Berechnung ALG2 Fehlerhaft??? Anrechnung Einkommen, wo es keins gibt. Keine Anrechung, trotz Einkommen Zufluss (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

EvaSch

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Hallo

Ich brauche eure Hilfe.
Letztes Jahr wurde uns die Leistung vorübergehend eingestellt, bis die erneute Prüfung ergibt, ob wir weiterhin im Bezug bleiben dürfen.
Ich arbeitete letztes Jahr VZ und mein Freund ab Oktober auch VZ (Ausbildung).
Wir haben alle Unterlagen abgegeben, damit nachgerechnet werden kann.
Das Jobcenter hat es aber auch nach einem Jahr nicht geschafft, alles korrekt zu berechnen.
Es fehlen die Heizkosten, die Nebenkosten werden nicht komplett übernommen, es wird mit falsch hoher Miete gerechnet, es wird ohne Gehalt gerechnet, obwohl es welches gibt, es wird mit Gehalt gerechnet, welches es gar nicht gibt etc.

Ich habe mich die letzten 3 Tage bemüht und alles nachgerechnet.
Bin mir natürlich aber nicht sicher, ob das so korrekt ist.
Im Anhang die geschwärzten Bescheide und eine Auflistung mit den Verdiensten (immer schon bedacht, wann das Geld zugeflossen ist) und wie hoch Kaltmiete, NK und Heizkosten.
Mag mal wer drüber schauen?
Es wurden ca 750€ ausbezahlt, laut meiner Rechnung steht uns aber noch deutlich mehr Nachzahlung ALG2 zu!
 

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marty

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Wenn du die Widersprüche siehst,zählst du Sie auf und lege ein Widerspruch ein.Hör erst dann auf,wenn du jede einzelne Euro nachvollziehen kannst.
 

anett88

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hast du berücksichtigt das das alg2 immer im voraus gezahlt wird?
 

EvaSch

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Ja, das habe ich! In der Auflistung ist beim Gehalt immer das Einkommen, das im jeweiligen Monat zugeflossen ist (4u ist ZAF, die Zahlen zum 15. Den Vormonat, alle Anderen zum Monatsende für den vergangenen Monat).
Das ALG2 ist so aufgelistet, wie es für jeden Monat berechnet wurde und ausgezahlt wurde. Sprich ALG2 in 02/18 kam in 01/18. Da musste ich anfangs auch schauen.

Dennoch sind deren Berechnungen absolut fehlerhaft. Sie rechnen mit Einkommen in Monaten, wo es dieses Einkommen gar nicht mehr gibt.
Ab Oktober rechnen die mit dem Einkommen von real (20h) und Reha Team (36h), ab Januar mit real, Reha Team und Rewe (8h).

4u lief von 15.12.2017-1.5.2018, Real von 1.5.-31.7.2018, PVG 08/2018, Reha Team von 1.9.2018-30.6.2019, Rewe ab 01.01.-30.6.2019 und in TZ ab 01.07.2019.
Das ist Alles belegt, nachgewiesen und auf allen Verdienstbescheinigungen nachzulesen.
 

anett88

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Da blickt ja keiner durch, würde erstmal einen fristwahrender Widerspruch ohne Begründung einlegen und mir dann einen Anwalt suchen.
Bei Wiederspruchfähigen Bescheiden wird dir auch oft kostenlos geholfen, da die Anwäte dann direkt mit dem jobcenter abrechen können.

Code:
Absender:
………


Empfänger:
Jobcenter XY
………


Ort, Datum

Widerspruch gegen Bescheid vom [Datum] ……… BG-Nummer: 12345

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich als Vertreter meiner Bedarfsgemeinschaft mit der BG-Nummer [12345] fristwahrend Widerspruch gegen den Bescheid vom [Datum] ein.

Die Begründung erfolgt gesondert.

Mit freundlichen Grüßen
 

EvaSch

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Ich blicke da auch nicht durch.
Ich musste mich da selbst durch wurschteln.
Verstehen tue ich das Ganze nicht. Denn in allen Unterlagen ist ersichtlich, wann welcher Job angefangen und beendet wurde.
Wie das JC auf die Idee kommt, ich führe einen VZ, einen TZ und Mini Job parallel aus, weiß ich auch nicht.

Widerspruch muss nochmal umformuliert werden und dann geht er per Einschreiben raus.
 

sunnytn

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Also das ist ja mal wirklich sehr undurchsichtig, aber kenne sowas selbst, da meine Partnerin auch immer schwankendes Einkommen hatte + mein festes Einkommen, was nachträglich dann auch mal ab und an rückwirkend erhöht wurde.

Ihr habt ja bestimmt auch schon einen vorläufigen Bescheid bekommen, wo schon eine Grundlage für die Berechnung erfolgte oder?
(so war es bei uns und da wurde dann schon ein gewisser Aufstockungsbetrag gezahlt, in der Hoffnung, das dieser nahe der Endrechnung sein wird)

Daher habe ich es immer so gemacht, das ich jeden Monat einzeln berechnet habe. So konnte man dann gleich sehen, was einem regulär zustand, was wirklich angerechnet werden darf und wie hoch letztendlich die Nachzahlung vom JC oder die Rückforderung sein darf/muss.
Da es manche Monate gab, wo wir dann eigentlich aus dem Bezug gefallen wären, wurde seitens des JC dann so vorgegangen, das ein Durchschnittswert genommen wurde. Heißt also, das in dem vorläufigen Bescheid von 6 Monaten dann alle Löhne/Gehälter jeder einzelnen Person zusammengerechnet und dann durch die Monate augeteilt wurde. Somit ergab sich also jeden Monat dann ein Lohn/Gehalt, was nicht mit dem tatsächlichen Monat laut Verdiensabrechnung übereingestimmt hat. Vielleicht wurde das hier auch gemacht.

Ansonsten kannst du wirklich nur jeden Monat durchrechnen bzw. musst du gerade bei den Monaten wo 2 Gehälter gekommen sind darauf achten, das nur ein Grundfreibetrag abgezogen werden darf.

Ist zwar ne Menge Arbeit, aber das kann sich in der Tat lohnen. Denn die meisten Bescheide dir wir bekommen haben waren so fehlerhaft, das uns jede Menge Geld verloren gegangen wäre. Bei den ganzen Widersprüchen habe ich dann sogar meine Berechnung mit abgegeben und siehe da, diese hat bis auf ein paar Cent genau gepasst.

Wenn bei euch auch nicht die Heizkosten oder die komplette Miete übernommen wird, sollte vielleicht mal geprüft werden, ob die Wohnung angemessen ist. Denn das JC hat auch gern mal die Angewohnheit dies nicht zu erläutern, sondern einfach nur mit den max. zulässigen Kosten zu rechnen. Und da können dann mitunter schon große Lücken auftauchen.
 

