Beratung durch Rechtsanwalt

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Anna B.

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Da hier über die Beratungshilfeschein geschrieben wird, möchte ich auch ein Erlebnis dazu beitragen.

Bzgl. meiner Arbeitslosmeldung nach Aussteuerung habe ich mich bei meinem Anwalt, der auch die Klage bzgl. der Rentenablehnung durchführt, informiert...
wie ich was, wo machen muss, ob ich alles unterschreiben muss usw..

ca. 30 Minuten dauerte die Beratung...Tenor: machen Sie alles, was die sagen, die sind schnell mit der Einstellung der zahlung.

Rechnung: 160 Euro...1 Beratung...
 

HartzVerdient

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Rechnung: 160 Euro...1 Beratung...

Eine Erstberatung kann bis zu 250 € kosten. Das ist die maximale Obergrenze. Allerdings muss ich zugeben, dass für ein 35min Gespräch ohne jegliche "Tätigkeit" außer labern, doch etwas viel ist.

Ich hatte bei meinem Anwalt für Sozialangelegenheiten ein gut 60mins Gespräch mit dem Versuch, bei meinem Versicherungsträger an Geld heranzukommen. Am Ende dann doch aus eigener Tasche 86€ bezahlt (War billiger als die Selbstbeteiligung). Also fürs anwaltliche Labern nur 86€.

Du bist dennoch günstig aus der Sache rausgekommen. Hätte auch anders kommen können. Allerdings eine Rechnung mit genauen Angaben und Abrechnung wäre schon sinnvoll gewesen.

Nächstes Mal kannst du mit dem Anwalt vorab einen Pauschalpreis vereinbaren. Sag dem einfach, dass du Bedürftiger bist und max 100€ bereit bist zu bezahlen.
 

vagabund

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Ich glaube ich mache seehr viel falsch bei meinen Gebührenvereinbarungen...


???

Seriös ist entweder auf Beratungshilfeschein (mit oder ohne 10 €) oder

ohne Beratungshilfeschein, dann 190 € + MwSt für die Erstberatung oder


->wenn erkennbar ist, dass derjenige ein geringes Einkommen/Sozialleistungen hat, geht auch, einen nachträglichen BerH-Schein abzurechnen.
 

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Soll da eine gewisse Ironie mitschwingen?

Falls Interesse an RVG/Sozialrecht würde ich dir das hochladen (ca. 50 Seiten Vortrag eines RA)

Danke, einen Vortrag dazu kann ich auch halten.
Ne, ich meine die Gebührenvereinbarung für ein Erstgespräch.
Hier kann und soll die Gebührenhöhe verhandelt werden.
Hier mache ich wohl einiges falsch, wenn KollegInnen da 86 € oder gar 190 + Umsatzsteuer rausschlagen bei Leuten mit Alg 2-Bezug. :eek:
 

hartaber4

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Danke, einen Vortrag dazu kann ich auch halten.
Ne, ich meine die Gebührenvereinbarung für ein Erstgespräch.
Hier kann und soll die Gebührenhöhe verhandelt werden.
Hier mache ich wohl einiges falsch, wenn KollegInnen da 86 € oder gar 190 + Umsatzsteuer rausschlagen bei Leuten mit Alg 2-Bezug. :eek:


Deinen Humanismus in allen Ehren.... aber bist du Mutter Teresa oder Rechtsanwältin?

Ich weiß von einem geschiedenen Bekannten:

Scheidungsverfahren hatte seine RA´in geführt... so weit so gut.....

Neben der Scheidung wurde ein Haus verkauft (bei einem anderen Notar abgewickelt, usw. weil ja Beurkundung)..... die RA´in bekam das mit und rechnetet nochmal knapp 10.000,00 Euro ab...... Kumpel dachte es hackt:

Keine Vollmacht/Auftrag oder so erteilt..... Pustekuchen.... LG gab der RA´in Recht...... 10 Mille für ca. 10 Minuten... geht doch!

