Bei einer Freundin endet das Krankengeld, hat inzwischen keinen Job mehr, wie jetzt weiter? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

wolfme

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Also, hier ein Update vom heutigen AfA Besuch:

Viel Blabla beim SB, dieser hat sich dann für nicht zuständig erklärt, weil er Reha-Fachberater ist und nicht für allgemeine AfA "Kunden".

Freundin hatte ja Anfang des Jahres einen Antrag auf Reha bei der AfA gestellt und da wurde ihr dieser SB zugewiesen.

Jetzt ist sie einer SBin zugewiesen, die sich speziell mit den Aussteuer / Reha / Schwerbehinderten / und-was-weiß-ich-noch-Spezial "Kunden" beschäftigt.
Kann gut oder schlecht sein, wir werden sehen.

Freundin musste jetzt nochmal auf Anfang und einen ganz normalen Antrag auf ALG1 stellen.

Allerdings hatte sie ja - Dank eurer guten Vorbereitung - gleich die Bewilligung der LTA von der RV, das Attest, daß sie selbst ihre Stelle kündigen soll und den Bescheid von der KK über die Aussteuerung dabei. Und da sprach die Dame von der Antragsannahme gleich von Nahtlosigkeit nach §145.

Also sieht bis jetzt alles ganz gut aus.

Der aktuelle Antrag auf ALG1 unterscheidet sich nur minimal von dem von Doppeloma, so daß man diesen durchaus noch als Ausfüllhilfe hernehmen kann

Ich schreibe übrigens "Kunden", weil ich den Begriff in diesem Falle für einen Euphemismus halte.
Diese Schreibweise ist ganz sicher nicht abwertend von mir gemeint, im Gegenteil.

Natürlich gab es auch einen Gesundheitsfragenbogen / Schweigepflichtentbindung mit.
Auf meine Frage nach der Anschrift des ÄD gabe es nur die lapidare Antwort: Der ist hier im Haus, also gleiche Anschrift.
Es gab dann noch einen extra Umschlag mit und der geht dann wohl direkt zum ÄD im Hause. Freundin soll den in den Hausbriefkasten werfen. Macht sie mit mir als Zeugen, daß sie die Unterlagen in den Umschlag eingetütet und in den Hausbriefkasten gesteckt hat.
Ich denke mir, in diesem Falle geht das in Ordnung. Ganz ausschließen, daß die Unterlagen dann doch zum SB gehen, kann man so natürlich nicht, wenn beides im selben Haus ist...

Jetzt sehen wir mal, wie es weiterläuft.

Danke hier an dieser Stelle nochmal allen, die uns mit den Tipps und Infos versorgt haben.
 

saurbier

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Wenn die Anreise zur AfA nicht zu aufwendig ist, dann würde ich den Umschlag mit den ärztlichen Unterlagen direkt persönlich beim äD abgeben.

Alleine auf eine Aussage einer SB zu verlassen - der ist hier im Hause - würde ich mich da nicht. Zu oft kann man hier nachlesen, wieviel unsinn die SB´s bewußt den Kunden erzählen.


Grüße saurbier
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Wenn die Anreise zur AfA nicht zu aufwendig ist, dann würde ich den Umschlag mit den ärztlichen Unterlagen direkt persönlich beim äD abgeben.

Alleine auf eine Aussage einer SB zu verlassen - der ist hier im Hause - würde ich mich da nicht. Zu oft kann man hier nachlesen, wieviel unsinn die SB´s bewußt den Kunden erzählen.


Grüße saurbier
 

wolfme

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So, es geht weiter, leider nicht im Sinne der Freundin.
Die Nahtlosigkeit ist abgelehnt worden.
Ich stelle die Schreiben hier mal mit dazu, vielleicht könnt ihr da mal drüber sehen und mir sagen, was man hier jetzt tun sollte.
Vielen Dank.
 

