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Juliaa

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#1
Guten Tag,

Zuerst möchte ich Euch mein Lob ausprechen für dieses super informative Forum und das es Leute gibt die gerne helfen möchten.
Vielen Dank

Ich habe leider einige Probleme und ich weiss nicht wirklich wo ich anfangen soll.
Zuerst einmal bin ich mit 18 Jahren von zuhause ausgezogen, aufgrund schwerer familiärer Umstände die zu dieser Zeit für mich nicht mehr tragbar waren. Das Jugendamt war damals in meinen Fall involviert. Ich befand mich damals innerhalb meiner Ausbildung zur Sozialassistentin, welche ich auch erfolgreich beendet hatte.
Daraufhin begann ich die Ausbildung zur Erzieherin, diese beendete ich leider nicht da ich wieder durch mehrere Schiksalsschläge nervlich total angekratzt war. Ich bezog zu dieser Zeit ALG 2, da mein Bafög Antrag abgelehnt wurde aufgrund der nicht kooperativen Art meines Vaters.
Daraufhin war ich sechs Monate arbeitssuchend gemeldet, ich musste damals zu einem Amtsarzt um ein ärztliches Gutachten erstellen zu lassen für das Jobcenter. Nach dieser Zeit wurde ich in verschiedene Mehraufwandtentschädigungs- Tätigkeiten verwiesen!
Meine Sachbearbeiterin hat sich leider nie bemüht mich in den Arbeitsmarkt einzugliedern, trotz Mittlerer Reife und abgeschlossener Berufsausbildung.
Letztes Jahr (2008) wurde ich dann für die Fachhochschulreife beworben, wo ich letztlich auch angenommen wurde und diese erfolgreich abgeschlossen habe. Zu dieser Zeit bezog ich Bafög bis dieses Jahr (7.2009).Während des Bafög Bezuges erhielt ich 459 € BaföG sowie 154 € Kindergeld, wovon 442 € Miete abgingen. Ich beantragte aufgrund der finanziellen Situation, Mietkostenzuschuss. Der wurde abprupt abgelehnt mit der Begründung ich könne durchaus zu meiner Mutter ziehen und ich hätte kein Anrecht auf eine eigene Wohnung ( Anmrk. ich zog 2005 mit 18 Jahren aus, den Antrag stellte ich 2008) zudem wäre es durchaus zumutbar eine Arbeit zu suchen. Ich nahm dies hin und verblieb soweit mit 174 € im Monat abzgl. der Monatskarte von 35 € sowie Festnetzkosten von 35 €.
Bis März 2009 blieb ich arbeitslos, daraufhin fand ich eine Anstellung auf 400 € Basis.
Vor kurzem besuchte mich eine Freundin samt ihren zwei kleinen Kindern. Da ich sowieso alleine wohne war es für mich sehr erfreulich das sie mich einiges Tage besuchte. Sie hatte anscheinend andere Absichten und ihr Mann folgte mir auf dem Weg nachhause und verlangte nach seiner Frau. Ich bat sie um Aussprache doch sie weigerte sich, sodann ging er wieder nachhause und blieb auch weg. Am nächsten Vormittag stand er wieder vor meiner Tür, machte kurzen Prozess und trat meine Tür ein, er beleidigte mich und nahm seine Frau und ging. Seitdem geht es mir psychisch sehr schlecht, ich war einen Monat seit dem Vorfall nicht zuhause und kann Nachts nicht mehr schlafen, mich plagen Alpträume und ich habe Panikattacken. Raus gehen kann ich garnicht mehr, da er öfters im Nachhinein vor meiner Tür stand. Er schlich Nachts um mein Haus etc. Ich ging auch nicht mehr zu meiner Arbeit da ich Angst hatte das mir etwas zustösst.
Ich habe ihn nicht angezeigt weil er sehr aggressiv ist und ich Angst habe das er mir dann erstrecht etwas antut. Lediglich eine Zeugenaussage habe ich gemacht.
Ich möchte einfach nur noch weg aus meiner momentanen Wohnung. Ich bin in sehr schlechter Verfassung und kann auch sonst zu niemanden gehen.