Wenn der Bekannte heute dort anrufen würde und rechtliche Beratung in Sachen SGB II bräuchte:

Klack....Krcks....tüttüttüttüttüt (ganz kostenfrei:biggrin:)
 

arbeitslos in holland

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Es gibt RAe, die nehmen für € 500,00 nicht mal den Telefonhörer ab .....

da geht dann ohne goldene advo-card auch nix :biggrin:

wenn ich einem anwalt nicht mal die sachlage erläutern kann, ohne das der die hand aufhält, erteile ich dem kein mandat :icon_evil:

es gibt einen ganzen ozean voll anwälte, die meinen fall annehmen :icon_party:

gut, beim sozialrecht ist es nicht ganz so üppig.
 

arbeitslos in holland

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Hier kann und soll die Gebührenhöhe verhandelt werden.

das machen die wenigsten privatleute. die zahlen dir, was du willst oder verlangst.

halte ich für absurd(, aber was soll's :icon_party:)

-> man hätte sich von seiten des gesetzgebers die abschaffung der gebührensätze bei erstberatungen lt. BRAGO sparen können
§ 20 Abs. 1 S. 2 BRAGO schreibt fest, dass für eine Erstberatung keine höhere Gebühr als 180 EUR verlangt werden kann.
Richtige Anwendung der BRAGO | Die Erstberatungsgebühr gemäß § 20 BRAGO

bei erstberatung nach RVG verlangt man einfach mehr als 180€ :icon_neutral:
 

hartaber4

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da geht dann ohne goldene advo-card auch nix :biggrin:

wenn ich einem anwalt nicht mal die sachlage erläutern kann, ohne das der die hand aufhält, erteile ich dem kein mandat :icon_evil:

es gibt einen ganzen ozean voll anwälte, die meinen fall annehmen :icon_party:

gut, beim sozialrecht ist es nicht ganz so üppig.[/QUOTE]

Fett: Das ist der Knackpunkt..... kann man schlecht "drohend" auf die Konkurrenz verweisen......
 

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Was denkt denn Ihr über die Anwaltschaft? Alles Abzocker oder wie?
Auch bei der Gebührenvereinbarung für ein Erstgespräch muss der Wert berücksichtigt werden, den die Beratung für die Mandantin/den Mandant hat, die finanziellen Verhältnisse der Mandantin/des Mandanten, das Haftungsrisiko und die Schwierigkeit.
190 € für die Erstberatung sind ein HÖCHSTWERT, der in aller Regel unangemessen sein wird für eine kurze Beratung bei der es letztlich um 300 € oder so geht.
So Dinge wie 35 € Erstberatung für eine Beratung zum Baurecht, bei der es um 20 000 € geht dagegen fallen eindeutig in die Sparte übeles Preisdumping. Geben tut es aber leider auch das.
 

hartaber4

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Ne, ich meine die Gebührenvereinbarung für ein Erstgespräch.
Hier kann und soll die Gebührenhöhe verhandelt werden.
Hier mache ich wohl einiges falsch, wenn KollegInnen da 86 € oder gar 190 + Umsatzsteuer rausschlagen bei Leuten mit Alg 2-Bezug. :eek:

Den Rahmen legt doch das RVG vor.... siehe Gebührentatbestände 2500 ff.

Ich kenne auch einen RA, der das pauschal für € 35,00 anbietet.... toooooooll...... die "Qualität" der Beratung lässt doch etwas zu wünschen übrig..... da kann man sich hier im Forum teilweise besser beraten lassen. Soll kein Vorwurf sein..... denn wenn ich RA wäre, würde ich um das gesamte SGB einen weiten Bogen machen.
 

hartaber4

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Was denkt denn Ihr über die Anwaltschaft? Alles Abzocker oder wie?

