Beitragsbefreiung bei Versicherungen

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FragezeichenMitAugen

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Guten Abend liebe Foris,

micht treibt die heutige Antwort einer meiner Versicherungen ziemlich um und ich fühle mich gerade wie ein Mensch dritter Klasse (kennen sicherlich so Einige von euch). Kurz zu mir: Ich beziehe derzeit die Arbeitsmarktrente und aufstockende Leistungen des Arbeitslosengeldes II. Aus meinem finanziellen Engpass heraus bin ich dazu übergegangen, meine Versicherungen zu durchforsten und einige Anträge auf Beitragsbefreiung zu stellen.

Heute erhielt ich von einer der Versicherungen die Rückmeldung, dass dies nur für Arbeitslosengeld I-Empfänger möglich wäre, aber für Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, ginge das grundsätzlich nicht (es ist eine Hundehalterhaftpflichtversicherung, die ich seit 2015 regelmäßig mit Beiträgen versorge, glücklicherweise noch nicht einmal benötigte und die damit wirbt, dass eine Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit bis zu 12 Monate möglich ist). Ich war schon recht vor den Kopf geschlagen, so eine Antwort zu bekommen und fühle mich irgendwie diskriminiert. In meinen Unterlagen finde ich keinen Passus, der besagt, dass die Beitragsbefreiung nur für ALG I-Empfänger möglich ist, für ALG II-Empfänger aber nicht.

Zwar kann ich monatlich kündigen und entkäme auch so einer Beitragzahlung fürs Erste, bis meine Situation (hoffentlich) sich wieder stabilisiert, aber wäre dann im Falle eines Falles ohne Versicherung, was ich nicht will. Nun frage ich mich, ob ich eine Beschwerde einreiche und offen meine Eindrücke schildere, um nochmalige Prüfung meines Falles bitte und ob das Sinn macht. Natürlich bin ich nun auch beunruhigt, falls meine anderen Versicherungen ebenso reagieren und mir plötzlich mitteilen, dass ein ALG II-Empfänger einfach mal im Nachteil ist, was eine Beitragsbefreiung angeht.

Habt ihr Tipps für mich?

LG
Das Fragezeichen
 

FragezeichenMitAugen

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Wie meinst Du das, mit dem anderen Status? Zwar bekomme ich die Arbeitsmarkrente, die quasi dem Auszahlungsbetrag der vollen Erwerbsminderungsrente entspricht, bin aber eigentlich nur teilerwerbsgemindert und für 3 bis unter 6 Stunden arbeitsfähig, mit massiven Einschränkungen, mit denen ich seit über einem Jahr nicht in Arbeit vermittelt werden konnte. Daher hat die DRV dann die Arbeitsmarktrente bewilligt, weil der Arbeitsmarkt derzeit für mich verschlossen ist. Neben der Arbeitsmarktrente wären entweder Wohngeld oder eben ALG II als aufstockende Leistung möglich. Ich habe Letzteres in Anspruch genommen, weil es finanziell besser für mich ist und bin damit als Sonderfall immer noch in der Vermittlung, obwohl ich gerade nicht vermittelt werden kann (also arbeitslos + arbeitssuchend).
 

Nena

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FragezeichenMitAugen

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Es wird zumindest damit geworben, dass die Weiterversicherung gewährleistet ist, während der Beitragsbefreiung. Ich befinde mich quasi noch in den ersten 12 Monaten der Erwerbslosigkeit. Ich wurde aufgrund von Krankheit gekündigt, bekam zweieinhalb Monate Arbeitslosengeld, sollte aber aufgrund meiner gesundheitlichen Situation den Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen, tat dies und wurde zur Reha aufgefordert, das Arbeitslosengeld stoppte, ich bekam Übergangsgeld, nach der Reha noch einen Monat Arbeitslosengeld, bis der Bescheid mit der Arbeitsmarktrente kam und der Anspruch auf Arbeitslosengeld zu ruhen begann. Dann stellte ich Antrag auf aufstockende Leistungen ALG II, die mir bewilligt wurden.

Hätte ich jetzt anstelle der Arbeitsmarktrente und des ALG II, die Leistung ALG I, wäre ich finanziell recht gut gestellt und müsste mich nicht einmal von der Beitragspflicht befreien lassen, ich hätte dann einfach meine Versicherungen weiterzahlen können und mich gar nicht groß mit der Sache auseinandergesetzt. Jetzt ist es leider notwendig geworden.
 

