[Berlin]Wohnen unter Hartz IV (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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ethos07

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dr.byrd hat zwar die Einladung zum Wohnen-Hearing der MieterGemeinschaft und der gewerkschaftliche Erwerbslosengruppen bereits eingestellt,

aber hier das auch noch GAANZ Wichtige für UNS:
:icon_party:Wir gehen anschließend zusammen GRILLEN im Tiergarten! :icon_party:
Du bist herzlich eingeladen, mitzukommen!

Einfach ganz ohne Stress & Anspruch zusammensein und sich austauschen.
(Bei schlechtem Wetter halt bloß bei einem Bier irgendwo dort in der Nähe.)
Nimm alles Grillzeug mit, wenn du hast - und sonst so alles, was du zum frühabendlichen Picknick so brauchst. Und falls - trotz HartzIV noch ;-) - vorhanden, bring Freundin/Freunde/Hund/Ratte/... usw mit. Oder dein Musikinstrument, oder oder... Und vielleicht eine kleine Nascherei noch für auf die gemeinsame Tischdecke.
:)
Treffpunkt der eloten also am Samstag um 17.00 vor dem DGB-Haus in der Keithstr. - direkt neben dem Nolli !

Einladung zur Veranstaltung:
Heute erwerbslos — morgen Wohnungslos?
Aktuelle Angriffe auf die Berliner Regelung der Ausführungsvorschrift zur Ermittlung angemessener Kosten der Wohnung gemäß §22 SGB II (AV-Wohnen)?
Die Berliner MieterGemeinschaft und die gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen im KoOrdinierungsKreis des DGB Berlin
laden Dich ein zu einer Veranstaltung über
Anspruch, Praxis und Zukunft der ‚Kosten der Unterkunft’
(AV-Wohnen)
Samstag den 28. Juni 2008 um 13.00 Uhr
Ende ca. 17.15 Uhr
DGB-Haus, Keithstraße 1-3, 10787 Berlin, Wilhelm-Leuschner-Saal
 

Mario Nette

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Ach ja, es wird noch ein Grillmeister (samt Grill und -utensilien) gesucht. :icon_lol:

Und wer Popcorn will - kein Problem: *klick*.

Mario Nette
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Wo bleibt der Grillmeister ???

Wird sich wohl schlecht einer finden, zwei Tage vor Gehaltszahlung. :icon_cry:

Wäre ja noch die Gehaltserhöhung zu feiern, vielleicht etwas später.
 

Mario Nette

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Wenn ich mir momentan angucke, welches Wetter vorausgesagt wird, werden wir nasse Füße kriegen.

Mario Nette
 

Richardsch

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Ich wünsche euch gehaltvolle Diskussionen und viel Spaß beim Grillen. :icon_daumen:
 
E

ExitUser

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

ethos, das klingt einfach sehr verlockend. Schade, dass manchmal das Physische dem Gedanklichen weichen muss ...

Habt es gut!

wünscht euch
Emily
 

ethos07

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Bei der Nase aus dem Fenster heute: leider ist es einfach zu nass und kühl für's Grillen heute - das müssen wir auf ein anderes Mal verschieben...
... aber auf nen nettes Bier irgendwo nach dem Hearing ist doch auch gut.
Man trifft sich am Ende der Veranstaltung (ca. 17.15) vor dem Eingang links, würd ich sagen.
Sissi54 - würde mich freuen, dich und natürlich gern auch weitere von hier kennen zu lernen - für'n Bier dürfte es ev.gerade noch reichen vor 'Gehaltszahlung' ;-).
(Insgesamt sind hier im Forum ja weit über hundert eloten aus & um Bln, irgendwo in den tiefen Tiefen dieses Netzes versteckt, und für unsere guten Ideen wäre nicht schlecht, es kämen noch so einige von euch dazu... :icon_redface:)
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Hallo alle,

werde mal sehen, ob ich nach meiner Kudamm-Shoppingtour noch Lust habe, vorbeizukommem. :icon_lol:

Wenn nicht, wünsche ich allen ein schönes Grillfest !

Gruß Sissi
 

ethos07

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Grillen wird verschoben! - wir gehen heute stattdessen dann einfach auf ein nettes gemeinsames Bier nach dem Hearing um uns auszutauschen, ggf. neue eloten kennen zu lernen und Pläne zu schmieden :rolleyes:, würd ich sagen.
 

