Beistand im Raum Goslar/Seesen gesucht

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neoneumann

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Beistand am 25.03 im Raum Goslar (Seesen) gesucht

Hallo -
ich suche dringend Hilfe bei den unsäglichen Behördengängen in Sachen AG 2.
Nächster Termin beim Arbeitsvermittler ist der 25.03., 9:00 Uhr in Seesen.

Antrag ist noch nicht durch. Antrag auf Erstausstattung soll als Darlehen! bewilligt werden - Beschwerde und Dringlichkeit muss ich noch formulieren.
Genossenschaftsanteil und Mietkaution soll als Darlehen vom Regelsatz abgezogen werden - Beschwerde/Widerspruch wird am 18.03. abgegeben.
Angeblich soll ich auch die Erneuerung meines Personalausweises selbst bezahlen ...

Leider weiß ich noch zu wenig (außerdem ist mir Bürokratie ein Graus), um mich zu wehren und dadurch entsprechend unsicher. Welche "Sprache" kann/muss ich mit den Schreibtischtätern sprechen?

Also bitte meldet Euch ... es eilt. Fahrtkosten werden erstattet.
(Ich weiß nicht, ob die Benachrichtigung hier über den Threat geht.)

Schon mal besten Dank -
Gruß neoneumann
 

Hans Werner Kihm

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AW: Beistand am 25.03 im Raum Goslar (Seesen) gesucht

Pressemitteilung

Seit August 2009 jetzt endlich auch im Harz:
Gruppe für Hartz IV Bezieher bietet kostenlose Hilfe u. begleitet zu ABF-Terminen

Im Harz gibt es jetzt endlich auch eine Gruppe für Hartz IV Bezieher, die kostenlose Hilfe bei Problemen mit Behörden anbietet. Hartz IV Bezieher sind nicht nur Erwerbslose sondern auch sogenannte berufstätige Aufstocker, die neben ihrem zu geringem Lohn noch zusätzlich Arbeitslosengeld II ( = Hartz IV) beziehen. Aktiv in der Gruppe sind mehrheitlich erwerbslose Frauen. Auch Rentner und sogar ein Berufstätiger machen mit. Die Aktionsgruppe will vor allem Hartz IV Bezieher bei Terminen zur Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigungsförderung (ABF) im ganzen Harz begleiten und arbeitet ehrenamtlich und kostenlos. Die Gruppe hat sich inzwischen „Har(t)zer Aktion Ämterbegleitung“ genannt.
Der Initiator und einer der Sprecher der Gruppe, der Goslarer ver.di Ortsvereinsvorsitzende Hans-Werner Kihm weist darauf hin, dass sogar ein Rechtsanspruch besteht, sich in sozialen Angelegenheiten zu Ämtern begleiten zu lassen: „Dieses Recht steht in § 13 Absatz 4 des Sozialgesetzbuches Nr. 10. Begleiter werden dort als Beistände bezeichnet.“
Da die Beigleiter keine Rechtsberatung machen dürfen, das ist Rechtsanwälten vorbehalten, geht es hier vor allem um moralische Unterstützung und darum, notfalls als Zeuge über Gesprächsinhalte zur Verfügung zu stehen. Die Erfahrung der bundesweiten
Erwerbslosenbewegung zeigt, dass schon die bloße Begleitung in vielen Fällen sehr hilfreich ist.
Darüber hinaus ist die Begleitung durchaus auch vorteilhaft für die Behörde, da sie hilft Gespräche zu entkrampfen und damit produktiver zu machen.
Die Helferinnen und Helfer wissen: „ Die zuständigen Ämter sind personell unterbesetzt und es muss nicht böse Absicht dahinter stecken.“
Es wird geschätzt, dass bundesweit hunderttausende Bescheide über das Arbeitslosengeld II für sogenannte Hartz IV Bezieher fehlerhaft sind und 50 bis 60 % der Widersprüche (einschließlich Klagen) gegen Bescheide zumindest teilweise erfolgreich sind.
Das bundesweite „Bündnis für ein Sanktionsmoratorium“ (Bündnis für ein Sanktionsmoratorium) spricht von 780.000 Sanktionen gegen Hartz IV Bezieher im Jahr 2008, nur weil diese Forderungen der JobCenter nicht erfüllt haben oder weil ihnen dies unterstellt wird. Dabei wird jeden Monat in diesem Land zigtausenden Erwerbslosen mit Sanktionen das Existenzminimum gekürzt oder sogar gestrichen.
Der Gewerkschafter Kihm entrüstet sich: „Es geht hier nicht um Leistungsmissbrauch, sondern um Menschen, die auf die niedrigen Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind und denen man irgendein Fehlverhalten bei Terminen oder Ablehnung von unsinnigen und rechtswidrigen 1,-Euro Jobs vorwirft. Arbeitslose sind nicht an ihrer Arbeitslosigkeit schuld. Es fehlen Existenzsichernde Arbeitsplätze. Dieses Grundproblem, das durch die Wirtschaftskrise verschärft wird, kann mit Sanktionen nicht gelöst werden.“
Die Frauen in der Gruppe empören sich besonders, dass „gerade Frauen mit Kindern immer noch sehr hart um ihre Rechte kämpfen müssen und besondere Unterstützung brauchen, um nicht in die entwürdigende Rolle von Almosenempfängern und Bittstellerinnen zu kommen.“
Die Aktionsgruppe als ganzes will wissen, „wie gut oder wie schlecht sieht es im Landkreis Goslar bei der ABF aus?“ und „bittet alle Betroffenen sich mit ihren Erfahrungen bei ihr zu melden.“
Der Goslarer ver.di Vorsitzende Kihm legt Wert darauf, dass bekannt wird, „dass es sich zwar um eine gewerkschaftsnahe, aber dennoch unabhängige Gruppe handelt und deshalb Gewerkschaftsmitgliedschaft keine Voraussetzung für die Mitarbeit oder Hilfe ist.“
Die insgesamt ca. 10 Frauen und Männer treffen sich regelmäßig mittwochs alle 2 Wochen um 18 Uhr und suchen noch viele weitere MitstreiterInnen.

Unsere restlichen Termine im Jahr 2009:
30. Sept., 14. u. 28. Oktober, 11. u. 25. November,
Unser letzter Termin in 2009 ist schon am 9. Dezember.

Der Treffpunkt wird nach Anruf mitgeteilt.

Alleinige Kontaktadresse zur Gruppe, über die auch die Vermittlung von BegleiterInnen läuft, ist:

Hans-Werner Kihm,
Tel. 05321 / 38 98 91
oder E-Mail: hwkihm@web.de


mit freundlichem Gruß aus Goslar
Hans-Werner Kihm
Vorsitzender ver.di OV Goslar
 
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