Bei einer Freundin endet das Krankengeld, hat inzwischen keinen Job mehr, wie jetzt weiter? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

wolfme

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Hallo Leute,

ich lese schon eine Weile hier mit.

Jetzt bräuchte ich eure Unterstützung bei dem Fall einer Freundin (über 25 Jahre alt).
Dazu muss ich ein wenig ausholen...

Sie ist schon länger (seit Mitte 2018) psychisch krank und dauerhaft AU geschrieben.
Bis jetzt bezieht sie Krankengeld von der Krankenkasse, was aber jetzt demnächst ausläuft.

Ende 2018 hat sie ihren Job auf Grund von psychischer Belastung und Mobbing per Auflösungsvertrag gekündigt und ist momentan ELO.
Außerdem ist sie gerade in Trennungsjahr von ihrem Mann und seit Mitte 2019 ausgezogen aus der gemeinsamen Ehe-Wohnung.

Seit dem lebt sie bei meiner Frau und mir in meiner Eigentumswohnung in einem eigenen Zimmer.
Wir lassen sie kostenfrei bei uns wohnen, lediglich eine Kostenbeteiligung ist vereinbart.

Dadurch, daß sie weiterhin Krankengeld bezogen hat, hat sie sich (noch) nicht bei der AfA gemeldet und somit auch (noch) keine Leistungen von dort bezogen.
Ihr wurde allerdings von der Krankenkasse jetzt dazu geraten, dies zu tun, weil eben das Krankengeld ausläuft.
Das hat sie getan.

Gleichzeitig hat sie einen Antrag auf berufliche Reha bei der Rentenversicherung gestellt, sie kann in ihrem alten Job nicht mehr arbeiten und möchte umschulen.
Dieser Antrag ist noch in Bearbeitung.

Bis jetzt hat sie 2 Klinikaufenthalte (1 x Tagesklinik, 1 x Stationär) und 1 x stationäre medizinische Reha erhalten.

Jetzt kommt der eigentliche Punkt:
Die AfA hat sie schriftlich zu einem Termin geladen.
Ich gehe da als Beistand mit und würde gerne wissen, auf was ich da genau achten sollte.

Das alles ist neu für mich und ich finde das alles recht verworren und kompliziert.

Ziel ist es, daß Freundin nach Ende des Krankengeldes nicht plötzlich ohne Geld da steht.

Vielleicht könnt ihr mir ja da ein paar Tips geben.
 

Atze Knorke

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Hallo wolfme,

erstmal :welcome: hier im Forum. :smile:

Eine sehr knifflige Situation. Hierbei ist es wichtig, äußerst belesen zu sein und einige wichtige
Infos vorab in Bezug strukturiert zum ALG I und Aussteuerung zu bearbeiten. :icon_daumen:

Sie ist schon länger (seit Mitte 2018) psychisch krank und dauerhaft AU geschrieben.
Bis jetzt bezieht sie Krankengeld von der Krankenkasse, was aber jetzt demnächst ausläuft.
Kannst du hierzu einige Bezugs-/Eckdaten geben, wann genau läuft das KK-Geld aus?

Dadurch, daß sie weiterhin Krankengeld bezogen hat, hat sie sich (noch) nicht bei der AfA gemeldet und somit auch (noch) keine Leistungen von dort bezogen.
Ihr wurde allerdings von der Krankenkasse jetzt dazu geraten, dies zu tun, weil eben das Krankengeld ausläuft.
Das hat sie getan.
Wann hat die KK das schriftlich mitgeteilt?

Grundsätzlich:
Die Sozialleistungsträger haben umfassende Auskunfts- und Beratungspflicht gemäß §§13 - 17 SGB I.

Ein weiteres Muster-Hilfsmittel wurde von (at)Doppeloma erstellt:
MUSTER-Antrag auf ALGI nach Aussteuerung !!! -

Hier geht es um die ALG I-Antragstellung nach Aussteuerung.

