Benötige Rat! 1 Jahr krankgeschrieben bzgl. chronischer Krankheit und 60% GdB.

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niny

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Hallo Ihr Lieben,

ich benötige mal wieder Eure Ratschläge/Hilfe.

Vorab erläutere ich Euch kurz meinen Krankheitsablauf.

Im Jahre 2012 wurde bei mir eine chronische Erkrankung diagnostiziert, danach folgten mehrere Krankenhausaufenthalte und mir wurde ein GdB von 60% zugesprochen. Seit dieser Zeit bin ich im Bezug von ALGII.
Nun bin ich seit einem Jahr durchgehend von meinem Facharzt diesbezüglich krankgeschrieben. Werde demnächst auch einen Psychiater aufsuchen, da mir diese Krankheit momentan sehr auf die Psyche schlägt.
Bei meinem letzte Termin im JC vor einem Jahr verlangte der SB das ich mich krankschreiben lassen muss um mich dann zum ÄD schicken zu können. Da ich ihm erläutert habe, dass ich mich momentan nicht in der Lage fühle arbeiten zu gehen, geschweige denn eine Maßnahme anzutreten.
Nach diesem Termin beim JC bin ich zu meinem Facharzt und habe ihm erläutert, dass ich eine längere durchgehende Krankschreibung für das JC benötige. Da das JC mich dann zum ÄD schicken will um meine Arbeitstauglichkeit feststellen zu lassen.
Mein Facharzt willigte dem zu und schreibt mich nun jeweils durchgehend immer für 4 Wochen krank, seit einem Jahr.
Bei meinem letzten Arztbesuch fragte mich mein Arzt wie es nun weiter gehen soll, da nun schon ein Jahr vergangen ist und das JC sich bzgl. dem ÄD nicht bei mir gemeldet hat. Mein Arzt kennt keinen Fall, wo das JC so lange auf sich warten lässt bzgl. einer amtsärztlichen Untersuchung. Und er bat mich beim JC vorstellig zu werden und zu fragen was mit einem Termin beim ÄD sei.
Meine AU läuft jetzt noch bis Ende Oktober und mein Facharzt wird langsam komisch, er meinte nachher bekommt er Probleme mit der KK und so weiter. Ob er mich weiterhin krankschreibt weiß ich nicht.
Eine gesundheitliche Verbesserung ist erst mal nicht in Sicht, da es für meine Erkrankung keine Medikamente gibt, die diese Erkrankung verbessern würden. Und meine Psyche leidet auch sehr darunter.


Nun zu meinen Fragen:

Wie läuft das mit einem Termin beim ÄD normalerweise ab?
Soll ich mich wirklich beim JC diesbezüglich melden?

Ich habe nun wahrscheinlich vor, zwei Wochen vor Ablauf der AU, mich schriftlich beim JC zu melden und mal nachzufragen wie es nun mit dem ÄD aussieht, da ich nun schon ein Jahr krankgeschrieben bin und eine Besserung in absehbarer Zeit nicht in Sicht ist.

Oder soll ich die AU einfach auslaufen lassen und auf einen Termin bei meinem SB beim JC warten? Nur dann habe ich Angst das der SB dann denkt ich sei Gesund und man könne mich sofort in eine Maßnahme stecken.

Was würdet Ihr mir raten oder vielleicht hat jemand schon mal selber so etwas beim JC gehabt.

Für Eure Ratschläge bedanke ich mich schon mal im voraus!!!
 
E

ExUser 1309

Gast
soll ich die AU einfach auslaufen lassen und auf einen Termin bei meinem SB beim JC warten? Nur dann habe ich Angst das der SB dann denkt ich sei Gesund und man könne mich sofort in eine Maßnahme stecken.
Ich war nicht durchgehend krank geschrieben, sogar recht selten, als ich behauptete verschiedene Tätigkeiten nicht mehr ausführen zu können. Ich hatte Anfangs sogar noch einen recht niedrigen Gdb 40, da gings mir Gesundheitlich besser.