Mario Nette

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Mal gucken, vielleicht pack ich ein Fähnchen ein - wenn, dann wird es schwarz-weiß sein und Hörner haben.

@Sissi
Darf ich dir noch meinen Einkaufszettel mit auf den Weg geben? :icon_razz:

Mario Nette
 
D

dr.byrd

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Ich habe heute familiäre Verpflichtungen. Mit mir ist also leider nicht zu rechnen. An alle liebe Grüße.
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Hallo Mario Nette,

Deine Geldkarte wäre mir lieber ! :icon_lol: :icon_razz:
 

Mario Nette

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Dieses Trauerspiel möchtest du dir nicht antun. :biggrin:

Mario Nette
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Hallo Ihr BÄRliner Nachtschwärmer,

das Treffen war mir nicht vergönnt.

Leider hing ich im Bus M29 fest, wegen Stau und Umleitung.
Alles wegen der tollen Schwulenparty und einer Gegendemo.
Aber immerhin habe ich es bis zum Anhalter Bahnhof geschafft und bin dann mit der S-Bahn zurück.

Typisch BVG, keine Durchsage im Bus, nichts.Einfach Umleitung fahren und jeder kann sich denken, wo er landet.

Ich hoffe, andere hatten nicht auch solches Pech.

Es gibt immer ein nächstes mal. :icon_wink:

Allen noch ein schönes Wochenende !
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Hallo BÄRliner,

gibt es vielleicht einen netten Schreiber, der kurz über das Wohnen-Hearing und den weiteren Verlauf berichtet ?

Ich kann mir vorstellen, es gab noch mehr Stauopfer, die gerne näheres wissen würden.

L G
 

Mario Nette

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Passend zum Thema - es klang auf der Veranstaltung auch an: Neoliberalismus - oder wie man eine Bevölkerung austauscht (kommentiert: Die Mitte bebt)

Die Einladung: *klick* (PDF)

Die Position der Linken (Elke Breitenbach) kann man hier nachlesen: *klick*

Zur Veranstaltung: Man kann nicht nur geteilter Meinung über den Ablauf sein, sondern ist das auch. Davon abgesehen waren die Stellungnahmen der einzelnen Referierenden wichtig. Ich kann jetzt nicht im Einzelnen auf jeden Referenten eingehen, sondern möchte eher einzelne Punkte erwähnen.

Sowohl Sigmar Gude von TOPOS Stadforschung als auch Joachim Oellerich von der Berliner Mietergemeinschaft haben anhand von Zahlen und Diagrammen darlegen können, wie sich in Berlin die Wohnungssituation für Erwerbslose (und nebenbei bemerkt: auch für andere Prekäre) gestaltet. Nachgewiesen werden konnte die Vermehrung von Ein-Personen-Bedarfsgemeinschaft seit Umsetzung des Hartz-IV-Pakets. Zur Folge hat dies natürlich einen Anstieg der Nachfrage nach entsprechendem Wohnraum. Bei Ein-Personen-BGs ist das Verhältnis Wohnung : Nachfragende etwa 1 : 1,9. Verschleiert wird dies durch solche statistischen Schön-Zahlen wie: Es gibt in Berlin etwa 330.000 (oder 350.000?) Bedarfsgemeinschaften. Es gibt ca. 850.000 Wohnungen, die prinzipiell angemessen sind. Davon stehen weniger als die Hälfte wirklich zur Verfügung. Während es für große BGs nicht sonderlich problematisch ist, angemessenen Wohnraum zu finden, sinkt die Chance bei Abnahme der Personenzahl, da hier mit anderen Prekären konkurriet wird: Studenten, Niedriglöhner, Leute auf Montage und - oh Wunder - Leuten, die genug Geld für teureren Wohnraum haben (aber wo man sparen kann, da spart man eben).

Wohnraum hat sich in Berlin generell verteuert. Auszumachen sind außerdem zwei Tendenzen:

1.) Angemessenheit durch knappe Unterschreitung der Grenzen
Interessanterweise rangieren die Plattenbauten nicht mehr in den unteren, sondern mehr und mehr in den mittleren Preissegmenten. Die Vermieter haben Stück für Stück die Mieten auf ein Niveau knapp unterhalb der Angemessensgrenzen angehoben, die Verteuerung ist vor allem bei Wohnraum höher als 10 %, die angemessen für Ein-Personen-BGs sind. Sie wissen, dass das Geld vom Amt kommt und in der Höhe garantiert fließen wird. Sie wissen auch, dass Wohnraum benötigt wird: Zwar gab es in Berlin innerhalb zweier Jahre (ich glaube, 2005 und 2006) zusammen "nur" etwa 1.200 offizielle "Zwangsumzüge" Es sind aber generell 11.000 Bedarfsgemeinschaften - aus welchen Gründen auch immer, z. B. vorauseilender Gehorsam - umgezogen.

