Berechnung Bezugsdauer Krankengeld

Musterfrau

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Bevor ich hier im Bekanntenkreis etwas falsches erzähle, würde ich gerne wissen, ob ich mit meiner Beurteilung richtig liege:

Das KK-Mitglied wurde nach einer OP von Arzt A krankgeschrieben (vermutl. bis 20.01.). Vom 21.01. bis 28.01. erfolgte durch Arzt B eine weitere Krankschreibung. Die Krankenkasse sieht diese beide Krankheiten quasi als eine an, was bei Kenntnis der Umstände nachvollziehbar erscheint.

Seit dem 29.01. ist das Mitglied durch Arzt C krankgeschrieben (psych. Beeinträchtigung wg. bestimmtem Ereignis).

Keine der Beschwerden oder ein Krankengeldbezug haben in den letzten fünf Jahren vorgelegen.

Der Betroffene will bei Recherche im Netz herausgefunden haben, dass sein maßgeblicher, aktueller Krankengeldbezug erst am 29.01. begonnen hat. Ich finde jetzt nur ´was zur Bezugsdauer von insg. 78 Wochen und fürchte fast, der Anspruch begann mit der allerersten AU aufgrund der OP. Was ist jetzt richtig?
 

Anna B.

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....m.M.n. gilt dies als ein einzelnder Krankheitsfall...da nicht mindestens ein Tag mit ARbeitsfähigkeit zwischen den einzelnen AU-Abschnitten bestanden hat...

mit ähnlicher Konstellation gab es mal ein BSG-Urteil....um einen neuen 3-Jahres-Zeitraum bzw. einen neuen Anspruch auf KG auszulösen, muß mindestens 1 Tag ARbeitsäfhigkeit bestanden haben..

also:

Krankheit A vom 1.1. - 2.2.
Arbeitsfähigkeit am 3.2.
Krankheit B vom 3.2. - .... lfd.

siehe auch:

xxx.geldtipps.de/gesundheit-krankheit-pflege/krankenversicherung/kurze-zwischenzeitliche-arbeitsfaehigkeit-kann-neuen-anspruch-auf-78wochen-krankengeld-bringen


die xxx bitte durch www ersetzen...
 

Musterfrau

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Dass wenigstens ein Tag der Arbeitsfähigkeit dazwischen liegen muss, haben wir beide außer an der von Dir beschriebenen Stelle (Danke für den Link!) nicht gefunden....

Allerdings heißt es da auch:

Nach § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB V ist entscheidend, ob die weitere Krankheit während der Arbeitsunfähigkeit eintrat oder danach. Somit kommt es darauf an, ob vor dem Hinzutritt von Krankheit Nr. 2 die Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit Nr. 1 geendet hat. (Dabei reicht es im Extremfall, dass zwischen den beiden Phasen der Krankschreibung nur ein einziger Tag lag.) Von einem Hinzutreten einer Krankheit kann schon dann nicht mehr die Rede sein, wenn sie erst am Tage nach Beendigung der bisherigen Arbeitsunfähigkeit oder noch später auftritt, befand das BSG hierzu schon in einer Vorgänger-Entscheidung vom 8.11.2005 (Az. B 1 KR 27/04 R)


Wenn die eine AU am 28.01. endet und die nächste am 29.01. beginnt, ergibt sich doch keine Überschneidung.

Ist da evtl. noch von Bedeutung, dass der Anspruch auf Krankengeld erst mit dem Tag beginnt, der auf
Feststellung der Arbeitsunfähigkeit folgt (§ 46 SGB V)? Dann läge der Beginn erst am 30.01.
 

Anna B.

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vielleicht hilft das noch weiter:


xxx.finkenbusch.de/?p=1626


oder dies:

xxx.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/15550/Datei/117920/Entgeltfortzahlung-im-Krankheitsfall.pdf

ich weiß nicht, ob das noch aktuell ist, es gab zwischendurch ja immer wieder Änderungen dazu...

und hier:

xxx.kv-media.de/entgeltfortzahlung.php
 

Musterfrau

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Hatte ich bei google auch gesehen, stiftete aber eben vorliegende Verwirrung.

Das Blöde ist, wenn ich ihm jetzt raten würde, der Einfachheit halber die Krankenkasse selbst zu fragen und die das natürlich als eine Kiste sieht, würde ihm das nicht guttun.
 

Anna B.

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er könnte sich bei einer anderen KK melden und dort mal nachfragen...

wenn die einen Neukunden wittern, dann helfen die auch....er muß ja dann nicht wechseln, sondern sich nur beraten lassen...
 

Musterfrau

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@Anna: Na, ob die ihn haben wollen würden, wenn er schon lange krankgeschrieben ist?!?

Hat hier sonst noch jemand eine Idee, wie die Berechnung funktioniert?
 

Anna B.

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..er muß ja nicht wechseln...er muß dort nur nach der Berechnung fragen...untermauert mit Rechtsgrundlagen und dann hat er ein Gegeargument bei seiner KK...

so würde ich immer vorgehen....
 

Musterfrau

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Das ist schon klar. Aber wo Du in dem Zusammenhang von Neukundengewinnung sprachst....

Vermutlich muss eine sozialrechtliche Beratung her, damit man etwas handfestes hat.
 

Anna B.

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naja...die werden die Auskunft geben...immer im Hinterkopf den Gedanken..das könnte ein Neukunde sein...

den muß ich mal von uns überzeugen...

wenn er sich dann verbessert...gut so...

aber..er muß bei der anderen KK ja nicht unterschreiben..das entscheidet er doch ganz allein...

aber..auch dies muß er der KK, bei der er die Auskunft einholt, ja nicht direkt auf die Nase binden...

er kann ja sagen: ich möchte mich mal informieren, wie das bei Ihnen läuft und wie es gesetzlich geregelt ist...

und...er kann aber muß nicht die KK wechseln...wo siehst du das Problem?
 

Musterfrau

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Wie gesagt finde ich die Idee nicht schlecht, aber den Gedanken, dass ein Langzeit-Kranker hofiert werden könnte, zu putzig. :icon_hihi:

Das Problem besteht allenfalls darin, dass der Betroffene derzeit keine Energie für solche Aktionen hat, da ihn die Situation schon belastet. Deshalb kümmere ich mich ja ein bißchen.
 

Anna B.

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kann auch genau andersum sein...sie geben ihm die Auskunft....und "kämpfen" nicht um ihn, wenn sie denn die Erkrankung erfahren..aber..das muß man ja nicht alles gleich im 1. Satz oder 1. Gespräch erzählen...
 
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