Das Jobcenter will nun meine Gehaltsabrechnung, die ich allerdings nicht habe. Ich habe Angst dort vorzusprechen weil ich denke meine Sachbearbeiterin wird mich nicht verstehen und mir mein Geld streichen.
Ich möchte gerne umziehen, doch muss ich dies beim Jobcenter beantragen und ich bezweifle das dies gewährt wird.

Ab 1.10 werde ich wieder Bafög beziehen, da ich studieren werde.

Nun zu meinen Fragen:

Habe ich eine Möglichkeit die Kürzung meines AlG 2 zu verhindern. Eventuell ärztliches Attest?

Kann ich umziehen? Muss ich dies noch beim Jobcenter beantragen da ich ja sowieso ab nächsten Monat Bafög beziehen werde.?

Kann ich noch einen Widerspruch oder Widerruf gegen das Urteil des Jobcenters bezüglich meines Mitkostenzuschuss antrages stellen?

Ich entschuldige mich für den langen Text und bedanke mich im Vorraus für Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Juliaa
 

Erolena

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#2
Hallo Juliaa,
wegen des Umzuges würde ich mir keine Sorgen machen.
Du teilst dem Amt mit, dass Du ab xx im Ort yy wohnst wegen Studium.
Hast Du denn schon einen Bafög-Antrag im Studentenwerk abgegeben? Hoffentlich.

Du hast wahrscheinlich eine Strafanzeige gestellt? Oder wieso schreibst Du "Zeugen"aussage?

Hast Du vielleicht einen Arzt, der dich noch krank schreiben könnte? Wenigstens für eine gewisse Zeit rückwirkend?
Was sagt denn dein Betrieb dazu, wenn du einfach nicht erschienen bist? Oder hattest Du Urlaub genommen? Du kommst nicht drumherum im Betrieb noch mal zu erscheinen.
Ich denke, das ist auch wichtig. Falls Du arbeitsfähig bist, willst Du ja sicher noch Geld verdienen bis zum Studienbeginn? Denn Bafög wird es nicht gleich am ersten Tag geben, vermute ich.

Ergänzung: vielleicht habe ich dich falsch verstanden. Du willst außerhalb oder in deinem Ort studieren?
 

Juliaa

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#3
Hallo Erolena,

Also ich war bei meiner Wohnungsgesellschaft und kann nur innerhalb meiner Stadt umziehen da ich hier studiere und weil ich Schufa Einträge habe und mir wahrscheinlich keine andere Gesellschaft eine Wohnung geben wird. Die Sachbearbeiterin bei der Wohnungsgesellschaft sagte ich müsse eine Bescheinigung von Jobcenter vorlegen das der Umzug bewiligt wird.
Ich habe keine Anzeige gemacht, das war die Wohnungsgesellschaft, ich war ja bei dem Vorfall als Zeugin anwesend und meine "Freundin" wollte nach der Tat nicht aussagen. Ich hätte eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch machen können was ich aus Angst aber unterlassen habe.
Ich hätte einen Arzt der dies tun könnte.
Ich habe leider seitdem nicht mehr mit meinem Arbeitgeber gesprochen noch mich gemeldet. Ich war einfach zu labil und ich hatte Angst das ich noch mehr Probleme bekomme. Mein Arbeitsvertrag wäre zum 13.09.09 ausgelaufen. Ich werde mich aber bald möglichst dort melden um wenigstens eine Kündigung zu erhalten.
Ich möchte wieder eine neue Arbeit aufgreifen, auch während des Studium wird mir da keine Wahl bleiben weil das Bafög nicht reichen wird. Ich habe am 1.09. meine Zusage für das Studium erhalten am Dienstag nächste Woche werde ich meinen Bafög Antrag abgeben.

Vielen Dank für die schnelle Antwort
 

Erolena

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#5
Jemand mit gleichem Ausbildungsweg wie Du Sozialassistent, FHS-Reife fängt jetzt an zu studieren. Zieht ins Studentenwohnheim. Da benötigt man keinen Schufa-Auszug o.ä.
Das ist aber ein privates Studentenheim. Die Studienanfänger kamen alle mit Elternteil oder Großeltern an, denn sie brauchten einen Bürgen für die Miete. Zimmer mit Internet kostet 210 Euro. Beim Studentenwerk ist es 20 Euro billiger.
Ich vermute, im Wohnheim des Studentenwerks braucht man keinen Bürgen (?)

