Berlin: MIETEN STOPPEN

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.660
Bewertungen
915
Liebe Erwerbslose und Prekäre,

auch wir wollen IN der Stadt wohnen bleiben dürfen.

Wir wollen nicht in irgendwelche Billigunterkünfte umziehen müssen!
Wenn für das Jobcenter angeblich die Miete in den wohnlichen Kiezen für uns zu teuer ist,
gehört die Politik geändert . Und nicht die Menschen,
die da wohnen wollen. Unsere 'Pflicht'(!!) zum Umzug,
wenn die Mieten steigen,
ist eine politische Frechheit erster Güte - --
wir wollen uns nicht einfach nach und nach aus
allen 'besseren' Kiezen verscheuchen lassen.

Kommt deshalb bitte alle am kommenden Montag und macht
mit
bei unserer
Kundgebung: Steigende Mieten Stoppen -
die Stadt in die Hand von denen, die drin wohnen!


Das ELO.Berlin ruft gemeinsam mit anderen Organisationen zu dieser Kundgebung auf.
Wir alle sind nicht mehr bereit, die Stadt den Banken und Investoren zu überlassen.
Wir wollen eine Stadt für alle, und das heißt:
auch dann, wenn wir erwerbslos, prekär und nur noch Habenichtste sind.


Seid so lieb, druckt das unten angehängte Flugblatt
nicht nur für euch privat aus, sondern kopiert es im Copyshop noch in schwarz/weiss und verteilt es dann bei Euch
im Kiez noch einige male vor Montag. Danke.


STEIGENDE MIETEN STOPPEN !!
Kundgebung

// Montag, 30.05. //16.00 // vor der GSW-Zentrale
Charlottenstraße 4 (Kreuzberg)
Lange Zeit galt Berlin als Paradies, was niedrige Mieten anging.
Diese Ära ist vorbei (...)
(...) Die rot-rote Stadtregierung hat in den letzten Jahren
rund 150.000 öffentliche Wohnungen privatisiert,
gleichzeitig aber den Bau von Sozialwohnungen komplett eingestellt.

Privatisiert wurde dabei auch das bis dahin größte landeseigene Wohnungsbauunternehmen GSW.
Ihr Verkauf 2004 und der Börsengang der GSW, mit Unterstützung des Landes Berlin, bedeuten
Gewinnmaximierung auf Kosten der MieterInnen. Diese sind nun endgültig nicht mehr vor Luxussanierungen,
Mietsteigerungen und anderen Schikanen geschützt.
Die privatisierte GSW ist Symbol einer mieterInnenfeindlichen Wohnungspolitik .
Grund genug, ihr einen Besuch abzustatten -
Schluss mit der sozialen Verdrängung!

Guter Wohnraum gehört wie sauberes Wasser,
nachhaltig produzierter Strom und Nahrungsmittel
zu den elementaren Grundbedürfnissen der Menschen.
Deshalb darf guter Wohnraum
keine Ware sein und muss allen Menschen zugänglich gemacht werden,
egal welche Hautfarbe und welches Einkommen wir haben.

Tragen wir am Tag der Veröffentlichung des Mietspiegels unsere
Wut auf die Straße. Statten wir der GSW einen Besuch ab.
Steigende Mieten stoppen Wohnraum für alle!
Mieterhöhungen … es reicht!
Wem gehört die Stadt?
Die Häuser denen, die drin wohnen // Gegen profitorientierte Wohnungspolitik-!//
Schluss mit den Mietsteigerungen! //
Die Stadt gehört uns, nehmen wir sie uns zurück
!
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.660
Bewertungen
915
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - heute! (30.5.),16:00 Uhr

Auf geht's!

Kundgebung heute 16 Uhr: MIETEN STOPPEN!
30. Mai um 16 Uhr vor der

GSW-Zentrale (Charlottenstr. 4, Kreuzberg)


Und hier die Charonochmals auf dem Stadtplan

Heute wird der neue Mietspiegel veröffentlicht - und das geht auch uns VIEL an...

