Beim ALG2-Antrag direkt Zwangsmaßnahme für den nächsten Werktag bekommen

pizzamargherita

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Hi Ihr,
ich war am Freitag zum ersten Mal beim JC und habe gleich bei meiner Antragstellung eine
Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gemäß § 16 Abs. 1 SGB II I. V. m. § 45 Abs. 1 SGB III
aufgebrummt bekommen. Es handelt sich um eine „Aktivierungswerkstatt" und ich muss da schon morgen antanzen, sonst droht 30%-Sanktion. Mein Antrag ist natürlich noch nicht durch, da ich noch gar keine Unterlagen eingereicht habe, beim SB war ich auch noch nicht. Es wurde auch so gut wie nichts über mein bisheriges Leben gefragt (nur, dass ich (ü25) das Studium abgebrochen habe und keine Ausbildung besitze wurde angesprochen. Nichtmal was ich studiert habe wurde gefragt).

Das Hauptproblem ist, dass mich das echt überfordert (wurde nicht gefragt, ob ich das schaffe, obwohl es in dem Schriftstück so vermerkt ist). Ich mache seit anderthalb Jahren Psychotherapie und wurde nach Abbruch des Studiums noch länger finanziell von meinen Eltern unterstützt (jetzt sind sie in Rente). Ich habe es am Freitag nur unter Valiumeinfluss zum JC geschafft.

Was mache ich jetzt? Außer einer Krankschreibung wird mir ja wahrscheinlich nichts übrigbleiben? Leider drohen sie sogar mit einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung. Eigentlich wollte ich mich möglichst kooperativ zeigen. Vor allem bis der Antrag durch ist. Da ich nur noch Geld für 2-3 Monate habe.

Und wie mache ich das mit der Abgabe der haufenweise geforderten Dokumente? (Mit Abgabefrist eine Woche)
Die haben schon beim Antrag meinen Perso, Bankkarte und KK-Karte einbehalten, eingescannt für die Digitalakte und mir erst später wieder ausgehändigt. Auf meine Frage, ob dies sein müsse wurde ich mit „Ja, aber wir beachten den Datenschutz" angelogen. Jetzt fordern sie noch Unmengen weiterer Dokumente (am besten mache ich da einen neuen Thread für) und ich hatte gehofft, sie nur vorzuzeigen, anstatt einzusenden. Aber wenn ich krankgeschrieben zum Sachbearbeiter gehe, kommen sicher unangenehme Fragen/Schikanen.

Wie manövrier ich mich da jetzt am besten durch? Vielen Dank Euch!
 

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Otto27

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Habe mal wo gelesen, dass manche SBs bei Kunden die zum ersten Mal da sind, dann bewußt gleich das volle Programm fahren um die dann schnell aus der Statistik rauszubekommen und weil diese Kunden auch noch einfacher zu behandeln sind, weniger Kenntnissse haben, "und noch weniger als verloren" gelten (als andere die schon seit x Jahren im ALG-Hamsterrad festsitzen) und sich auch weniger zu wehren wissen...weiß aber nicht obs wirklich stimmt.

Evtl. kannst deinen ALG2-Antrag einfach wieder zurückziehen und dann gegen Monatsende noch mal neu stellen (siehe auch mein Thread dazu, Link), dann hast zumindest bis dahin Ruhe (wobei ich nicht weiß, wie sich die bereits verhängte Maßnahme in dieser Situatuion hier auswirkt...) und du hast auch schon mal gezeigt, dass du nicht auf dir herumtrampeln lässt...Nachteil: Kann natürlich auch gegenteiliges bewirken (nur viel schlimmer als jetzt kanns ja kaum noch werden...) und das Geld kommt dann vermutlich etwas später...

Edit: Zur Maßnahme halt nicht unentschudligt fehlen, sonst gibts Sanktion...ansonsten das klassische erste Mittel bei Maßnahmen ist erst mal dort bißchen unbequem zu sein und die Unterschrift zu verweigern (wegen Datenschutz und weil es unnötig ist, du hast schließlich nur einen Vertrag mit dem Jobcenter...nie sagen, dass du die Maßnahme ablehnst, sondern genau das Gegenteil, du super gerne mitmachen würdest, aber halt nix unterschreibst!) und hoffen, dass der Maßnahmenträger dich dann rauswirft...(hier halt die Threads dazu anschauen...).
 
