Benötigen bitte Hilfe bei der Anhörung zum möglichen Eintritt einer 30 % Sanktion wegen eines Aufhebungsvertrages (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Stauer

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Was steht als konkrete Begründung in dem Aufhebungsvertrag, warum das Arbeitsverhältnis auf diesem Weg beendet werden soll?
Hallo,
soweit ich weiß, ist es nicht gestattet jemandem zu kündigen, weil er krank ist. Viele AG's möchten aber kranke AN gern kündigen. Einziger Weg AN loszuwerden ist ein Aufhebungsvertrag. Meistens sind das AN's, die oft oder lange krank sind. Da steht fast immer nur drin es sei beiderseitiges Einvernehmen und weiter nichts als Begründung. Leider ist soetwas Gang und Gäbe. Kranke sind unwirtschaftlich.
Das hat also nur finanzielle Gründe. Unerfahrene AN's fallen immer wieder darauf rein und haben das Nachsehen.
 

erwerbsuchend

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Du magst mit deiner Argumentation Recht haben, aber spätestens vor dem SG werden dieser AN und sein Ex-AG darlegen müssen, warum dieses Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag beendet wurde. Es ist schließlich bekannt, dass eine freiwillige Aufgabe eines Arbeitsverhältnisses durch den AN durch Eigenkündigung oder einen Aufhebungsvertrag zu einer Sperre bei ALG 1 und zu einer Sanktion bei ALG 2 führen kann, wenn nicht dargelegt werden kann, dass es trifftige Gründe seitens des AN für die freiwillige Aufgabe des Arbeitsverhältnisses gibt. Selbst wenn es sich um gesundheitliche Gründe handeln sollte, wären diese in diesem Fall lt. TE aber nicht ausschlaggebend, da jener AG diese Gründe bereits im VG kannte und diese kein Einstellungshindernis waren. Wenn also der AG wusste, dass der AN bestimmte gesundheitliche Einschränkungen hat, warum hat er ihn dann eingestellt und nun per Aufhebungsvertrag aus dem Unternehmen wieder entfernt? Das ist der Punkt, den ich in diesem Fall von TE nicht verstehe, und mir daher es so vorkommt, als würden noch Informationen fehlen. Sollte jener AN einfach nur nicht ins Unternehmen passen, hätte der AG auch einfach kündigen können, gerade während der Probezeit.
 

HermineL

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soweit ich weiß, ist es nicht gestattet jemandem zu kündigen, weil er krank ist.
Unsinn.

Selbstverständlich kann ein AG auch wegen Krankheit kündigen. Nennt sich krankheitsbedingte Kündigung. Es gibt da zwar Hürden aber die sind nicht unüberwindbar.


Wenn also der AG wusste, dass der AN bestimmte gesundheitliche Einschränkungen hat, warum hat er ihn dann eingestellt und nun per Aufhebungsvertrag aus dem Unternehmen wieder entfernt?
Da stimme ich dir grundsätzlich zu aber auch da kann man sich Konstellationen vorstellen die dies begründen. Wenn z.B. der AG wirklich der Meinung war das diese gesundheitliche Einschränkung kein Hindernis sein sollte und dann später feststellen sollte das dies eine Fehleinschätzung war und es doch ein Hindernis darstellt.
 

erwerbsuchend

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Da stimme ich dir grundsätzlich zu aber auch da kann man sich Konstellationen vorstellen die dies begründen. Wenn z.B. der AG wirklich der Meinung war das diese gesundheitliche Einschränkung kein Hindernis sein sollte und dann später feststellen sollte das dies eine Fehleinschätzung war und es doch ein Hindernis darstellt.
Aber auch dann stellt sich die Frage, warum man als AN in so einer Situation einen Aufhebungsvertrag unterschreiben sollte? Wenn der AG nicht mit der Arbeitsleistung zufrieden ist, kann er den AN kündigen.

Ein Aufhebungsvertrag lohnt sich als AN nur dann, wenn man direkt einen anderen Job beginnen kann, den man schon in Aussicht hat, also den dortigen Arbeitsvertrag unterschreiben kann oder bereits hat, oder der AG eine entsprechend hohe Abfindung zahlt, so dass eine Sperre bei ALG 1 oder Sanktion bei ALG 2 finanziell überbrückbar ist. Ich sehe in dem Fall von TE keine Vorteile, die der AN durch diese Unterschrift hat.
 

Wasistlos?

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Aber auch dann stellt sich die Frage, warum man als AN in so einer Situation einen Aufhebungsvertrag unterschreiben sollte? Wenn der AG nicht mit der Arbeitsleistung zufrieden ist, kann er den AN kündigen.

Ein Aufhebungsvertrag lohnt sich als AN nur dann, wenn man direkt einen anderen Job beginnen kann, den man schon in Aussicht hat, also den dortigen Arbeitsvertrag unterschreiben kann oder bereits hat, oder der AG eine entsprechend hohe Abfindung zahlt, so dass eine Sperre bei ALG 1 oder Sanktion bei ALG 2 finanziell überbrückbar ist. Ich sehe in dem Fall von TE keine Vorteile, die der AN durch diese Unterschrift hat.
Hallo Stauer , Hermine L und erwerbsuchend ,

er ist leider zu unerfahren gewesen und wird nun daraus lernen müssen um solche Fehler zukünftig vermeiden zu können . Vielen Dank für eure Infos und konstruktiven Meinungen . Wir werden sehen was die Anhörung bringt , falls nötig sehen wir uns hier im Forum wieder .

Vielen Dank nochmals und viel Spaß weiterhin

Liebe Grüße Wasistlos?

Ps : Der Thread kann geschlossen werden .
 

Stauer

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Selbstverständlich kann ein AG auch wegen Krankheit kündigen. Nennt sich krankheitsbedingte Kündigung. Es gibt da zwar Hürden aber die sind nicht unüberwindbar.
Hallo,
olala, da war ich nicht auf dem neuen Stand. Danke für die Korrektur.
 
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