2.) Knappe Überschreitung der Grenzen
Die Schaffung sog. Hartz-Ghettos wollte öffentlich natürlich niemand - und das würde ja auch den Anstrengungen zum Quartiersmanagement teilweise zuwider laufen. Allerdings zeigt sich durch die Praktik der knappen Überschreitung der Angemessenheitsgrenzen, dass es in Berlin Stück für Stück "Hartz-befreite Zonen" gibt. Genannt wurde u. a. der Prenzlauer Berg (siehe den ersten Link in diesem Beitrag).

Ferner wurde moniert, dass der Grund für die Rügen durch den Landes- und später Bundesrechnungshof kaum eine gute Grundlage haben. Zur Erhebung der Daten wurde erklärt, von den über 300.000 BGs in Berlin entnahm man eine gewaltige, unglaublich riesige Stichprobe von unter 300, sprich: Weniger als ein Promille. Von diesem ausgehend wurde geschätzt. Der Landesrechnungshof machte aus der Schätzung eine vage Zahl, der Bundesrechnungshof, der eigentlich selbständig die Erhebung hätte machen müssen, übernahm und konkretisierte diese Zahl auf 30 Mio. Euro, die Medien ihrerseits machten daraus abzuzahlende Schulden. ¡olé!

Für mich am eindeutig positionierte sich Karin Baumert vom Sozialforum gegen die Praktiken, die man Anspruchsberechtigten angedeihen lässt. Zur Vertreterin der SPD spare ich mir jeden weiteren Kommentar ...

Einigkeit beseht darin, dass die AV Wohnen, die vor ihrer Einführung durch den Senat hübsch beschnitten wurde, angepasst und aktualisiert werden muss. Uneinigkeit besteht weiterhin darin, wie der Inhalt der Anpassung aussehen soll. Auf Grundlage der gestiegenen Kosten für Miete und Energie muss man eigentlich die Grenzen nach oben definieren. Das würde den Rechnungshöfen den Wind aus den Segeln nehmen, dei Anspruchsberechtigten würden in unangemessenen Wohnungen respektive Unterkünften leben. Da aber immer noch eingespart werden soll, könnte man vermuten, dass diese merkwürdigen 30 Mio. Schummel-€ als Argument genommen werden, die Grenzen zu belassen.

Nun entbrennt natürlich ein Streit darüber, wann und wie die AV Wohnen anzupassen sei. Einige Stimmen werden laut, die sagen, die AV Wohnen muss jetzt (zugunsten) der Anspruchsberechtigten geändert werden. Andere Stimmen (na gut, ich glaube, es war nur eine ...) meinen, dass man damit warten sollte, bis sich die Bund-Länder-Kommission geeinigt hat (deswegen: hier lesen). Natürlich wird in diese Kommission ein Vertreter von Berlin mit der hier - in welcher Form auch immer - gültigen AV Wohnen einwandern, um diese als effektiv und ganz toll zu preisen.

Soweit meine Eindrücke/Meinung. Vermutlich wird in den kommenden Tagen eine Erklärung als Einigung (der eine oder andere mag sich um dieses Wort auch Gänsefüßchen denken) zu diesem Treffen herausgegeben.

Mario Nette
 
D

dr.byrd

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

»In der Tat sollte Druck erzeugt werden«

Die Linke hat in Berlin eine Schlüsselrolle bei der künftigen Wohnraumversorgung von Hartz-IV-Empfängern. Ein Gespräch mit Joachim Oellerich


Weiterlesen auf: Junge Welt
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Danke für den Bericht !!!
 

ethos07

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AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

ebenfalls Danke @ Mario Nette für die Zusammenfassung!

* * *

Da die Themen "Ausführungsvorschriften (AV) Wohnen - Berlin" / durchmischte Stadt oder fortschreitende Segregierung? uns hier sicher noch länger beschäftigen werden,

hier mal zum Vergleichen noch der link zu der aktuell in Berlin gültigen AV Wohnen.