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götzb

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1. Nichts unterschreiben (Teilnehmervertrag, Hausordnung)
2. Lebenslauf, Bewerbermappe und Zeugnisse sind auch obsolet, das also auch nicht mitbringen. (Muss man nicht, selbst in dem Schreiben ist das nur eine Bitte).
 

pizzamargherita

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Vielen Dank für Eure Antworten!

Habe mal wo gelesen, dass manche SBs bei Kunden die zum ersten Mal da sind, dann bewußt gleich das volle Programm fahren
Ich habe meinen SB noch gar nicht gesehen, ich war bloß beim Servicecenter(?). Oder sind das auch SB? Ich blicke da nicht durch.

Evtl. kannst deinen ALG2-Antrag einfach wieder zurückziehen und dann gegen Monatsende noch mal neu stellen (siehe auch mein Thread dazu, Link), dann hast zumindest bis dahin Ruhe und du hast auch schon mal gezeigt, dass du nicht auf dir herumtrampeln lässt...Nachteil: Kann natürlich auch gegenteiliges bewirken (nur viel schlimmer als jetzt kanns ja kaum noch werden...) und das Geld kommt dann vermutlich etwas später...
EDIT: Ich habe dafür besser einen anderen Thread aufgemacht, da das ganze etwas komplizierter ist (habe den Antrag eigentlich schon letzten Monat gestellt):

Edit: Zur Maßnahme halt nicht unentschudligt fehlen, sonst gibts Sanktion...ansonsten das klassische erste Mittel bei Maßnahmen ist erst mal dort bißchen unbequem zu sein und die Unterschrift zu verweigern und hoffen, dass der Maßnahmenträger dich dann rauswirft...(hier halt die Threads dazu anschauen...).
Für derartige Gegenwehr bin ich im Moment nicht in der richtigen psychischen Verfassung, befürchte ich.

1. Nichts unterschreiben (Teilnehmervertrag, Hausordnung)
2. Lebenslauf, Bewerbermappe und Zeugnisse sind auch obsolet, das also auch nicht mitbringen. (Muss man nicht, selbst in dem Schreiben ist das nur eine Bitte).
Ich glaube, das schaffe ich im Moment psychisch nicht, da wird eine Krankschreiben besser sein. Hab mich schon zum Aushändigen meiner Ausweise und Unterschriften fürs Aushändigen der Maßnahme mobben lassen (saß da alleine mit 4 JC-Angestellten). Abgesehen davon, wie ist das denn mit:
Sie sind verpflichtet, sich nach besten Kräften aktiv an der Maßnahme und den damit verbundenen Lern- und Beratungsprozessen zu beteiligen und die Ihnen gestellten Aufgaben und Weisungen der Mitarbeiterinnen des Maßnahmeträgers gewissenhaft zu erfüllen
Schließt das das Aushändigen von Bewerbungsmappen/Lebenslauf etc. nicht mit ein? Kann ich da drauf bestehen, dass ich nichts aushändigen und unterschreiben muss? Und was ist z. B. mit dem Anfertigen (und Speichern) von Bewerbungsfotos? Kann ich das alles verweigern?
 
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sentientcreatur

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Mein Antrag ist natürlich noch nicht durch, da ich noch gar keine Unterlagen eingereicht habe, beim SB war ich auch noch nicht.
was will denn sanktioniert werden, wenn noch nichts gezahlt wurde
Perso, Bankkarte und KK-Karte einbehalten, eingescannt
soweit ich weiß, ist das ein Verstoß gegen den Datenschutz

ich würde diese Maßnahme nicht antreten. 16 SGB 2 ist eine Vorschrift, die den möglichen Inhalt einer Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II konkretisiert.
eine EGV liegt nicht vor. demnach auch keine Pflicht.

selbst die fachlichen Hinweise zum §16 sprechen von "erwerbsfähigen Leistungsberechtigten". Offensichtlich wurde hier weder die Erwerbsfähigkeit noch die Leistungsberechtigung festgestellt. Also erstmal kühlen Kopf bewahren.
 
