Berlin, Schwierige Umstände, psychische Erkrankung, gestrichene Gelder

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MaDin

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Hallo liebe Forenteilnehmer.

Ich befinde mich derzeit in einer recht misslichen Situation mit mehreren Problemen, die für den jetzigen Zustand ineinander greifen.

Zunächst etwas Vorgeschichte:
1. Ich leide unter mehreren komorbiden psychischen Beeinträchtigungen vor allem im Bereich der Angststörungen/Emotionsstörungen was es mir so schon schwer macht mich mit Behörden, Autoritätspersonen etc. auseinander zu setzen. Vor allem da es zumeist weitere Tiefpunkte und Impulsverluste nach sich trägt.
2. Habe ich seit mehreren Jahren ein eklatantes Problem mit der Post, so dass Briefe (mit Ausnahme von Kontoauszügen und Postkarten) bei mir nicht im Briefkasten landen. Beschwerden bei Post, Bundesnetzagentur etc. haben nichts gebracht. Verfügbare Postfächer gibt es laut Post nur außerhalb meines Bezirkes (Moabit).

Zur aktuellen Situation:
Derzeit bin ich in einem großen emotionalen Tief und habe mich erst die Tage seit Wochen überhaupt wieder vor die Haustür getraut. Wodurch ich feststellte (da mein Konto gesperrt wurde), dass mir das Amt anscheinend wieder die Gelder (ALGII) oder mich gar ganz aus dem System gestrichen hat.
Wieder, da dies schon mal geschah (verursacht durch Punkt 2) und durch Punkt 2 oben wohl wieder das selbe geschah. Ich bekam keinerlei Benachrichtigungen, auch über die beantragte Untersuchung beim medizinischen Dienst (die wohl inzwischen verstrichen ist). Mehreren Bitten um wenigstens eine informelle Benachrichtigung per E-Mail ist nicht nachgekommen worden.
Jetzt sitze ich hier ohne Geld für irgendwas etc. und habe schlichtweg, vor allem psychisch, nicht mehr die Kraft mich noch irgendwie mit dem Amt auseinander setzen zu können. Vor allem da es durch die Postsituation immer wieder dazu kommen wird.
Zusammen mit Irren und Wirren eines schlecht geschriebenen Dramas in meinem Privatleben gehen mir die Optionen und Möglichkeiten aus um noch irgendwas auszurichten.
(dazu kommen noch weitere Aspekte wie chronisch mangelndes Geld für Psychopharmaka da der Satz bei mir dafür nicht ausreicht und wenn die 5€-Regel kommt...naja, den Rest könnt ihr euch ausmalen).

Nun befinde ich mich damit nun quasi in einer Notsituation und als letzte Möglichkeit, da ich nicht um weitere Anlaufstellen weis, wollte ich wissen ob jemand aus dem Forum in meiner Nähe (Berlin, Moabit) Anlaufstellen kennt an die ich mich überhaupt noch wenden könnte, die sich auch mit Fällen wie meinen (vor allem aus dem Bereich psychisch beeinträchtigter Menschen) auskennen und da helfen können. Denn ein simpler Beistand, der mit Fällen wie meinen nichts anfangen kann, wird dabei wohl kaum ausreichen.

Danke

PS.: ich bin mir nicht sicher in welches Unterforum die Frage/Gesuch nun genau gehört. Falls dies das Falsche Unterforum war bitte Ich untertänigst um Verzeihung und eventuelle Verschiebung des Themas.
PPS.: auch wenn ein Klinikaufenthalt wahrscheinlich für mich auch in der aktuellen Situation das richtige wäre, so sträube ich mich durch meine Paranoia dagegen, da ein Aufenthalt dort meine Paranoia nur weiter anstachelt.
 
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gast_

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Zuerst mal: Kopf hoch, das kriegt man wieder hin.

Frage: Bist du bei einem Psychiater?

Kannst du dir einen Termin geben lassen?

