Beim Betteln beobachtet: Sozialamt kürzt Hartz IV

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penelope

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Anschließend teilt der verantwortliche Sachbearbeiter in dem Brief mit, dass er diese Beträge hochgerechnet habe und eine Kürzung der Sozialhilfe um 120 Euro veranlasst habe. Grund hierfür sei, dass im Sinne des Sozialgesetzbuches auch Einkünfte zählen, "die durch Betteln erzielt werden".

wie krank ist das denn, hat er das vor, nach oder während seine Arbeitszeit getan:icon_kotz:

ich stell mir gerade vor, da spielt ein Sozialempfänger auf seiner Gitarre (Mundharmonika) die Betonung liegt hier auf verantwortlichen Sacharbeiter,
und ist der Hals noch so dre..ckig, immer schön die Nase in Wind halten.




 

Arania

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Göttingen rechnet erbettelte Euros nicht mehr auf Sozialhilfe an

[SIZE=-1]Auch wenn man bei strenger Auslegung der Vorschriften zu dem Ergebnis kommen könne, dass Erlöse aus Bettelei als Einkommen anzurechnen seien, lehne er eine solche Praxis ab, betonte Meyer. Wer einem Bettler einen Euro in den Hut werfe, wolle in einer Notlage helfen. Dieser Euro solle nicht von den Sozialleistungen abgezogen werden.[/SIZE]

Göttingen rechnet erbettelte Euros nicht mehr auf Sozialhilfe an +++ derNewsticker.de +++
 
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Auch wenn gerade Wahlen anstehen, der OB zeigt Größe, Hut ab!

Gruß, Anselm
 
E

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Wird auch gut sein, daß die Stadt dafür gesorgt hat, daß die Kürzung zurückgenommen wurde!

Ist ja wohl die Höhe. Die werden echt immer dreister. Da hat ein Metzger noch mehr Gefühl, wenn er ein Tier schlachtet - als die gesammelten ARGE-Metzgereien, die mit Freude auf Hartzler einstechen - egal wohin!
 

Atlantis

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Wer denkt das währe in Göttingen nur ein Ausrutscher das geht dort schon länger.
Die da in den ARGEN oder Sozialbehörden Agieren sind nicht den Dreck unterm Nagel wert. Wir brauchen eine neue Gesellschaftsordnung und eine Bestrafung der Schuldigen und nicht ein ausbluten der Unschuldigen.




Drohungen, Schikanen und Willkür im Jobcenter Göttingen

Einer 1-Euro-Jobberin der Gärtnerei Holtensen (Beschäftigungsprojekt der Beschäftigungsförderung Göttingen) wurde vom Jobcenter das Arbeitslosengeld II um 30% gekürzt, weil sie sich angeblich geweigert habe, Wochenenddienste zu verrichten.

In einer Abmahnung vom 5.3. wird darauf verwiesen, dass sie dem Wochenenddienst am 28./29.4. nicht vorbehaltlos zugestimmt habe. Wohlgemerkt: bestraft wurde sie für ein noch nicht stattgefundenes Ereignis.
Der Wochenenddienst in der "etwas anderen Gärtnerei" (wie das GT diese Einrichtung bezeichnete) umfasst das Gießen und die Versorgung des Geflügels, die offiziell nicht der Gärtnerei, sondern einer Privatperson gehören.
Laut Stellungnahme der Beschäftigungsförderung, vom 23.4., ist die Versorgung der Tiere freiwillig. Ausdrücklich wird gesagt: "Eine Verpflichtung hierzu besteht nicht." Auch in der Eingliederungsvereinbarung oder dem Arbeitsvertrag steht nichts von einem zu verrichtenden Wochenenddienst. Im Gegenteil: In der Zuweisung, vom 21.12.06, ist die wöchentliche Arbeitszeit von Montag bis Freitag festgeschrieben.
Stellt sich also die Frage, wieso die Aussage "ich weiß nicht, ob ich dann (am besagten Wochenende) Zeit habe" eine Abmahnung und eine Sperre nach sich ziehen.