Wegen Wohnung, evtl. eine billige Variante könnte noch eine WG von Studenten oder Azubis sein. WG-Zimmer, aber auch kleine preiswerte Wohnungen kann man finden unter
www wg-gesucht de WG Zimmer Wohnungen Wohnungssuche WG Suche WG Wohnung vermieten WG Nachmieter Zwischenmiete : WG-Gesucht.de

Bafög: Am besten den Antrag persönlich abgeben und denen deine persönliche Lage erklären. Dass du erst seit 1.9. vom Studium weist, keinen hast, der dir Geld zur Überbrückung leihen könnte. Amtlich gesehen, könntest Du einen Antrag auf Vorausleistung stellen.
Irgendwo im Internet schrieb aber jemand, das würde das Bafögamt nicht machen, wenn es die Bearbeitungszeit von 6 Wochen einhält. Deshalb wäre es gut, ganz individuell für Dich um eine schnellere Bearbeitung zu bitten. Und/oder um "Vorschuss"/Vorausleistung.

Für eine fachkundige Beratung rund um Soziales für Studenten muss es eine Beratungsstelle beim Studentenwerk und/oder bei der Studierendenvertretung geben.

Man kann auch den einschlägigen Studentenseiten gute Ratschläge finden, wie bei Studis Online - Studium, Geld+BAföG, Studi-Leben, Beruf+Karriere, Studienführer

Nach deinem kdu-Zuschuss sehe ich noch mal nach. Ich hoffe ja, es findet noch jemand deine Frage hier im Forum.
 

Erolena

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#6
Diese Seite mal studieren.
Quelle: Studienfinanzierung - Studienführer - Studis Online

» Studis Online » Geld+BAföG » Studienfinanzierung 5. September 2009
A. Allgemeine Finanzierungsmöglichkeiten
1. Kindergeld: staatliche Leistung für Kinder an ihre Eltern »
2. BAföG: Ausbildungsförderung durch den Staat »
3. Unterhaltsanspruch gegen die Eltern: Vorrang gegenüber BAföG »
4. Stipendien: studieren auf Kosten von "Sponsoren" »
5. Jobben: Zeit gegen Geld und Praxiserfahrung tauschen »
6. Studienbeitragsdarlehen: "vorläufige" Finanzierung von Studiengebühren »
7. Bildungskredit: Darlehen vom Staat (ab dem 5. Semester) »
8. Studienabschluss- und Überbrückungsdarlehen: finanzielle Hilfen vom Studentenwerk »
9. Studienkredite, Studiendarlehen, Bildungsfonds: privatwirtschaftliche Kredite für Studierende »
10. Wohnkostenzuschuss: nur bei BAföG-Anspruch und Wohnen bei den Eltern »
11. Wohngeld: für Studierende ohne BAföG-Anspruch, Studierende "mit Anhang" und Empfänger des BAföG-Bankdarlehens »
12. ALG II, Sozialgeld, Sozialhilfe: nur in Ausnahmefällen »
...
Im Abschnitt A sind die allgemeinen Finanzierungsmöglichkeiten aufgelistet. Wir haben sie im Wesentlichen nach der Reihenfolge sortiert, in der man sich um sie bemühen sollte (die zuerst genannten sind also in der Regel günstiger oder »sicherer«), wobei die letzten drei aus dieser Systematik herausfallen. Sie betreffen jeweils nur bestimmte Gruppen von Studierenden. Abschnitt B ist dagegen gesondert zu sehen. Wer die dort genannten Varianten wählt, braucht Abschnitt A unter Umständen gar nicht mehr zu beachten.
A. Allgemeine Finanzierungsmöglichkeiten
...
8. Studienabschluss- und Überbrückungsdarlehen: finanzielle Hilfen vom Studentenwerk »

Wer sich - insbesondere am Ende des Studiums - in akuter finanzieller Not befindet, kann unter Umständen auf ein Darlehen der Studentischen Darlehenskasse oder des Studentenwerks zurückgreifen. Das Angebot samt Konditionen ist sehr unterschiedlich. Teilweise springen die Darlehenskassen auch ein, wenn das BAföG zu lange auf sich warten lässt. weiter »
 

Juliaa

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#7
Vielen Dank Erolena, ich werde mir die Seite anschauen.