EvaSch

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Ich habe natürlich jeden Monat händisch ausgerechnet. Weiß aber nicht zu 100%, ob dies korrekt ist.
Nach meinen Berechnungen würden dann noch ca 1300€ fehlen, da das JC uns knappe 2000€ schuldet.

Vorläufige Bescheide haben wir bekommen. Da wurde auch korrekt mit dem Einkommen gerechnet. Erst jetzt bei den Bescheiden haben sie plötzlich mit gefühlt 20 Gehältern gerechnet, zwischendurch wurde erklärt, warum die NK nicht vollständig übernommen werden (wären angeblich zu hoch, dafür übernehmen sie plötzlich mehr Miete, als wir tatsächlich zahlen) und warum plötzlich keine HK übernommen werden, ist mir ein Rätsel, denn sie haben ja den Nachweis bekommen, dass wir HK haben.

Das JC hat immer das Brutto, sowie Netto, Einkommen zusammen gerechnet und jeweils von den Gesamtsummen den Freibetrag berechnet bzw abgezogen.
Das habe ich ebenso gemacht.

Ich bin gespannt, was raus kommt.
 

sunnytn

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Ich habe natürlich jeden Monat händisch ausgerechnet. Weiß aber nicht zu 100%, ob dies korrekt ist.
Du könntest ja mal je eine Rechnung mit 1 Gehalt pro Monat und eine wo 2 Gehälter eingegangen sind hier online stellen. Dann sieht man ja, ob alles richtig gerechnet wurde.

...zwischendurch wurde erklärt, warum die NK nicht vollständig übernommen werden (wären angeblich zu hoch, dafür übernehmen sie plötzlich mehr Miete, als wir tatsächlich zahlen) und warum plötzlich keine HK übernommen werden, ist mir ein Rätsel, denn sie haben ja den Nachweis bekommen, dass wir HK haben.
Das ist das was ich mit der Angemessenheit der Wohnung (KDU) meinte. Denn wenn hier schon gewisse Werte nicht komplett übernommen werden (da zu hoch), ändert das ja schon den Grundbedarf und somit hat das auch mitunter deutliche Folgen bei der Berechnung. Bezüglich der Heizkosten wird es dann wohl ähnlich sein. Nur ist hier fraglich, warum keine übernommen werden. Da wäre zu prüfen, ob eure Nachweise diesbezüglich auch dort angekommen sind, wo sie hin sollten. Denn beim JC geht ja auch gern mal was verloren und was nicht vorliegt, kann auch nicht berücksichtigt/mit in die Berechnung einbezogen werden.
 

OldieButGoldie

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Das ist schon eine Megaberechnung, die man da kontrollieren müsste.
Wenn es Einkünfte aus 2 verschiedenen Jobs sind, muss jedes EK für sich genommen um die Absetzbeträge gemindert werden. BSG, Urteil vom 17.07.2014, Az: B 14 AS 25/13 R, Rz. 11
Einfach alle zusammenrechnen geht nicht!
Weiteres Problem, wenn es einen erhöhten Grundfreibetrag gibt. Den kann man ja nur einmal absetzen, das ist recht kompliziert. Das musste ich mal für jemanden machen, da waren es aber nur 3 Personen.

01 2018 432,43€ Miete 143,00€ NK 129,04€ NK Nachzahlung
Wurde diese Nachzahlung in Januar für den alten BWZ eingereicht und auch geleistet?
ab 02 2018 432,43€ Miete 143,00€ NK
ab 02 2018 70,00 € Heizkosten
Wieso plötzlich HK + NK?
 
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OldieButGoldie

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Also beim groben Durchrechnen, mit doppelten Freibeträgen, einer gleichbleibenden Miete (575,43) und ohne Durchschnittsberechnung, erhalte ich diese Summen.
Das JC bildet auch keinen Durchschnitt. Der kann aber evtl. günstiger sein.
Man bekommt auch nur bis 1200 brutto Freibeträge. Bei 1700 brutto bleiben also trotzdem nur 300 € Freibetrag.
Was ich nicht kapiere, haben die euch über 1 Jahr lang echt keine Leistungen bezahlt?
Warum erfolgte die Nachberechnung erst so spät?

Ich komme auf folgende Beträge

Gesamtbed. 2181,65
Bed. EK-Verteilung 1593,65
Anspruch
EK-Anrechn.​
Januar 19​
0,00 €​
1123,30 €​
Februar​
1.153,41 €​
440,24 €​
März​
1.217,66 €​
375,99 €​
April​
1.247,99 €​
345,66 €​
Mai​
532,87 €​
1.060,78 €​
Juni​
919,21 €​
674,44 €​
Juli​
1.143,48 €​
450,17 €​
August​
1.593,65 €​
0,00 €​
September​
345,79 €​
1.247,86 €​
Oktober​
186,67 €​
1.406,98 €​
November​
1.676,98 €​
Dezember​
170,88 €​
1.422,77 €​
Summen
8.511,61 €​
9.101,88 €​

Laut Bescheid bekommt ihr vom Amt 9115,25 € Nachzahlung/Anspruch. Halt abzüglich dem, was ihr schon bekommen habt. Das ist weit mehr, als ich bis Jan. errechnete.

Den Bescheid habe ich aber nur überflogen!!
Für Febr. bis April rechnen die ja gar kein EK an! Im Mai nur ein EK (dann stimmt deren Berchenung aber!) Juni, Juli auch nur je einen Lohn usw. Die rechnen eh sehr seltsam. Das KiG darf nämlich nicht zur EK Verteilung herangezogen werden. Wie die teilweise auf die 1169 € Gesamtbedarf kommen, blicke ich nicht. Und di geben den FB für Alleinerziehende von 330 €, statt nur 300 €.
Wenn ihr also nun tatsächlich diese 9000 € Nachzahlung bekommt bis Juli, dann würde ich erst mal die Füße still halten und in aller Ruhe genau nachrechnen.
Dann kann man immer noch Überprüfungsantrag stellen. Zumindest macht ich das für Bekannte von mir so.

Eigentlich wäre die Nachzahlung auch zu verzinsen.
 
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sunnytn

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Man bekommt auch nur bis 1200 brutto Freibeträge. Bei 1700 brutto bleiben also trotzdem nur 300 € Freibetrag.
Wenn ein minderjähriges Kind im Haushalt wohnt, liegt die Grenze bei 1500€ brutto bzw. 330€ Freibetrag. Zudem ist die Frage, was an Fahrtkosten bzw. für die Kfz-Versicherung an Kosten anfällt, da diese ebenfalls mit einbezogen werden. Ebenso kann auch die Riesterrente berücksichtigt werden. Da kann man also folglich noch weit über 330€ Freibetrag kommen.