Am 2.3. wurde die 1-Euro-Jobberin zu einem Anhörungsgespräch, an dem neben der Arbeitsvermittlerin auch die Sozialpädagogin und die Anleiterin des Projekts teilnahmen, zitiert. In diesem Gespräch wurde die1-Euro-Jobberin massiv unter Druck gesetzt. Sie musste sich verpflichten, Wochenenddienste zu leisten.
Eine Woche später wurde sie von der Anleiterin und der Sozialpädagogin vor die Wahl gestellt, entweder eine Kündigung zu bekommen oder einen Auflösungsvertrag zu unterschreiben, ohne dass ein direkter Anlass dazu bestand. Auslöser war anscheinend die Unterstellung, dass die 1-Euro-Jobberin heimlich Berichte für die Gewerkschaft schreiben würde. Ihr wurde zugesichert, dass sie bei Unterschrift des Auflösungsvertrags keine Leistungskürzung erhalten würde. Aus rechtlicher Unkenntnis und aufgrund des Druckes hat die 1-Euro-Jobberin schließlich den Auflösungsvertrag unterschrieben.
Wiederholt wurde ihr gedroht, falls sie an die Öffentlichkeit gehen würde, hätte sie mit Konsequenzen zu rechnen.

Am 24.4. wurde ihr in einem Gespräch mit der Arbeitsvermittlerin dann vorgeworfen, sie trage die Schuld an dem 1-Euro-Spaziergang vom 28.3. in der Gärtnerei (siehe dazu den entsprechenden Bericht auf Goest.de).
Auch ihre Teilnahme an den Montagsdemos, dem Sozialforum oder den Protesten gegen den Lohnbetrug bei Ruch wurden negativ bewertet. Die Gespräche gingen bis zur massiven persönlichen Beleidigung.
Am 3.5. schließlich bekam die 1-Euro-Jobberin schließlich die Kürzung um 30% für drei Monate mitgeteilt.

Der gesamte Vorgang ist gespickt mit Formfehlern, ist persönlich entwürdigend und zeugt von absoluter Behördenwillkür. Er ist symptomatisch für die Entrechtung von Alg II-EmpfängerInnen.
Die Behördenwillkür schreckt auch nicht vor der Zerstörung der Existenzgrundlagen der Betroffenen zurück.

Wir fordern die sofortige Zurücknahme der Kürzung!
Bündnis gegen 1-Euro-Jobs



PM Kürzung Holtensen
 
E

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Gast
Wer denkt das währe in Göttingen nur ein Ausrutscher das geht dort schon länger.
Die da in den ARGEN oder Sozialbehörden Agieren sind nicht den Dreck unterm Nagel wert. Wir brauchen eine neue Gesellschaftsordnung und eine Bestrafung der Schuldigen und nicht ein ausbluten der Unschuldigen.

Solange es Leute gibt, welche die 'Nachsicht' des OB auf Knien rutschend danken, wird sich nicht viel ändern.
 

Atlantis

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Na wer sagts Göttingen währe ja Sozial.








"Oskar für Herrenmenschen" an Sachbearbeiterin im Jobcenter Göttingen vergeben. Preis für die "menschenunwürdigste Sachbearbeitung im Fachbereich Soziales"



« Das Bündnis gegen Ämterschikane hat am 19. November 2008 einen ungewöhnlichen Preis verliehen: um 10 Uhr erschien eine Gruppe Erwerbsloser im Jobcenter Göttingen, um einer Mitarbeiterin den ersten Preis für die "menschenunwürdigste Sachbearbeitung im Fachbereich Soziales" zu übergeben. Ausgewählt wurde diese Sachbearbeiterin nach einer repräsentativen Umfrage unter LeistungsbezieherInnen. Die Beurteilung aller SachbearbeiterInnen fiel im Durchschnitt sehr schlecht aus. Außerdem entstand aus den Schilderungen der LeistungsempfängerInnen leider häufig der Eindruck, dass die Amtszimmer als rechtsfreier Raum betrachtet werden. Einige SachbearbeiterInnen sind den Auswerterinnen des Fragebogens jedoch besonders negativ aufgefallen. Um diesen Angestellten des öffentlichen Dienstes bewusst zu machen, dass ihr Verhalten gegenüber ALG II-EmpfängerInnen nicht unbemerkt bleibt, hat das Bündnis gegen Ämterschikane seinen "Oscar für Herrenmenschen" verliehen... »


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Arbeitsamt: Alltägliche Schikanen
 
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