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wolfme

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Ich habe mich jetzt auch in andere Threads eingelesen.
Das Gutachten des äD wurde nach Aktenlage erstellt.
Wie kommt Freundin denn am schnellsten an das Gutachten, möglichst beide Teile?
 

saurbier

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Das beste wäre, sie würde zum äD-Gutachter fahren und sich den Teil-A als auch Teil-B des Gutachtens abholen. Bitte nicht vergessen dabei den Perso mitzunehmen.

Sie kann sich das Gutachten jedoch auch per Post anfordern, dann am besten mit gesichertem Schreiben (Einschreiben etc.) unter Berufung auf § 25 SGB X. Das kann dann jedoch einige Zeit dauern, bis der äD so reagiert (bei mir hat das fast 4 Wochen gedauert).

Übrigens man sollte nicht auf den Spruch der AfA reinfallen - man stünde nun grundsätzlich für jede Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung -, die Begutachtung erfolgte mit Sicherheit wohl kaum von einem dafür qualifizierten Arbeitsmediziner. Also jedes Arbeitsangebot wäre zuerst einmal vom behandelnden Arzt auf Umsetzung zu prüfen, wenn überhaupt, zumal im Gutachten sicherlich gewisse gesundheitliche Einschränkungen enthalten sein dürften.

Bei Termin sollte der SB einem ja nicht umsonst den Teil-B des Gutachtens eröffnen - heißt besprechen -.

Wenn der Teil-A des Gutachtens vorliegt würde ich empfehlen, daß ganze mal mit dem behandelnden Arzt zu besprechen ob er es genauso beurteilt, oder eben nicht.

Gegen das Gutachten selbst kann man leider recht wenig machen, allerdings gegen einen Bescheid der daraufhin erfolgt könnte man per Widerspruch was unternehmen.


Grüße saurbier
 

wolfme

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Danke für die Info.
Mal sehen, ob wir das persönlich hinbekommen, das Gutachten zu holen, das wäre natürlich das schnellste.
 

saurbier

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Ja selber abholen wäre mit Sicherheit die schnellste Möglichkeit.

Anhand des Teil-A könnt ihr dann ja auch erkennen, welche Krankheitsbilder der Gutachter alle für seine Einschätzung zu grunde gelegt hat.

Ich hab das z.B. vor wenigen Wochen mal wieder selbst mit erlebt. Da erhielt der äD-Gutachter vom DRV Gutachter sogar ein erst neu erstelltes Gutachten und dennoch hat er nur teile der Krankheiten aufgeführt und damit dann wohl auch nur berücksichtigt.

Wenn im Falle der Bekannten jetzt wohlmöglich auch nur noch nach Aktenlage entschieden wurde besteht sogar die latente Gefahr, das nicht einmal der aktuelle Gesundheitszustand berücksichtigt wurde, denn eher selten fordern die Gutachter aktuelle Befunde bei den behandelnden Ärzten an, eben weil es zu zeitaufwendig ist (deshalb versucht man ja auch den Antragsteller dazu zu bewegen das er aktuelle am besten mit bringt). Dazu muß man halt wissen, daß auch der äD-Gutachter unter Zeitdruck steht, denn er soll ja für die Vermittlungs SB schnellstmöglich feststellen was man noch arbeiten kann und für die Leistungsabteilung ob man nun ggf. ein § 145 SGB III Fall (Nahtlosigkeitsfall) oder eben nur als regulärer Antragsteller mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu behandeln ist. Das ganze soll dann nach Möglichkeit binnen 4 Wochen über die Bühne gehen.

Also gilt auch hier Vorsicht, was da dann so alles festgestellt worden ist.

Für den anstehenden Termin sollte deine Bekannte sich zumindest merken, vor Ort nichts zu unterschreiben, sondern alles mitnehmen und zuhause in Ruhe nochmals lesen und erst dann entscheiden. Wenn gewünscht ggf. hier mal anonym prüfen lassen, ob alles rechtmäßig ist, denn neuerlich scheinen bei der AfA Phantasie Vordrucke im Umlauf zu sein, um Druck auf die Vermittlungsbemühungen auszuüben, also nochmals Vorsicht.