Und di geben den FB für Alleinerziehende von 330 €, statt nur 300 €.
Man muss nicht zwangsläufig alleinerziehend sein.
Ich wohne auch mit meiner Partnerin und unserem gemeinsamen Kind zusammen und bei mir ist der Freibetrag auch bei etwas über 330€ durch das höhere Brutto und den Fahrtkosten/KFZ-Haftpflicht/Riester.
 

EvaSch

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Ich verstehe gerade nur die Hälfte.
Es tut mir echt leid.

Das JC hat, wie man sehen kann, die Einnahmen zusammen gerechnet und anhand dessen die Freibeträge berechnet und abgezogen. Das machen die schon immer so.

Wir haben alle Unterlagen abgegeben, es wurde, leider telefonisch, mehrmals kontrolliert, ob alle Unterlagen da sind.
Ich habe alle Kündigen der Jobs abgegeben, alle Verdienstnachweise (auf denen man ja auch erkennen kann, wann ich aus dem Unternehmen ausgeschieden bin) uswusf.
Wir haben von Januar bis einschließlich September noch Leistungen erhalten, ab Oktober eingestellt bis Januar 2019, da dann der Bewilligungsbescheid ausgaufen ist. Wir haben einfach keinen WBA mehr geschickt, weil ja genug Gehalt da war. Aber ich will eben den korrekten Betrag haben und nicht so eine hingerotzte Kacke da.
Nachgezahlt haben sie uns ca 750€, für all die Monate (sprich Januar bis Dezember), ab Oktober haben die ja eh nix mehr gezahlt.

Wir haben keine Autos, nur Fahrräder und eben 3 minderjährige Kinder, zur Arbeit kamen/kommen wir mit Öffis bzw Räder.
 

OldieButGoldie

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Letztes Jahr wurde uns die Leistung vorübergehend eingestellt, bis die erneute Prüfung ergibt, ob wir weiterhin im Bezug bleiben dürfen.
Vorläufige Bescheide haben wir bekommen.
Wir haben von Januar bis einschließlich September noch Leistungen erhalten, ab Oktober eingestellt bis Januar 2019, da dann der Bewilligungsbescheid ausgaufen ist. Wir haben einfach keinen WBA mehr geschickt, weil ja genug Gehalt da war.
Ohne Antrag keine Leistungen. Die angegebenen Zeiten sind unklar formuliert. Ab wann keinen WBA? Der Sachverhalt ist mir im Nachhinein auch nicht klar genug dargestellt. Allein schon die Angaben zur Miete. Mal mit, mal ohne HK, wer soll da durchblicken?

Antrag 06/17 Bescheid/BWZ v. 02/18 bis 07/18 und Antrag 06/18 Bescheid/BWZ v. 08/18-01/19. Allein die das Datum des Antrags in 06/17 widersprechen einem vorl. Bescheid, da dieser für 6 Monate läuft. Warum in Juni 17 ein Antrag für den BWZ ab Febr. des Folgejahres?
Der SV ist extrem umfangreich. Ohne Angaben ob und wie viel für welche Monate Leistungen bezahlt wurden, kann hier kein Mensch nachrechnen, ob der Bescheid stimmt.

Nach Anpassung des höheren FB mit 330 € komme ich auf einen Anspruch von grob 8601,61 €. Mehr kann ich nicht mehr tun. Da solltest du dir jemand suchen, der sich gut mit Berechnungen auskennt und das nach rechnet. Dazu sollt man aber auch zusätzlich eine Berechnung mit dem Durchschnittslohn durchführen. Also extrem umfangreich. Dann sollte man demjenigen aber exakte Daten (Miete, NK-Nachzahlungen) geben. Auch, ob dem JC die jeweiligen Zuflüsse bekannt gegeben wurden und das fehlende EK im August. Ob man Fahrtkosten, KfZ, Berufskleidung o. ä. hatte, was zu einem erhöhten Grundfreibetrag führt.

Die Mühe, das grob nach zu rechnen hätte ich mir anscheinend sparen können :(

Ansonsten kannst du wirklich nur jeden Monat durchrechnen bzw. musst du gerade bei den Monaten wo 2 Gehälter gekommen sind darauf achten, das nur ein Grundfreibetrag abgezogen werden darf.
Das ist nicht korrekt! Siehe oben BSG Urteil! Und hier aus den FH 11.155:
6.6.3.1 Grundabsetzungsbetrag
(1) Ein Betrag in Höhe von 100,00 EUR ist grundsätzlich frei. Dieser
Grundabsetzungsbetrag wird an Stelle der Beträge nach § 11b Ab-
satz 1 Satz 1 Nr. 3 - 5 gewährt. Fließt innerhalb eines Monats ein in
mehreren Monaten erarbeitetes Arbeitsentgelt zu, so ist das Ar-
beitseinkommen für jeden Monat um den Grundabsetzungsbetrag
gesondert zu bereinigen (BSG, Urteil vom 17.07.2014, Az: B 14 AS
25/13 R, Rz. 11).
Lediglich der erhöhte GFB kann nur ein mal berücksichtigt werden.
 
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sunnytn

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Wir haben keine Autos, nur Fahrräder und eben 3 minderjährige Kinder, zur Arbeit kamen/kommen wir mit Öffis bzw Räder.
Bei Nutzung von Öffis fallen ja auch Kosten an, die man angeben könnte.

Das ist nicht korrekt! Siehe oben BSG Urteil! Und hier aus den FH 11.155:
Aber dort steht doch:
"Fließt innerhalb eines Monats ein in mehreren Monaten erarbeitetes Arbeitsentgelt zu, so ist das Arbeitseinkommen für jeden Monat um den Grundabsetzungsbetrag gesondert zu bereinigen."
Für mich liest sich das so, als würde man z. B. für Juli und August arbeiten gehen und würde im August dann für beide Monate (also mehrere Monate wie hier angegeben) den Lohn bekommen.
(z. B. den Lohn für Juli erst am 1. August und den Lohn für August am 31. August)
Hier jedoch bekommt sie aber ihre regulären Löhne immer im jeweiligen Monat, womit sie also nicht mehrere Monate erarbeitetes Geld bekommt.

Lediglich der erhöhte GFB kann nur ein mal berücksichtigt werden.
Dazu habe ich das gefunden:
"Ebenfalls ist es ALG-2-Empfängern möglich, dass diese nicht nur einen, sondern mehrere Jobs gleichzeitig annehmen können. Wer nun aber denkt, dass somit auch mehrere Freibeträge beim Einkommen entstehen, der irrt. Ist ein Hartz-4-Leistungsbezieher in mehreren Jobs beschäftigt, so werden die jeweiligen Verdienste zunächst addiert, bevor die Freibetragserrechnung erfolgt.