...weil der Neue Mietspiegel bedeutet weitere Mietsteigerungen!

Wer von Euch kann, komme also bitte nachher ebenfalls hin und unterstütze diesen Protest!

Bei der Kundgebung werden u. a. VertreterInnen der
Berliner Mietergemeinschaft
und verschiedener
Kiezinitiativen
zu Wort kommen.
Für musikalische Unterhaltung sorgt die Sängerin Kleingeldprinzessin (Die Kleingeldprinzessin Und Die Stadtpiraten - Startseite).

*****

Hier noch ein paar Hintergrundinfos aus der gemeinsamen Pressererklärung, weshalb wir es wichtig finden, dass gerade wir auch als Erwerbslose und Prekäre, gemeinsam mit den anderen Initaitiven aus den Stadtteilen und den Mieterverbänden, uns in die Auseinandersetzungen um unsere Mieten einmischen:

"...Die Wohnungssituation in Berlin hat sich in den letzten Jahren zugespitzt. Steigende Mieten verdrängen zunehmend einkommensschwache Bevölkerungsgruppen in "schlechte Wohnlagen". Anstatt dieser Entwicklung durch wohnungspolitische Maßnahmen entgegenzutreten, beschleunigte der rot-rote Senat sie noch zusätzlich, indem er im großen Stil landeseigene Wohnungen verkauft und den sozialen Wohnungsbau gänzlich abgeschafft hat.

Heute Montag, den 30.5.2011 wird der neue Berliner Mietspiegel vorgestellt. Er erscheint alle zwei Jahre und nimmt entscheidenden Einfluss auf die Mietpreisentwicklung, da er den Rahmen für zulässige Mieterhöhungen innerhalb bestehender Mietverhältnisse absteckt. Bei der Neuberechnung dieser sog. Vergleichsmieten des Mietspiegels werden nur die Verträge einbezogen, die in den letzten vier Jahren neu abgeschlossen oder verändert wurden. Bei Neuvermietungen gibt es aber keine Mietobergrenze – in einigen Kiezen steigen Mieten bei Neuabschluss eines Mietvertrages um über 50 Prozent. Über den Mietspiegel wirkt sich diese rasante Preisentwicklung auch unmittelbar auf die bestehenden Verträge aus. „Der Mietspiegel ist in Wahrheit ein Mieterhöhungsspiegel.“, sagt Lea Voigt aus dem Vorbereitungskreis der Kundgebung am kommenden Montag. (...) Wir fordern deshalb den Ausstieg aus der profitorientierten Wohnungspolitik!“, erklärt Voigt weiter. „Wir protestieren vor der GSW-Zentrale, da der Verkauf der GSW der größte Sündenfall der Berliner Wohnungspolitik unter Rot-Rot ist.“
 

olivera

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 März 2010
Beiträge
884
Bewertungen
191
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - Montag (30.5.),16:00 Uhr

dazu: Neuer Senatsbericht Mietpreissteigerungen erreichen Rekordwerte (Tsp mit weiteren Berichten, u.a. Protest gegen Gentrifizierung: Linksaktivisten stören Vorstellung des Mietspiegels - Berlin - Tagesspiegel )

--

Erklärung der Anreise für (ewig?Unsichere?) : Bus M 29 ; U 6 Kochstraße, oder U 2 Stadtmitte (von da tragscht di halt a stückle, Fußweg zw. 150 u. 400 m)

& wir wären ja nicht in berlin, wenn nicht gälte: Störungen beachten :icon_mrgreen:
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.321
Bewertungen
849
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - Montag (30.5.),16:00 Uhr

Mietspiegel Pressekonferenz
Beobacher_in 30.05.2011 17:48

Die Vorstellung des Berliner Mietspiegel wird zum Desaster. 17% Mietsteigerung in 2 Jahren. Verschiedene Störaktionen. Pressemitteilungen.
de.indymedia.org | Mietspiegel Pressekonferenz