@ garnichtgut Ich ziehe innerhalb der Wohnungsgesellschaft um und eventuell gibt es die Möglichkeit das die Wohnungsgesellschaft die Kaution (wurde damals vom Jobcenter als Darlehen gezahlt) für die neue Wohnung übernehmen kann.
Ich werde am Montag dort anrufen.

PS. Den Ablehnungebescheid habe ich schriftlich. Ich kann jedoch einen Überprüfungsantrag stellen? Das ist noch möglich oder?

Ich danke Euch für Eure Hilfe und Tipps

Vielen Dank
 

Erolena

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#8
Ja, du kannst bis 4 Jahre rückwirkend einen Überprüfungsantrag stellen.
Ich gehe mal davon aus, dass es ich bei den Ablehnungsgründen der ARGE um das Ausüben eines Ermessens handelt.
Deshalb ein paar Argumente, die evtl. hilfreich sein können.

Letztes Jahr (2008) wurde ich dann für die Fachhochschulreife beworben, wo ich letztlich auch angenommen wurde und diese erfolgreich abgeschlossen habe. Zu dieser Zeit bezog ich Bafög bis dieses Jahr (7.2009).Während des Bafög Bezuges erhielt ich 459 € BaföG sowie 154 € Kindergeld, wovon
442 € Miete abgingen.

Ich beantragte aufgrund der finanziellen Situation, Mietkostenzuschuss.
Der wurde abprupt abgelehnt mit der Begründung
ich könne durchaus zu meiner Mutter ziehen und ich hätte kein Anrecht auf eine eigene Wohnung (Anmrk. ich zog 2005 mit
18 Jahren aus, den Antrag stellte ich 2008)..
Es lagen schwerwiegende soziale Gründe vor, die mich zwangen
im Jahr 2005 im Alter von 18 Jahren das Elternhaus zu verlassen....
Nur mit Hilfe des Jugendamtes gelang es mir überhaupt, ....
Nur durch diesen Auszug konnte ich meine Ausbildung erfolgreich
abschließen.
Außerdem bitte ich zu berücksichtigen, dass ich schon mehrere
Jahre selbständig lebe und insbesondere vor dem 1. Juli 2006
ausgezogen bin, als ein Volljähriger noch nicht zur
Bedarfsgemeinschaft der Eltern gehörte.

zudem wäre es durchaus zumutbar eine Arbeit zu suchen.
Ich habe die einjährige (Fachober?-)schule besucht.
In dieser Ausbildung wird in einem Schuljahr, genau genommen
in 10 Monaten, das Abitur erlangt. Die Schüler aber kommen
nicht aus dem Gymnasium sonder alle aus mehrjähriger
Beruftätigkeit oder wie ich aus der Berufsausbildung.
Insofern besteht bei den Schülern ein erhöhter Zeitbedarf,
um vorhandene Wissenlücken zu schließen als auch
wissenschaftliches Arbeiten zu lernen. Andererseits besteht
ein sehr komprimierter Lehrplan, der nur durch höchst
angespannte Arbeit erfüllt werden kann.
Die Forderung, die gesamten ungedeckten KdU durch laufende
Erwerbsarbeit neben der 12. Klasse her zu erwirtschaften,
gefährdet den erfolgreichen Verlauf der Ausbildung. Mein
Berufsabschluss als Sozialassistentin ermöglicht es mir auch nicht,
mit relativ geringem zeitlichem Einsatz die nötige Summe
zu verdienen (wie es etwa einem ex. Fachkrankenpfleger möglich
wäre).