Einiges kompetentes Potenzial kannst du hier herauslesen:
Suchergebnisse für query: krankengeld läuft aus

Suchergebnisse für query: nahtlosigkeit

Suchergebnisse für query: krankengeld, ALG I, Aussteuerung
 

wolfme

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Hallo Atze Knorke,

Danke für die Infos, muss/werde ich dann erst mal durcharbeiten.
Der Bescheid von der KK kam Ende September, Ende ist dann im Dezember.
Der 1. Termin bei der AfA ist schon am Montag...
 

Atze Knorke

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... danke wolfme, holla die Waldfee, am Montag müsst ihr dann schon gut besattelt sein?! :icon_kratz:

Guck und lese bitte nach bzw. arbeite durch, was für die Freundin unabdinglich ist.

Was mir ein bissl Bauchschmerzen bereitet, ist, dass die Freundin bei euch wohnt,
(zwar eigenes Zimmer) dass kann einen ungemütlichen Sog mit sich ziehen.
Das nennt sich "Kosten der Unterkunft" vs. Eigentumswohnung.

Finde ich gut, dass du sie bei dieser AfA-Angelegenheit unterstützt/begleitest, denn
das ist wichtig, einen Zeugen zu haben, weil eben nicht immer alles rund bei den
Sozialleistungsträgern abläuft.

Bei evtl. Rückfragen kannst du dich hier nochmal melden.
 
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Kerstin_K

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Atze,hiet steht erstmal ALG I an, da gibt es keine Bedarfgemeinschaften, ist also völlig egal, wer mit wem zusammen woht oder sonstwas.

@wolfme

Ich hhabe deinen Thread mal in das richtige Unterforum verlegen lassen. Hier findest du schonmal reichkich Lesestoff, ich glaube , es gibt keine Frage, de wir nicht schon beantwortet haben.

Lies dich erstmal ein. Ihr seit seit etwas früh dran mit dem Gang zur AfA, Anfang bis Mitte Dezember hättte auch gereicht.

Ein paar grundsätzliche Dinge: Deine Freundin muss sic mit ihrem Restkeistungsvermögen zur Verfügung stellen. WIe gering dieses Restleistungsvermögen ist und welche Einschränkungen be der ermittlung zu beachten sind, das wird der ärztliche Dienst feststellen. Dazu bekommt deine Freundin wahrscheinlich einen Gesundheitsfragebogen und diverse Schweigepflichtentbindungen. Steckt das bitte alles ein und nehmt das mit nach Hause, damit ihr das in Ruhe ausfüllen könnt. was dabei zu beachten ist, das klären wir dann. Gut wäre es , wenn ihr Eich gleich die Anschrift des ärztlichen Dienstes geben lasst.

Mit dem SB bitte nicht über gesundheitliches sprechen, das geht ihn nichts an, dafür gibt es den ärztlichen Dienst.

Deine Freundin sollte sich lückenlos weiter krankschreiben lassen, auch nach der Aussteuerung. Aber bitte die AU-Bescheinigungen nicht bei der AfA abgeben, aber unbedingt weiter bei der Krankenkasse.

Bitte den Antrag auf ALG I keinesfalls online stellen. LAsst Euch einen Papierantrag geben.Auch einstecken, beim Ausfüllen ist einiges zu beachten, dazu kommen wir dann nächste Woche.

Habt Ihr für den Umschulungsantrag eine Eingangsbestätigung von der DRV bekommen? Nehmt davon mal eine Kopie mit für die AfA.

Nochwas: Bitte keine MAiladdi oder Telefonnummer bei der AfA abgeben, deine Freundin muss nur postalisch errreichbar sein.

EIne Frage noch: Was steht denn im ABschlussbericht der medizinischen Reha: Arbeitsfähig entlassen oder arbeitsunfähig. ERwerbsfähigkeit wieviele Stunden? Wurde die Umschulung empfohlen?

