener Straße) starten.

Weitere Infos:
- Pressemitteilung bei Zwangsumzüge verhindern!
Steigende Mieten stoppen!
 
E

ExitUser

Gast
Sehr gut. Nun geht das ganze aber für die Familie weiter!!
Das heisst doch nur, das die das nächste Mal mit der Polizei kommen.:eek:
 
E

ExitUser

Gast
Andre Franell. Merkt euch diesen Namen!Schon derbe, wie man sich im Mantel des gutherzigen Menschen umgibt, eine Stiftung gründet die Obdachlosen in Thailand hilft (haha), andererseits in Deutschland Zwangsräumungen umsetzt und dazu berät über eine eigens gegründet Firma Häuser kauft und Menschen vor die Türe setzt.

Einer der größten Anbieter von Zwangsversteigerungen. Suchen Sie Versteigerungstermine in Berlin und Deutschland!
https://www.zv-information.de (Firmeninhaber : Andre Franell)

Verhinderung einer Zwangsräumung in Kreuzberg « Zwangsräumungen gemeinsam verhindern

André Franell Stiftung
 

redfly

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Ich denke bald wird der Gerichtsvollzieher mit der Polizei antanzen.
 

ladydi12

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Hallo in die Runde,

ich habs grade gelesen und finde sowas eine Frechheit:icon_dampf:
So ohne weiteres kann man die Leute nicht rausschmeißen, denn da sind die entsprechenden Kündigungsfristen zu beachten, die im jeweiligen Mietvertrag bzw. auch im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt sind. Da das Haus einen Nachfolgeeigentümer erhatlen hat, ist dieser somit auch in bestehende Mietrechtsverhältnisse mit "eingestiegen" und kann diese nicht so ohne weiteres ändern oder fristlos kündigen.
Ausnahme wären hier Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten, die rechtzeitig schrifltich angekündigt werden müssen, hier sollte den Leuten aber im gleichen Viertel vom Eigentümer des Hauses eine Ersatzwohnung angeboten werden

Was heißt das nun für die Mieter?
Hier heißt es, gegen die Räumung auf jeden Fall Widerspruch und Klage einzulegen, mit dem Hinweis darauf, daß in den Kündigungen die Mietdauer nicht eingehalten wurde und die mietvertraglichen Belange wie Flurwoche, Renovierung, pünktliche Mietzahlung etc.pp. alle eingehalten wurden.
Auch gibt es die Alternative, es auf eine Räumungsklage seitens des Eigentümers ankommen zu lassen, die bekanntlich recht lange dauern kann. Miete und alle anderen Pflichten sollte während der Dauer der Räumungsklage natürlich weiter pünktlich bezahlt und erledigen werden :cool:
bei dieser Variante geht es darum, zunächst Zeit für weitere Aktivitäten wie Demonstrationen, suche nach einer neuen Wohnung etc.pp. zu schinden, denn während einer Räumungsklage dürfen die Mieter nicht so ohne weiteres rausgeschmissen werden.

meint ladydi12
 
E

ExitUser

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Hallo in die Runde,

ich habs grade gelesen und finde sowas eine Frechheit:icon_dampf:
So ohne weiteres kann man die Leute nicht rausschmeißen, denn da sind die entsprechenden Kündigungsfristen zu beachten, die im jeweiligen Mietvertrag bzw. auch im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt sind. Da das Haus einen Nachfolgeeigentümer erhatlen hat, ist dieser somit auch in bestehende Mietrechtsverhältnisse mit "eingestiegen" und kann diese nicht so ohne weiteres ändern oder fristlos kündigen.
So ohne weiteres geht das mit der Kündigung tatsächlich nicht.
Hier aber hat immerhin der Bundesgerichtshof entschieden und die Zwangsräumung verfügt. Die Familie hatte Mietschulden und diese viel zu spät beglichen.

Die Polizei war übrigens schon da, konnte aber nichts anrichten.
 

ladydi12

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Hallo Patenbrigade,

So ohne weiteres geht das mit der Kündigung tatsächlich nicht.
Hier aber hat immerhin der Bundesgerichtshof entschieden und die Zwangsräumung verfügt. Die Familie hatte Mietschulden und diese viel zu spät beglichen.