Dann mach das bitte: Du brauchst eine AU und eine Bescheinigung, daßdu aus gesundheitlichen Gründen nicht die Mitwirkungspflichten erfüllen konntest.

In Berlin kenne ich mich nicht aus, aber da wird sich sicher jemand melden und dir mit Adressen weiter helfen - und es wird sich sicher auch ein Beistand finden, der dich wenn nötig zum JC begleiten kann.

Bei einem Schreiben, das du zur Erklärung ans JC schicken kannst, könnte ich dir helfen.

Hast du jemanden, den du bevollmächtigen könntest?
 

MaDin

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Psychiater muss ich mir erst wieder einen neuen suchen. Das Vertrauensverhältnis zu meinem alten Psychiater hat sich bei mir leider verschlechtert (zusammen damit, dass weder die alten Medikamente noch wirkten noch überhaupt genug Geld da gewesen wäre/da ist um sie mir dauerhaft leisten zu können) und ich somit derzeit keinen habe. Leider ist das mit dem Vertrauen bei mir doch ein ziemliches Problem...

Und hier in Berlin einen Termin bei einem neuen Psychiater zu bekommen - da kann man locker min 3 Monate warten.
Mal ganz davon abgesehen, dass kein Geld für die Praxisgebühr vorhanden ist.
Verflixte Teufelskreise.

Mit einer Bevollmächtigung sieht es schlecht aus. Meinem besten Freund kann ich das nicht auch noch zumuten und meine Eltern wohnen in Rheinland Pfalz (also ein ganz anderes Eck).

Mir geht es vorwiegend darum einen entsprechend auch im Umgang mit psychisch kranken erfahrenen Beistand zu haben der zunächst ein mal mit dafür sorgen kann, dass zunächst erstmal das Geld wieder verfügbar ist (und eventuell weitere Schritte/Möglichkeiten außerhalb des JC kennt) und auch durchsetzen kann, dass ich endlich, endlich, endlich wenigstens informell per E-Mail über anstehende Termine informiert werde (da die Post ja nicht will...).

Denn alleine dort zu sein und rum zu sitzen, stundenlang auf die Bearbeitung zu warten und meine Belange nicht durchsetzen zu können - wie ich die Tage nach so etwas drauf bin will man einfach nicht wissen (werde nicht umsonst aufgrund diverser 'Erscheinungen' auch als suizidär eingestuft).

PS.: anscheinend wurde ich im gleichen Zuge aus dem System entfernt wie ich vom U25 in den Ü25-Bereich verschoben wurde. Entfernt deswegen, da ich ja nicht mal Miete etc. bekomme.
PPS.: vor dem sozialpsychiatrischen Dienst scheue ich mich, da hier für mich die akkute Gefahr besteht eingewiesen zu werden.
 
G

gast_

Gast
Ohne Bescheinigung und AU sehe ich schwarz, was die zurückliegende Zeit betrifft...hast du wenigstens einen guten Hausarzt?

Mir fällt grad teddybear ein, der wohnt in Berlin... dem traue ich zu, daß er dich als Beistand begleiten kann. ich schick ihm mal den Link zu diesem Thema.
 

jimmy

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Denn ein simpler Beistand, der mit Fällen wie meinen nichts anfangen kann, wird dabei wohl kaum ausreichen.

Mir geht es vorwiegend darum einen entsprechend auch im Umgang mit psychisch kranken erfahrenen Beistand zu haben der zunächst ein mal mit dafür sorgen kann, dass zunächst erstmal das Geld wieder verfügbar ist (und eventuell weitere Schritte/Möglichkeiten außerhalb des JC kennt) und auch durchsetzen kann, dass ich endlich, endlich, endlich wenigstens informell per E-Mail über anstehende Termine informiert werde (da die Post ja nicht will...).

