Benötige Hilfe betreffend eines möglichen Restanspruch auf ALG 1.

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Anilalelu

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Hallo ihr Lieben,

ich bin Neu hier und es wäre toll, wenn ich ein wenig Hilfe zu meiner komplizierten Situation bekommen könnte.

Ich bin seit November 2018 in ALG 1 Bezug, das erste mal in meinem Leben bisher (bin nun 31).

Da ich aus persönlichen Gründen nie einen Schulabschluss und auch keine Ausbildung machen konnte, bot mir meine Arbeitsvermittlerin an eine Umschulung zu machen.

Ich hatte nun mein Beratungsgespräch beim Anbieter der Umschulung und bin begeistert und könnte zum 11.06 starten. (Leider gibt es keine früheren Termine).

Am Donnerstag habe ich den Termin bei meiner Arbeitsvermittlerin und soll dann wohl auch den Bildungsgutschein bekommen.

Nun ging es mir die letzten Tage nicht gut und ich habe heute mal einen Schwangerschaftstest gemacht und dieser war positiv. Da ich es nicht glauben konnte, habe ich noch 17 weitere Tests von verschiedenen Herstellern gemacht und alle sind positiv. Zu meinem Frauenarzt kann ich leider erst Ende nächster Woche.

Kurz zu meiner Verteidigung, bevor mich alle beschimpfen, dass ich nicht in der Lage bin zu verhüten:
Ich war bereits verheiratet und war mit meinem Mann 5 Jahre lang in Kinderwunsch-Behandlung.
Man sagte mir damals am Ende, dass ich mich mit dem Thema Adoption auseinander setzen soll, weil ich definitiv keine Kinder bekommen kann.

Dass ich jetzt plötzlich 4 Jahre später doch schwanger geworden bin und das auch noch ohne es darauf anzulegen, hätte ich niemals erwartet und es schockt mich, aber natürlich freue ich mich auch über dieses Wunder und werde es natürlich behalten.

Was mich nun interessiert:

Angenommen ich finde ganz zeitnah eine neue Arbeitsstelle, vielleicht in einer Fabrik o.ä. - dann bin ich ja aus dem ALG 1 Bezug raus und hätte noch einen Restanspruch von mehreren Monaten, die meines Wissens nach noch für rund 4 Jahre bestehen bleiben (?).

Wenn ich nun mit dem Kind 1 Jahr lang zu Hause bleiben würde - dann könnte ich mich doch nach Ablauf dieses Jahres wieder arbeitsuchend melden und wäre doch dann in Bezug meines Restanspruches, oder?
Denn dann würde ja theoretisch die Chance bestehen, dass ich die Umschulung entsprechend dann erst mache?

(Das Kind würde mein Freund dann versorgen, ich würde aber schon gern das erste Jahr beim Kind bleiben)

Die Umschulung ist so eine tolle Chance für mich und ich bin auf der einen Seite unendlich glücklich, dass ich es offenbar doch noch erleben darf Mutter zu werden, auf der anderen seite wäre ich aber auch sehr, sehr traurig wenn ich die Umschulung nicht machen könnte...

Ich würde mich wahnsinnig über ein paar Antworten freuen.

Liebe Grüße
Ani
 

BerndB

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Beim Zusammentreffen von Alg-Bezug und Schwangerschaft sollte man grundsätzlich folgende Daten anschauen:
  • Errechneter Entbindungstag minus 6 Wochen Mutterschutz
  • Letzter Tag des jetzigen Alg
Dann mal § 26 (2) Nr. 1 und (2a) Nr. 1 SGB III lesen und hinsichtlich eines Anspruchs auf Mutterschaftsgeld die Krankenkasse fragen.

NACHTRAG: Die AfA wird/soll nur Maßnahmen fördern, bei denen zu Beginn zu erwarten ist, dass Sie erfolgreich abgeschlossen werden können.
 

Agent

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@Kerstin_K Das Dispositionsjahr ist in diesem Fall keine Lösung, da TE sich bereits im ALG-Bezug befindet.

@TE: Grundsätzlich ist dein Gedanke richtig. Der Restanspruch bliebe ab Zeitpunkt der Entstehung des Anspruchs für 4 Jahre erhalten. Ggf. würde aber sogar ein Neuanspruch entstehen, wenn du direkt aus der Beschäftigung in die Elternzeit übergehst.
Wie die Situation bzgl. Berufsabschluss in 1-2 Jahren aussieht, kann dir heute niemand sagen.. FbW in Teilzeit sind oft schwierig zu finden - oder ist dein Freund grundsätzlich dann als Vollzeit-Betreuer zuhause? Es müsste halt neu entschieden werden, ob man dir die Förderung angedeihen lässt, aber ich sehe da auch in der Zukunft sehr gute Chancen, weil ja bisher kein Abschluss vorhanden ist.
 

Anilalelu

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Erst einmal vielen lieben Dank für eure Antworten!

@Agent:

Die Umschulung die ich jetzt eigentlich bald starten sollte wird vom Anbieter sowohl in Teilzeit (dafür gibt es sogar mehr Start-Termine) als auch in Vollzeit angeboten.
Zudem kann man diese Umschulung von zu Hause aus machen (sollte ich jetzt auch, man benötigt eine stabile DSL-Leitung und bekommt einen PC und alles weitere vom Anbieter gestellt),
weshalb das für mich ideal wäre.
Mein Partner „arbeitet“ nicht. Er hatte vor einigen Jahren Glück und kam zu einem größeren Betrag Geld und lebt nun davon, daher ist er immer zu Hause und kann sich problemlos um das Kind kümmern, was er auch gerne tun wird.

Im Idealfall würde ich wie auch jetzt geplant die Umschulung dann in Vollzeit von zu Hause aus machen, sofern mir diese denn dann noch genehmigt werden würde.
 

Anilalelu

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Während der Umschulung, welche 24 Monate dauert, macht man auch ein 9 Monatiges Praktikum, ich hoffe, dass ich in diesem Zeitraum viel Praxiserfahrung sammeln kann. :)
 
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