Berater will Kopien der Bewerbungsanschreiben - wieso?

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sincere

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Reicht denn die Liste mit den Firmen bei denen ich mich beworben habe nicht mehr? Wer soll denn das alles bezahlen bei der Menge?

Das andere, ich habe einen 25 Stunden/Woche Job. Können die dann immernoch sie selbe höhe der Bewerbungen verlangen?
 

sincere

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Er kann die ja alle sehen aber ich muss das dann erstmal alles ausdrucken und das kostet. Das andere ist dann eben noch die Frage wieso die Liste mit meinen Bewerbungen nicht mehr reicht? Und ja, wenn ich ohnehin die Hälfte der Woche arbeite, muss ich dann trotzdem weiter 10 Bewerbungen/ Monat schreiben?
 
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ExitUser

Gast
Frag mal ob er alle sehen will und was der Sinn ist, ich musste meine SB auch Einsicht geben, der hat mir ein Paar Tipps gegeben.. zb Lebenslauf umstellen und so.. mehr war da nicht.

Ansonsten.. biete ihm einen USB Stick zur Einsicht an und Spickt den mit Viren :icon_pfeiff:

Hast kein Läppi ?
 

sincere

Elo-User*in
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Und was soll sinn dieser Sache sein? Wie oft wollen die denn noch meine Unterlagen prüfen? Das wurde doch schon von mehreren Beratern getan.
 

sincere

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Sollst Du die Nachweise im Rahmen eines Antrags auf Bewerbungskosten abgeben oder um Deine Eigenbemühungen nachzuweisen?

nein. ich habe einfach einen neuen berater bekommen und der will jetzt die Kopien der Anschreiben sehen.

Ich habe das Gefühl dass jeder Berater so seine eigenen Regeln hat..ich komme mir ziemlich verarscht vor.
 

jockel

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Er kann die ja alle sehen aber ich muss das dann erstmal alles ausdrucken und das kostet. Das andere ist dann eben noch die Frage wieso die Liste mit meinen Bewerbungen nicht mehr reicht? Und ja, wenn ich ohnehin die Hälfte der Woche arbeite, muss ich dann trotzdem weiter 10 Bewerbungen/ Monat schreiben?

Keine 10 Bewerbungen/Monat, sondern 1 Bewerbung pro Woche ist zumutbar und kein Stück mehr.

Das amtliche Erstattungsbudget pro Bewerber betrug vor Hartz IV mal 260 Euro/Jahr und pro Bewerbung waren mal 5 Euro angesetzt:

260 Euro/Jahr : 5 Euro/Bewerbung = 52 Bewerbungen/Jahr sind zumutbar

52 Bewerbungen/Jahr : 52 Kalenderwochen/Jahr = 1 Bewerbung/Kalenderwoche

Und noch eingeschränkter muß es werden, wenn Deine persönlichen, familiären oder gesundheitlichen Voraussetzungen keine Bewerbungen auf die gesamte Bandbreite der Jobangebote in den Jobbörsen hergibt.

Es gibt Wochen und Monate in den Jobbörsen, wo kein passendes und brauchbares Jobangebot erscheint außer nur Schund- und Sudelangebote. Auf solchen gängigen Müll bewerbe ich mich nicht.
 

sincere

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Keine 10 Bewerbungen/Monat, sondern 1 Bewerbung pro Woche ist zumutbar und kein Stück mehr.

Das amtliche Erstattungsbudget pro Bewerber betrug vor Hartz IV mal 260 Euro/Jahr und pro Bewerbung waren mal 5 Euro angesetzt:

260 Euro/Jahr : 5 Euro/Bewerbung = 52 Bewerbungen/Jahr sind zumutbar

52 Bewerbungen/Jahr : 52 Kalenderwochen/Jahr = 1 Bewerbung/Kalenderwoche

Und noch eingeschränkter muß es werden, wenn Deine persönlichen, familiären oder gesundheitlichen Voraussetzungen keine Bewerbungen auf die gesamte Bandbreite der Jobangebote in den Jobbörsen hergibt.

Es gibt Wochen und Monate in den Jobbörsen, wo kein passendes und brauchbares Jobangebot erscheint außer nur Schund- und Sudelangebote. Auf solchen gängigen Müll bewerbe ich mich nicht.

