Beim Vater (Rentner) nicht mehr mietfrei wohnen dürfen (ü25) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Miria

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Hallo,

Ich habe ein paar Fragen zu folgendem Sachverhalt:

Vater (64 Jahre) hat seine Tochter (33 Jahre) bisher mietfrei bei sich wohnen lassen. Es ist eine 3-zimmerwohnung. Tochter hat ein eigenes Zimmer. Sie erhält nur die Regelleistung und keine Kosten der Unterkunft. Sie befindet sich derzeit in einer vom Jobcenter geförderten Umschulung. Die Miete beläuft sich derzeit auf ca. 750 Euro (grundmiete, Nebenkosten, heizkosten, und Strom). Vater lebt seit einem Jahr von seiner Rente und kann es sich langsam nicht mehr leisten seine Tochter weiter mietfrei bei ihm wohnen zulassen. Was muss die Tochter für Unterlagen einreichen um für die Zukunft Kosten der Unterkunft zu erhalten? Was muss beachtet werden? Wie ist der genaue Ablauf? Über eine kleine Hilfestellung wäre ich sehr dankbar.

Ich möchte noch dazu sagen, dass meine Schwester ungern ausziehen möchte. Ich weiß, ihr steht eine eigene Wohnung zu. Ich bin übrigens die jüngere Schwester, die schon seit längerer Zeit ihren eigenen Haushalt führt ;)

Liebe Grüße. Ich wäre für jede Antwort dankbar.
 

Lilastern

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@Miria

Mietvertrag zwischen Vater und Tochter abschließen. Jobcenter möchte ja schriftliches zum Nachweis.

Im Mietspiegel nachschauen, wie hoch die angemessene Kaltmiete ist die das Jobcenter übernimmt.
 

Miria

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Danke für die Antwort :) Mein Vater ist selbst nur Mieter, muss er sich die Einverständnis seines Vermieters einholen? Ich muss mal schauen, wie man einen eigenen Mietvertrag verfasst und was da alles reingehört. Und dann schreibt man zum selbsterstellten Mietvertrag einen Zweizeiler mit "hiermit beantrage ich Gewährung der Kosten der Unterkunft"?
 

Seepferdchen 2010

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Mein Vater ist selbst nur Mieter, muss er sich die Einverständnis seines Vermieters einholen?
Was steht denn in seinem Mietvertrag und seit wann wohnst du dort?

Ich muss mal schauen, wie man einen eigenen Mietvertrag verfasst und was da alles reingehört.
Du kannst mit deinem Vater einen Untermievertrag abschließen den Du anschließend dem JC zwecks Übernahme vorlegst. Ich rate an einen einfach formulierten U-Vertrag zu verwenden und die künftige U-Miete - der Einfachheit halber - als Pauschale zu vereinbaren.

Am besten Pauschalmiete, hier aus diesem Beitrag Post 8 vom user @lpadoc
eine Mustervorlage Mietvertrag, ist rechtssicher. Sorry der LInk geht nicht
mehr habe dir dafür die PDF-Datei von user @lpadoc reingestellt-


Angehängte Dateien
Untermietvertrag - einfach.pdf


Und schau bitte auch mal in die örtliche Richtlinie deiner Stadt * Klick hier gehts weiter*

Und dann schreibt man zum selbsterstellten Mietvertrag einen Zweizeiler mit "hiermit beantrage ich Gewährung der Kosten der Unterkunft"?
Du erstellst ein kurzes Anschreiben, bitte vergesse nicht die BG-Nummer und reichst das bitte belegbar
beim JC ein oder bei persönliche Abgabe gegen Empfangsbestätigung auf der Kopie vom Anschreiben.

https://www.elo-forum.org/antraege/40698-position-bmas-thema-empfangsbestaetigung.html
 

Miria

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Vielen lieben Dank @seepferdchen. Das hilft mir alles sehr weiter :) ich recherchiere für meinen Vater und meiner Schwester. Ich bin die jüngere Schwester. Mein Vater wohnt mit meiner Schwester seitdem wir klein sind dort - sie ist quasi nie ausgezogen.
danke für die Antwort. Nun weiß ich auch was zu tun ist und wo ich die mietrichtwerte finde :)
 

Seepferdchen 2010

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Mein Vater wohnt mit meiner Schwester seitdem wir klein sind dort - sie ist quasi nie ausgezogen
Dann stellt sich auch nicht die Frage ob der Vermieter die Erlaubnis geben muß, somit hat sich die Frage erledigt!

Gruß
 

hans wurst

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Ein Untermietvertrag ist grundsätzlich nicht erforderlich, um einen Anspruch auf KDU zuhaben.

Es ist ausreichend die Anlage KDU auszufüllenden und den Mietvertrag des Vaters vorzulegen.

BSG-, Urteil vom 19.10.2010 - B 14 AS 2/10 R

KdU werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit sie angemessen sind (vgl § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II). Erfasst sind alle Zahlungsverpflichtungen, die sich aus dem Mietvertrag für die Unterkunft ergeben (vgl zuletzt BSG SozR 4-4200 § 22 Nr 20 RdNr 20 zum Nutzungsentgelt für die Küchenmöblierung mwN).

BSG - B 14/11b AS 61/06 R - Urteil vom 18.06.2008
Ab dem 15. Februar 2005 bewohnte der Kläger in Wohngemeinschaft mit Frau S. O. eine Fünf-Zimmer-Erdgeschoss-Wohnung mit Garten in T. , für die eine Nettokaltmiete in Höhe von 450 Euro, Nebenkosten in Höhe von 40 Euro und eine Heizungs- und Warmwasserpauschale in Höhe von 90 Euro, insgesamt 580 Euro monatlich zu zahlen waren.

Eine vertragliche Abrede über den vom Kläger zu tragenden Mietanteil hat das LSG nicht festgestellt. In einem solchen Fall ist die Aufteilung der Wohnkosten grundsätzlich nach Köpfen vorzunehmen wie in den Fällen der gemeinsamen Nutzung einer Wohnung durch mehrere Familienangehörige, auch wenn sie nicht zu einer Bedarfsgemeinschaft gehören (vgl. hierzu BSG, Urteil vom 31. Oktober 2007 - B 14/11b AS 7/07 R; Urteil vom 23. November 2006 - B 11b AS 1/06 R = SozR 4-4200 § 20 Nr. 3 RdNr. 28 m.w.N.).

Sie (KDU) ist vielmehr, sofern nicht besondere vertragliche Abreden bestehen, durch die Aufteilung der tatsächlichen Wohnkosten, ggf. nach Kopfzahl, berücksichtigt.
 

Williwalli

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Es reicht lediglich eine Kostenbeteiligungsvereinbarung, die beide Parteien unterschreiben. Dann werden nämlich die Mietkosten pro Kopf aufgeteilt. Natürlich sollte der Vermieter darüber informiert werden.
 
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