Auch bitte sonst nichts unterschreiben, insbesondere keine Erklärungen über reduzierte Stundenzahlen oder eine Eingliedrungsvereinbarung. Alles einstecken und zur Prüfung mitnehmen.
 

wolfme

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Hallo Atze, hallo Kerstin,

erstmal vielen Dank für die umfangreichen Infos und das Verschieben des Threads.

Die Begriffe Aussteuerung und Nahtlosigkeit kannte ich noch nicht, die wurden der Freundin nie gegenüber erwähnt.
Der Antrag, auf den Atze oben verlinkt hat und die Anleitung von Doppeloma sind ja Gold wert.

Was im Abschlussbericht der Reha steht frage ich Freundin und geben dann hier Info.
Eingangsbestätigung der RV bzw. Umschulungsantrag frage ich sie auch.

Nichts unterschreiben, alles zur Prüfung mitnehmen ist klar, das habe ich ihr schon eingebleut.

Den Thread arbeite ich dann auch durch.
Ich hoffe, damit bin ich erst mal für diesen 1. AfA Termin gerüstet.
 

saurbier

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Hallo wolfme,

Dadurch, daß sie weiterhin Krankengeld bezogen hat, hat sie sich (noch) nicht bei der AfA gemeldet und somit auch (noch) keine Leistungen von dort bezogen.
Ihr wurde allerdings von der Krankenkasse jetzt dazu geraten, dies zu tun, weil eben das Krankengeld ausläuft.
Das hat sie getan.
Frage dazu, wie hat sie sich denn jetzt bei der AfA gemeldet, daß sie jetzt bereits einen SB Termin hat.

Hat sie den ALG-I Antrag Online gestellt?

Grundsätzlich gilt ja, daß man bei der AfA den ALG-I Antrag persönlich (oder durch Bevollmächtigten) zu stellen hat.

Bei mir im Juni 2019 lief es z.B. so ab, daß ich persönlich dort vorstellig wurde und man mir dann den ALG-I Antrag (ausgefüllt mit meinen Daten sowie dem Antragsdatum (sehr wichtig), als auch dem Gesundheitsfragebogen zuzüglich entsprechender Schweigepflichtentbindungen) direkt ausgedruckt mit gab, damit ich diesen dann beim ersten persönlichen SB Termin ausgefüllt wieder mitbringen möge.

Wie Kerstin_K ja schon zu recht auf vieles vorsorglich kurz hingewiesen hat, erscheint beim 1. SB Termin Zurückhaltung und Vorsicht geboten.

Deine Freundin hat ja den Arbeitsvertrag aufgelöst und das bewirkt leider im Regelfall eine Sperre beim ALG-I (abgesehen von begründeten Ausnahmen). Es kann also gut sein, das die AfA SB hier einiges heraus kitzeln möchte um dies ggf. umsetzen zu können (Sperre) - also ist hier VORSICHT angebracht -.

Wichtig ist bei deiner Freundin, daß der ALG-I Antrag nach dem Muster von Doppeloma ausgefüllt werden sollte, denn da sie bei der KK aus dem KG ausgesteuert wurde, wäre sie ein Fall für die Anwendung der Nahtlosigkeit gemäß § 145 SGB III. Daher ist sie zuerst vom äD-Gutachter der AfA hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hin zu begutachten. Diese Gutachten finden zumeist nur nach Aktenlage statt, womit man für aussagekräftige aktuelle ärztliche Befunde am besten selbst sorgen sollte.

