Berechnung des Leistungsbezugs irgendwie seltsam

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BolMel

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Hallo erstmal, hoffe es kann mir hier jemand weiterhelfen.

Ich bilde zusammen mit meinem 18 jährigen Sohn eine BG. Ich selber beziehe im Moment ausser einer Aufwandsentschädigung für eine AGH kein Einkommen.
Mein Sohn ist seit dem 04.11. über Zeitarbeit mit 40 Wochenstunden bei 8,50 je Std beschäftigt, Vertrag befristet bis 18.12.

Ab Dezember läuft nun der neue Bewilligungszeitraum und für diesen kam am Freitag der neue Bescheid mit einer für mich mehr als dubiosen Berechnung die ich nicht so wirklich nachvollziehen kann.

Als erstes fiel mir auf, dass weiterhin der Bezug von Kindergeld in Höhe von 184 € als Einkommen angerechnet wird, und zwar für mich, und nicht bei meinem Sohn. Bei einer Vollzeittätigkeit steht ihm aber doch eigentlich keines mehr zu, und wenn doch ist es als Einkommen des Kindes zu sehen und nicht als meines. Oder sehe ich das nun falsch?

Dann kommt die Anrechnung seines Lohnes. Hier wurden 1300 brutto bzw. 1000 netto veranschlagt. Ist für mich soweit ok. Abzüglich Freibetrag von 100€ bleiben 900€. Auch ok. Von diesen werden jetzt nochmal 200€ abgezogen, bleiben 700€ . Für mich werden 184€ Kindergeld abzüglich 30€ Versicherungspauschale als Einkommen angerechnet. Macht also gesamt
854€ als Einkommen.

Für Miete und Nebenkosten sind 425,50€ die bisher direkt vom Jobcenter an den Vermieter gingen.

Wegen einer Leistungsüberzahlung im Sommer diesen Jahres werden ab Dezember bis März 31,30, im April dann 29,13 abgezogen. Die Überzahlung betraf aber Leistung für meinen Sohn, kann dieser Betrag nun auf meine Leistung angerechnet werden?
Oder gibt es die Möglichkeit, dass er das von seinem Lohn bezahlen kann, denn ich bekomme ja dadurch nun weniger.

Das alles hier kann ich noch relativ gut nachvollziehen, musste es aber dem Verständnis wegen schreiben. Denn nun kommt das was ich nicht verstehe:

Die Auszahlung der Leistung soll wie folgt erfolgen:

von Dezember bis werden 418,45€ an den Vermieter überwiesen (Miete beträgt aber 425,50) und eben diese 31,30 an die Zentralkasse.

Im April dann 420,62€ an den Vermieter und 29,13 an die Zentralkasse.

Für Mai bekomme ich dann 24,25€ und der Vermieter seine vollen 425,50€

Wenn ich das also nun richtig verstehe, übernimmt das Jobcenter zwar wenn auch nicht komplett, die Miete, alles andere jedoch soll mit dem Geld meines Sohnes bestritten werden??

Er bekommt aber erst zum 15.12. sein erstes Gehalt. Was mache ich bis dahin?? Muss ja zum 1. unter anderem auch 2 Fahrkarten sowie andere laufende Kosten bezahlen, geschweige denn Lebensmittel etc. kaufen


Sorry, wenn es nun viel zum Lesen ist, wäre aber dennoch für jede Hilfe und jeden Ratschlag dankbar.
 


Strolchenmann

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Wegen Kindergeld würde ich den Junior schnellstens von der Kindergeldkasse abmelden, da ist nämlich bei unberechtigtem Bezug eine Rückforderung fällig.

Und das vom JC nur die Hälfte der KDU übernommen wird ist normal, dein Sohn bildet seine eigene BG und fällt bei dir und aus dem ALG 2 Bezug komplett raus, hat aber in der Hausgemeinschaft die Kosten hälftig zu tragen

Soweit im groben
 

BolMel

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Hallo,

dass das Jobcenter nur die Hälfte der KDU übernimmt, ist mir schon klar. Aber die sind bei mir eben 425,50 und nicht 418,45 oder so.

Dann sollen sie lieber hergehen und sagen dass ich die Miete komplett selber an den Vermieter überweise und mir stattdessen das was ich zum Leben bekommen würde plus eben hälftig KDU überweisen.

Damit könnte ich zum ersten auch die laufenden Kosten erstmal decken. Der Vermieter sagt bei mir auch nix, wenn die Miete für 1 Monat mal später kommt, solange es nicht die Regel wird.
 

Hartzeola

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Die Anrechnung des Kindergeldes ist rechtens, wie schon gesagt, so schnell wie möglich abmelden.

Er bekommt aber erst zum 15.12. sein erstes Gehalt.
Im November darf das JC noch gar nichts anrechnen.

Ab Dezember sollst Du eine halbe Miete plus Regelsatz bekommen, abz. 154 €, sobald Kindergeld weiterhin zufliesst.
 

BolMel

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Hi,

das mit der Halben Miete plus meinem Regelsatz wäre für mich voll ok. Dann aber bitte auch an mich, damit ich mit diesem Geld zumindest wirtschaften kann, bis mein Sohn das erste Geld irgendwann im Dezember bekommt.

Macht es daher Sinn, gegen den bestehenden Bescheid Widerspruch einzulegen mit eben dem Vorschlag, die Hälfte der Miete etc. an mich zu überweisen statt fast alles was ich zu bekommen hätte an den Vermieter?
 

Hartzeola

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Macht es daher Sinn, gegen den bestehenden Bescheid Widerspruch einzulegen mit eben dem Vorschlag, die Hälfte der Miete etc. an mich zu überweisen statt fast alles was ich zu bekommen hätte an den Vermieter?
Wenn Du nur die Hälfte der Miete vom JC bekommst können die ja nicht die ganze an den Vermieter überweisen :biggrin:

Mit Widerspruch würde ich bis auf 2-3 Tage bis zu Fristablauf abwarten, vorab aber so schell wie möglich um eine Korrektúr des Bescheides bitten, dafür reicht ein einfaches Schreiben per Post.

Dein Sohn ist Dir gegenüber nicht unterhaltspflichtig, mit ausreichendem Einkommen bildet er seine eigene BG.
 

Helga40

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Aus welcher Grundlage geht es denn an den Vermieter? Hattest du mal Mietschulden oder gibt es eine Abtretungserklärung von dir oder vom Vermieter (manche schreiben ja so eine Klausel in den Mietvertrag)?

Widerspruch macht man nur, wenn die Leistungen falsch berechnet wurden. Wenn du den Zahlungsempfänger ändern möchtest, reicht eine Veränderungsmitteilung. Es sei denn, es gab schonmal Mietschulden. Dann soll das Geld ja gem. § 22 Abs. 7 an den Vermieter gezahlt werden.
 

BolMel

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Hallo,

also Mietschulden hab ich bisher keine gehabt. Allein die Tatsache dass ich Sozialleistungen beziehe hat den Vermieter dazu veranlasst, darum zu bitten, dass die Miete direkt vom JC an ihn überwiesen wird.

Denke mal, dass ich das dann als erstes mal morgen beim JC ändern lassen werde.

Kann ja nicht angehen, dass ich zum Monatsanfang gänzlich ohne Geld dastehe.

Was meinen Sohn angeht, so verdient er in der Tat soviel, dass er sich theoretisch komplett aus eigenen Mitteln finanzieren könnte.
 

gelibeh

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Dann kommt die Anrechnung seines Lohnes. Hier wurden 1300 brutto bzw. 1000 netto veranschlagt. Ist für mich soweit ok. Abzüglich Freibetrag von 100€ bleiben 900€. Auch ok. Von diesen werden jetzt nochmal 200€ abgezogen, bleiben 700€ .
Was meinen Sohn angeht, so verdient er in der Tat soviel, dass er sich theoretisch komplett aus eigenen Mitteln finanzieren könnte.
Nicht nur theoretisch, sondern auch praltisch. Der muss für Dich nicht aufkommen. Beim Bewilligungsbescheid aufpassen, dass die nicht seinen Verdienst für Dich auch noch nehmen.
Die dürften nur das Kindergeld, abzüglich 30€anrechnen, das aber auch nur, solange das noch fließt.
 

BolMel

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Hi,

wenn ich das nun richtig verstehe, dann darf das JC meinen Sohn wegen des erziehlten Einkommens gar nicht mehr in der Leistungsberechnung berücksichtigen? Er fällt sozusagen gänzlich aus der BG raus und es darf nur die Leistung für mich bzw. mein Einkommen berechnet werden?

Das scheint bei mir aber dennoch der Fall zu sein, dass sein Einkommen mit in die BG eingerechnet wurde.

Mit der KG Kasse werd ich morgen gleich telefonieren und mir die Aussetzung der Kindergeldzahlung bis auf weiteres bestätigen lassen.

Was aber ist mit den Rückzahlungen für die Überzahlung? Das betraf ja meinen Sohn und nicht mich, darf das JC das Geld nun dennoch von meiner Leistung abziehen ?
 

Hartzeola

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Hi,

wenn ich das nun richtig verstehe, dann darf das JC meinen Sohn wegen des erziehlten Einkommens gar nicht mehr in der Leistungsberechnung berücksichtigen? Er fällt sozusagen gänzlich aus der BG raus und es darf nur die Leistung für mich bzw. mein Einkommen berechnet werden?

Das scheint bei mir aber dennoch der Fall zu sein, dass sein Einkommen mit in die BG eingerechnet wurde.
§7 SGB II

(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
Was aber ist mit den Rückzahlungen für die Überzahlung? Das betraf ja meinen Sohn und nicht mich, darf das JC das Geld nun dennoch von meiner Leistung abziehen ?
Dein Sohn hat noch kein Einkommen erzielt.

Oder haben die das im Dezeber zu erwartende Gehalt bereits angerechnet?

In einer BG kann das JC anteilige Forderungen stellen, in Eurem Fall 50:50
 

BolMel

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Hi,

das für den Monat Dezember zu erwartende Einkommen meines Sohnes ist in der Berechnung für Dezember schon angerechnet worden. Daher auch ein vorläufiger Bescheid bzw. Bewilligung von Leistung als Vorschuss.
Die Zahlung des Lohnes erfolgt aber erst zum 15. oder etwas später.
 

Hartzeola

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Um Bescheid zu prüfen muss man diesen sehen, kannste anonymisiert hochladen.

Widerspruch gegen einen vorläufigen Bescheid ist nur sinnvoll, wenn Ihr dort als BG geführt werdet. Nach Einreichen der Verdienst-/Einkommensbescheinigung wird ein entgültiger Bescheid erlassen.
 

BolMel

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Nunja, unbedingt Widerspruch einlegen ist evtl nicht nötig, wen sich das zu Jobcenter darauf einlassen würde, die hälftige Miete sowie meine HzL auch direkt an mich zu bezahlen und die Anrechnung des Kindergeldes aus den Berechnungen rauszunehmen. Das würde mir schon reichen, damit ich meinen laufenden Verpflichtungen nachkommen und auch die Fahrkarten zur Arbeit bezahlt werden können.
 
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