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Otto27

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@pizzamargherita
In diesem Fall natürlich den ALG2-Antrag nicht zurückziehen, weil sonst bekommst sicher für letzten Monat nix mehr...ich ging davon aus, du hättest Antrag in diesem Monat gestellt (auch wegen der Überschrift...).

Sb ist einfach die Abkürzung für Sachbearbeiter und für ALG2 ist Jobcenter zuständig.

Wenn nicht in richtiger Abwehr/Arbeitsverfassung bist und ja auch bereits psychisch angeschlagen, dann ab zum Arzt und untersuchen lassen (und wenn er dich dann für nicht arbeitstauglich hält, dann hast erst mal bißchen Luft und kannst dich in Ruhe erholen)...und zur Abwehr, habe selbst keine eigenen Erfahrungen, auch nur hier gelesen und wollte auf alles vorbereitet sein, also super schwer scheints nicht zu sein, halt einfach nix beim Maßnahmenträger unterschreiben und dich nicht irgendwie zulabern oder emotional reinsteigern, einfach ruhig und freundlich bleiben, sagen du unterschreibst nix (und da bleibst du, egal was sie sagen, einfach reden lassen...), weil du das auch nicht musst, du hast Vertrag mit Jobcenter (und evtl. kannst noch ergänzen, jede Unterschrift ist ein zusätzliches Rechtsrisiko und du bist nicht bereit da irgendwas zu risikieren) und gut und sonst nur noch zwischendrin immer betonen, dass du super gerne die Maßnahme machen möchtest...also denke nach 10-30 Minuten ist dann Entscheidung gefallen...aber klar, das nur am Rande, Gesundheit geht vor und wenn du aktuell nicht kannst, dann einfach zum Arzt.

Ansonsten Kopf hoch, geht immer irgendwie weiter und kommen auch wieder bessere Zeiten und ist auch nix schlimmes mal zeitlang auf Hilfe (egal ob ärztliche oder finanzielle von Jobcenter) angewiesen zu sein.
 
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ELOO

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Was ist das für eine physikalische Logik?!? "Sitzende Tätigkeit ohne körperliche Belastung" heisst, der Patient schwebt regungslos in der Schwerelosigkeit in Sitzposition und wird für eine Reise zum Mars qualifiziert? Eine AUB alleine ist nicht ausreichend? Was ist los auf diesen Ämtern? Der Patient ist arbeitsunfähig und Punkt! Dann müsste man mal anfragen ob die MA in diesen Ämtern ebenfalls zu einer AUB eine WUB + Attest abliefern müssen (max. 8h/Tag, sitzende Tätigkeit ohne Hirnfunktion).
 

Stauer

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Hallo, :welcome:
unterschreib die EGV nicht.
1. stimmt das Datum der Antragstellung nicht( Du würdest berechtigte Ansprüche verlieren, wenn Du die EGV unterschreibst, erkennst Du das falsche Datum an). Ich glaube da soll vertuscht werden, dass Dein urspünglicher Antrag nicht weitergeleitet wurde.

2. ist eine WUB eine Phantasiebescheinigung. Vor ungefähr 3 Jahren sollte ich auch mal soetwas besorgen und fragte meinen Arzt, was eine WUB ist. Der kannte die garnicht. Du sollst etwas beschaffen, das es garnicht gibt. Ich forderte damals SB auf das schriftlich zu verlangen, mich zu sanktionieren, weil ich die WUB nicht beschaffe und dann sind wir irgendwann vor Gericht. Da gibt es ganz nette Richter, die das mit der WUB ganz genau erklären. Danach habe ich nie wieder etwas von WUB gehört. Für ein ärztliches Attest hat der Arzt eigene Formulare.
3. weißt Du noch nicht, ob das JC für Dich zuständig ist, da Dein Antrag noch nicht bewilligt ist.
4. Deine Erwerbsfähigkeit wurde nicht geprüft, dazu sind die aber verpflichtet.
Diese 4 Begründungen kannst Du in der Stellungnahme zum möglichen Eintritt einer Sanktion verwenden.
Im "Leitfaden" hier im Forum kannst Du genau nachlesen, was alles auf Dich zukommt.

