Berlin: Polizei räumt brutal Protestierer gegen rechten Aufmarsch in Lichtenberg

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ethos07

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Festnahnmen bei Neonazi-Aufmarsch , Video des RBB vom 06.12.08


Auch die Bezirksbürgermeisterin und andere Abgeordnete erhalten Platzverweise der Polizie - immer wieder verhindereten jedoch schnelle neue Sitzblockaden den Durchmarsch der Neonazis.

Bereits im Vorfeld empörten sich viele Bürger des Bezirks, dass dieser Aufmarsch durch Lichternberg erlaubt wurde. Video des RBB vom 05.12.08
 
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Sehr interessant und noch nie dagewesen: Beim Anklicken deines Links crasht mein Firefox, zwei mal. Weiss jemand was das ist?

Emily
 

Arania

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dem Firefox fehlt wahrscheinlich ein Plugin um den Inhalt darstellen zu können, eventuell das Active X-Plugin, was er auch wegen der Sicherheit nicht haben sollte
 

Dora

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Festnahnmen bei Neonazi-Aufmarsch , Video des RBB vom 06.12.08


Auch die Bezirksbürgermeisterin und andere Abgeordnete erhalten Platzverweise der Polizie - immer wieder verhindereten jedoch schnelle neue Sitzblockaden den Durchmarsch der Neonazis.

Bereits im Vorfeld empörten sich viele Bürger des Bezirks, dass dieser Aufmarsch durch Lichternberg erlaubt wurde. Video des RBB vom 05.12.08
Eine sehr gute und gelungene Aktion! Besonders schön finde ich, dass alle Altergenerationen mitgemacht haben - sogar bei den Sitzblockaden! :icon_klatsch:
 
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Die Videos des RBB sind auch über diesen allgemeinen link zur RBB Abendschau vom 06.12.08 erreichbar - hoffentlich so nun ohne Crash-Gefahr ;-)!
Nö, mit Crash, und bei öffnen über IE riet das System, da der download eine unbekannte Datei enthielt (oder so was, habe keinen IT-Experten zur Hand :cool: ), nicht zu öffnen.

Wird schon was bedeuten, wennnicht allgemein so doch für mich.

Was aber immer wieder bei diesen Demonstrantionen - in M war ja auch erst kürzlich eine - auffällt, ist dass die Neonazis mit sehr strikten Verhaltensregeln ins Rennen gehen, aber gleichzeitig allein die Tatsache, DASS sie demonstrieren (dürfen!, da es ja meist um ziemlich untragbare Anliegen geht), Gegendemonstranten anscheinend so aufbrint, dass sie unfriedlich überreagieren.

Und darauf ist die Strategie der neofaschistischen Demos aufgebaut. Dass die untragbaren da grundgesetzwidrigen Anliegen überhaupt zur Demonstration zugelassen werden, ist ein Teil davon. Und zugelassen werden sie.


Gruss
Emily
 

ethos07

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Und darauf ist die Strategie der neofaschistischen Demos aufgebaut. Dass die untragbaren da grundgesetzwidrigen Anliegen überhaupt zur Demonstration zugelassen werden, ist ein Teil davon. Und zugelassen werden sie.


Gruss
Emily
Du glaubst, dass man den Noenazis mit Gegendemos zuviel Aufmerksamkeit zukommen lässt? Hmm, immer schwierig zu entscheiden: wo greift man zur Gegenwehr, und wo lässt man was laufen, damit es sich nicht auswächst... denke bei den Neonazi-Aufmärschen hier ist ersteres schon sehr angebracht: ohne deutliche Gegenpower würde das Übel rasch um sich greifen - meine Vermutung. Und die Aktionsform, sich immer wieder einfach schnell auf die Straße zu setzen, um den Durchmarsch zu verhindern, ist ja eine sehr kläre Absage an direkte Gegenangrifffe.
 
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Toll und was wurde damit erreicht? Die linken Gegendemonstranten stehen wieder als ein Haufen Chaoten da, die nur Krawall machen.
Ein Beispiel nur, um dies zu verdeutlichen. Im SPIEGEL-Video tragen einige Krawallmacher eine Bauzaun weg und riskieren damit evtl., dass damit kleine Kinder in eine Grube fallen. Solche Aktionen bringen nicht nur Sympathien bzw. es hilft sogar eher noch den Rechten, diesen vollkommen berechtigten Protest als reine Chaotenaktion abzutun.