Gibt es da irgendwas auf das ich mich berufen kann, also rechtlich? Bevor ich einen Job hatte wollten die 10 pro monat (wurde hier ausgiebig diskutiert) aber nun arbeite ich 25 stunden die woche - wie sieht es da aus?
 

jockel

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Frag mal ob er alle sehen will und was der Sinn ist, ich musste meine SB auch Einsicht geben, der hat mir ein Paar Tipps gegeben.. zb Lebenslauf umstellen und so.. mehr war da nicht.

Ansonsten.. biete ihm einen USB Stick zur Einsicht an und Spickt den mit Viren :icon_pfeiff:

Hast kein Läppi ?

Der Hintergedanke, den ganzen Bewerbungsschriftwechsel einzusehen?

Arbeitsagenturen und Jobcenter dealen gern mit Bildungsträgern, um genügend Lehrgangsteilnehmer zu ihren Aktivierungs-, Motivations- und Bewerbungstrainingsmüll zuweisen zu können. Man muß ja Steuergelder sinnlos für diese Armutsbildungswirtschaft verbrennen.
 

jockel

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Gibt es da irgendwas auf das ich mich berufen kann, also rechtlich?

Nein, aber in den beiden Broschüren des Fachhochschulverlags Frankfurt am Main wird das in den Kapiteln Zumutbarkeit ausdrücklich so beschrieben.

Fachhochschulverlag.
Der Verlag für angewandte Wissenschaften e.K.
Kleiststraße 10, Gebäude 1
60318 Frankfurt

Tel: (0 69) 15 33-28 20
Fax: (0 69) 15 33-28 40
E-Mail: kontakt@fhverlag.de

Der Rechtsratgeber zum SGB III
29. Auflage · Erscheinungsjahr: April 2013 · 720 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-943787-12-2 · Preis: 18.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Leitfaden zum Arbeitslosengeld II
Der Rechtsratgeber zum SGB II
9. Auflage · Erscheinungsjahr: 2012 · 832 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-940087-95-9 · Preis: 17.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Es geht auf die amtsinternen Verwaltungsvorschriften zurück.
 
E

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Gast
Ksondern 1 Bewerbung pro Woche ist zumutbar und kein Stück mehr.
? wo steht das?



Leitfaden zum Arbeitslosengeld II
Der Rechtsratgeber zum SGB II
9. Auflage · Erscheinungsjahr: 2012 · 832 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-940087-95-9 · Preis: 17.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Es geht auf die amtsinternen Verwaltungsvorschriften zurück.
den hab ich auch..hier steht aber:"eine starre Mindestzahl pro Monat ist rechtswidrig,es wird sich keine für Arbeitslosen gültige Zahl dafür festlegen lassen,sondern unter Berücksichtigung des Einzelfalles..
 
M

Minimina

Gast
Also, es sieht so aus:

Wenn Du keine Bewerbungskosten beantragt hast, dann brauchtst du auch keine Anschreiben vorzulegen oder als Kopie einzureichen. Dann reicht eine Bewerbungsliste. Mehr kann JC nicht verlangen.

Wenn Du Bewerbungskosten beantragt hast, dann bekommst Du die nur, wenn Du entweder die Anschreiben (wenn keine Absage gekommen ist) oder Absagen einreichst.

Zu der Anzahl der Bewerbungen gibt es folgendes zu sagen:

Per VA können Dir sehr wohl eine starre Anzahl "verabreicht" werden. Da kann man klagen. Ich habs gemacht und vom SG und LSG eine Absage erhalten.

Man kann dem JC aber dann den Zahn ziehen, indem man alle Bewerbungen schriftlich macht. Bei mir: 10 Bewerbungen pro Monat. D.h. 60 im halben Jahr.

Da das Gericht mich zu den 60 Bewerbungen verdonnert hat, habe ich alle Bewerbungsanschreiben oder Absagen(schriftliche Vollbewerbungen) eingericht. Dann haben sie mir für ein halbes jahr 300 Euro zahlen müssen, denn sonst hätte ich wieder geklagt.

Dann haben sie mir die 60 Bewebungen für ein ganzes Jahr (rückwirkend) angerechnet. Jetzt mach ich immer 10 Bewerbung schriflich (Vollbewerbungen) bis die 52 voll sind und hab nach 52 Bewerbungen Ruhe.

VA hab ich nie wieder bekommen.

LG MM
 

jockel

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? wo steht das?




den hab ich auch..hier steht aber:"eine starre Mindestzahl pro Monat ist rechtswidrig,es wird sich keine für Arbeitslosen gültige Zahl dafür festlegen lassen,sondern unter Berücksichtigung des Einzelfalles..