Mit dieser Methode soll verhindert werden, dass ein Bezieher von ALG 2 mehrere Jobs annimmt, in denen er jeweils nur 100 Euro verdient. Somit würde er dann in jedem Job das volle Gehalt behalten können und müsste keine Hartz-4-Leistungsanrechnung über sich ergehen lassen."
Das macht mehr Sinn, denn würde jemand z.B. 4 kleine Jobs annehmen, hätte er/sie ja schon 4x100€ GFB, wo das JC nicht ran dürfte. Und genau das soll mit dieser Regelung unterbunden werden.

Einfach alle zusammenrechnen geht nicht!
Das geht schon, nur muss man eben aufpassen, das man immer nur die jeweiligen Löhne des Monats zusammenrechnet, wie es bei der TE schon immer gemacht wurde.

Und spätestens wenn eine Durchschnittsrechnung gemacht wird (was sich durchaus lohnen kann), muss ja so oder so immer zusammengerechnet werden.

Dann sollte man demjenigen aber exakte Daten (Miete, NK-Nachzahlungen) geben. Auch, ob dem JC die jeweiligen Zuflüsse bekannt gegeben wurden und das fehlende EK im August. Ob man Fahrtkosten, KfZ, Berufskleidung o. ä. hatte, was zu einem erhöhten Grundfreibetrag führt.
Genau das meine ich. Ohne die exakten Daten was man bekommt bzw. einem regulär zusteht, was von vorherigen Monaten noch angerechnet wird usw... ist eine exakte Berechnung leider nicht möglich, da einfach zu viele Faktoren eine Rolle spielen.

Ich habe damals auch Stunden damit verbracht, weil hier mal eine Rückzahlung, da eine Nachzahlung, dann eine Gegenrechnung des BKG, Weihnachtsgeld usw... kam. Das ist echt nicht ohne.

Daher wäre es erstmal gut zu wissen, wie die TE überhaupt erstmal die jeweiligen Monate berechnet/bereinigt hat um hier schon feststellen zu können, ob da alles in Ordnung ist oder Fehler unterlaufen sind.

Und wie schon erwähnt, muss man auch schauen, was bereits schon in den vorläufigen Bescheiden an Geldern gezahlt wurde. Denke das eine Lücke von 8500-9000€ da doch etwas viel sind, da das JC es ja möglichst immer so rechnet (im vorläufigen Bescheid), das eine geringe Differenz herauskommt, womit beiden Seiten geholfen ist. (somit geringe Zurückzahlung oder Nachzahlung seitens des JC)
Damit soll ja auch erreicht werden, das die monatlichen Kosten trotz Arbeit gedeckt sind.
Wenn bei uns immer Änderungen eingetreten sind, wurden diese im vorläufigen Bescheid umgehend geändert, sodaß man möglichst nah bei der Endrechnung bleibt. Wenn es dann mal um ein paar Hundert Euro geht, kann dies durchaus passieren. (daher vorläufig) Aber sollten wirklich mehrere Tausend Euro fehlen, ist das schon heftig. Das wären ja ca. 750€ pro Monat.
 

OldieButGoldie

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Aber dort steht doch: Für mich liest sich das so, als würde man z. B. für Juli und August arbeiten gehen und würde im August dann für beide Monate (also mehrere Monate wie hier angegeben) den Lohn bekommen.
Ja eben! Es wurde aber behauptet, dass man den Grundfreibetrag nur einmal bekommt.

Gib doch mal die Quelle an, wo du den Unfug gelesen hast:
Dazu habe ich das gefunden:"Ebenfalls ist es ALG-2-Empfängern möglich, dass diese nicht nur einen, sondern mehrere Jobs gleichzeitig annehmen können. Wer nun aber denkt, dass somit auch mehrere Freibeträge beim Einkommen entstehen, der irrt.
Was es an der Entscheidung des BSG Urteil, das sogar in den Weisungen steht- aus denen ich ja sogar zitiert habe - zu zweifeln gibt, verstehe ich nicht.
Es ist definitiv so, dass jedes EK einzeln bereinigt werden muss! Kennst du dich denn gut aus mit Berechnungen?

Also lies doch einfach nach ;) http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=13579
Alles andere verunsichert nur.
Aber natürlich kann man Kfz. Kosten, Fahrtkosten, die über diese 100 € gehen, nicht für beide Jobs abziehen, denn diese Ausgaben hat man nur 1 Mal. Von Job 1 dann erhöhter GFB, für Job 2 sind dann aber nur die 100 € absetzbar.

Und spätestens wenn eine Durchschnittsrechnung gemacht wird (was sich durchaus lohnen kann), muss ja so oder so immer zusammengerechnet werden.
Und genau da passieren die meisten Fehler. Zwar rechnet man das Gesamtbrutto zusammen und teilt durch 6. Aber auch das Gesamtnetto, welches aber um die tatsächlichen Absetzbeträge gemindert werden muss. D. h., es darf nur das tatsächlich anzurechnende Einkommen durch 6 geteilt werden. Wird nicht berücksichtigt, dass von jedem EK das anzurechnende EK zu ermitteln ist, fallen ja Freibeträge unter den Tisch.
Insbesondere, wenn man die Grenze von 1200/1500 € überschreitet. Dann bekäme man für 2 Jobs ja nur maximal 330 €, die abgezogen werden.

Glaube mir, ich habe das schon durch und der Elo hatte mit meinem Widerspruch Erfolg.
 

EvaSch

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Ich verstehe das jetzt nicht.
Ich habe auf dem 2. PDF alle relevanten Daten eingetragen. Für welche Monate welches Gehalt zugeflossen ist (sogar farblich markiert) und in welchen Monaten welche Miete, NK, HK und Nachzahlungen fällig waren. Und sogar, in welchen Monaten welches ALG2 zugeflossen ist. Mehr kann ich doch gar nicht angeben, wenn es eben um genau diese Monate geht?!?