An der Maßnahme kannst Du noch garnicht teilnehmen, weil man da "Kunde im JC" sein muß.
 

Zeitkind

Super-Moderation
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unterschreib die EGV nicht.
Welche EGV? Es liegt bisher "nur" eine Zuweisung vor.
Die RFB dieser Zuweisung erachte ich für ungültig, da auf Kürzung von Leistungen abgestellt wird,
welche zum Zeitpunkt der Zuweisung nicht gewährt sind. Das sollte sich TE aber für eine ggf. spätere Sanktionsabwehr aufheben.
Im Leitfaden wurde festgehalten, was nach einer Zuweisung zu beachten ist:
Beispiel Maßnahmeabwehr nach gesonderter Zuweisung durch einen VA

Ersttermin und Unterschriften:
Da die Zuweisung ein VA ist, ist zumindest dem Ersttermin Folge zu leisten, um keine Sanktion zu kassieren.
Fahrtkostem zum Ersttermin sind nicht Bestandteil der Maßnahme, soweit nicht im VA geregelt.
Ggf. also vor dem Ersttermin Antrag auf Fahrtkostenerstattung stellen.
Beim MT nichts unterschreiben (auch keine Anmeldeliste oder Abtretung der Fahrtkostenerstattung).
Alle zur Unterschrift vorgelegten Dokumente zwecks rechtlicher Prüfung einstecken und Teilnahmewillen zeigen.
I.d.R. reagieren die MT darüber verärgert und versuchen, den pot. Teilnehmer zu Unterschriften zu überreden.

Mitwirkung vs. Offenbarung des MT:
Oft erfolgt später die Offenbarung, daß ELO ohne Unterschriften nicht an der Maßnahme teilnehmen kann.
Das sollte ELO sich möglichst schriftlich vom MT bestätigen lassen. Auch wenn er das nicht macht,
möglichst versuchen, auch ohne Unterschriften an der Maßnahme teilzunehmen.
Hindert der MT den ELO daran oder wirft ihn hoffentlich raus, ist das eigentliche Ziel erreicht.

Beschwerde beim JC - Ich will, aber der will mich nicht:
Nun gilt es, sich unverzüglich schriftlich nachweisbar an das JC zu wenden
und sich darüber zu beschweren, daß der MT den ELO nicht- bzw. nur teilnehmen lassen will,
wenn er mit ihm ein privates Rechtsverhältnis eingeht, wozu der ELO aber nicht verpflichtet ist.
Das ganze Prozedere kann entweder schnell erledigt sein oder sich ein paar Tage hinziehen.
Es erfordert ein gewisses Maß an Selbstbewußtsein und einigermaßen sicheres Auftreten.

Zum Widerspruch gegen die Zuweisung:
Innerhalb eines Monates nach Zugang der Zuweisung kann gegen dieselbe Widerspruch eingelegt werden
Der Widerspruch sollte gut begründet sein, hat aber hinsichtlich der Maßnahme keine aufschiebende Wirkung.
Das bedeutet, trotzt Widerspruch mußt der ELO den Pflichten des VA nachkommen
und die Behörde kann sich mit der Entscheidung zum Widerspruch bis 3 Monate Zeit lassen.

Zum Antrag auf aufschiebende Wirkung beim SG:
Dieser könnte zeitgleich mit dem Widerspruch beim SG gestellt werden, um die aW wiederherzustellen.
Beim Antrag auf aW kommt es besonders auf eine gute Begründung an. Wird dem Antrag stattgegeben,
ist die Behörde am Zug, schneller über den Widerspruch zu entscheiden - bis zur Entscheidung wäre der VA nicht vollziehbar.
Wenn der VA nicht vollziehbar ist, braucht ELO den darin auferlegten Pflichten nicht nachzukommen.
Ist der ELO durch den VA besonders beschwert oder finden sich darin Rechtswidrigkeiten,
kann das Gericht ihn für nichtig erklären oder bestimmen, daß der VA aufgehoben wird.