Ich nahm dies hin und verblieb soweit mit 174 € im Monat abzgl. der Monatskarte von 35 € sowie Festnetzkosten von 35 €. Bis März 2009 blieb ich arbeitslos, daraufhin fand ich eine Anstellung auf 400 € Basis.
Dass ich trotzdem nach 6 Monaten einen 400 Euro Job aufgenommen
habe, geschah aus purer Not. Ohne diese akute finanzielle Notlage
hätte ich auch zu diesem Zeitpunkt nicht in diesem Umfang
gearbeitet. Denn es standen umfangreiche Klausuren, Belegarbeiten
und die Abiturprüfungen bevor.

Ich bitte, die Entscheidung über den Zuschuss für die ungedeckten Kosten der Unterkunft zu überprüfen.

Bei der Berechnung des Zuschusses, weise ich Sie vorsorglich
darauf hin, dass das Kindergeld zum Bedarf des Studenten
nach den Maßstäben des Bundesausbildungsförderungsgesetzes
gehört. Mehrere Gerichte haben entschieden, dass das Kindergeld
nicht als Einkommen zur Bezahlung ungedeckter Kosten der
Unterkunft anzurechnen ist.


Ich verweise auch auf die Verzinsung nachträglich erbrachter Sozialleistungen.

MfG...

________________________________________________________________
Auch bei studis-online wird auf Job oder Wiedereinzug ins Elternhaus verwiesen:
Der Wohnkostenzuschuss (§ 22 Abs. 7 SGB II)
...
# Darüber hinaus gehören bestimmte SchülerInnen, die BAföG
beziehen, zum anspruchsberechtigten Personenkreis.
# Jeweils ist Voraussetzung, dass die Wohnkosten nicht durch
Unterhaltszahlungen der Eltern oder die Aufnahme eines Jobs sichergestellt werden können.

2. Welche Auszubildenden können den Zuschuss erhalten?
b) EmpfängerInnen von Schüler-BAföG
...
• wenn sie ihre Ausbildung an einer Abendhauptschule, einer
Berufsaufbauschule, einer Abendrealschule oder an einer Fachoberschule,
deren Besuch eine abgeschlossen Ausbildung voraussetzt, absolvieren
(unabhängig davon, ob sie bei ihren Eltern wohnen oder nicht).

Wichtig: Seid Ihr als SchülerInnen unter 25 Jahre alt und wohnt Ihr nicht bei
Euren Eltern, kommt der Wohnkostenzuschuss für Euch nur dann
in Betracht, wenn Euch nicht zugemutet werden kann,
weiterhin bei Euren Eltern zu wohnen. Dies wäre z. B. dann der Fall,
wenn schwerwiegende soziale Gründe den Auszug rechtfertigen

oder der Bezug der eigenen Unterkunft zur Eingliederung in den
Arbeitsmarkt erforderlich ist.

Quelle: Wohnkostenzuschuss - Studienfinanzierung - Studis Online
 

Juliaa

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#9
garnichtgut;472732[COLOR=Blue sagte :
Wie lange liegt das denn zurück? Ist irgendwann aus 2008, oder?
Du hättest Widerspruch einlegen müsse. Ich habe keine Ahnung welche Frist da Sache ist. Müsste auf dem Ablehnungsbescheid stehen. Und eine RFB sollte auch formuliert sein. Also ungefähr so: Gegen diesen Bescheid können sie binnen.....Tagen Widerspruch einlegen. Steht dort keine RFB, kannst Du wahrscheinlich - aber das weiß ich eben nicht genau - dagegen jetzt noch angehen.[/COLOR]..
Guten Tag,

Der Antrag wurde von mir 09/2008 gestellt.
Unter der Rechtsbelehrung steht: Gegen diesen Verwaltungsakt können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift bei dem Jobcenter Widerspruch erheben......

Das heisst ich kann nur noch einen Überprüfungsantrag stellen, so wie es scheint.


@ Erolena, Ich danke Dir für Deinen Ansatz für den Überprüfungantrag. Ich werde mich daran halten.
Muss ich diesen Überprüfungsantrag bei meiner SB abgeben oder beim Teamleiter?

Vielen Dank Euch beiden.

LG Juliaa
 

Erolena

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#10
Bestimmt gibt es bei Euch einen Info-Theke, wo dein Team angesiedelt ist.
Mach Dir eine Kopie von jedem Blatt, was du abgibst.
Lass auf jedem Antrag einen Eingangsstempel drauf machen,
damit du den Beweis der Abgabe hast.