Ich hab "VV" zurückgeschickt, die offensichtlich körperlich schwere Tätigkeiten bzw. andere, die ich nicht leisten konnte, beinhalteten mit dem Vermerk "Nicht beworben, weil ich diese Tätigkeit nicht ausführen kann". Irgendwann nach mehreren Gesprächen und auch "Andeutungen, ob man vielleicht nicht wolle... da waren die bei mir richtig) kam dann die Aufforderung zum medizinischen Dienst zu watscheln und die Erwerbstätigkeit zu prüfen.

Im Jahre 2012 wurde bei mir eine chronische Erkrankung diagnostiziert, danach folgten mehrere Krankenhausaufenthalte und mir wurde ein GdB von 60% zugesprochen.
Deine Schwerbehinderung zeigt schon, das du Handycaps haben wirst, nur nicht, inwieweit sich das auf dein Erwerbsleben auswirkt. Das müsste überprüft werden. Ständiges Krankschreiben ohne das man in Arbeit ist, muss nicht unbedingt sein. Ich hab auch ohne ständig krank geschrieben zu sein meine EM-Rente durchbekommen. Andere sagen, man soll sich zumindest dafür krankschreiben lassen.

Mein Weg wäre, egal ob ich krank geschrieben wäre oder nicht, beim nächsten Termin dem JC MA zu erläutern, das sich an meinem Gesundheitszustand nichts gebessert hat und zu bitten, eine Feststellung durch den medizinischen Dienst zu veranlassen, damit festgestellt wird, was du noch leisten kannst.
 

Muzel

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Mit einem SB über gesundheitliche Probleme zu sprechen, halte ich für kontraproduktiv.
Du kannst doch deinen Arzt bitten, dass du dir nicht zutraust wieder arbeiten zugehen und dass das JC nicht aus den Socken kommt.
 

niny

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Mein Weg wäre, egal ob ich krank geschrieben wäre oder nicht, beim nächsten Termin dem JC MA zu erläutern, das sich an meinem Gesundheitszustand nichts gebessert hat und zu bitten, eine Feststellung durch den medizinischen Dienst zu veranlassen, damit festgestellt wird, was du noch leisten kannst.

Ich weiß nur nicht was besser für mich wäre, ob ich mich vor Ablauf meiner AU beim JC schriftlich melden soll und einen Termin beim ÄD erbitten soll oder ob ich die AU auslaufen lassen soll und warte bis das JC sich bei mir meldet.

Denn wie Du schon schreibst eine dauerhafte Krankschreibung bringt mich nicht wirklich weiter, da sich mein gesundheitlicher Zustand in absehbarer Zeit ja nicht durch eine AU ändern wird.
Ich kann den ständigen Druck seitens des JC nicht noch zusätzlich gebrauchen und möchte einfach mal gerne meine Ruhe haben um mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren.

Und zu deinem Beitrag "Muzel" möchte ich sagen, dass ich bisher keine Probleme damit hatte mit einem SB über meinem gesundheitlichen Zustand zu sprechen, denn über Einzelheiten spreche ich ja nicht mit ihm. Anders kann man dem JC ja nicht klar machen das man momentan nicht in der Lage ist arbeiten zu gehen.
Und mein Arzt weiß ja das ich momentan nicht in der Lage bin arbeiten zu gehen, darum schreibt er mich ja auch schon ein Jahr lang krank. Und das dass JC nicht aus den Socken kommt darum geht es ja, das versteht mein Arzt ja eben nicht.
 

Doppeloma

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Hallo niny,

auf deinen ersten Beitrag gehe ich mal nur kurz mit ein, denn letztlich sollte dein Arzt dich AU schreiben wenn du auch AU bist, das JC soll dich in Arbeit vermitteln oder wenigstens in irgendwelche Maßnahmen stecken und das geht nur wenn du NICHT AU geschrieben bist.

Zum ÄD hat man dich auch OHNE AU zu schicken, wenn du gesundheitliche Probleme bei der Arbeitsvermittlung angesprochen hast, sonst ist ja keine (gesundheitlich) zumutbare Vermittlung möglich (§ 10 SGB II).

Die Ansicht deines SB ist also schon mal völlig FALSCH, dass du erst AU sein musst für eine solche Prüfung deiner Leistungsfähigkeit, der hat aber auch Vorgesetzte, die du dann mal darauf ansprechen solltest (am Besten schriftlich und nachweislich) warum das seit so langer Zeit ignoriert wird.