Uns wurde das ALG2 immer für ein Jahr genehmigt. Wir mussten immer ab Januar, soweit ich mich erinnere, einen WBA stellen. Daher lief das ALG2 im Januar 2019 auch aus.
Im September 2018 wurde uns vorläufig die Zahlung ab Oktober eingestellt, weil ich ab September in VZ (laut JC arbeitete ich zu dem Zeitpunkt für real und, soweit ich erkennen kann, für den PVG) und mein Freund ab Oktober in VZ arbeiteten. Ab Oktober 2018 rechnen die mit einem Einkommen von 3590,21€, nämlich Reha Team (1700€), real (940,21€), Haus Edelberg (950€). Was ja aber tatsächlich nicht korrekt ist.
Das ist sogar Alles adäquat nachgewiesen. Dem JC liegt mein Arbeitsvertrag von real vor, der nur bis 31.7.2018 befristet war. Auf dem Verdienstnachweis ist vermerkt, das ich zum 31.7.2018 ausgeschieden bin, ich habe mich adäquat 8 Tage vorher arbeitslos gemeldet (weil ich erst da wusste, dass der Vertrag nicht verlängert wird, er sollte nämlich verlängert werden) und habe auch angegeben, dass ich ab 1.8. einen Mini Job angenommen habe. Und auch habe ich dann, sofoert, als ich die Zusage bekommen habe, angegeben, dass ich ab 1.9.2018 Vollzeit arbeiten gehe und den Mini Job gekündigt habe (ich habe sogar die Kündigung eingereicht!).
Mehr als nachweisen kann ich nicht, wenn die nicht lesen können, kann ich auch nix für.

Ich hätte mir tatsächlich auch das Einscannen der Bescheide sparen können, wenn ich jetzt hier so angegangen werde, obwohl der Fehler beim JC liegt und die Bescheide absolut unverständlich sind.
Die Bescheide sind Beide gleichen Datums, das JC hat es, trotz mehrmaliger Kontaktaufnahme unsererseits, nicht auf die Reihe bekommen, das Ganze zügiger und korrekt zu berechnen.
 

OldieButGoldie

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ch verstehe das jetzt nicht.
Ich habe auf dem 2. PDF alle relevanten Daten eingetragen. Für welche Monate welches Gehalt zugeflossen ist (sogar farblich markiert) und in welchen Monaten welche Miete, NK, HK und Nachzahlungen fällig waren
Und was soll man damit anfangen? Ich frug ja extra nach.
01 2018 432,43€ Miete 143,00€ NK 129,04€ NK Nachzahlung
Der Monat steht gar nicht zur Debatte, da ab 02/18
ab 02 2018 432,43€ Miete 143,00€ NK
ok
ab 02 2018 70,00 € Heizkosten
Nur HK? woher soll man wissen, wie viel NK es insgsamt sind? Und was ist mit den 143 NK. Waren die mit oder ohne HK? kommen die 70 € zu dn 143 dazu und warum gab es die HK vorher nicht.

Was du auch nicht verraten hast, ob und wie viel ihr von wann bis wann vom JC bezahlt bekommen habt. Wie sollen wir dann wissen, ob die Nachzahlungn korrekt sind?

ich habe mich adäquat 8 Tage vorher arbeitslos gemeldet
Wenn man ergänzendes Alg bekommt, muss man sich nicht Alo melden, sondern nur, dass das EK weg fällt.
Aber mir ist das jetzt egal. Mir sind deine Angaben jedenfalls nicht ausreichend genug.
Das wichtigste Handwerkszeig zum Nachrechnen ( Freibeträge für jedes EK separat berechnen) habe ich dir in die Hand gegeben.
Auch habe ich dir grob ausgerchnet, wie viel Anspruch ihr für 02/18 bis 01/19 gehabt hättet
Ich sehe mich mit den Angaben nicht in der Lage, das genau auszurechnen.
Ich hänge mich da rein und meine Fragen und Unklarheiten werden nicht beantwortet. Dann habe ich auch keine Motivation mehr.
 

EvaSch

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Es sind Nebenkosten 143€, wir haben bisher immer rein Nebenkosten OHNE Heizkosten gezahlt, die sind separat, nämlich die 70€. Im Januar waren keine Heizkosten fällig, weil wir den Anbieter gewechselt haben und der uns ab Februar beliefert hat. Im Januar fand die Jahresabrechnung statt bzw da war der Monat frei, das ist bei unseren Stadtwerken immer so. Und der Neue Lieferant hat uns ab Februar beliefert.
Heißt: 143€ Nebenkosten und 70€ Heizkosten (steht aber auch genau so da).
Und auch, was das Jobcenter uns gezahlt hat, habe ich in der Liste unten aufgeführt. Ich habe es doch absichtlich alles notiert.
Ich kopiere dir das gerne nochmal hier her:

02/2018 1198,26
03/2018 1198,26
04/2018 1198,26
05/2018 1198,26
06/2018 1198,26
07/2018 1199,63
08/2018 651,84
09/2018 1370,27

Ab Oktober wurde die Leistung vorläufig eingestellt um zu prüfen, inwieweit wir noch Anspruch haben (weil ab da Doppelverdiener).
 

OldieButGoldie

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Stimmt! Entschuldige bitte!! Da bei den KdU Januar keine HK angegeben waren, war ich irritiert. Min Fehler. Auch dass ich die Zahlungen des JC übersehen habe.
Ich war zu oberflächlich, weil ich dir schnell ein grobes Ergebnis liefern wollte.
Ich habe nun eine KdU von 645,43 € von 02/18 bis 12/18 angepasst

Anspruch
EK-Anrechn.​
Erhalten
Saldo JC
Januar​
0,00 €​
0,00 €​
Februar​
1.223,41 €​
440,24 €​
1.198,26 €​
-25,15 €​
März​
1.287,66 €​
375,99 €​
1.198,26 €​
-89,40 €​
April​
1.317,99 €​
345,66 €​
1.198,26 €​
-119,73 €​
Mai​
602,87 €​
1.060,78 €​
1.198,26 €​
595,39 €​
Juni​
989,21 €​
674,44 €​
1.198,26 €​
209,05 €​
Juli​
1.213,48 €​
450,17 €​
1.198,26 €​
-15,22 €​
August​
1.663,65 €​
0,00 €​
651,84 €​
-1.011,81 €​
September​
445,79 €​
1.217,86 €​
1.370,27 €​
924,48 €​
Oktober​
286,67 €​
1.376,98 €​
0,00 €​
-286,67 €​
November​
1.646,98 €​
0,00 €​
0,00 €​
Dezember​
270,88 €​
1.392,77 €​
0,00 €​
-270,88 €​
Summen
9.301,61 €​
8.981,88 €​
9.211,67 €​
-89,93 €​

Demnach stehen euch nur noch ca. 90 € Erstattung zu.
Ich schau mal, dass ich das grob ausrechne, wie es bei Durchschnittsberechnung ausschaut.
 

