Beratungshilfeantrag stellen oder nicht? (1 Betrachter)

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Hansi1976

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Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt:

Ich mußte am 5.06.2012 ALG II beantragen. Vorher habe ich von meinem Vermögen gelebt und dies immer wieder vermehren können an der Börse. Das ging 5,5 Jahre lang gut. Erst seit Anfang des Jahres nicht mehr und dann waren irgendwann meine Ersparnisse aufgebraucht.

So habe ich also Anfang Juni ALG II beantragen müssen. Dem Sachbearbeiter hatte ich das auch genauso geschildert. Ich sprach damals davon, dass ich mir immer mein eigenes "Gehalt" ausgezahlt hätte, um nicht den Überblick zu verlieren. Er meinte dann sofort, dass ich dann für Juni keinen Anspruch auf ALG II hätte, weil ich ja noch Geld bekommen hätte. Das es sich um mein eigenes Vermögen gehandelt hat und das ich schon unter dem Schonvermögen lag, hat ihn nicht interessiert.

Er hat dann an seine Vorgesetzten weitergegeben, dass ich als Broker für meinen Kundenstamm Geld vermehrt hätte und dafür eine Provosion bekommen hätte. Also genau das Gegenteil von dem, was ich erzählt hatte.

U.a wurde mir dann in späteren Gesprächen erzählt, dass meine Eltern mir gegenüber noch unterhaltspflichtig wären (bin 36) und die Arge sogar beantragen könnte, dass sie (meine Eltern) ihre ganzen Konten offenlegen müssen. Das das alles nicht stimmt, weiss ich.

Ich wohne im Moment (seit Anfang Juni) wieder bei meinen Eltern, weil ich hoffe schnell Arbeit zu finden.

Ich wurde dann Ende Juni zu einem Gespräch eingeladen, weil ich mich selbstständig machen wolle. Auch das war nur ein Vorwand. Mir wurde dann vorgehalten, dass ich noch im Ausland Konten hätte, die ich nicht angegeben würde und das sie Kontenabruf machen würden. Ich hatte die letzten 4 Jahre im EU Ausland gewohnt. Zum Schluss des Gespräches hieß es dann, dass ich ab Juni ALG II bekommen würde. Mir wurde des weiteren mitgeteilt, dass ich von der PKV zur GKV wechseln müsse und zwar rückwirkend zum 1.06.2012. Das habe ich auch gemacht.

Ungefähr zu dem gleichen Zeitpunkt bekam ich ein Schreiben, dass ich nachweisen solle, wo ein bestimmter Betrag herkomme. Ich habe das anhand von Kontoauszügen belegt. Habe mir allerdings beim ersten Mal keinen Stempel geben lassen, dass ich etwas abgeben habe. Darum habe ich dann 2 Wochen und vor Fristablauf nochmal die gleichen Dokumente abgegeben. Diesmal allerdings mit Stempel.

Daraufhin ist nichts passiert. Deshalb habe ich am 26.06. schriftlich Einspruch gegen den Bescheid vom .. eingelegt mit der Begründung, dass ich am 5.06. den Antrag gestellt hätte und die geforderten Dokumente eingereicht hätte. Es ist nun fast einen Monat her und vom Amt kommt keinerlei Rückmeldung. Dafür bekam ich aber heute meine Gesundheitskarte von der GKV mit dem Hinweis, dass man die Mitgliedschaft auf den 1.07.2012 verlegt hätte. Ich gehe also davon aus, dass das Amt hinter meinem Rücken Dinge veranlaßt hat von denen ich nichts weiss. Ich bin ziemlich sauer.

Was soll ich nun tun?

Ich sollte noch ergänzen, dass mein Arbeitsvermittler mir das Angebot unterbreitet hatte, dass ich eventuell als Arbeitsvermittler erstmal anfangen könnte. Ich könnte mir das sogar vorübergehend vorstellen und zwar sehr gut. Wenn ich natürlich jetzt meine Rechte einfordere, dann könnte es sein, dass ich mir damit ins eigene Knie schiesse.

Ich finde es einfach nur unglaublich, was sich hier abspielt. Aber leider scheint es wohl normal zu sein.

Vielleicht möchte sich jemand zum Sachverhalt äußern. Würde mich freuen.

Grüße

(achso..so spontan denke ich, dass ich bis Ende des Monats warte bis mein Arbeitsvermittler wieder da ist und werde mit ihm darüber sprechen. Es geht hier zwar um eine Summe von über 600 Euro (PKV für Juni und ALGII), aber lieber verzichte ich notgedrungen darauf, bevor ich nachher nicht mehr als Arbeitsvermittler anfangen kann?? und der Einspruch ist ja schon erfolg, also könnte ich immer noch später klagen)
 
G

gast_

Gast
Also genau das Gegenteil von dem, was ich erzählt hatte.
Deshalb erzählt man nichts, sondern teilt schriftlich mit, was man zu sagen hat. Abgabe gegen Empfangsbestätigung auf einer Kopie.

Ein Widerspruch muß erst nach 3 Monaten beschieden sein.

Wegen der Krankenversicherung:

SB anschreiben und mitteilen, was du von der Krankenkasse mitgeteilt bekommen hast - und Berichtigung fordern.
(Überprüfungsantrag)

denke ich, dass ich bis Ende des Monats warte bis mein Arbeitsvermittler wieder da ist und werde mit ihm darüber sprechen.
das macht keinen Sinn - der ist nur für die Arbeitsvermittlung zuständig.

Du mußt dich mit der Leistungsabteilung auseinandersetzen.
Und das würde ich auch tun...
 

Hansi1976

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hallo kiwi,

danke für die Rückmeldung.

Ich mußte das sogar schriftlich bestätigen, dass ich ohne Gewerbeschein nur für mich an der Börse gehandelt habe. Das haben die schriftlich und ich auch.

Ich werde der Leistungsabteilung schriftlich mitteilen, was du mir geraten hast. Das nennt sich Überprüfungsantrag? kommt also in den Betreff?

Ich schreibe dann also, dass ich von der GKV ein Schreiben bekommen habe, indem mir mitgeteilt wurde, dass die Mitgliedschaft auf den 1.7 verlegt wurde und das es sich um ein Mißverständnis handeln muß, weil ich meinen ALG II Antrag am 5.06. abgegeben habe und ich deshalb um Berichtigung bitte? und das lasse ich mir natürlich schriftlich bestätigen, dass dieses Schreiben eingegangen ist.
 

Hansi1976

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die haben jetzt also wie in allen anderen Fällen 3 Monate Zeit, um auf den Einspruch zu reagieren?

Was wäre, wenn die sagen, dass alles in Ordnung ist, so wie sie es gemacht haben, was augenscheinlich nicht so ist? das würden die nicht tun? und wenn, dann müßte ich dagegen klagen?

kann mir dazu bitte jemand eine Auskunft geben. Mich interessiert es einfach nur. Ich hoffe, dass es sich so lösen läßt.
 
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