Nicht mehr oder weniger "Schlechtes" als in den übrigen Berufsgruppen..... es gibt auch echte Vollpfosten unter "Volljuristen".... siehe Nazi-RA Roeder oder Nestbeschmutzer wie Barschel (Notar und RA)..."Mein Ehrenwort"...hust.

m.E. ist die Anwaltschaft mindestens genauso bunt gemischt..... vom netten Humanisten (der auch mal pro bono aktiv wird) bis zum Renomee-RA, der nur einen Finger krümmt bei fetterm Kostenvorschussnoteneingang oder in Fällen mit "Promi-Bonus"...


Ich hatte vor 2 Jahren ein unerwartetes langes Telefonat - ohne Vorschuss- mit einer BGH-Anwältin (ich war ganz verdattert..... "Moment ich verbinde....." und dann mindestens eine Stunde telefoniert...... ich dachte ich bin im falschen Film....). Heute nehme ich Sie wegen einer Nichtzulassungsbeschwerde "in Anspruch":biggrin:
 

vagabund

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190€ für ein erstgespräch ? :icon_eek:

was kennst du denn für ra'e ??

...


§ 34 RVG Beratung, Gutachten und Mediation - dejure.org

(1) Es ist unzulässig, geringere Gebühren und Auslagen zu vereinbaren oder zu fordern, als das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorsieht, soweit dieses nichts anderes bestimmt. Im Einzelfall darf der Rechtsanwalt besonderen Umständen in der Person des Auftraggebers, insbesondere dessen Bedürftigkeit, Rechnung tragen durch Ermäßigung oder Erlaß von Gebühren oder Auslagen nach Erledigung des Auftrags.

§ 49b Vergütung

Wer bedürftig ist, bekommt ja BerH ...
 
G

Gelöschtes Mitglied 40716

Gast
Da hier über die Beratungshilfeschein geschrieben wird, möchte ich auch ein Erlebnis dazu beitragen.
Tenor: machen Sie alles, was die sagen, die sind schnell mit der Einstellung der zahlung.

Was war das denn dann für eine Beratung? Für diesen Rat braucht man doch keinen Anwalt! Also wenn mir das in meinem Fall ein Jurist sagen würde, würde ich den Glauben an den Rechtsstaat verlieren.

Ich hoffe bloß, dass ich da jemanden kompetenteren finde ...

P.S: da wäre dann die (kostenlose) Hilfe in Foren wie hier deutlich besser und würde mehr bringen.
 

hartaber4

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Was war das denn dann für eine Beratung? Für diesen Rat braucht man doch keinen Anwalt! Also wenn mir das in meinem Fall ein Jurist sagen würde, würde ich den Glauben an den Rechtsstaat verlieren.

Ich hoffe bloß, dass ich da jemanden kompetenteren finde ...

P.S: da wäre dann die (kostenlose) Hilfe in Foren wie hier deutlich besser und würde mehr bringen.

Was meinst du was es für Gebührentatbestände gibt..... z.B. die "Hebegebühr".... wusste nicht, dass man zum Geld abheben Jura studieren muss.... wenn es ein RA macht.... ist das eben etwas anderes....

have a look:

Nr. 1009 VV RVG
 

arbeitslos in holland

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mein lieber vagabund

Danach gilt, dass wenn keine Vereinbarung getroffen worden ist, der Rechtsanwalt Gebühren nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts erhält.
Ist der Auftraggeber Verbraucher, beträgt die Gebühr für die Beratung oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens jeweils höchstens 250 Euro zuzüglich Auslagen.
Für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr jedoch höchstens 190 Euro zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer.
Erstberatungsgebühr Anwaltsrecht, Gebührenrecht

im klartext: die beratungsgebühr beim erstgespräch ist frei verhandelbar !!

ohne erstgespräch, kein mandat

und ohne abklärung des sachverhaltes, auch kein mandat

und für 1/2h zahle ich keine 190€ :icon_pause:

ich habe aber auch eine gute rechtsschutzversicherung :biggrin:
 
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