Es geht auch anders. Das Problem dieser rechten Sektierer ist die hohe Fluktuation. Da bleibt kaum jemand länger als 3 oder 4 Jahre dabei. Im Saarland hatte die NPD in Völklingen mit über 20 % Arbeitslosenquote 20 % im Stadtrat bekommen. Seitdem die Linkspartei dort antritt, sind es gerade einmal 2,5 % und die NPD ist dort Geschichte zumal die Akteure sich dort als echte Lachnummern geoutet haben. Es war schon relativ witzig, als der NPD-Vorsitzende bei einer Stadtratssitzung in der französischen Partnerstadt Forbach irgendetwas wie den den Anschluß des Elsass an Deutschland gefordert hatte.

Es wird immer irgendwelche Sektierer geben und es kommt eher darauf an, Alternativen zu schaffen und die Leute aus dem braunen Sumpf herauszuholen statt sie mit unnötiger Gewalt und Vandalismus noch weiter hineinzustoßen.

Vandalismus gegenüber Dritten rechtfertigt dies erst recht nicht und dies schadet auch nur dem berechtigten Protest.
 

pinguin

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Hallo Emily,

Sehr interessant und noch nie dagewesen: Beim Anklicken deines Links crasht mein Firefox, zwei mal. Weiss jemand was das ist?
Also, bei mir wird nix abgespielt, ich kann die Seiten aber problemlos anklicken und öffnen, ohne das Foxi abstürzt. Hast Windows oder Linux? Welchen Fox hast Du? Du kannst Dich auch ganz einfach hier mal umschauen: Index

Soweit ich weiß, unterstützt der Foxi kein Active-X, dieses es darüberhinaus auch nur bei Windows gibt..

ciao
pinguin
 
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Du glaubst, dass man den Noenazis mit Gegendemos zuviel Aufmerksamkeit zukommen lässt? Hmm, immer schwierig zu entscheiden: wo greift man zur Gegenwehr, und wo lässt man was laufen, damit es sich nicht auswächst... denke bei den Neonazi-Aufmärschen hier ist ersteres schon sehr angebracht: ohne deutliche Gegenpower würde das Übel rasch um sich greifen - meine Vermutung. Und die Aktionsform, sich immer wieder einfach schnell auf die Straße zu setzen, um den Durchmarsch zu verhindern, ist ja eine sehr kläre Absage an direkte Gegenangrifffe.
Nein, das glaube ich nicht, ich glaube i Gegenteil dass die noch vernünftig denkende Menschheit sogar sehr deutlich seine Gewissensbekundung dagegensetzen muss. Hinnehmen wäre das Schlimmste.

Auf was ich hinaus will, ist eine psychologisch-strategische Linie welche gefahren wird:

Die Anlässe, zu welchen die Neonazis demonstrieren, sind grundsätzlich mal grauenvoll. Ob das eine Sonderehrung eines Hess oder sonstiges sein mag: Gesundes Gedankengut scheint es bei denen ja nicht mehr zu geben.

Nun versuchen Städte oder auch Bürgerbewegungen, wie beispielsweise in München oder auch Berlin, diese Demos nicht zuzulassen, da das bei diesen demosntrierte gedankengut schlicht menschenverachtend ist. Womit sie, meiner Meinung nach, völlig im recht sind. Würde ich zur einer Demo aufrufen in welcher kundgetan werden sollte, dass (bspw.!) alle Menschen mit Sommersprossen unwert seien, so würde eine solche zurecht nicht zugelassen werden. Denn eine solche Kundgebung hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern ist bereits ein Angriff, wenn auch erst einmal verbaler Art, auf andere Personengruppen. Würde ich zu einer Demo aufrufen, in welcher die Tötung von Hunderttausenden Strassenhunden und -Katzen (wieder beliebiges Beispiel!) als Heldentum gefeiert würden, würde gleiches geschehen. Zurecht.

Nun aber werden diese Demos zugelassen - mensch fragt sich eigentlich, warum.

Gleichzeitig, wie aus den meinerseits zur letzten Münchner Nazi-Demo verlinkten Seiten hervorgeht, haben die ganz ganz strikte Handlungs- und Verhaltens-Anweisungen. Damit gehen sie sicher, dass sie gegen keine Gesetze verstossen, ihnen also in dieser Hinsicht nichts nachgewiesen kann.