Hallo Madin,

Ich befürchte, dass du die Beistandsfunktion falsch verstanden hast. Ein Beistand kann dir nur beistehen, und im Notfall vor Gericht aussagen. Wenn es gut läuft, und jemand die einzelnen § kennt, können diese evtl. auch helfen. Bitte bedenke, dass ein Beistand - auch wenn fachlich nicht versiert - immer auch als Zeuge auftreten kann, falls ein Besuch suboptimal läuft.
Bitte hüte dich davor, fremden die Verhandlungen deiner Lebenssituation zu überlassen. Das geht seltens gut!

Ein/e Betreuer/in oder Rechtsbeistand wäre hier sicher die bessere Wahl. Diese/r kann - wenn ich mich nicht irre, auch ohne deine Anwesenheit im JC vorsprechen, und sich um deine Schwierigkeiten kümmern. Leider weiß auch ich - obwohl ich selber einen bräuchte - nicht wo man einen solchen generieren kann.
Es melden sich aber ganz sicher noch andere User/innen.


jimmy
 
G

gast_

Gast
Hallo Madin,

Ich befürchte, dass du die Beistandsfunktion falsch verstanden hast.

Wie kommst du darauf?

Ein Beistand kann dir nur beistehen,

genau das ist ja nötig...inwieweit, muß Ma Din selbst entscheiden:protokol schreiben ud Klappe halten oder notfals auch eingreifen - oder sogar ganz für ihn sprechen lassen

und im Notfall vor Gericht aussagen.

Falls nötig - ja. Oder eben erst einmal das Protokoll mit unterschreiben.

Bitte hüte dich davor, fremden die Verhandlungen deiner Lebenssituation zu überlassen. Das geht seltens gut!

Woher weißt du das? Man muß sich dann nur jemanden suchen, der sich auskennt und sich vorher gut absprechen!

Ein Bevollmächtigter wäre ideal...

Ein/e Betreuer/in oder Rechtsbeistand wäre hier sicher die bessere Wahl.

Sehe ich nicht so! Und er hat schon geschrieben, warum er keinen gesetzlichen Betreuer will.


Diese/r kann - wenn ich mich nicht irre, auch ohne deine Anwesenheit im JC vorsprechen, und sich um deine Schwierigkeiten kümmern.
Das könnte auch ein Bevollmächtigter seines Vertrauens - wenn er denn einen hätte.
 

schuldenjenny

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hallo.

also, als erstes würde ich mal bei der hotline der arge anrufen und fragen was überhaupt genau los ist, dann kann man besser planen.

du solltest dein konto schnellstmöglich in ein p-konto umwandeln lassen, das ist kostenlos und wenn pfändungen eingehen ist dein ALG2 geschützt.

mhm, da du dich in einer notsituation befindest würde ich mich schon an freunde wenden, du brauchst dich nicht zu schämen, es ist immer richtig sich hilfe zu suchen.

unter Datenbank der Berliner Ärzte kannst du nach einem neuen psychiater suchen, lass dich nicht abwimmeln am telefon, sag dass du ein notfall bist, besser noch wenn du einfach persönlich zur sprechstunde auftauchst.

lg

jenny
 

Anna B.

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Hallo,

...und bist du durch die KK von den Zuzahlungen befreit? müßte bei deinem "Nichteinkommen" doch bereits gemacht worden sein..
wenn nicht, dann umgehend den Antrag stellen, dann bekommst du auch wieder deine Medikamente...
Antrag mit Einkommensnachweis an deine KK...

Den Antrag kannst du m.E. auch im I-net finden...geh auf die Homepage deiner KK..

Gruß
Anna
 
G

gast_

Gast
Die Frage ist: Wie lange bekommt er schon keine Leistungen?

Er wird nicht mehr krankenversichert sein - es werden Schulden aufgelaufen sein und es wird nur noch Notversorgung geben.
 

MaDin

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Die Seite vom Weglaufhaus klingt gut. Vielen Dank für den Tipp. Werd mich morgen bei denen melden (heute ist ja die Zeit vorbei) und dann sieht man hoffentlich weiter.
 