Bilder: Die Überflüssigen - a set on Flickr

Von Bernd Kammer 31.05.2011 / Berlin / Brandenburg
»SOS auf dem Wohnungsmarkt«

Neuer Berliner Mietspiegel belegt Preissteigerung von acht Prozent in zwei Jahren

So turbulent verlief wohl noch keine Vorstellung des Berliner Mietspiegels: Als Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) das Werk gestern vor der Presse verkündete, wurde sie mehrfach von jungen Demonstranten mit roten Kapuzenpullovern und weißen Theatermasken unterbrochen, die »steigende Mieten stoppen« skandierten und eine »Stadt für alle« forderten.
31.05.2011: »SOS auf dem Wohnungsmarkt« (Tageszeitung Neues Deutschland)
31.05.2011 / Meine Sicht
Preisschock

Bernd Kammer zum neuen Mietspiegel

Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern, jetzt ist es amtlich: Die Mieten sind innerhalb der vergangenen Jahre extrem gestiegen, durchschnittlich um knapp acht Prozent. Und mit dem neuen Mietspiegel eröffnen sich den Vermietern viele Möglichkeiten, die Preisspirale noch schneller rotieren zu lassen.
31.05.2011: Preisschock (Tageszeitung Neues Deutschland)
30.05.2011

Neuer Berliner Mietspiegel
Berlin bald Weltklasse

Höhere Mieten, teure Neubauten, Wohnungsknappheit, Verdrängung: Der neue Mietspiegel 2011 hat eine enorme Teuerung in Berlin um acht Prozent ermittelt.
Neuer Berliner Mietspiegel: Berlin bald Weltklasse - taz.de
30.05.2011
Berlin: Neuer Senatsbericht Mietpreissteigerungen erreichen Rekordwerte
von Ralf Schönball

In den vergangenen zwei Jahren sind die Mieten in Berlin jeweils um vier Prozent gestiegen - so stark wie seit zehn Jahren nicht. Bei der Vorstellung des Mietspiegels konterte Senatorin Junge-Reyer Kritik mit dem Verweis auf München.
Berlin: Neuer Senatsbericht: Mietpreissteigerungen erreichen Rekordwerte - Nachrichten aus Brandenburg und Berlin
31.05.2011 / Titel / Seite 1 Inhalt
Wohnen wird Luxus
Von Rainer Balcerowiak

Die richtige Antwort. Während sich der Senat »besorgt« über steigende Mieten äußert, wurde am Montag ein Haus der von der Landesregierung privatisierten GSW in Berlin-Kreuzberg besetzt
Foto: Andreas Domma

Begleitet von Protesten wurde am Montag in Berlin der neue Mietspiegel vorgestellt. In ihm werden, aufgeschlüsselt nach Gebieten und Wohnungsklassen, die Preisentwicklungen auf dem Markt abgebildet, um Richtwerte für Mieterhöhungen zu erhalten. Allerdings werden nur Vertragsabschlüsse der vergangenen vier Jahre erfaßt, d.h. Bestandsmieten, die in der Regel günstiger sind, nicht berücksichtigt.
31.05.2011: Wohnen wird Luxus (Tageszeitung junge Welt)

BZ, Berliner Kurier und WELT verlinke ich nicht, die haben aber auch was gebracht.

Weitere:
Berlins Mieten steigen um vier Prozent Bausenatorin Junge-Reyer stellt Mietspiegel 2011 vor - Zeitung Heute - Tagesspiegel (rechts sind Fotos)

Die zweiten Protestler erwartete unterdessen die Polizei. "Wir wollten uns einfach den Raum nehmen, denn wir waren nicht auf dem Podium vertreten", sagt ein Aktivist, der sich Martin nennt, der "Berliner Umschau". Obwohl Junge-Reyer öffentlich auf einen Strafantrag verzichtete, hätten er und seine Kollegen Anzeigen wegen "Hausfriedensbruch" und "Beleidigung von Journalisten" erhalten. "Von wem, wissen wir nicht".
Berliner Mietspiegel zeigt Rekord-Preiserhhungen auf Wohnungsmarkt