WICHTIG dabei, laßt euch die Adresse (Postadresse) des äD-Gutachters vom SB geben, denn der dafür benötigte Gesundheitsfragebogen als auch mögliche Schweigepflichtentbindungen als auch ärztliche Befunde gehören nur in die Hände des äD-Gutachters - NIEMALS in die Hände eines SB. Ganz egal was der SB dazu sagt oder anbietet (sie kommen meist mit dem Spruch von einem verschlossenen Umschlag der nur für den äD ist, oder so), ihr schickt die Unterlagen direkt per Einschreiben an den äD-Gutachter bzw. gibt sie dort gegen Empfangsbestätigung persönlich ab. Ebenfall sollte man bei Gesprächen mit einem SB darauf achten, den SB´s niemals was über seine Krankheiten/Gesundheit zu erzählen, der SB ist kein Arzt, sowas geht diesen also auch nichts an, egal was der SB so alles behaupten mag. Für solche Dinge darf bzw. muß der SB auf den ärztlichen Dienst der AfA zurück greifen. Wichtig dabei ist auch, achtet immer darauf alles schriftlich und nur per sicherem Postweg zu machen (Einschreiben etc.), denn häufig verschwinden manche Anträge etc. auf wundersame Weise bei Behörden.

Und ja, die SB´s sind verpflichtet euch nach den §§ 13-15 SGB I ausgiebig zu beraten und Auskünfte zu erteilen, dazu gibt es sogar ein BGH Urteil (siehe Anhang) nur interessiert es kaum einen SB.

Wichtig für deine Freundin ist vorerst einmal, daß sie sich der Arbeitsvermittlung mit ihrem Restleistungsvermögen immer zur Verfügung stellt, das wird vom Gesetz her auch verlangt, ansonsten hätte sie keinen Anspruch auf ALG-I. Aber hierzu gibt es dann unbedingt zu beachten, ohne eine äD-Begutachtung kann man keine Aussage zu einem möglichen Restleistungsvermögen tätigen. Also last euch nicht wohlmöglich auf irgend eine Arbeitszeit ein, welche von einem regulären Arbeitstag abweichen würde, vor allem nicht freiwillig. Deine Freundin will immer 8 Std./tägl. arbeiten. Unterschreibt auch keine vom SB vielleicht vorgelegten Blätter hierzu.

Egal was euch der SB jetzt ggf. beim ersten Termin so zur Unterschrift vorlegt, nehmt es mit nach Hause. Ihr habt immer das Recht alles vorher in Ruhe durchzulesen und ggf. juristischen bzw. fachkundigen Rat einzuholen. Bei zweifel solltet ihr entsprechendes hier ruhig anonym einstellen damit wir dort einmal drüber schauen können, ob es korrekt ist bzw. wo Fallstricke drin stecken.

Bitte bedenkt, die AfA SB arbeiten nicht in eurem Interesse, sondern ausschließlich im Interesse der AfA.


Grüße saurbier
 

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wolfme

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Hallo Saurbier,

mann das ist ja echt heftig.

Vielen Dank.

Wenn ich Freundin heute Abend sehe, frage ich sie die gewünschten Infos alle ab.
Soweit ich weiß, hat sie sich telefonisch bei der AfA als Arbeitssuchend gemeldet (wurde ihr von der KK so geraten) und hat dann einen schriftlichen Termin (eben den am Montag) bekommen.
Das die ärztlichen Befunde und Unterlagen nicht zum SB gehören, hatte ich schon gelesen und das werden wir auch auf keinen Fall machen.
Ich sehe schon, ich hätte mich da früher drum kümmern müssen und mich hier anmelden und um Hilfe bitten.
Hoffentlich ist das Kind jetzt nicht schon in den Brunnen gefallen.

Ach noch eine Frage zum Antrag von Doppeloma Punkt 4 "Angaben zu anderen Leistungen"
Da müsste dann das Krankengeld rein, richtig?
 

Kerstin_K

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Nein, das Krankengels braucht nicht angegeben zu werden, denn sie beantragt ALGI für die Zeit nach dem Krankengeld.
 

saurbier

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Hallo wolfme,

Hoffentlich ist das Kind jetzt nicht schon in den Brunnen gefallen.
Hoffen wir mal, daß deine Freundin da nicht der AfA SB bereits am Telefon gutgläubig zuviel erzählt hat, was man sich dann so alles fleißig notiert hat.