EvaSch

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Danke dir. Ich habe jetzt echt ein wenig gezweifelt.
Ich habe das Ganze auch noch ausgerechnet, natürlich bevor ich hier gepostet habe, aber ich zweifel genauso an meinem Ergebnis, wie an dem vom JC.Das JC rechnet ja das Brutto sowie Netto Einkommen zusammen und zieht hiervon den Freibetrag von maximal 330€ ab.
Im Januar wären wir noch im Bewilligungszeitraum ALG2 gewesen, aber da habe ich bereits vom Nebenjob Gehalt bekommen sowie mein Freund den halben Monat vom Ex Arbeitgeber.

Sorry, ich vergaß zu erwähnen, dass wir, damals noch, wegen dezentraler Warmwasserbereitung Mehrbedarf Wasserversorgung in Höhe von 26,22€ bekommen haben.

Die Berechnung für Mai verstehe ich aber nicht. Ich hatte im Mai, wegen der alten Firma, doppelt Einkommen, die haben mir Mitte Mai mein April Gehalt ausgezahlt. Da hänge ich jetzt wieder. Das JC rechnet einfach Brutto und Netto zusammen. Wie berechnet man denn das?
Ich lese gleich nochmal nach!
 
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OldieButGoldie

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Danke dir. Ich habe jetzt echt ein wenig gezweifelt.
Ich habe das Ganze auch noch ausgerechnet, natürlich bevor ich hier gepostet habe, aber ich zweifel genauso an meinem Ergebnis, wie an dem vom JC.Das JC rechnet ja das Brutto sowie Netto Einkommen zusammen und zieht hiervon den Freibetrag von maximal 330€ ab.
Eben! Wenn man jedes EK einzeln berechnet, sind die Freibeträge insgesamt höher. Genau das ist ja, was meist nicht berücksichtigt wird.
Anscheinend gibt das deren Software nicht her, bzw. muss man die Eingaben des EK wohl entsprechend anpassen.
Im Januar wären wir noch im Bewilligungszeitraum ALG2 gewesen, aber da habe ich bereits vom Nebenjob Gehalt bekommen sowie mein Freund den halben Monat vom Ex Arbeitgeber.
Da du in deiner Liste 01/18 bezüglich Miete und Nachzahlung aufführst, die Bescheide aber erst ab 02/18 gehen, checke ich nicht 100 %, von welchem Januar du sprichst. Ich nehme an 2019?

Sorry, ich vergaß zu erwähnen, dass wir, damals noch, wegen dezentraler Warmwasserbereitung Mehrbedarf Wasserversorgung in Höhe von 26,22€ bekommen haben.
Kein Problem! Das habe ich aus den Bescheiden entnommen. Wenigstns das habe ich richtig gemacht *gg*
Die Berechnung für Mai verstehe ich aber nicht. Ich hatte im Mai, wegen der alten Firma, doppelt Einkommen, die haben mir Mitte Mai mein April Gehalt ausgezahlt. Da hänge ich jetzt wieder. Das JC rechnet einfach Brutto und Netto zusammen. Wie berechnet man denn das?
Ich lese gleich nochmal nach!
Die einzelnen Monate im Bescheid bin ich nicht durchgegangen. Das war mir zu viel Arbeit.
Die haben ja die Löhne anscheinend nicht genau zugeordnet. Das hattest du ja selbst schon festgestellt.
Auch der Jan 19 ist völlig daneben. Da hattet ihr lt deiner Liste 2530,49 € Brutto und das JC rechnet 3460,83 € Brutto an.
------------------------------------
Folgende Werte nahm ich für die Berechnung:
Miete 02/18 bis 12/18 = 645,43 (432,43 + 143 + 70)
Miete 01/19 575,43 (432,43 + 143) ohne Abschlag HK ?? auch beim neuen Anbieter? (kannst du ja notfalls selbst korrigieren)
KiG Erhöhung in 2019 wurde nicht beachtet, Da nahm das JC die Wert aus 2018
01/19 daher 204 € 1. + 2. kind, 210 € 3. Kind!


Durchschnitt 02/18 - 07/18
Netto Brutto Freibeträge Anr. EK
886,61 € 1.119,51 € 328,73 € 557,88 €
Durchschnitt 08/18 - 01/19
Netto Brutto Freibeträge Anr. EK
1579,68 2087,13 485,87 1093,81

Ich hoffe, es stimmt jetzt (ich musst die Tabelle anpassen auf 5 Personen und 3 Löhne anpassen. Das gab meine Tabelle nicht her, daher auch die Fehler in den bisherigen Berechnungen)
Es ist sehr tricky. Die monatsgenenaue Berechnung ergibt weniger Anspruch, als bei durchschn. Berechnung, wie es das Gesetz vorsieht. Allerdings bin ich der Meinung, dass man auch bei der Durchschnittsberchnung den Durchschnitt aus den (doppelten) Freibeträgen nehmen muss. Also wenn alle einzelnen Löhne lt. BSG bereinigt werden. Denn sonst fallen die doppelten FB im Endeffekt doch weg.

Ich habe mal folgendes durchgerechnet:
Durchschnitt FB wenn man von jedem Lohn die FB abzieht
Netto​
Brutto​
FB​
Anr. EK​
BWZ 1
886,61​
1.119,51​
328,73​
557,88​
BWZ 2
1.579,68​
2.087,13​
485,87​
1.093,81​
Durchschnitt der FB wenn man sie vom Durchschnittseinkommen berechnet
Netto​
Brutto​
FB​
Anr. EK​
BWZ 1
886,61​
1.119,51​
291,95​
594,66​
BWZ 2
1.579,68​
2.087,13​
330,00​
1.249,68​


Monatliche Berechnung
Anspr.
EK-Anr.
Erhalten
Saldo JC
Netto
Brutto
FB
02​
1.223,41​
440,24​
1.198,26​
-25,15​
696,22​
879,90​
255,98​
03​
1.287,66​
375,99​
1.198,26​
-89,40​
608,60​
763,07​
232,61​
04​
1.317,99​
345,66​
1.198,26​
-119,73​
569,65​
719,94​
223,99​
05​
602,87​
1.060,78​
1.198,26​
595,39​
1.618,98​
2.046,11​
558,20​
06​
989,21​
674,44​
1.198,26​
209,05​
1.116,71​
1.411,33​
442,27​
07​
1.213,48​
450,17​
1.198,26​
-15,22​
709,51​
896,69​
259,34​
BWZ1
6.634,62​
3.347,28​
7.189,56​
554,94​
5.319,67​
6.717,04​
1.972,39​
08​
1.663,65​
0,00​
651,84​
-1.011,81​
0,00​
0,00​
09​
545,79​
1.117,86​
1.370,27​
824,48​
1.547,86​
2.022,57​
430,00​
10​
286,67​
1.376,98​
0,00​
-286,67​
1.976,98​
2.650,00​
600,00​
11​
361,84​
1.301,81​
0,00​
-361,84​
1.976,98​
2.650,00​
675,17​
12​
270,88​
1.392,77​
0,00​
-270,88​
1.996,72​
2.669,74​
603,95​
01/19​
223,80​
1.373,41​
0,00​
-223,80​
1.979,51​
2.530,49​
606,10​
BWZ 2
3.352,63​
6.562,84​
2.022,11​
-1.330,52​
9.478,05​
12.522,80​
2.915,22​
Gesamt
9.987,24​
9.910,12​
9.211,67​
-775,57
Bereits erhalten​
750,00​
Zu wenig erhalten, Nachzahlung von JC​
-25,57​
Negativer Betrag = Nachzahlung durch JC​
Positiver Betrag = Erstattungsbetrag an JC​