Mietspiegel 2011 - Wohnungsknappheit - Berliner Mieten steigen stark - Berlin Aktuell - Berliner Morgenpost - Berlin (drei Bilder)

Beitrag des rbb: Mieten steigen schneller | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

Mario Nette
 

olivera

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
31 März 2010
Beiträge
884
Bewertungen
191
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - Montag (30.5.),16:00 Uhr

Ganz kurzer Veranstaltungsbericht: zwar nicht misslungen (nette Musike @ prinzess...), aber bei ca 200-300 Teilnehmenden konnte man kaum von Massenprotest sprechen -vielleicht wars wetter einfach "zu schön", oder zu heiß oderoderoder..
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.321
Bewertungen
849
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - Montag (30.5.),16:00 Uhr

Berlin: Proteste gegen Mieterhöhung
Abend in der Stadt 01.06.2011 14:24 Themen: Freiräume Soziale Kämpfe

Die Vorstellung des neuen Berliner Mietspiegel, der eine drastische Mietsteigerung anzeigt, führte am Montag den 30.Mai zu vielfältigen und ausdruckstarken Protesten. Die Pressekonferenz der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) wurde kurz nach Beginn von den ÜBERFLÜSSIGEN gestürmt. Die Gruppe verteilte Flugblätter und wies alle Beteiligten darauf hin, dass die Stadt den Menschen und nicht den Investoren gehört. Nachdem die Überflüssigen den Saal verlassen hatte meldete sich eine Mieter_inneninitiative zu Wort, die ebenfalls gegen die Wohnungspolitik des Rot/Roten-Senats protestierten. (Bericht).
de.indymedia.org | Berlin: Proteste gegen Mieterhöhung

Mario Nette
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.321
Bewertungen
849
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - Montag (30.5.),16:00 Uhr

Haus und Büro besetzt - Mietspiegel-Pressekonferenz gestört

Berlin 30. Mai 2011

Besetzung Schlesische Str. 25 Berlin
Pressemitteilung // Mo. 30.05.2011
https://directactionde.ucrony.net/node/1181 (Ausnahme kann hinzugefügt werden, wenn dein Browser fragen sollte)
Polizeistelle und Senatsverwaltung für Wirtschaft, Senatsgebäude für Stadtentwicklung und die Immobilienfirma Tarsap mit Farbe und Steine beworfen

Berlin 31. Mai 2011

Folgendes Schreiben wurde uns zugeschickt:
https://directactionde.ucrony.net/node/1182 (siehe Klammer zum vorhergehenden Link)

Mario Nette
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.321
Bewertungen
849
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - Montag (30.5.),16:00 Uhr

(B) Hausbesetzung Schlesische Str. 25
Anwohnerin 03.06.2011 15:14 Themen: Freiräume Repression Soziale Kämpfe

Am Tag der Veröffentlichung des Mietspiegels durch die Senatorin für Stadtentwicklung Junge-Reyer wurde, neben anderen Aktionen gegen steigende Mieten und Verdrängung, das Haus Schlesische Str. 25 sowie das Büro des Bezirksbügermeisters von Friedrichshain-Kreuzberg besetzt. Am selben Abend wurde das Haus brutal von der Berliner Polizei geräumt. Kurz darauf gab es unter Beifall der Anwohner_innen eine lautstarke Demo gegen die Räumung und steigende Mieten durch den angrenzenden Kiez.

Am Montag den 06.06.2011 um 19 Uhr gibt es eine Nachbereitung der Besetzung in der NewYorck im Bethanien.
de.indymedia.org | (B) Hausbesetzung Schlesische Str. 25

Mario Nette
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.660
Bewertungen
915
AW: Berlin: MIETEN STOPPEN - Montag (30.5.),16:00 Uhr

Leider werde ich nicht hinkönnen , aber wer Zeit hat - es macht bestimmt SpAss und ist gleichzeitig auch nützlich! Damit auch wir nicht immer weiter an den Rand der Stadt in die günstigeren Viertel geschoben werden.