Die Frage, wie die Hauptstadt sich sozial entwicklen soll (anschaulicher Beitrag aus dem Mieter-Magazin dazu) , ist ja ein Thema, das breitere Kreise der "irgendwienochlinken" Stadtbevölkierung traditionell in Berlin interessiert.
Insofern hätten wir als mehr oder weniger aktive Erwerbslose, die direkt stark von den Verschlechterungen betroffen sind, darüber ev. auch die Chance, unsere generelle Ablehnung aller Hartz-Gesetze und des SGB-II insbesondere wieder stärker aus der allgemeinen Versenkung/Verdrängung zu bekommen :wink:.

Bei der Einladung zur gewerkschaftsnahen Veranstaltung vom Samstag war das Podium denn auch entsprechende links-hochkarätig besetzt. Da es sich beim Umschauen nach Vernetzungen ev. lohnt, sich einzelne Namen genauer anzusehen u. sich zu merken, stelle ich die Einladung hier einfach mit einigen Hervorhebungen und Anmerkungen von mir nochmals ein.

Ob der DGB wirklich ein guter Anlaufpunkt ist, wage ich allerdings zu fragen - wie auch die von Mario verlinkte und m.E. komplett zahnlose Presseerklärung des DGB zur Veranstaltung vom Sa mir zu zeigen scheint: die Federführung durch den DGB könnte auch einfach dazu dienen, einer neuen Unzufriedenheit an der Basis mit den Wohnungsfragen gleich wieder von vornherein die Stachel zu ziehen - und die vielen Erwerbslosen unter den (ehemaligen?!) Gewerkschaftsmitglieder schön still zu halten.

Einladung zur Veranstaltung:
Heute erwerbslos — morgen Wohnungslos?

Aktuelle Angriffe auf die Berliner Regelung der Ausführungsvorschrift zur Ermittlung angemessener Kosten der Wohnung gemäß §22 SGB II (AV-Wohnen)?

Die Berliner MieterGemeinschaft und die gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen im KoOrdinierungsKreis des DGB Berlin
laden Dich ein zu einer Veranstaltung über
Anspruch, Praxis und Zukunft der ‚Kosten der Unterkunft’
(AV-Wohnen)


Samstag den 28. Juni 2008 um 1300 Uhr
Ende ca. 1715 Uhr

DGB-Haus (...)

Wir wollen informieren und mit Euch über unsere Erfahrungen und Forderungen diskutieren.

Begrüßung:
Doro Zinke stellvertretende Vorsitzende DGB Bezirk Berlin-Brandenburg
Referenten:
Dr. Andrej Holm Redaktion MieterEcho [Stadtsoziologe HU, Forschungen zur Gentrifizierung ]
Sigmar Gude TOPOS Stadtforschung [ z.B. Berliner Armutsstudie, 2000]
Joachim Oellerich Berliner Mietergemeinschaft
Elke Breitenbach MdA arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion
Andrea Dräger Rechtsanwältin; [2. Vorsitzende des Berliner Arbeitslosenverbandes]
Podium:
Dr. Gesine Lötzsch MdB stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion
Ülker Radziwill MdA sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
Karin Baumert Sozialforum, Kampagne gegen Zwangsumzüge [Mitte der 90er Jahre Stadtbaurätin im Bezirk Mitte]
Bernhard Jirku Bundesverwaltung ver.di


Auf dem Wege zum Ghetto für Erwerbslose?
Gegen jede soziale Vernunft, wird zurzeit eine massive Verschlechterung der Leistungen für die Unterkunft für Berliner ALG II Empfänger vorbereitet.
Auftakt der Angriffe gegen die Berliner Regelungen, die in der Ausführungsvorschrift Wohnen (AV Wohnen) festgelegt sind, bildeten die massiven Angriffe des Landesrechnungshofes im Herbst letzten Jahres. Der LRH[1] schwang sich zum selbsternannten Richter auf, indem er die wenigen sozialen Aspekte der AV Wohnen (so z.B. die einjährige Schonfrist) schlankweg als „rechtswidrig“ bezeichnete. Mit geringerer Dreistigkeit aber deshalb nicht weniger nachhaltig griff der Bundesrechnungshof die Vorlage auf.