Die Herrschaften nutzen leider immer öfters die Gutmütigkeit in Verbindng mit entsprechender Unerfahrenheit der Betroffenen aus, um Informationen zu erhalten die zu einer Ablehnung bzw. Minderung der Anspruches führen bzw. führen können. Da gibt es inzwischen so einige böse Fallstricke.

Nun gut wenn sie sich nur Arbeitssuchend gemeldet hat, dann sollte jetzt bei dem offensichtlich ja ersten persönlichen Termin der Arbeitslosenantrag im System aufgenommen werden.

Wie gesagt, achte darauf das im ALG-I Antrag neben dem Antragsdatum auch das Datum aufgeführt ist, ab wann das erste ALG-I zu zahlen ist (wird oben im Formularkopf vermerkt).

Erzählt nichts zur Krankengeschichte, wie gesagt das geht einer SB nichts - rein gar nichts - an. Sie ist halt bei der KK aus dem KG ausgesteuert und stellt sich jetzt mit ihrem Restleistungsvermögen der AfA-Vermittlung zu Verfügung, punkt aus.

Wenn die SB da irgendwas was Arbeitszeitreduzierung erzählt - erzählen lassen -, bleibt dabei - sie stellt sich mit ihrem Restleistungsvermögen zur Verfügung -. Auch keine möglichen Vordrucke zur Arbeitszeitreduzierung oder ähnlichem Unterschreiben. Wenn sowas vorgelegt werden sollte, nimm es zur Prüfung mit nach Hause und stelle es hier anonym rein. Eine freiwillige Arbeitszeitreduzierung (weil sie doch aus gesundheitlichen Gründen eigentlich nicht mehr voll arbeiten kann, da wäre doch etwas weniger viel besser - oder ähnlich) bedeutet weniger ALG-I, denke immer daran - es geht also ums eigene Geld -.

Wenn deine Freundin den Gesundheitsfragebogen ausgehändigt bekommt, unbedingt die Postadresse des äD erfragen, die SB ist verpflichtet sie dir mitzuteilen. Wenn sie den Gesundheitsfragebogen in einem "angeblich" verschlossenen Umschlag von deiner Freundin zurück haben will, sagt ihr das man den beim äD abgeben wird, bzw. an diesen schicken wird. Glaub mir die SB´s sind retorisch sehr gut geschult um euch über den Tisch zu ziehen.

Sollte die SB im Termin ggf. auf die Kündigung zu sprechen kommen, denke daran vorsicht walten zu lassen. Eine eigene Kündigung kann eine Sperrzeit bewirken, also vorsicht. Hier ist es wichtig, wenn dann nur aufgrund eines ärztlichen Attestes zu machen z.B. um eine weitere gesundheitliche Gefährdung zu vermeiden. Ich hoffe mal in ihrem Interesse sie hat sich für den Kündigungsgrund - psychischer Belastung und Mobbing - vom Arzt ein Attest ausstellen lassen.



Grüße saurbier
 

wolfme

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Vielen Dank.

Also das mit der Sperrzeit wegen Eigenkündigung/Auflösungsvertrag habe ich mir auch schon gedacht.
Ob sie das auf Grund eines Attestes gemacht hat, kläre ich mit ihr.
Wäre dann doch vielleicht sogar besser gewesen, sich vom AG kündigen zu lassen, aber da war nicht mit ihr zu reden.
Bis jetzt war sie ja auch sozusagen im Schongang, weil sie ja Krankengeld bekommen hat.
Vielleicht ist das ein ganz heilsamer Schock, wen sie jetzt erst mal die Sperre bekommt.

Von den ganzen Tipps, die ich von euch bekommen habe, mache ich mir jetzt einen Spickzettel, den ich dann zum Termin mitnehme.