+++ AUFRUF ZUR SPREEPARADE 2011 +++ bitte Weiterleiten! +++
Bürgerentscheid umsetzen – steigende Mieten stoppen!
Demoparade am Samstag 16. Juli 2011 // 16 Uhr Frankfurter Tor

Spreeparade 2011
Kontakt: spreeparade@​gmx.​de

Auch drei Jahre nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid „Spreeufer für alle!“ und zahlreichen großen Demonstrationen und Aktionen halten die politisch Verantwortlichen auf Landes-​ und Bezirksebene an der Uferbebauung namens „Mediaspree“ in weiten Teilen fest.


Mediaspree ist ein Leuchtturmprojekt, das für eine Aufwertungspolitik steht, die zu steigenden Mieten und Verdrängung wirtschaftlich Benachteiligter führt. Die Ufergrundstücke sollen komplett mit Hotels, Büros und Luxuswohnungen verbaut werden. Die weit über die Grenzen Berlins hinaus geschätzte Kulturnutzung am Wasser wird vernichtet. Die Politik ignoriert das gesamtstädtische Interesse an Kultur-​ und Erholungsflächen am Spreeufer. Für eine sozial ausgewogene, nachhaltige und ökologische Stadtentwicklung! Spreeufer für alle!

Stadtentwicklung mit dem Taschenrechner – was zählt, ist das Geld und die Profitgier. Das Gemeinwohl muss aber Vorrang vor Verwertungsinteressen haben! Vier landeseigene Ufergrundstücke stehen immer noch zum Verkauf. Schluss damit! Es gibt Alternativen zu Mediaspree!

Wirtschaft und Politik freuen sich über die Mietenexplosion in Berlin, dies wäre ein Zeichen steigender Kaufkraft. Angesichts stagnierender Niedriglöhne ist dies ein arroganter Lobgesang auf die Verdrängung der angestammten Bevölkerung. Die politischen Parteien haben über zehn Jahre hinweg alles abgeschafft, was einem sozialen Gleichgewicht gedient hat: Mietpreisbindung, sozialer Wohnungsbau, Zweckentfremdungsverbot, eigene Wohnungsbaugesellschaften, Privatisierungsbeschränkungen und vieles mehr. Schluss mit dem neoliberalen Kalkül von Aufwertung und Verdrängung!

Lasst uns anlässlich des dritten Jahrestags des Bürgerentscheids alle auf die Straße gehen – bunt, verkleidet, tanzend oder wütend, laut oder leise… Gemeinsam für eine lebenswerte Stadt!

Aktionsbündnis Drei Jahre Bürgerentscheid Spreeufer für alle!
Spreeparade 2011


Beginn 16 Uhr am Frankfurter Tor
. Dann geht es über Bersarinplatz, Rigaer Straße, Proskauer Straße, Niederbarnimstraße, Revaler Straße und Warschauer Staße. Zwischenkundgebung auf der Oberbaumbrücke (ca. um 18 Uhr). Danach geht es über Falkensteinstraße, Wrangelstraße, Skalitzer Straße, Oranienstraße, Heinrichplatz, Mariannenstraße, Schillingbrücke zum Stralauer Platz. Abschlusskundgebung ist am Stralauer Platz/Spreeufer.
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.305
Bewertungen
831
sag ich doch,

Stuttgart21 kann nur ein Anfang sein!