Durchschnittsberechnung mit FB aus Durchschnittslohn
Durchschnitt BWZ 1
Anspruch
EK-Anr,
Erhalten
Saldo JC
Netto
Brutto
FB
Netto​
Brutto​
FB​
Anr. EK​
02​
1068,99​
594,66​
1198,26​
129,27​
886,61​
1119,51​
291,95
886,61​
1119,51​
291,95​
594,66​
03​
1068,99​
594,66​
1198,26​
129,27​
886,61​
1119,51​
291,95
04​
1068,99​
594,66​
1198,26​
129,27​
886,61​
1119,51​
291,95
05​
1068,99​
594,66​
1198,26​
129,27​
886,61​
1119,51​
291,95
06​
1068,99​
594,66​
1198,26​
129,27​
886,61​
1119,51​
291,95
07​
1068,99​
594,66​
1198,26​
129,27​
886,61​
1119,51​
291,95
BWZ1
6413,94​
3567,96​
7189,56​
775,62​
08​
413,97​
1249,68​
651,84​
237,87​
1579,68​
2087,13​
330,00
Durchschnitt BWZ 2
09​
413,97​
1249,68​
1370,27​
956,30​
1579,68​
2087,13​
330,00
1579,68​
2087,13​
330​
1249,68​
10​
413,97​
1249,68​
0,00​
-413,97​
1579,68​
2087,13​
330,00
11​
413,97​
1249,68​
0,00​
-413,97​
1579,68​
2087,13​
330,00
12​
413,97​
1249,68​
0,00​
-413,97​
1579,68​
2087,13​
330,00
01/19​
347,53​
1249,68​
0,00​
-347,53​
1579,68​
2530,49​
330,00
BWZ 2
2417,38​
7498,08​
2022,11​
-395,27​
Gesamt​
8831,32​
11066,04​
9211,67​
380,35​
0,00​
0,00​
0,00​
Bereits erhalten​
750,00​
Negativer Betrag = Nachzahlung durch JC​
Erstattung an JC​
1130,35​
Positiver Betrag = Erstattungsbetrag an JC​
Das JC hätte noch 380,35 € bekommen, stattdessen aber 750 € erstattet.


Nimmt man den Durchschnittslohn und den Durchschnitt der höheren Freibeträg, ergibt sich noch ein Restanspruch.

Durchschnittsberechnung Löhne bei Durchschnitt höherer FB
Durchschnitt BWZ 1
Anspruch
EK-Anr,
Erhalten
Saldo JC
Netto
Brutto
FB
Netto​
Brutto​
FB​
Anr. EK​
02​
1105,77​
557,88​
1198,26​
92,49​
886,61​
1119,51​
328,73​
886,61​
1119,51​
328,73​
557,88​
03​
1105,77​
557,88​
1198,26​
92,49​
886,61​
1119,51​
328,73​
04​
1105,77​
557,88​
1198,26​
92,49​
886,61​
1119,51​
328,73​
05​
1105,77​
557,88​
1198,26​
92,49​
886,61​
1119,51​
328,73​
06​
1105,77​
557,88​
1198,26​
92,49​
886,61​
1119,51​
328,73​
07​
1105,77​
557,88​
1198,26​
92,49​
886,61​
1119,51​
328,73​
BWZ1
6634,62​
3347,28​
7189,56​
554,94​
5319,66​
6717,06​
1972,38​
08​
1105,77​
1093,81​
651,84​
-453,93​
1579,68​
2087,13​
485,87​
Durchschnitt BWZ 2
09​
569,84​
1093,81​
1370,27​
800,43​
1579,68​
2087,13​
485,87​
1579,68​
2087,13​
485,87​
1093,81​
10​
569,84​
1093,81​
0,00​
-569,84​
1579,68​
2087,13​
485,87​
11​
569,84​
1093,81​
0,00​
-569,84​
1579,68​
2087,13​
485,87​
12​
569,84​
1093,81​
0,00​
-569,84​
1579,68​
2087,13​
485,87​
01/19​
503,40​
1093,81​
0,00​
-503,40​
1579,68​
2530,49​
485,87​
BWZ 2
3888,53​
6562,86​
2022,11​
-1866,42​
9478,08​
12966,14​
2915,22​
Gesamt​
10523,15​
9910,14​
9211,67​
-1311,48​
14797,74​
19683,20​
4887,60​
Bereits erhalten​
750,00​
Negativer Betrag = Nachzahlung durch JC​
Zu wenig erhalten, Nachzahlung von JC​
-561,48​
Positiver Betrag = Erstattungsbetrag an JC​
Welche Berechnung nach Gesetz korrekt ist, kann ich nicht sagen. Ich kann nur sagen, dass es mir gelang, bei einem Elo die letztere Berechnung durchzusetzen.

Das Argument war, dass zwar ein Durchschnittslohn zu bilden ist, aber bei mehreren Löhnen die doppelten Freibeträge nicht unter den Tisch fallen dürfen.
Daher wären von den Durchschnittslöhnen auch die höheren durchschnittlichen (doppelten) Freibeträge abzuziehen. Alles andere würde ja sonst darauf hinauslaufen, dass doch nur die maximalen FB für 1500 € brutto angerechnet werden würden.
Wie gesagt, ich fand das damals schon sehr kompliziert, konnte im Netz aber nichts zu diesem Spezialfall finden. Nicht mal die Regionaldirektion und BMAS konnten mir antworten.