Ich denke, wir werden das hinbekommen.

Edit:
Bei dem Telefonat mit der AfA war ich leider nicht mit dabei. Ich weiß also nicht, was sie da alles erzählt hat.
 

BerndB

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Also wenn ich hier die Beiträge so lese, habe ich das Gefühl, als wären die SB der AfA Wegelagerer, die auf Unaufmerksamkeiten des Alo warten. Dem ist nicht so. Natürlich gehen den SB die Befunde der Ärzte nichts an. Aber in der Regel sollten die SB so ausgelastet sein, dass sie nicht unnötigerweise in Befunden schnüffeln, die sie als Nichtmediziner sowieso nicht richtig interpretieren können. Für Sie ist es einfacher auf das Gutachten des AfA-Arztes zu warten, weil dort konkret benannt ist, was der Alo noch machen kann und darf. Und dort steht nicht, was der Alo hat, denn das muss er nicht wissen und wird ihn eher nicht interessieren.

Auch verdient der SB nicht daran, wenn Alg z.B. durch Stunden-Reduzierung gekürzt wird. Er wird also kein Erklärung "unterschieben". Aber natürlich soll man nicht zu leichtgläubig sein, was schwer ist, wenn man sich nicht auskennt. Aber wie hier schon geraten, soll sie sich dem kommenden Gutachten anschließen. Auf die dort genannten beruflichen und evtl. zeitlichen Einschränkungen kommt es an. Und die werden nach Vorliegen des Gutachtens besprochen.

Und ich würde dazu tendieren, dass sie keine Sperrzeit erhält. Denn wenn sie vor der eigenen Kündigung schon länger in Behandlung war und auch Mobbing vorliegt, wird das längst in den Unterlagen des behandelnden Arztes festgeschrieben sein. Und für sie war dann halt die eigene Kündigung ein Befreiungsschlag (Ballast abwerfen). Sie hat also nicht gekündigt um jetzt noch schnell Gründe dafür nachzuschieben.

Ein gesundes Misstrauen ist wie überall angebracht. Und dass man bammel vor dem Termin hat ist auch normal. Wenn ein Gespräch aber nur von Misstrauen geprägt ist, egal von wem es ausgeht, kommt nichts Gescheites dabei raus.

Nachtrag: Am Montag geht es nur mal darum, dass sie sich im Rahmen des kommenden Arztgutachtens zur Verfügung stellt. Ich bin der Auffassung, dass man bei diesem Gespräch auch schon seine berufliche Zielrichtung angeben kann. Ob und wie das Ziel dann realisierbar ist, sieht man nach dem Gutachten. Und wenn Sie mit ihrem "Wunsch" neben dem Zumutbaren liegt, wird und muss sie der SB erst über die Konsequenzen aufklären. Erst wenn sie weiter "auf dem Unmöglichen" besteht, hat es Konsequenzen. Jetzt sind wir aber schon beim Gespräch, das nach Vorliegen des Arztgutachtens erfolgt. Ein SB der laufend gegen solche Prinzipien verstößt und somit Widersprüche provoziert, hätte wie in jeder Firma, mit mehr als mahnenden Worten seines Vorgesetzten zu rechnen.
 
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BerndB

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Hier die Zufriedenheit der Kunden mit der AfA. Vermutlich Werte, mit denen viele Firmen zufrieden wären. Natürlich sind darin auch Einzelfälle enthalten, die nach unten und oben ausreißen. Die Bewertung geht in meinen Augen, obwohl die AfA laut Gesetz Sperrzeiten verhängen und auch schlecht bezahlte Stellen bei Zeitarbeitsfirmen anbieten muss (wenn sie finanziell zumutbar sind).
 

wolfme

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Ein gesundes Misstrauen ist wie überall angebracht. Und dass man bammel vor dem Termin hat ist auch normal. Wenn ein Gespräch aber nur von Misstrauen geprägt ist, egal von wem es ausgeht, kommt nichts Gescheites dabei raus.
Danke, sehe ich auch so.
 

wolfme

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So, jetzt habe ich ein paar mehr Infos von Freundin.