Im Namen der RED. wünschen wir gutes Gelingen!
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.660
Bewertungen
915
Zur gestrigen Mediaspree Parade berichtet der Tagesspiegel von heute in einem längeren Beitrag wohlwollend:
....So zog die Spreeparade – mit mehreren Lautsprecher-Lkws auch akustisch an einer Loveparade orientiert – über die Oberbaumbrücke, ein Stück durch Kreuzberg und über die Schillingbrücke ein zweites Mal über die Spree. Neben freien Ufern wurde auf vielen Transparenten auch die Erhaltung des Yaam-Clubs gefordert. Die Abschlusskundgebung fand am Abend vor dem Ostbahnhof statt.
Die Mediaspree ist eines der größten Investorenprojekte in Berlin. Auf den bislang teils ungenutzten Grundstücken sollen Büros, Lofts und Hotels entstehen. Das Gebiet reicht von der Jannowitz- bis zur Elsenbrücke. Am früheren Osthafen sind bereits Neubauten für Medien- und Modefirmen sowie Hotels entstanden.
Gegen diese hatten sich im Juli 2008 die Friedrichshain-Kreuzberger mit einem Bürgerentscheid gewehrt. „Doch die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bezirksebene halten an der Uferbebauung in weiten Teilen fest“, teilte die Initiative „Mediaspree versenken“ mit. Die Bürgerinitiative fordert einen freien Uferstreifen ohne Bebauung....
Demonstration gegen Bauvorhaben: Gut gelaunter Protest gegen die Mediaspree - Berlin - Tagesspiegel
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.660
Bewertungen
915
Den 3. September- das ist ein Samstag - könnt Ihr Euch gern schon mal vormerken: da gibt es eine große
Berliner Demo der Kiezinitiativen und aller Mieter_innen.

Inzwischen ist auch klar, dass die Berliner Mietergemeinschaft, der DGB Berlin-Brandenburg und das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg mit aufrufen.

Ob und wie die nun so breit gewordenden politischen Strömungen sich bis dahin noch zusammenfinden, dürfte spannend werden - denn die Kiezinis, die die Demo seit Monaten vorbereiten, möchten nicht einfach einmal mehr kurz vo der Wahl bei den Politikern, vor dem roten Rathaus, eine besssere Politik fordern, sondern das Recht auf Stadt von uns ALLEN deutlich werden lassen - wie genau ist noch offen.

Es wird also bestimmt ein große und lebendige Demo werden!
Gegen die ungeheuren Mietpreissteigerungen in Berlin: Mieten stoppen - Profite senken!

Weiterlesen und Diskutieren unter News:

https://www.elo-forum.org/news-disk...-wohnungsbau-beteiligt-mietendemo-berlin.html
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.660
Bewertungen
915
Nun gibt es den Aufruf zur Mietenstopp-​Demonstration am 3. September 2011.

*** Bitte weiter verbreiten! *** Bitte weiter verbreiten! *** Bitte weiter verbreiten! ***

Jetzt reichts!

Gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Armut

Die Mieten steigen rasant in Berlin. Für viele Mieterinnen und Mieter sind sie bereits zu hoch. In der ganzen Stadt werden Menschen mit geringem Einkommen aus ihren Wohnungen und ihrer Nachbarschaft verdrängt. Migrantinnen und Migranten trifft es zuerst, aber auch die Rentnerin von nebenan genauso wie den Hartz-​IV-​Empfänger oder die Alleinerziehenden. Es betrifft uns alle, egal woher wir kommen!

Jetzt ist Wahlkampf. Die Parteien versprechen uns viel, aber wir glauben ihnen kein Wort. In Wahrheit haben sie den Sozialen Wohnungsbau abgeschafft, öffentliches Eigentum wie die Wasserbetriebe verhökert, die städtischen Wohnungsbaugesellschaften verscherbelt oder auf Gewinn getrimmt. Ganz offensichtlich nehmen Politikerinnen und Politiker in Kauf, dass Leute mit kleinem Einkommen aus ihrem Zuhause verdrängt und ihren sozialen Zusammenhängen gerissen werden. Deshalb: Parteien und ihre Symbole haben auf der Demo nichts zu suchen.


Wir nehmen das Problem jetzt selbst in die Hand!


Wir Mieterinnen und Mieter organisieren Stadtteilversammlungen, Kiezspaziergänge und Aktionen. Stadtteilgruppen entstehen gerade stadtweit und rufen jetzt gemeinsam zu dieser Großdemonstration auf. In Initiativen zusammengeschlossene Mieterinnen und Mieter aus allen Stadtteilen und Stadtteilgruppen werden die Demonstration anführen. Ob in Prenzlauer Berg, Zehlendorf, Moabit, Wedding, Schöneberg, Mitte oder Friedrichshain – die Probleme sind bezirksübergreifend. Neukölln, Alt-​Treptow und Kreuzberg, durch die die Demonstration führen wird, stehen mit ihren Problemen beispielhaft für die Verdrängungsprozesse in der ganzen Stadt.