Ebenso soll sie auch nicht einem möglichen Versuch der SB zustimmen (mündlich bzw. schriftlich), die bisherige Arbeitszeit (auf der ja das ALG-I basiert) wohlmöglich wegen ihrer gesundheitlichen Einschränkungen freiwillig zu verringern. Man will immer vollschichtig arbeiten und wenn das gesundheitlich nicht mehr geht, dann zumindest in dem Rahmen wie es der äD-Gutachter festgestellt hat, also mit dem Restleistungsvermögen. Achtung damit versucht die AfA den rechtlichen ALG-I Anspruch zu reduzieren.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo wolfme,

Die Nahtlosigkeit ist abgelehnt worden.
Ich stelle die Schreiben hier mal mit dazu, vielleicht könnt ihr da mal drüber sehen und mir sagen, was man hier jetzt tun sollte.
Das ist doch ganz normal wenn eine LTA bereits bewilligt wurde (von der DRV) dann KANN man sie doch bei der AfA nicht theoretisch für Erwerbsgemindert einstufen ...
Sie hat doch trotzdem Anspruch auf ALGI wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld, wie die AfA "das Kind nun nennen möchte" kann euch doch dabei völlig EGAL sein.

Man kündigt an, dass sie einen Beratungstermin erhalten wird und der Bescheid sollte nun auch bald mal eintreffen, dass sie ALGI nach § 136 SGB III bewilligt bekommt.
Anders steht das auch nicht im Bescheid wenn man meint ihr die "Nahtlosigkeit" zusprechen zu wollen, klammert euch doch nicht immer an diesen "Kunstbegriff" ... der hat doch rechtlich überhaupt keine ernsthafte Bedeutung.

Das besagt NUR, dass man (bei vorhandenem Anspruch an die AfA) nach einer Aussteuerung NAHTLOS ALGI von der AfA zu bekommen hat ... die "Deutungen" der AfA und des ÄD dazu sind so im Gesetz gar nicht vorgesehen ... und schließen ALGI auch nicht aus. :icon_evil:
Es gibt ALGI oder es gibt kein ALGI, es macht keinen Unterschied was der ÄD dazu herausfindet ... nicht in der Anspruchs-Dauer und nicht im Betrag ... maßgeblich ist NUR der schriftliche Leistungsbescheid.

Mit seinem "Restleistungsvermögen" (lt.AfA-ÄD) muss man sich IMMER der Vermittlung zur Verfügung stellen (wollen) ...
Auch bis zu weiteren Entscheidungen zu einer (konkreten) LTA-Leistung von der DRV hat die AfA ALGI zu zahlen wenn ein Anspruch darauf besteht.

Diese "Gutachten" sind doch ohnehin nur intern für die AfA gedacht, es lohnt sich meist gar nicht, sich darüber weiter aufzuregen, die interessieren außerhalb der AfA absolut Niemanden.

MfG Doppeloma
 

wolfme

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Ah, ok, dann müssen wir jetzt auch nicht unbedingt dieses Gutachten bekommen, richtig?
Dass Freundin sich mit ihrem "Restleistungsvermögen" zur Verfügung stellt, ist ja eh klar.
 

saurbier

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Nun ja, das Gutachten des äD sollte man sich dennoch immer holen.

Anhand des Teil-A und eben Teil-B (den ja der AfA SB mit einem besprechen sollte), läßt einem dann erkennen, ob auch alle relevanten Krankheitsbilder berücksichtigt wurden. Dies kann ggf. bei den anstehenden Vermittlungsversuchen (Stichwort Restleistungsvermögen) durch den AfA SB durchaus von Bedeutung sein, wenn z.B. einiges bei der Begutachtung erst gar nicht in Betracht kam, z.B. weil man dann manche Arbeitsangebote aus gesundheitlichen Gründen gar nicht annehmen könnte.

Also holt beim äD den Teil-A des Gutachtens.


Grüße saurbier
 
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