Hilfeforum Ein Euro Job / Mini Job
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Beispielurteile zum Thema Maßnahmen zur Eingliederung
Beispielurteile zum Thema Arbeitsgelegenheit
 

Stauer

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Welche EGV? Es liegt bisher "nur" eine Zuweisung vor.
Entschuldige bitte , meistens sind diese Maßnahmen an EGV's gekoppelt. Ich finde meine Brille nicht. Kann sein, dass ich sie verloren habe. Die Schrift ist sehr klein. Da stand was mit Eingliederung, das hat mich glauben lassen er hätte eine.
Aber der Leitfaden ist die beste Anleitung, die es gibt.
 

pizzamargherita

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Auf dem Bescheid steht:
Sollte von Ihnen die Maßnahme in ihrem Verlauf aus einem wichtigen Grund nicht besucht werden können, so melden Sie sich bereits im Vorweg so frühzeitig wie möglich, spätestens jedoch am ersten Fehltag beim Träger bis spätestens 8:30 Uhr telefonisch ... Der vorgetragene Grund ist innerhalb von drei Werktagen schriftlich bei der ProArbeit [JC] nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist der Aktivierungswerkstatt für jeden krankheitsbedingten Fehltag unaufgefordert eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbeschenigung innerhalb von drei Werktagen vorzulegen.
Ich habe gestern bei dem MT angerufen und gesagt, dass ich AU bin. Die sagten mir auch, ich sollte die AU-Bescheinigung zu ihnen schicken, weil es sonst nur Probleme bereiten würde.

Stimmt das? Ich bin da ja noch nie gewesen und habe nichts unterschrieben (ich habe beim JC leider unbedacht etwas unterschrieben, aber laut Aussage war nur der identische Wisch und ich sollte das Aushändigen quittieren). Im Schreiben steht ja auch „Sollte von Ihnen die Maßnahme in Ihrem Verlauf“ (aber ich habe ja noch gar nicht teilgenommen).
Der MT sagte mir auch, sie bräuchten die AU im Original, gleichzeitig haben sie mir aber auch eine e-Mail-Adresse genannt, an die ich es schicken kann? Wie würdet Ihr da vorgehen? Wohin damit und wie zustellen? Eine Vertrauensperson habe ich leider nicht, Fax mit qualifiziertem Sendebericht ist die zuverlässigste Zustellungsform, welche mir zur Verfügung steht (und der MT hat blöderweise kein Fax angegeben).

PS: Das JC ist eine Optionskommune, falls das einen Unterschied macht.

Vielen Dank und Grüße!
 
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Kerstin_K

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Wenn du die AU-Bescheinigung zum Jibcenter scickst (nachweisbar), bist Du auf der sicheren Siete. Das JC kann den MT informieren.
 

Stauer

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Hallo,
man kann die AU auch persönlich im Eingangsbereich abgeben. Wichtig: Laß Dir eine Empfangsbestätigung geben. Du kannst die Au auch kopieren und Dir darauf Stempel ind Unterschrift geben lassen. So hast Du auch einen Nachweis.
Ich gebe auch meistens persönlich ab. Seit ich das so mache, ist nichts mehr nicht angekommen.
 

swavolt

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Eine Maßnahme geht erst ab Bewilligungsbescheid.
Also zu Hause bleiben. Du brauchst keine AU. Warte bis du wieder eingeladen wirst und bis dahin sammle deine Unterlagen, die gefordert werden.
 

Zermürbt38

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Der Patient ist arbeitsunfähig und Punkt! Dann müsste man mal anfragen ob die MA in diesen Ämtern ebenfalls zu einer AUB eine WUB + Attest abliefern müssen (max. 8h/Tag, sitzende Tätigkeit ohne Hirnfunktion).
Nicht nur das! Bei diesen Ämtern heißt es ja noch zudem: "Wer sich bewegt, hat verloren!"
 
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