FragezeichenMitAugen

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Nein AsbachUralt, da habe ich nichts falsch verstanden, in meinem Vertrag steht das drin. Es ist als Garantie definiert, die bei Arbeitslosigkeit greift und von den Beiträgen für maximal 12 Monate befreit, während die Versicherung aufrecht erhalten wird. Man muss es quasi nur beantragen. Es handelt sich übrigens um die Deutsche Familienversicherung, bei ich die Hundehalterhaftpflicht habe (nur falls das relevant ist). Nach diesen 12 Monaten würden die Beiträge wieder monatlich eingezogen werden. Ich weiß nicht, was ich da hätte falsch verstehen sollen. In der Antwort der Versicherung wird sich nur daran aufgehangen, dass ich ALG II erhalte und nicht ALG I. Ich werde also als ALG II-Bezieher von der Garantie, obwohl sie keine solchen Klausen enthält, ausgeschlossen. Bekäme ich ALG I, hätte die Versicherung sofort ihr Okay gegeben. Das ist es, was mir die Kinnlade auf den Tisch knallen lässt.

Da ich für heute gleich offline sein werde, anbei noch der entscheidende Wortlaut aus dem Schreiben meiner Versicherung: "Die Prüfung Ihrer Unterlagen hat ergeben, dass Sie kein Arbeitslosengeld beziehen, sondern Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGBII). Die Voraussetzungen für eine Beitragsbefreiung sind daher leider nicht erfüllt."
 
G

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Gast
Wie soll das denn funktionieren?
Ohne Beiträge keine Versicherungsleistungen. Da hast Du etwas falsch verstanden.
Das gibt es.

Evtl. liest der TE auch seine AGB nicht, sondern nur den Prospekt vom Flyer.


Falls es diese sind, scheitert es schon an 1.4. auf Seite 6, sowieso auf Seite 7 den Punkt 6.2.6 und erinnere an meinen Hinweis Status EMR.
 

FragezeichenMitAugen

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Danke für den Link Robby. Ich bin das dort mal durchgegangen und dort steht es anders, als in den AGB, die mir zu meinem Vertrag vorliegen, bzw. ist in diesen zum Status eines Renteneintritts (ob nun Regelaltersrente oder Andere) gar nichts zu finden. Hätte ich das in meinen Unterlagen so, wäre der Fall durchaus klar und nachvollziehbar, warum eine Beitragsbefreiung vorübergehend nicht möglich ist. In der Version die mir von den AGB vorliegt, gibt es nur den Passus, der darauf verweist, dass bei Arbeitslosigkeit (unter Nachweis entsprechenden Leistungsbezuges) eine Beitragsbefreiung für maximal 12 Monate möglich ist, sofern die Arbeitslosigkeit nicht mutwillig durch eigenes Verschulden herbeigeführt wurde. Weiter heißt es da, dass auch bei Arbeitsunfähigkeit eine Beitragsbefreiung für maximal 12 Monate möglich ist (soweit Nachweise erbracht werden). Doch sonst ist da nichts. Ich werde mich mit einer Kopie der AGB, die ich zu meinem Vertrag erhalten habe, nochmal an den Kundenservice wenden und wenn es nicht anders geht, muss ich die Versicherung kündigen, bis sowas wieder für mich zahlbar ist.

Bekäme ich anstelle der Arbeitsmarktrente, die ja der vollen Erwerbsminderungsrente entspricht, lediglich die Teilerwerbsminderungsrente, stünde ich hierbei nicht zusätzlich im ALG II-Bezug, sondern hätte damit ALG I beziehen können, da ich ja noch für 3 bis unter 6 Stunden, auch wenn es Einschränkungen gibt, arbeiten kann. Nur hat eben die DRV entschieden, dass mir der Teilzeitarbeitsmarkt verschlossen ist, weswegen mich die Arbeitsmarktrente, samt Bezug ALG II, jetzt ein wenig im Regen stehen lässt. Ich hoffe, man versteht, was ich damit meine. Hätte ich nämlich die Teilerwerbsminderungsrente + ALG I, dann wäre wiederum, weil ich ALG I-Bezug nachweisen kann, die Beitragsbefreiung möglich gewesen.

Mir qualmt der Kopf. Seht es mir bitte nach.
 
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