Es mag in deinem Falle (an der chronischen Krankheit) nicht viel ändern aber diese Klärung der Einsatzfähigkeit bei den Leistungsbeziehern ist generell nötig, damit sie durch (gesundheitlich) falsche / unzumutbare Tätigkeiten auch nicht erst krank werden sollen.

Bereits der GdB 60 weist zumindest darauf hin, dass es gesundheitliche Einschränkungen geben dürfte und das alleien genügt schon, um den ÄD beauftragen zu MÜSSEN, dafür ist es gar nicht nötig mit dem SB ausführlich über den Gesundheitszustand zu sprechen.

Das mag dir egal sein, das geht den aber wenig bis gar nichts an, denn der ist Arbeitsvermittler und kein Arzt. :icon_evil:

Ich weiß nur nicht was besser für mich wäre, ob ich mich vor Ablauf meiner AU beim JC schriftlich melden soll und einen Termin beim ÄD erbitten soll oder ob ich die AU auslaufen lassen soll und warte bis das JC sich bei mir meldet.

Wenn deine AU abgelaufen ist bist du "offiziell" für das JC wieder GESUND und wenn dein Arzt meint das sei so nicht, dann darf er auch deine AU nicht beenden, denn die ist auch weiterhin der einzige Schutz vor den Anforderungen des JC, die du ja nach eigener Angabe nicht leisten kannst.

Was stellst du dir denn vor was ohne AU passieren soll, wenn der SB dich mit AU bisher auch nicht dem ÄD vorgestellt hat und was glaubst du wird es ändern wenn du dem ÄD endlich vorgestellt wurdest ???

Denn wie Du schon schreibst eine dauerhafte Krankschreibung bringt mich nicht wirklich weiter, da sich mein gesundheitlicher Zustand in absehbarer Zeit ja nicht durch eine AU ändern wird.

Der ÄD macht dich aber auch nicht "gesund", der soll nur einschätzen was du beruflich machen könntest mit deinen Einschränkungen, wenn du mal NICHT mehr (von deinem Arzt) AU geschrieben bist.

Ich kann den ständigen Druck seitens des JC nicht noch zusätzlich gebrauchen und möchte einfach mal gerne meine Ruhe haben um mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren.

Und du glaubst ernsthaft der ÄD wird dafür sorgen können, der kann dafür sorgen, dass man dich vorerst "aus der Vermittlung" nimmt und der SB kann dann verlangen, dass du EM-Rente beantragst, damit du bald ganz aus dem Bezug von ALGII verschwinden sollst.

Anders kann man dem JC ja nicht klar machen das man momentan nicht in der Lage ist arbeiten zu gehen.

So kann dir das JC aber schnell klar machen, dass man dich los werden will wenn du nicht arbeiten kannst und sei es zur Not an das Sozial-AMT falls du keinen Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung haben solltest, aber die DRV deine Ansichten dazu ansonsten bestätigen würde.

Und mein Arzt weiß ja das ich momentan nicht in der Lage bin arbeiten zu gehen, darum schreibt er mich ja auch schon ein Jahr lang krank.

Was ist daran so schlimm wenn dein Arzt dich weiter AU schreibt weil du AU bist, das kann der noch Jahrelang machen aber nur davon wird es dir allerdings auch nicht besser gehen können, das siehst du schon richtig.

Das JC ist aber der falsche Ort, um Ruhe für die Genesung einzufordern auf eine ungewisse Zeit, das ist nicht deren Aufgabe.

Und das dass JC nicht aus den Socken kommt darum geht es ja, das versteht mein Arzt ja eben nicht.

Was erhofft sich denn dein Arzt für eine Lösung vom ÄD des JC, der kann dich auch nicht "gesund zaubern", der kann nur dem JC dabei helfen dich an einen anderen Leistungsträger (DRV oder Sozial-AMT) "abzuschieben" ...

Für die (höchstmögliche) Verschonung vor den Forderungen des JC bleibt immer der behandelnde Arzt mit der rechtsverbindlichen AU-Bescheinigung zuständig, nur das muss auch von anderen Behörden anerkannt werden.

Der ÄD und die versuchte Abschiebung in EM-Rente oder an das Sozial-Amt wird noch früher kommen, als du dir aktuell selber wünschen möchtest.

MfG Doppeloma
 
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