T

teddybear

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Ohne Bescheinigung und AU sehe ich schwarz, was die zurückliegende Zeit betrifft...hast du wenigstens einen guten Hausarzt?

Mir fällt grad teddybear ein, der wohnt in Berlin... dem traue ich zu, daß er dich als Beistand begleiten kann. ich schick ihm mal den Link zu diesem Thema.

Kiwi Berlin - Moabit liegt sehr weit von meinem Wohnumfeld entfernt. Zudem laufe ich auch stets bei Bekannten als Beistand mit.

Es ist auch so, dass insbesondere die JCs in Berlin ungeachtet eines Beistandes mit dem Leistungsberechtigten ohnehin machen was sie wollen, weil sie wissen, dass sie nichts zu befürchten haben. Ich selbst muss ja auch fast jeder Handlung des JCs widersprechen und in der Konsequenz der Ignoranz der Rechtslage beklagen. Selbst, wenn das Berliner SG mein JC stets immer wieder wegen der an mir rechtswidrig vollzogenen Handlungen ermahnt so juckt es die nicht ansatzweise, da selbst die Geschäftsleitung ja wissentlich die rechtswidrigen Praktiken ihrer Mitarbeiter unterstützt. Aktuell muss ich sogar demnächst noch eine Vollstreckungsklage gegen das JC durchführen, weil die es nicht einmal mehr für nötig erachten, die einstweiligen Anordnungen (Beschlüsse) des SGs umzusetzen. Nicht mal dann, wenn das SG die Geschäftsleitung ermahnt. In Berlin hilft nur widersprechen und klagen. Es hilft nach meiner Auffassung auch kein Beistand, da sich in Berlin bereits eine Art von JC - Monarchie herausgebildet hat. Siehe schon allein die ganz bewusste Ignoranz und Beugung der fortlaufenden BSG-Rechtsprechung zu §22 SGB II.

BSG, Urteil vom 07. 11. 2006 - B 7b AS 10/06 R
BSG, Urteil vom 07. 11. 2006 - B 7b AS 18/06 R
BSG, Urteil vom 18. 06. 2008 - B 14/7b AS 44/06 R
BSG, Urteil vom 02. 07. 2009 - B 14 AS 33/08 R
BSG, Urteil vom 02. 07. 2009 - B 14 AS 36/08 R
BSG, Urteil vom 19. 10. 2010 - B 14 AS 2/10 R
BSG, Urteil vom 19. 10. 2010 - B 14 AS 50/10 R


Was meinst du, wie SG, LSG als auch BSG sauer sind, weil durch diese bewusste Rechtsbeugung ja gerade auch die stetig anwachsenden Massenklagen in Berlin ganz bewusst provoziert werden. Soll schon was heißen, wenn selbst die beiden Gerichtspräsidentinnen von LSG und SG in den Medien ihren Frust über die Berliner Jobcenter kundtun!
 

kelebek

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Bzgl. gesundheitlicher Situation + aus eigener guter Erfahrung + weil Du das Glück hast, dass sie aufgrund des Bezirkes, in dem Du wohnst, zuständig sind:

Psychiatrische Institutsambulanz im St. Hedwigs - Krankenhaus, Charité, Große Hamburger Str., in etwa hinter der Synagoge (also einmal um den Block herum), nahe S-Oranienburger Str..

Zudem: Klinikaufenthalt ist bei Angstörungen zwar zunächst einmal auch etwas konfrontativ, kann aber - und die Chance darauf ist groß -, weil man aus seinem (quälenden) Umfeld für eine Zeit herausgezogen wird, sehr erleichternd sein, wenn man ein paar Wochen aushält. (Eigenes Erfahren, wenn auch bei anderer Problemlage + konnte ich ja sehen, wie dort auch Menschen mit Angststörungen und/oder Soziophobien, Agoraphobien die Qualen ihrer Anspannungen verloren.)
 
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