Wir wollen den Widerstand der Mieterinnen und Mieter gegen Verdrängung und Mieterhöhungen stärken.
Alle Menschen sollen wohnen können, wo sie wollen. Bezahlbare Wohnungen für alle und überall! Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Ware. Wir zahlen unsere Miete nicht für Rendite.

Wir tragen unsere Wut auf die Straße
am 3. September um 14 Uhr ab Hermannplatz


Bringt eure Nachbarinnen und Nachbarn und kurze Beiträge aus euren Stadtteilen mit. Für Menschen, die nicht gut laufen können, sind Wagen zum Sitzen geplant. Zum Austausch wird es ein offenes Mikrophon geben.


Vorbereitungsgruppe: [Stadtteilinitiative Schillerkiez, AntiGen (Neukölln), Karla Pappel Initiative (Alt-​Treptow), Wem gehört Kreuzberg (Graefe-​,Chamisso-​ & Großbeerenkiez), Café Reiche (Reichenberger Kiez), Wrangelkiez-​Initiative, Kiezforum Rixdorf, Kampagne gegen Zwangsumzüge, Projekte-​Vernetzung in Mitte, Prenzlauer Berg und Wedding, Mieterinitiative Onkel-​Tom-​Siedlung, Mieter_innen der 23 an die GSW verschenkten Häuser, Kampagne Steigende Mieten Stoppen!, Spreepirat_innen] > Organisiert in „Stadtvernetzt“;
Avanti – Projekt undogmatische Linke, Antifaschistische Linke Berlin, Andere Zustände Ermöglichen.


...und wie immer auch
zum ausdrucken: Anhang anzeigen 37134
 

Henrik55

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 April 2006
Beiträge
981
Bewertungen
225
Die Erhöhung des Mietspiegels fiel bei mir sehr gering aus. Was ich allerdings beobachte ist, dass immer mehr Leute die kleinen von der Miete mit ALG II bezahlbaren Hinterhoflöcher kaufen und diese mit höherer Rendite kurzzeitvermieten. Jede Wohnung die die so geentert haben ist für "normale" Mieter nicht mehr verfügbar. In meinem Hinterhof dürften in den letzten 5 Jahren 30 % der Wohnungen in solche Kapitalanlagen umgewandelt worden sein.
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.660
Bewertungen
915
Da ich zur Zeit kaum online bin, aber dennoch alle herzlich aufrufe am 3. September dabei zu sein, wenn wir gegen den rasanten Mietanstieg demonstrieren: Wir Freundinnen und Freunde des Elo-Forums treffen uns für die Demo auf dem Hermannplatz vor dem KaDeWe und reihen uns dann bei der Kampagne gegen Zwangsumzüge mit ein.
Genaueres werde ich dann nochmal am 1.September hier online mitteilen.:biggrin:

----
@ Henrik, es ist ein interessante Thematik, die du anschneidest, wie die Verdrängung genau vonstatten geht - können wir gern im September dann weiter diskutieren. (Hier maile ich nämlich im I-Net-Caf'e und werde gleich aus dem Netz geworfen ..:))
 

Atze Knorke

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Februar 2009
Beiträge
2.514
Bewertungen
3.105
Ich würde auch kommen, falls ich es ohne meinen Enkel

realisieren kann. :icon_smile:

Wie ist das "Erkennungszeichen"?

:icon_smile: von Atze Knorke
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Bitte überdenken
Eure Forderungen bedeuten Stillstand und Einkommensverlust beim Vermieter.

Das Problem liegt doch wohl eher im Niedriglohnsektor und der allg. Lohndrückerei.
Wenn mehr alos angemessener Lohn gefordert wird um auch die akt. Bleibe zu finanzieren, bin ich mit dabei.