Die Antworten auf eure Fragen:

<habt Ihr für den Umschulungsantrag eine Eingangsbestätigung von der DRV bekommen?>
Ja, mit dem Hinweis, daß es einen persönlichen Termin beim SB der RV braucht. Diesen hat sie aber noch nicht.

<Was steht denn im ABschlussbericht der medizinischen Reha: Arbeitsfähig entlassen oder arbeitsunfähig.>
AU

<ERwerbsfähigkeit wieviele Stunden?>
max. 3 in ihrer jetzigen Tätigkeit

<Wurde die Umschulung empfohlen?>
Ja, mit der Prognose, durch die Umschulung wieder vollschichtig 6-8h arbeitsfähig zu sein.

<Frage dazu, wie hat sie sich denn jetzt bei der AfA gemeldet, daß sie jetzt bereits einen SB Termin hat.>
Telefonisch auf Anraten der SB der KK

<Hat sie den ALG-I Antrag Online gestellt?>
Nein.

Zum Abschlussbericht der Reha:
Der ist nicht 2-teilig, sondern alles steht im Bericht, also sowohl Anamese, Diagnose, Verlauf und die Schlussempfehlung.

Außerdem hat sie schon früher Kontakt mit der AfA, weil sie fälschlicherweise den Antrag auf Reha bei der AfA gestellt hatte und nicht bei der RV. Dabei hat sie telefonisch dem AfA-SB was über ihre Krankheit erzählt und jetzt für den ALG1 Antrag ist es der selbe. Mal sehen, wie sich das auswirkt.

Und wegen dem Auflösungsvertrag:
Es liegt tatsächlich ein Attest vor, das passt also.

Bis jetzt läuft alles in Freundins Sinne, also sehen wir mal, ob das so bleibt.
 

BerndB

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Außerdem hat sie schon früher Kontakt mit der AfA, weil sie fälschlicherweise den Antrag auf Reha bei der AfA gestellt hatte und nicht bei der RV. Dabei hat sie telefonisch dem AfA-SB was über ihre Krankheit erzählt und jetzt für den ALG1 Antrag ist es der selbe. Mal sehen, wie sich das auswirkt.
Der SB legt die Füße hoch. Denn vermitteln kann er sie mit gravierenden Einschränkungen nicht/kaum und für evtl. Schulungen (REHA) ist die DRV zuständig.
 

wolfme

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Was mir noch aufgefallen ist, das Bestätigungsschreiben der RV ist schon der Bescheid (mit RFB), daß "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben dem Grunde nach" bewilligt wurden. Voraussetzung eben ist ein Beratungsgespräch mit dem Reha-Fachberater der RV.

D.h. wir müssen jetzt zweigleisig fahren, richtig?
1 x Nahtlosigkeit bei der AfA und 1 x Reha Beratung bei der RV.
 

grün_fink

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Ja.
Die Nahtlosigkeit sichert ja aktuell den Lebensunterhalt, bzw. soll das sobald das Nahtlosigkeites-ALG1 fließt.
DRV ist zuständig für die Reha, während der Reha dann wohl auch für den Lebensunterhalt, also Übergangsgeld.
 

wolfme

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Ja.
Die Nahtlosigkeit sichert ja aktuell den Lebensunterhalt, bzw. soll das sobald das Nahtlosigkeites-ALG1 fließt.
DRV ist zuständig für die Reha, während der Reha dann wohl auch für den Lebensunterhalt, also Übergangsgeld.
Danke für die Info.

Noch eine Frage, soll ich dann beim Termin mit der AfA erwähnen, daß die LTA von der RV bereits bewilligt wurde?
Oder besser nicht?
 
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