Noch ein Tipp. Dein ALG 2 würde ja theoretisch weiterlaufen, wenn Du nicht ab Oktober 2009 studieren würdest. Du könntest einen Antrag an die ARGE stellen, auf ALG 2 als Darlehen für den Monat Oktober 2009.

z.B. so:
Antrag auf Gewährung von Arbeitslosengeld 2 als Darlehen für den Oktober 2009

Bisher bekam ich das ALG 2 immer am Monatsanfang. Dagegen die Bafög-Zahlung wird nicht am Monatsanfang des Monats Oktober erfolgen.
Ich habe kein Vermögen und auch keine Möglichkeit, von Verwandten Geld zu leihen. Deshalb ist es mir nicht möglich, meine Miete und meinen weiteren Lebensunterhalt im Oktober bis zur ersten Bafögzahlung zu bestreiten.

Deshalb bitte ich darum, mir für den Monat Oktober 2009 Arbeitslosengeld 2 als Darlehen zu gewähren.

(Vielleicht auch noch ein bischen ausführlicher begründen, wenn Dir etwas einfällt.)

Auf die Idee kam ich durch folgenden Eintrag in der Wissensdatenbank der Bundesagentur:
Übergang Alg II - BAB

Paragraph: § 7 Nr.: 10057
Eingestellt am: 07.08.06 Geändert am: Gültig bis:

Anliegen:
Eine im laufenden Alg II-Bezug befindliche Person nimmt eine Ausbildung mit Anspruch auf BAB auf.
Kann für den Monat in dem die Ausbildung beginnt noch Alg II gezahlt werden, obwohl mit Ausbildungsbeginn grundsätzlich der Anspruch auf BAB entstanden ist und der Alg II-Anspruch nach § 7 Abs. 5 entfällt?

Antwort:
Grundsätzlich schließt der Anspruch auf BAB die Gewährung von Alg II aus (§ 7 Abs. 5 SGB II). Bei Personen die sich bereits im laufenden Alg II-Bezug befinden, besteht jedoch nach § 23 Abs. 4 SGB II die Möglichkeit, für den Monat, in dem die Ausbildung beginnt, Arbeitslosengeld II als Darlehen weiter zu zahlen, da in diesem Monat voraussichtlich Einnahmen anfallen.
Die Darlehenszahlung ist jedoch - unabhängig von der Bearbeitungszeit, die der BAB-Träger für die Bewilligung seiner Leistung benötigt - nur für diesen Monat möglich. Das begründet sich dadurch, dass der SGB II-Träger nicht wegen längerer Bearbeitungszeit des BAB-Trägers in Vorleistung gehen soll, sondern lediglich die Lücke schließen soll, die dadurch entsteht, dass Alg II im Voraus und BAB monatlich nachträglich gezahlt wird. Die Notwendigkeit des Darlehens ist dabei vom Hilfebedürftigen zu begründen; Vorrangig sind andere finanzielle Möglichkeiten zu nutzen (z.B. vorhandenes, auch nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 und 4 geschütztes Vermögen); auf Rz. 23.20 der Hinweise zu § 23 SGB II wird insofern verwiesen.
Quelle: Übergang Alg II - BAB

Es ist vom laufenden Bewilligungszeitraum die Rede. Das hieße, wenn dummerweise gerade der September der letzte Monat im Bewilligungszeitraum wäre, würden sie kein Darlehen für Oktober gewähren. Hoffentlich nicht gerade bei Dir so.

Einen Versuch ist es auf alle Fälle wert. Viel Glück.
 

Juliaa

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#11
Guten Tag, vielen Dank für Eure Antworten!