Ja, damit meint man unrealistisch hochgesetzte Bewerbungsauflagen von Amtsseite.

Mein Kalkulation machts doch deutlich, was und wie es zumutbar wird. Gegenwärtig sieht es noch bekloppter aus, weil die Ämter frei S c h n a u z e ihr eigenes Jahresbewerbungsbudget und diesen Kostensatz pro Bewerbung festsetzen können, weit niedriger als 260 Euro/Jahr und niedriger als 5,00 Euro/Jahr. Es ist alles im Fluß - zum Nachteil der jobsuchenden Erwerbslosen.

Und wenn ich den Unfug lese
eine starre Mindestzahl pro Monat ist rechtswidrig
dann bekomme ich so einen Hals.

Das wirkt auf mich wie eine Wischiwaschi-Arztdiagnose, wo 3 Ärzte 10 Diagnosen oder 3 Juristen 10 Urteile abliefern- ja auf nichts sich festlegen. Auf was sollen sich denn Menschen noch verbindlich verlassen können?

Wenns um Abliefern der kompletten Bewerbungsunterlagen ans Amt geht, bedient man nur die Sachbearbeiter und Fallmanager, damit sie wieder mal Haare in der Suppe finden können. Sie müssen den Erwerbslosen Schuldgefühle und Unfähigkeiten einreden. Sachbearbeiter und Fallmanager brauchen was, um ihre Arbeitszeit totzuschlagen und gleichzeitig ihre zugewiesene Erwerbslosen zum Schikanieren und zum Tyrannisieren. Die wirken auf mich häufig wie KZ-Aufseher, die paar Menschen zum Quälen brauchen - eben nach oben hin buckeln und nach unten treten. Das brauchen sie zu ihrer Selbstbestätigung und zum Wohlfühlen.

Aufgabe der Sachbearbeiter und Fallmanacher ist es, psychologische Kriegsführung gegen Erwerbslose zu betreiben.
 
M

Minimina

Gast
@ Minimina..mein Beitrag bezog sich auch ohne VA...


Ja sogar 10 ..Hess LSG vom 29.09.2006,ebenso SG Schleswig vom 24.01.2007...LSG NRW 21.11.2007..usw...

Äh....:confused: Wer die EGV nicht unterschreibt, bekommt nen VA. Also was willst Du sagen?

Wenn Du die EGV unterschreibst, ist das zwar rechtswidrig, aber Du hast Dich dann ja einverstanden erklärt :confused:

Also was tun? Ich hab ja geschrieben was ich getan habe.

LG MM
 
E

ExitUser

Gast
Äh....:confused: Wer die EGV nicht unterschreibt, bekommt nen VA. Also was willst Du sagen?

Wenn Du die EGV unterschreibst, ist das zwar rechtswidrig, aber Du hast Dich dann ja einverstanden erklärt :confused:

Also was tun? Ich hab ja geschrieben was ich getan habe.

LG MM
Nö..in dem VA können starre Bewerbungen gefordert werden..ansonsten ohne EGV oder VA nur "unter Berücksichtigung des Einzelfalles..d.h " das du dich nicht auf stellen Bewerben musst,die für dich nicht geeignet sind...wenn du Rückenprobleme hast,bewirbst du dich ja auch nicht als Gerüstbauer..
oder hab ich Denkfehler?
 
M

Minimina

Gast
Nö..in dem VA können starre Bewerbungen gefordert werden..ansonsten ohne EGV oder VA nur "unter Berücksichtigung des Einzelfalles..d.h " das du dich nicht auf stellen Bewerben musst,die für dich nicht geeignet sind...wenn du Rückenprobleme hast,bewirbst du dich ja auch nicht als Gerüstbauer..
oder hab ich Denkfehler?

Du hast keinen Denkfehler, aber wenn eine EGV nicht unterschrieben wird, wird in aller Regel ein VA erlassen, was nützt dann die das Wissen um die Rechtswidrigkeit?

Wenn es natürlich keine EGV und keinen VA gibt, dann kann JC sowieso nur die Bewerbungsbemühungen verlangen und wenn dann auch nur eine Berwerbung gemacht wurde ist man seiner Bewerbungspflicht nachgekommen.

Wenn man Bewerbungskostenerstattung beantragt hat dann nur für die Bewerbungen die man eben geschrieben hat (Anschreiben oder Absage muss dann agegeben werden).

LG MM
 
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