Für den Haushaltsausschuss des Bundestags (einer Koalition aus Christdemokraten und der neoliberalen Fraktion der SPD) bot sich damit die Gelegenheit, mittels der Berliner Unterkunftsregelungen gegen die ungeliebte rot-rote Koalition vorzugehen.
Angesichts der sich politisch zuspitzenden Situation ist eine Konferenz zur AV Wohnen und dem Berliner Wohnungsmarkt in der aktuellen Lage unerlässlich um diesen Angriffen und der weiteren Hetze gegen Erwerbslose im Stile von Wolfgang Clement und Thilo Sarrazin zu begegnen.

Wir wollen im ersten Teil der Veranstaltung an den ursprünglichen Entwurf der AV Wohnen erinnern, die jetzige Regelung bereits als einen Kompromiss mit der Senatsverwaltung für Finanzen darzustellen und die aktuelle Infragestellungen der durch die AV Wohnen geregelten Verwaltungspraxis auflisten und zurückzuweisen.

Es wird gezeigt, dass die Entwicklung des Berliner Wohnungsmarktes zu einer deutlichen Verknappung und Verteuerung des für ALG II Empfänger zur Verfügung stehenden Wohnungsbestandes geführt hat. Zunehmende Segregation ist zu beobachten und es ist zu befürchten, dass das Leitbild der sozial durchmischten Stadt bereits jetzt der Vergangenheit angehört.

Wohnungen in aufgewerteten Altbaugebieten (Friedrichshain, Prenzlauer Berg) stehen für ALG II Empfänger kaum noch zur Verfügung. Die zunehmende Konkurrenz mit Geringverdienenden, Rentnern, Studenten und anderen führt zu krassen Preisanstiegen in Beständen mit bisher moderaten Mieten. Sämtliche Experten stimmen in der Einschätzung überein, dass die Versorgung mit erschwinglichem Wohnraum zu einem unmittelbaren wohnungspolitischen Problem zu werden beginnt.

Der zweite Teil der Veranstaltung gibt dem Podium Gelegenheit zur Darstellung ihrer Positionen
Anschließend haben politische, gewerkschaftliche Vertreter sowie Aktivisten aus der sozialen Bewegung Gelegenheit zur Stellungnahme und zur Diskussion mit dem Auditorium.
Eine Verschlechterung der Berliner Regelungen muss als das was sie ist: ein infames politisches Störmanöver der neoliberalen politischen Kräfte zu Lasten der Betroffenen, mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden.

Es geht aber darüber hinaus auch um die seit Jahren unterbliebene und daher längst fällige Anpassung der Richtsätze für die Unterkunft an die gestiegenen Mieten und die insbesondere durch die Privatisierungen der öffentlichen Versorgungsbetriebe bewirkten Verteuerungen der Nebenkosten.

Es geht darüber hinaus um die Stadt in der wir alle leben und die sich noch immer an dem Leitbild der sozialen Durchmischung zu orientieren hat.
Am Ende der Veranstaltung wurde noch ein Resolutions-Entwurf der gewerkschaftlichen Erwerbslosengruppen im DGB Brandenburg durchgereicht.
Da dieser von der DGB-Erwerbslosen-'Basis' kommende Teil offenbar zeitlich nicht eingeplant war, ging die Diskussion dazu im allgmeinen Aufbruch und Unmut über die zu geringe Diskussionszeit unter. (Die Resolution selbst ist leider ziemlich unbrauchbar, da schlecht formuliert. Aber man dürfe, beschied die DGB-Sitzungsleitung gnädig vermittelnd, noch Verbesserungsvorschläge nachreichen ;-).)
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Hallo,

wer sagt denn, dass es in Berlin keine Wohnungen für Hartzer gibt. :icon_evil:

Ein Wohnunsangebot.Jobcenter tauglich !!!!

bei immoscout24, ID 46392641 !
 
S

Sissi54

Gast
AW: Berlin,Samstag: Wohnen-Hearing ...und anschließend geh'n wir GRILLEN im Tiergarte

Hallo Ihr feierlustigen BÄRliner !

Holt Euer Grillfest nach und macht einen Ausflug nach Frankfurt/Oder.

Dort ist der Wasserstand der Oder zu betrachten. :icon_lol:

Vom 11.-13.07.2008 große Fete auf beiden Seiten.
Hering Frankfurt/Oder, das Programm ist im Internet zu lesen.

Bis 5 Personen mit dem Brandenburg-Ticket, günstige Bierchen(auf der polnischen Seite), billige Zigaretten und einen Tag alle Sorgen vergessen.

MfG
 
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