Bericht der Bundesregierung: Mehr Arbeit, mehr Armut

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wolliohne

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Die deutsche Wirtschaft brummt, die Zahl der Arbeitslosen schrumpft - doch jeder siebte Bürger ist von Armut bedroht. Nun belegt ein umstrittener Bericht der Bundesregierung die ungleiche Vermögensverteilung im Land.



Berlin - Es ist ein paradoxer Trend. Trotz insgesamt guter Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt ist die Kluft zwischen Vermögenden und Mittellosen in Deutschland weiter gewachsen. Das geht aus dem neuen Armuts- und Reichtumsbericht hervor, der koalitionsintern heftig umstritten war. Am Mittwoch billigte ihn das Bundeskabinett nach monatelanger Diskussion.


Von Armut bedroht sind unverändert zwischen 14 und 16 Prozent der Bundesbürger. Laut Bericht verfügen die reichsten zehn Prozent der Haushalte über 53 Prozent des gesamten Nettovermögens. Die gesamte untere Hälfte der Haushalte besitzt dagegen nur gut ein Prozent - im Jahr 2003 waren es noch rund drei Prozent gewesen. Vorwurf der Schönfärberei
Bundesregierung legt umstrittenen Armutsbericht vor - SPIEGEL ONLINE

Ps.welch ein Lügenpack!
 

Sinuhe

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Redwing

Gast
Die deutsche Wirtschaft brummt, die Zahl der Arbeitslosen schrumpft - doch jeder siebte Bürger ist von Armut bedroht. Nun belegt ein umstrittener Bericht der Bundesregierung die ungleiche Vermögensverteilung im Land.

Na, in der durch immer wieder neue Taschenspielertricks gepimpten Hellziffer sinkt die Arbeitslosigkeit vielleicht (wobei ja selbst das langsam einbricht), aber ob das wirklich der Fall ist, wage ich auch noch zu bezweifeln. Davon abgesehen natürlich, daß es immer mehr Dumpingjobs gibt - darunter auch viele Pipifax-Minijobs, bei denen die Obergrenze des Einkommens (400 bzw. 450 Euro) auch meilenweit verfehlt werden kann -, die des Wortes "Arbeitsplatz" nicht würdig sind.

Berlin - Es ist ein paradoxer Trend. Trotz insgesamt guter Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt ist die Kluft zwischen Vermögenden und Mittellosen in Deutschland weiter gewachsen. ...

Nee, nicht TROTZ, sondern WEGEN (wobei ich den großartigen "Aufschwung" auch eher für etwas übertriebene Propaganda halte). So ist nun mal das perverse Spiel dieses kranken, systemischen Wettbewerbswahns. Die Wirtschaft wurde durch den Ausbau bzw. die Ausweitung des Dumpingjobbertums und die Subvention durch den Staat in Form von (mäßiger) Lohnergänzung (ALGII) gepusht. Natürlich auf Kosten der Massen, und so geht das perverse Spiel auch weiter. Das mag vorübergehend strohfeuermäßig was bewirken, aber nur, solange es starke Exportpartner gibt, welche die Erosion der Kaufkraft auf Seiten der Massen im eigenen Lande kompensieren. Doch besagte paar Exportpartner - und da werden China und Co. sich auch noch umgucken - stecken ebenfalls allesamt zunehmend in der Krise und spielen dasselbe kurzsichtige Spiel. Wenn der Export dann einbricht, sieht ein jeder, was vom Binnenmarkt noch übrig ist - eine Ruine. Und so heißt es dann über kurz oder lang wieder: Game over. :icon_cool: Kaputtalismus halt, aber wer sich das als "alternativlos" aufschwatzen läßt...


Von Armut bedroht sind unverändert zwischen 14 und 16 Prozent der Bundesbürger. Laut Bericht verfügen die reichsten zehn Prozent der Haushalte über 53 Prozent des gesamten Nettovermögens. ...

Alles, was ich und andere echte Linke seit vielen Jahren prophezeihen, tritt geradezu fahrplanmäßig ein - aber hört mal weiter auf die neoliberalen "Experten" und "Pragmatiker", die bis zuletzt blind in die Krise getaumelt sind und anschließend genauso weiter taumeln... :icon_cool:

Redwing hates the rich -geldbeutelunabhängige Freiheit und soziale Gerechtigkeit statt Kapitalismus!
 

hemmi

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Haben diese Politdeppen denn überhaupt kein Schamgefühl mehr?
Jeder selbst der naivste Blödleser wurde über diesen Bericht ausführlich informiert und sollte wissen was er/sie davon zuhalten hat.
Und der Herr Stabsarzt sollte sich wohl besser selber die Einweisung schreiben und die von der Lügen gleich mitnehmen.:icon_neutral:
 

wolliohne

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Von der Leyens geschönter Armutsbericht Ende der Durchsage "Akribisch" habe sie sich vorbereitet, sagt Sozialministerin Ursula von der Leyen, als sie den entschärften Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vorstellt. Mit eiserner Miene spielt sie die inhaltlichen Änderungen zu "Halbsätzen" herab - bis sie ausgerechnet bei einem zentralen Punkt zugeben muss, "überfordert" zu sein. Von Thorsten Denkler, Berlin mehr...

wo bleibt die Empörung
diese Regierung muss schnelltens abgewählt werden!
 