Während im gleichen Moment alleine die TATSACHE DASS sie menschenverachtende Aussagen alleine mit der Demonstration aufstellen, natürlich anderen den Hut hochgehen läasst. Der Aufmarsch an sich zu dem menschenverachtenden Thema ist ein Angriff an sich. Dieser wird erspürt, und menschlich folgerichtig unterbleiben gesunde Abwehrreaktionen nich.

Doch diese Re-Aktionen auf den erfolgten Angriff - wie gesagt, eine Nazi-Demo ist bereits ein Angriff auf Menschenrechte und Freiheit vieler Personengruppen - werden nun bestraft.

Ergo:

Über den Angriff wird hinweggesehen,
die Reaktion auf den Angriff wird kriminalisiert und bestraft.


Und das ist die Psycho-Strategie des absurden Spiels.


Gruss
Emily
 

ethos07

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Toll und was wurde damit erreicht? Die linken Gegendemonstranten stehen wieder als ein Haufen Chaoten da, die nur Krawall machen. Ein Beispiel nur, um dies zu verdeutlichen. Im SPIEGEL-Video tragen einige Krawallmacher eine Bauzaun weg und riskieren damit evtl., dass damit kleine Kinder in eine Grube fallen. Solche Aktionen bringen nicht nur Sympathien bzw. es hilft sogar eher noch den Rechten, diesen vollkommen berechtigten Protest als reine Chaotenaktion abzutun.

Das sehe ich nicht so: es waren auch viele Anwohner, auch gerade Ältere mit langer poltischer LebensErfahrungen (bis zurück zur Kindheit im NS und einem langen Arbeitsleben unter der DDR...) und sogar die Bezirksbürgermeisterin unter den Demonstranten - und die alle haben sich keineswegs als Chaoten sehr gut, sehr standhaft und phantasievoll dagegen- gewehrt, dass ihr Kiez der bis vor kurzem noch als Hochburg der Neonazis galt und durch vereinte mühsame Initaitven aus deren Meinungsführerschaft befreit werden kontne) nun nicht einfach erneut und als Auf- und Durchmarschgebiet freigegeben wird. Und das gar unter Schutz einer Polizei, die auf das Grundgesetz eines demokratisch verfassten Staates geeicht sein sollte..


Ein Beispiel nur, um dies zu verdeutlichen. Im SPIEGEL-Video tragen einige Krawallmacher eine Bauzaun weg und riskieren damit evtl., dass damit kleine Kinder in eine Grube fallen. Solche Aktionen bringen nicht nur Sympathien bzw. es hilft sogar eher noch den Rechten, diesen vollkommen berechtigten Protest als reine Chaotenaktion abzutun.

Kinder nimmt man prinzipiell nicht zu poltiischen Auseinandersetzungen mit, die gewalttätig werden können. Hinterher stellt man den Bauzaun einfach kurz wieder hin - wenn die Polizei dass nicht schon sofort getan haben sollte ;-).
Es geht auch anders. Das Problem dieser rechten Sektierer ist die hohe Fluktuation. Da bleibt kaum jemand länger als 3 oder 4 Jahre dabei. Im Saarland hatte die NPD in Völklingen mit über 20 % Arbeitslosenquote 20 % im Stadtrat bekommen. Seitdem die Linkspartei dort antritt, sind es gerade einmal 2,5 % und die NPD ist dort Geschichte zumal die Akteure sich dort als echte Lachnummern geoutet haben. Es war schon relativ witzig, als der NPD-Vorsitzende bei einer Stadtratssitzung in der französischen Partnerstadt Forbach irgendetwas wie den den Anschluß des Elsass an Deutschland gefordert hatte.

Auch wenn ich keine harten Belege dafür habe: ich habe den Eindruck, dass das Neonazi-Syndrom in den östlichen Bundesländer bei weitem kein Sektierer-Problem ist. Gerade auch die erwerbslosedn-arbeit scheint über weite Strecken bereits zur Gänze in deren Hände gefallen zu sein, wie auch Jugendclubs usw.


Vandalismus gegenüber Dritten rechtfertigt dies erst recht nicht und dies schadet auch nur dem berechtigten Protest.

Wie bitte sollte der denn genau aussehen, wenn z.B. bei dir vor der Haustür so ein Neonaziaufmarsch organisiert wrüde? Mit Diskutieren allein und DiLi-Parlementsarbeit kommst du dagegen bestimmt nicht an.
 
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