Noch in Link zum Thema monatsgenau Vorläufige Bescheide im SGB II – zur Gesetzeslage und aktuellen sozialgerichtlichen Entscheidungen – Bernd Eckhardt, Nürnberg | Infodienst Schuldnerberatung
 
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EvaSch

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Danke dir. Ich schaue mir Alles morgen am PC an, über Handy ist das jetzt zu unübersichtlich.
Ich komme bei durchschnittlicher Berechnung halt auch auf andere Beträge. Daher schaue ich mir das morgen nochmal an. Den Link lese ich jetzt.
 

sunnytn

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Ja eben! Es wurde aber behauptet, dass man den Grundfreibetrag nur einmal bekommt.
Gib doch mal die Quelle an, wo du den Unfug gelesen hast:
Hier habe ich das gefunden:
ALG2.jpg


Was es an der Entscheidung des BSG Urteil, das sogar in den Weisungen steht- aus denen ich ja sogar zitiert habe - zu zweifeln gibt, verstehe ich nicht.
Fließt einem Leistungsberechtigten mit nur einem Beschäftigungsverhältnis innerhalb eines Monats in mehreren Monaten erarbeitetes Arbeitsentgelt zu, so ist auch das weitere Einkommen um den Grundfreibetrag nach § 11 Abs 2 Satz 2 SGB II aF für jeden dieser Monate gesondert zu bereinigen.
Dieses Zitat habe ich aus der Entscheidung mal entnommen. Nur trifft das doch hier gar nicht zu und darum geht es mir. Die TE hat doch nicht nur ein Beschäftigungsverhältnis wo Geld auf mehrere Monate aufgeteilt wurde, sondern sie hat 2 Beschäftigungsverhältnisse wo monatlich ganz normal gezahlt wurde. (also 2 voneinander unabhängige Arbeitgeber)

Es ist definitiv so, dass jedes EK einzeln bereinigt werden muss!
Ja, aber eben nur wenn von einem Arbeitgeber Geld aus mehreren erarbeiteten Monaten in einem Monat zufließt. So war es bei meiner Freundin, als sie ihren Job bekommen hat. Sie hatte damals am 15.10. angefangen, aber den Lohn für Oktober gab es erst am 30.11, zusammen mit dem Lohn vom November. So hat sie also innerhalb eines Monats (hier also November) ein in mehreren Monaten erarbeitetes Arbeitsentgelt (Oktober und November) bekommen. So wurde dann auch das EK für jeden Monat gesondert bereinigt bzw. trifft diese Regelung genau hier zu. Aber das liegt bei der TE nicht vor.

Kennst du dich denn gut aus mit Berechnungen?
Wie oben angegeben, habe ich all unsere Bescheide nachgerechnet und mitunter deutliche Differenzen (zu unserem Nachteil) gefunden. Daher habe ich mir damals eine Übersicht erstellt, wo exakt angegeben ist, was wir an Miete, HK, BK usw... zahlen bzw. uns laut Gesetz an Höchstgrenzen zusteht. Dazu die Berechnungen der Freibeträge unter Angabe von Brutto/Netto und deren Staffelung. Dann habe ich ebenso die Zahlungen berücksichtigt, welche bereits per vorläufigen Bescheid zugeflossen sind und ebenso die Zahlungen, welche mitunter als Einmalzahlungen gelten und je nach Anspruch einmalig oder auf 6 Monate aufgeteilt werden. (wie z. B. Weihnachtsgeld, Leistungsentgelt oder BK-Guthaben)
Dazu dann noch die jeweiligen Regelsätze und alle anderen Sachen wie Fahrtkosten, Haftpflicht, Riester usw....
So wusste ich also jeden Monat ganz genau, was wir hätten bekommen müssen und konnte es damit abgleichen, was wirklich gezahlt wurde. Und nur so war es mir auch möglich, die ganzen Widersprüche zu begründen bzw. habe ich die Rechnungen meist mit beigelegt oder direkt mit dem SB gesprochen. Und das hat bis jetzt immer gepasst.
Denn leider geht aus manchen Berechnungen des JC nicht hervor, wie sich gewisse Werte zusammensetzen. So stand bei mir z. B. mal Einkommen auf einem Bescheid (völlig wirre Zahl), obwohl ich zu der Zeit nachweislich gar keine Arbeit hatte. Anhand meiner Übersicht konnte ich dann aber schnell rausfinden, wie sie auf diesen Wert gekommen waren. (da wurde das BK-Guthaben und 1/6 meines Weihnachtsgeldes angerechnet)
Diesen Hinweis habe ich auf dem Bescheid hingegen vergeblich gesucht.
Daher kann ich nicht sagen, ob ich mich gut mit Berechnungen auskenne, da ja jeder Fall anders ist bzw. bei jedem wieder andere Voraussetzungen gelten. Für meine persönliche Berechnung hingegen kann ich dies schon behaupten, denn sonst wären wohl all die Widersprüche ins Leere gegangen.
Bei der Berechnung der TE hingegen muss ich ehrlich gesagt passen, da es einfach zu umfangreich ist bzw. es schon bei den mehreren Gehältern pro Monat scheitern würde, was davon anrechnungsfähig ist und was nicht.
Mich macht es schon stutzig, warum der vorläufige Bescheid auch 1 Jahr ging? Als wir damals beide Arbeit aufgenommen haben, wurde (wie auch bis zuletzt) immer nur mit 6 Monaten vorläufig gerechnet, damit man den Überblick nicht verliert. 1 Jahr gab es nur, wenn festes Einkommen erzielt wurde oder man gar keine Arbeit hatte.

Und genau da passieren die meisten Fehler. Zwar rechnet man das Gesamtbrutto zusammen und teilt durch 6. Aber auch das Gesamtnetto, welches aber um die tatsächlichen Absetzbeträge gemindert werden muss. D. h., es darf nur das tatsächlich anzurechnende Einkommen durch 6 geteilt werden.
Ja da muss man aufpassen. Daher ist es in der Tat gut, wenn man beide Wege rechnet und dann sieht man im Endeffekt, wo man sich besser stehen würde. (laut JC wird auch angeblich immer dieser Weg genommen, aber das trifft leider nicht immer zu)

Dann bekäme man für 2 Jobs ja nur maximal 330 €, die abgezogen werden.
Also wären es dann eigentlich 430€ bei 2 Jobs, ist das korrekt? (1. Job 330€ und 2. Job 100€)

Dann wäre man doch deutlich besser dran, 4 kleine Jobs à 100€ zu nehmen und würde dann alles behalten können. Das kann doch aber so nicht richtig sein bzw. widerspricht es ja genau dem, was auf der von mir oben geposteten Webseite unterbunden werden soll. (leider finde ich genau zu diesem Thema aber auch keinen exakten Gesetzestext)

Glaube mir, ich habe das schon durch und der Elo hatte mit meinem Widerspruch Erfolg.
Das hört sich natürlich gut an (y)

Verstehe eh nicht, warum das alles so kompliziert sein muss. Manchmal hat man das Gefühl, die Leute sollen da nicht durchsteigen.
 
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