Die Polizei war übrigens schon da, konnte aber nichts anrichten.
das konnte ich aus dem Artikel so nicht rauslesen.:cool:
Wenn dem tatsächlich so ist bzw.war, dann muß es auch vorher eine Räumungsklage gegeben haben, weil das dann einen Grund für die Kündigung darstellt und die Kündigung der Wohnung in diesem Fall rechtmäßig ist:icon_kinn:
Weiß man, ob das bei den anderen Mietparteien, die im selben Haus wohnen, auch der Fall war bzw. ist?:icon_kinn:

meint ladydi12
 

ethos07

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ethos07

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ethos07

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... und so geht's weiter - Versuch macht klug:

Der vorläufige Erfolg von gestern soll gesichert werden,
indem der Eigentümer des Hauses André Frawell durch Präsenz überzeugt wird, die Zwangsräumung ganz auszusetzen und die Familie Glübol in ihrer Wohnung wohnen zu lassen.

Deshalb gibt es morgen, Mittwoch 24. Juni, eine Kundgebung vor dem Geschäftssitz von André Frawell.

Wer sich von den Berliner_innen Eloten hier etwas Zeit freischaufeln kann, komme bitte ebenfalls zu dieser Kundgebung.
Wir sind nicht mehr still & leise! Wir lassen uns nicht einfach für Bessergestellte aus unseren Kiezen rausdrängen!

Kundgebung gegen Zwangsräumung
Emser Straße 9,
10719 Berlin-Wilmersdorf
Mittwoch, 24.10.2012, 16 Uhr


... schauen'wer einfach mal, was da möglich ist :icon_twisted:
 

ethos07

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Nette Idee. Aber wieso um 16 Uhr? Wer arbeitet denn da in dem Gebäude überhaupt noch?

Effektiver wäre eine Demo so gegen 10 Uhr!
... es erwerbsarbeiten auch auf Seite der Unterstützer_innen noch einige - 16 Uhr ist ein guter Kompromiss. Üblich sind in modernen Firmen überdies Gleitzeit, und da arbeiten viele Angestellten bis 17 oder 18 Uhr ;-).


Also: Kommt bitte heute um 16 Uhr mit zur Emserstr. 9 - Nähe U-Bahnhof Hohenzollerndamm in Berlin-Wilmersdorf.


Damit wir möglichst zahlreich zeigen können:

Mit uns gehen die Mietsteigerungen, die Verdrängung aus unseren Kiezen und der Rauswurf aus unseren Wohnungen nicht einfach glatt durch!
Familie Globül muss in ihrer Wohnung bleiben können!



***
Noch mehr Presse dazu:

Protestaktion: Kreuzberger verhindern Zwangsräumung | Berlin*- Berliner Zeitung
 

Jürgen3

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Das ist doch Realsatire.


Umsiedlungsprojekt

Zielgruppe: verarmte Menschen
Zeitraum:04.2008
Zielregion:Hoi An, Vietnam
Fördersumme:ca. 3.500€

"Für den Bau weiterer Hotelanlagen und Golfplätze sind die Ärmsten der Armen einfach aus Ihren Häusern vertrieben worden."

"Damit es allen Menschen auf unserer Welt besser geht, helfen wir ein kleines Stück mit und hoffen, dass wir unsere Aktivitäten in den nächsten Jahren ausweiten können und freuen uns über Ihre Spende.


München 2009,
Ihr André Franell"

André Franell Stiftung
 

Lecarior

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Da wird einem Menschen rechtswidrig sein Eigentum vorenthalten und der Pöbel bejubelt dieses Treiben. Interessant. :icon_kinn:

Naja, egal. Kommt der Gerichtsvollzieher eben mit der Polizei wieder. Und dann wird der Widerstand gegen die Räumung schlicht und ergreifend gebrochen. Mit ein bisschen Glück wird den Nachbarn als Zustandsstörer der Polizeieinsatz in Rechnung gestellt.
 
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