M

Minimina

Gast
Bei von der Lügen konnte man gestern in der Tagesschau auch wieder gut beobachten auf welche Art diese Kaste versucht andere abzuwerten, besonders Nonverbal:

"...liebe Opposition..." "...seit mehr als 60 Jahren gibt es Resortabstimmungen..."

bekommt erst durch die herablassende Süffisanz und Lachen des magersüchtigen Wasserkopfes seine abwertende Bedeutung.
Das lernen die schon durch die Industriemilch,Konservierungs und Zusatzstoffe-Trinkflasche in den ersten Lebenstagen. Liest man diese Worte ohne den Ton, so scheint es sich um nahezu sachliche Argumente zu handeln. Sind es aber nicht!

[FONT=ArialMT, sans-serif]Kommentar dazu von Markus Preiß, WDR[/FONT]
Das ist mal ein schöner Kommentar, den ich von der Tagesschau nun nicht unbedingt gewohnt bin. Ändern wird das natürlich nix, ausser dass so getan wird als hätten Kommentare einen Einfluss.

LG MM
 

Kikaka

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Bundesregierung legt umstrittenen Armutsbericht vor - SPIEGEL ONLINE

Weniger Kinder in Notlagen
Der 548 Seiten starke Report trägt den Titel "Lebenslagen in Deutschland" und erscheint zum vierten Mal. Am Mittag stellte von der Leyen die Ergebnisse in einer Pressekonferenz vor. Und zeichnete, ungeachtet der Kritik, ein positives Bild: "Wir stehen heute im internationalen Vergleich sehr gut da."
Erfreulich sei, dass die real verfügbaren Einkommen sich seit 2005 insgesamt positiv entwickelt hätten, heißt es in dem Bericht. Als Erfolg wertete es von der Leyen, dass eine Viertelmillion Kinder weniger in Hartz-IV-Haushalten lebten. Das sei ein Hinweis darauf, "dass im Berichtszeitraum die Dinge besser geworden sind
Das alleine ist an Dreistigkeit und Verlogenheit nicht mehr zu toppen



Der Kinderzuschlag bemisst sich nach dem Einkommen und Vermögen der Eltern und der Kinder; er beträgt höchstens 140 Euro/Monat pro unter 25 Jahre altem, unverheiratetem Kind.
Eine zusätzliche Leistung für die Schule in Höhe von 100 Euro jährlich erhalten Alleinerziehende und Elternpaare seit 2009 für jedes Kind das im August Anspruch auf Kinderzuschlag hat. Voraussetzung für diese Leistung ist, dass das jeweilige Kind eine allgemein- oder berufsbildende Schule besucht und keinen Anspruch auf Ausbildungsvergütung hat.

40000 Eltern bezogen 2005 den Kinderzuschlag
Mehr als 210 000 Eltern bezogen 2012 den Kinderzuschlag


Jedes siebte Kind in Deutschland braucht Hartz IV





Ein Schelm wer böses dabei denkt das das neu kreierte Kinderbetreuungsgeld ( Herdprämie...) demnächst auch statistisch in dieser Richtung mißbraucht wird.

Das Betreuungsgeld wird den Staat voraussichtlich1,2 Milliarden Euro kosten. Vorausgesetzt ist dabei, dass es für etwa 900.000 Kinder gezahlt wird.






 

2010

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"Wenn wir hierzulande von Armut sprechen, ist dies im Verhältnis zu einem relativ hohen Lebensstandard gemeint", sagte der Wirtschaftsweise den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe. Das sei nicht die existenzielle Not, die man aus anderen Ländern kenne, betonte Schmidt.

Zur Frage nach der Notwendigkeit von kräftigen Lohnerhöhungen sagte Schmidt, hier solle nach Branchen unterschieden werden. Der Arbeitsmarkt habe sich deshalb so gut entwickelt, weil sich die Löhne am Zuwachs der Produktivität orientiert hätten. Lohnerhöhungen zur Steigerung der Kaufkraft seien falsch, weil es sich um einen Effekt handele, der schnell verpuffe


Wirtschaftsweiser warnt vor Übertreibungen in der Armutsdebatte

Soll er doch vom Hartz IV Satz leben u. den Rest spenden, der Schwätzer.
 
F

FrankyBoy

Gast
Unser Wirtschafts- und Finanzsystem ist derart ausgestaltet, dass es gar nicht anders kann, als Massenverelendungen zu produzieren und die Politik der letzten 33 Jahre, hat nichts dagegen getan - im Gegenteil, es wurde ein Massenverelendungs-Beschleunigungs-Verfahren durchgesetzt, egal wo man hinsieht!

Ob Hartz IV, Rieseterrenten, die Kürzung des Krankengeldes und die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und der Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung unserer Sozialversicherungssysteme, was die eine Seite der Medaille betrifft und die Absenkungen bzw. Abschaffung der Vermögenssteuer und die drastischen Reduzierungen bis hin zur Streichung bei den Unternehmenssteuern sprechen nur eine Sprache!

Unsere Regierungen sind keine Volksvertreter sondern lupenreine Volksverräter und allesamt Vollkernassis vor dem Herren!

Heute habe ich Lust auf Froschfressensuppe in eigener Sauce garniert mit Bäckchen von der Lüge und murkschelm Friseesalat.
 
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