Bemessungszeitraum

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Die Eine

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Hallo liebe Forengemeinde

Wie wahrscheinlich alle neu angemeldeten hier, bin ich ein wenig ratlos was meine neue Situation als Arbeitslose betrifft.

Ich erzähl mal :
Ich bin 43 Jahre alt, gelernte Köchin. Habe die letzten 5 Jahre in einer psychiatrischen Einrichtung mit den Bewohnern gekocht.
Ab Januar 2012 war ich für 5 Wochen wegen Burn Out krank. Dann ging ich wieder arbeiten. Im August erkrankte ich wieder. Ich beschloss dort zu kündigen, für mich stand fest, dass die Arbeit mich krank gemacht hat.
Ich war vom 01.08.2012 - 31.12.2013 krank geschrieben.
Am 02.01.2013 war ich bei der Arbeitsagentur um mich arbeitslos zu melden.

So, jetzt endlich die Frage:
Wie wird bei mir der Bemessungszeitraum festgelegt? Habe ich das richtig verstanden, dass, obwohl ich ab September nur noch Krankengeld bezogen habe, diese Monate auch in die Berechnung reinfließen? Oder kann hier auch der Zeitraum auf 24 Monate verlängert werden?

Übrigens...vorgestern da gewesen..heute schon eine Einladung in der Post....man möchte mit mir über meine berufliche Situation reden. Bin mal gespannt was mich da erwartet.

Für ein paar Tipps wäre ich echt dankbar.

LG Die Eine
 

Holger01

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Hallo DieEine, willkommen im Forum.

Deine gleich allererste Frage nach dem Bemessungszeitraum kann ich kaum nachvollziehen.
Wie kommst du auf eine solche Frage?


5 Jahre SV-pflichtigige Arbeit bis mindestens 30.09.12 zzgl. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und/oder anschließendem KG-Bezug sind eindeutig.

Für die Bemessung wird aus den versicherungspflichtigen Arbeitsentgeltabrechnungszeiträumen, die im letzten Jahr vor Eintritt der Arbeitslosigkeit liegen (Bemessungsrahmen) und am Tag Ihres Ausscheidens abgerechnet waren, zunächst ein Bemessungszeitraum ermittelt. Umfassen diese

  • mindestens 150 Tagen mit Anspruch auf Arbeitsentgelt, wird aus dem gesamten Arbeitsentgelt im Bemessungszeitraum ein tägliches Durchschnittsentgelt (Bemessungsentgelt) ermittelt.
Bemessungsentgelt/ -zeitraum - www.arbeitsagentur.de


Praktisch bedeutet das, dass du im Jahr vor der Arbeitslosigkeit 150 Tage mit Arbeitsentgelt erfüllt hast;
aus dem maßgeblichen Arbeitsentgelt berechnet sich dann das Alg1.

Nach deinen ersten Angaben gibt es hieran nichts zu deuteln...



Ich war vom 01.08.2012 - 31.12.2013 krank geschrieben.
...
obwohl ich ab September nur noch Krankengeld bezogen habe, diese Monate auch in die Berechnung reinfließen?

Grundsätzlich kann der KG-Bezug die Alg1-Bezugsdauer verlängern; auf die Alg1-Höhe hat dies jedoch keine Auswirkung.


Ich gehe davon aus, dass deine Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen abgesichert ist.
Sonst dürftest du noch mit einer Sperrzeit rechnen bzw. diese abzuwehren haben.


Alles Gute weiterhin.

...
 

Neudenkender

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Ich beschloss dort zu kündigen, für mich stand fest, dass die Arbeit mich krank gemacht hat. [...] Bin mal gespannt was mich da erwartet.

Na dann bereite dich mal gut vor. Sonst kannst du den Bemessungszeitraum wohl gleich mal um die Sperrzeit verkürzen. Warum kündigt ihr bloß selbst??? Das lässt sich doch fast immer eleganter regeln.

Für dich stand der Grund der Erkrankung also fest. Kannst du das noch von einem deiner Schamanen attestieren lassen oder hast du das Attest schon? Also ich würde da nicht ohne so ein Attest aufschlagen, wenn ich die Sperre nicht haben will. Keine Kohle am Anfang wäre für mich schlechter als keine Kohle hinten raus (verkürzter Bemessungszeitraum).

Und wann hast du gekündigt? Du hättest dich meiner Meinung nach viel früher arbeitslos melden müssen. Denke, du hast jetzt selbst gemachte Probleme. Gut, dass du immerhin ab jetzt hier bist - hier wirst du wohl geholfen ;-).
 
S

silka

Gast
@Die Eine
???Bist du denn ab 1.1.2013 wieder arbeitsfähig geschrieben?

Auf Antrag (auf deinen) kann der Bemessungszeitraum auch auf 24 Monate ausgedehnt werden.
Wenn dadurch ein höheres durchschnittliches Einkommen als in den letzten 12 Monaten erreicht wird.
Wenn das bei dir so ist, dann solltest du das beantragen.
§ 150 SGB III*Bemessungszeitraum und Bemessungsrahmen
Nach Absatz 3,Nr.3.
Im allerletzten Satz steht, daß die Agentur für Arbeit AfA das nur auf Antrag des Arbeitslosen macht.

Man möchte immer über die berufliche Situation sprechen.
Das ist ein alter Textbaustein.
Geh hin---hör zu---mach dir Notizen---frag nach---erzähl selbst nicht zu viel---unterschreib nichts.
Du wirst einen Haufen Papier mitkriegen und man wird versuchen, eine Unterschrift unter eine Eingliederungsvereinbarung EGV zu bekommen.
Mußt du dort nicht sofort machen. Alles mit nach Hause nehmen, in Ruhe durchlesen, hier 1001x nachfragen.

Wenn dein ALG1 geringer ist als der Hartz-IV-Regelbedarf, wird man dich zum Jobcenter schicken.

Alles gilt nur, wenn du wieder arbeitsfähig bist ab 1.1.
Bist du weiterhin krankgeschrieben, dann zahlt die KK weiterhin Krankengeld.
ALG1 bekommst dann nicht.
 
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