Ich war heute beim Jobcenter bei meiner SB. Ich habe einfach klar Tisch gemacht und ihr gesagt das ich aus den o.g. Gründen nicht mehr zur Arbeit gehen konnte. Sie sagte sie müsse mir dann drei Monate das Geld sperren bzw. kürzen. Ich bat daraufhin an das ich ein ärztliches Attest vorlegen kann, welches meine Umstände derzeitig bestätigen könnten. Daraufhin wollte sie meine
Studienbescheinigung haben, die leider schon ab 01.09.09 gilt sodass mir meine SB mitteilte das ich ab sofort keinen Anspruch mehr auf ALG2 habe. Ich enkundigte mich nach dem o.a. Darlehen zur Überbbrückung doch mein Satz war nicht mal beendet da verneinte sie.
Bezüglich der Kaution, die für den Umzug mit der Kaution der neuen Wohnung verrechnet werden sollte, gibt es laut meine SB keine Möglichkeit dies zutun. Sodass ich jetzt keine Möglichkeit habe wenigstens umzuziehen noch habe ich Geld um mich über den Monat zu versorgen. Den BaföG Antrag konnte ich erst gestern abgeben.

Ich danke Euch trotzallem und werde auf alle Fälle den Überprüfungsantrag stellen.


Ich grüße Euch herzlich

Juliaa
 

Erolena

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#12
Wenn Du die Studienbescheinigung ab 1.9. hast, dann muss auch das Studenten-Bafög ab September (nach-)gezahlt werden.
Aber: im Bafög-Antrag muss auch Antrag ab September stehen (nicht ab Oktober wie du in Beitrag #1 geschrieben hattest)

Hast Du denn für September noch ALG 2 bekommen?
Das müßtest Du dann das "normale" ALG 2 zurückzahlen, wenn ich das richtig sehe.
Denn vom "normalen" ALG 2 ist ausgeschlossen, wer sich in einer dem Grunde nach bafög- förderungsfähigen Ausbildung befindet.
(Die bekannten Ausnahmen Schülerbafög 212 Euro treffen ja bei dir nicht zu).
 

Juliaa

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#13
Hallo Erolena,

Also ich habe den BaföG Antrag am Dienstag dieser Woche abgegeben, dann müsste ja noch rückwirkend zum September gezahlt werden! :confused:
Ich habe für September nichts bekommen, weil ich keine Verdienstbescheinigung vorgelegt habe.

LG Juliaa
 

Erolena

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#14
Hallo Erolena,
Also ich habe den BaföG Antrag am Dienstag dieser Woche abgegeben, dann müsste ja noch rückwirkend zum September gezahlt werden! :confused:
Ja, auf jeden Fall. Bafög gibt es ab Monat der Antragstellung.
(Es sei denn, du hättest angekreuzt oder hineingeschrieben, dass der Antrag erst ab Oktober gelten soll. Hast Du aber nicht oder?)


Ich habe für September nichts bekommen, weil ich keine Verdienstbescheinigung vorgelegt habe. LG Juliaa
Also musst Du wegen Bafög auch kein ALG 2 zurückzuzahlen.
 

Juliaa

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#15
Hallo,

Angekreuzt habe ich nichts. :icon_smile:

Ich danke Dir für Deine Hilfe.

Wegen dem Umzug habe ich keine Chance? Also das ich einen Antrag stellen kann, beim Jobcenter.

LG Juliaa
 

Luzifer

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#16
Also zum ersten würd ich den Vogel anzeigen !! ( Schadenersatz - Verdienstausfall wegen arbeitsunfähigkeit u.v.m ) Bahnmeile erwirken und und und .... sorry hört sich platt an - aber wenn du kein opfer sein willst , musst du das auch nicht.Darfst dir das dann aber auch so nicht gefallen lassen....

zum zweiten bin ich mir nicht sicher ob das amt hier die umzugskosten überhaupt verweigern darf - einige leistungen kannst du nämlich auch kriegen wenn du bereits in arbeit bist oder schulisch sich was tut. ( mobilitätshilfen etc.)
in wie weit jetzt die umzugshilfe darunter fällt müsste man abwarten....bzw klären.

wenn das nicht der fall sein sollte , müsste geklärt werden in wie weit es dafür dahrlehn gibt.... ähnlich wie bei Umzug wegen Arbeitsaufnahme ....

und letztlich , vielleicht würde ein Nebenjob die chancen erhöhen , das der Umzug genemigt wird ?!

sind viele wenns ...weiss ich aber ich hab in dem Punkt noch zu wenig input um zu sagen, so ist es....

was sagt der Rest dazu ????

LUZIFER
 
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