Vernüftiger Lohn für Arbeit, ausreichend Überlebenshilfe für die die man nicht arbeiten lässt. Gerne bezuschusst durch einen erhöhten Spitzensteuersatz (75+) und Streichung von hunderten Subventionsmöglichkeiten.
 
E

ExitUser

Gast
kleindieter! Was gibt es da zu überdenken. ??:icon_neutral:

Wenn dänische, spanische, italienische,schwedische, englische, amerikanische...Investoren Häuser kaufen, fast nichts investieren und Häuser nach 1-2 Jahren hier mit Gewinn verkaufen hat das nichts mit dem Vermieter zu tun , der für seine Familie kauft um das Geld zu sichern. Immobilien Kauf ist heutzutage mehr Spekulation oder Sicherung des Kapitals.


Gegen einen Privatvermieter der Kapitalsicherung für die Familie betreibt haben viele nichts, gerade wenn Privatvermieter für "OmaSchmidt" die Miete kaum erhöht, weil sie ein geringe Rente hat. Dazu gehört aber auch ein gewisses Verantwortungsgefühl. Die Mieter danken es ihm dann auch, das sie
korrekte Mieter sind. Das ist der Idealfall auf beiden Seiten. Das gibt es aber kaum noch in Berlin!

Der soziale Wohnungsbau ist in Berlin seit Jahren abgeschafft, das Kritisieren sogar unser niederländischen Nachbarn und wundern sich.

Die Spaltung auf dem Wohnungsmarkt ist ein sichtbares Zeichen des Arm- und -Reich- Gefälles in Berlin. Nicht vergleichbar mit anderen Europäischen Großstädten. Deutschland ist Billig Lohn Land, JA !!

Das manche Hungern ,damit sie in ihrer Wohnung wohnen bleiben können ist der Gipfel.Das sollte sich am 3 . September in Teilnehmern ausdrücken.

Allerdings sollte das diesmal gewaltfrei ablaufen!!:icon_klatsch:
 
R

Rounddancer

Gast
Ich bin, wenn nix schiefgeht, zwar auch am 3.9. in Berlin, aber zu einer Schulung auf einem schwimmenden Schiff von 11-18 Uhr, das heißt: Ich kann da nicht zwischendrin abhauen.

Viel Erfolg bei der Demo. Es stimmt schon: Der private Vermieter ist in der Regel froh, einen ordentlichen Mieter zu haben und hält sich mit Mieterhöhungen meist zurück. Denn den Mieter, den er hat, heißt es zu halten, schließlich weiß man angesichts von so vielen Mietnomaden, Kettenrauchern, etc. nicht, wen man danach reinbekommt.

Doch Genossenschaften haben sich oft verspekuliert, Banken und Städte auch. Dort muß dann schnell Geld her und dann kommen die Investoren, die Heuschrecken. Die wollen bloß schnell hohe Rendite. Sie erhöhen die Mieten und Nebenkosten auf das maximal Nötige und darüber hinaus. Investieren aber nichts in ihren Wohnungsbestand, drehen möglichst den Mietern ihre Wohnungen an, und eine dubiose, oft zu teure Finanzierung dazu. Oder verscherbeln die Wohnblöcke an den nächsten Investor ...

Graußlig. Dem muß Einhalt geboten werden,- das ginge,- mit ein bißchen gutem Willen auch unter den gültigen Gesetzen ...
 

Atze Knorke

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Februar 2009
Beiträge
2.514
Bewertungen
3.105
gebräunte Haut,blond,Brille,klein :biggrin:

Und Deines:icon_kinn:

Und unter wieviele gebräunte, blonde vionas darf ich auswählen?:icon_lol:

Oh, ich bin dann der ELO-Mieten-Shrek - dick und vor Wut schon grün angelaufen! :icon_cool:

ALLEN ein gutes und gewaltfreies GELINGEN!

:icon_wink: von Atze Knorke
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten