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Berechnung der Pendelzeit

Duddel

Elo-User*in
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Hallo zusammen,

für eine Nachbarin habe ich eine Frage zur Pendelzeit:

Wie genau wird diese berechnet? Gilt die Wartezeit bis der Betrieb öffnet dazu?

Beispiel:
Von zu Hause losgehen um 5:00 Uhr,
Zug kommt um 5:20 Uhr,
Zwischendrin in Bus umsteigen mit Wartezeit,
Bus kommt um 6:30 Uhr im Arbeitsort an,
ca. 10 Minuten Fußweg zum Betrieb,
aber dann noch 20 Minuten vor der Türe warten, bis er um 7:00 Uhr öffnet.

Ihr SB sagt, 1 Stunde und 10 Minuten Fahrtzeit sind zumutbar. Ich bin aber der Meinung ihre Pendelzeit beträgt morgens 2 Stunden. Mindestens aber 1 Stunde und 40 Minuten, denn die Fußwege zählen doch auch mit, oder?

(Nach Feierabend das gleiche. Der Bus fährt erst 40 Minuten nach Feierabend ab. Also hat sie 30 Minuten unnötige Wartezeit an der Haltestelle.)

Wäre toll, wenn da jemand was genaues wüsste.
Vielen Dank für eure Hilfe.

LG Duddel
 

wolliohne

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stimmt 2 Std.und mehr sind leider heute zumutbar.
Empfehlung,was anderes suchen.
 

Duddel

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Ja, so hatte ich es ja auch gedacht. Kennst du zufällig eine Quelle wo man das nachlesen kann? Ein Urteil oder JC-Richtlinien o.ä.
Würde ihr gerne vor dem nächsten Termin was in die Hand geben.

Empfehlung,was anderes suchen.
Naja, es war ein VV mit RFB.
 

Birgit63

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Das ist durchaus zumutbar. Als ich meine Ausbildung begonnen habe (1981) musste ich auch jeden Morgen eine halbe Stunde vor meinem Ausbildungsbetrieb warten, weil die Verkehrsanbindung so schlecht war. Das war ganz normal. Auch musste ich bereits um halb 5 das Haus verlassen. Um viertel nach 7 begann meine Arbeitszeit. Abends war es nicht ganz so dramatisch. Da war die Verbindung besser. Aber knappe 2 Stunden waren es trotzdem. Keiner kam auf die Idee zu sagen, dass ist unzumutbar. Wenn man den Job machen möchte, dann nimmt man solche Gegebenheiten gerne hin.
 

gelibeh

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Es ist doch uninteressant, was man mal zu Ausbildungszeiten gemacht hat. Das hilf dem TE nicht weiter. Im §140 SGBIII ist die Zumutbarkeit geregelt. Da dürfte 1:40 eine Strecke schon über der Zumutbarkeit liegen.
Mindestens aber 1 Stunde und 40 Minuten, denn die Fußwege zählen doch auch mit, oder?
Ja und die Wartezeit vor der Tür, meiner Meinung nach, auch. Für mich gehören die kompletten Wartezeiten dazu.

Definition der Pendelzeit ist von Haustür bis zu Arbeitsstätte. Was mit Arbeitsstätte gemeint ist, müsste man herausfinden. Ob die erst erreicht ist, wenn man dort die Tür betritt.
 
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Hallo Duddel,

Auszug aus
§ 140 SGBIII - Zumutbare Beschäftigungen
Stand: Aktualisierung 04/2012
(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab.
D. h. Pendelzeit von Deiner Haustüre bis zu Deiner Arbeitsstätte und wieder zurück!
Und weil die Arbeitsstätte in der Firma und nicht vor der Firma ist => Wartezeit zählt als Pendelzeit.
:icon_psst: Ich würde morgens ca. 15 Min. an der Bushaltestelle warten und abends muss sowieso 30 Min. an der Bushaltestelle gewartet werden.

AnonNemo
 

Duddel

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Prima. Ich danke euch. :icon_knutsch:
Dann kann ich das heute abend noch so weitergeben.
 
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